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Michelbinge war der Hauptort des Auenlandes. Der Ort, der sich an die Hänge der Weißen Höhen schmiegte, war geprägt von den für Hobbits typischen [[Smials]]. Es gab aber auch viele Häuser aus Holz, Ziegeln oder Feldsteinen. Diese Häuser wurden vor allem von Müllern, Schmieden, Seilern, Wagnern und anderen Handwerkern bevorzugt. | |||
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Aktuelle Version vom 17. Januar 2026, 11:19 Uhr
| Michelbinge | |
|---|---|
| Michelbinge (Bild: Matěj Čadil) | |
| Eckdaten | |
| Andere Namen | Michelbinge auf den Weißen Höhen,[1] Delving[2] |
| Ort | Westviertel, Auenland[1] |
| Typ | Dorf |
| Bewohner und Geschichte | |
| Bewohner | Hobbits |
| Gründung | nach 1601 D. Z. (1 A. Z.)[3] |
Michelbinge (Original Michel Delving) ist im Legendarium die Hauptstadt des Auenlandes.
Geographie
Michelbinge lag bei den Weißen Höhen im Westviertel des Auenlandes an der Oststraße. Diese führte im Westen nach Untertürmen bei den Emyn Beraid. Im Osten verlief sie über Wegscheid, Froschmoorstetten und Weißfurchen über die Brandyweinbrücke nach Bree. Außerdem führte im Norden eine Straße nach Lützelbinge.[Anm. 1][1][4]
Beschreibung
Michelbinge wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt nach 1601 D. Z. (1 A. Z.) von Hobbits gegründet. In diesem Jahr zogen viele Hobbits von Bree aus nach Westen und erhielten von Argeleb II. die Erlaubnis, sich auf dem Land jenseits des Brandyweins anzusiedeln.[3]
Michelbinge war der Hauptort des Auenlandes. Der Ort, der sich an die Hänge der Weißen Höhen schmiegte, war geprägt von den für Hobbits typischen Smials. Es gab aber auch viele Häuser aus Holz, Ziegeln oder Feldsteinen. Diese Häuser wurden vor allem von Müllern, Schmieden, Seilern, Wagnern und anderen Handwerkern bevorzugt.
Michelbinge war der offizielle Amtssitz des Bürgermeisters des Auenlandes.[5] Dieser tagte mit seinen Honoratioren in der sogenannten Stadthöhle.[6] Die Stadthöhle war eines unbekannten Tages eingestürzt und hatte den Bürgermeister Willi Weißfuß unter sich begraben, der sich jedoch befreien konnte.[7]
Ebenfalls in Michelbinge befand sich das Mathom-Haus. Dort wurden neben einer großen Anzahl von Mathoms auch die größten noch vorhandenen Waffenbestände des Auenlandes aufbewahrt. Für kurze Zeit beherbergte das Museum auch Bilbos Mithril-Hemd, das er nach seiner Rückkehr vom Erebor als Leihgabe hinterlassen hatte.[8]
Bei Michelbinge fand während der Lithetage der Freimarkt statt, auf dem jeder kostenlos seinen Stand aufstellen konnte. Alle sieben Jahre wurde dort außerdem der Bürgermeister des Auenlandes gewählt.[5][9]
Legendarium
Während der Willkürherrschaft Lotho Sackheim-Beutlins wurde in den alten Vorratsstollen von Michelbinge ein Gefängnis errichtet, das sogenannte Loch. Dort wurden unter anderem der Bürgermeister Willi Weißfuß, Fredegar Bolger und Lobelia Sackheim-Beutlin eingesperrt. Nach der Auflösung des Lochs im Zuge der Befreiung des Auenlandes fanden die Hobbits in anderen Stollen Nahrungsmittel, Bier und weitere Güter, die von den Strolchen dort eingelagert worden waren. So konnten die Hobbits trotz aller Widrigkeiten noch einen schönen Jul feiern.[10]
Etymologie
Der englische Name Michel Delving setzt sich aus den Elementen michel und delving (graben, forschen) zusammen. Das Wort delving spiegelt die Vorliebe der Hobbits fürs Graben wider. Das Namenselement Michel geht auf das altenglische Wort micel zurück, das groß bedeutet.[11][12]
Sonstiges
In einem Gedicht von Samweis Gamdschie, das in Die Abenteuer des Tom Bombadil enthalten ist, begibt sich der letzte Troll der Wetterspitze ins Auenland und kommt auch nach Delving.[13][2]
Anmerkung
- ↑ Karen Wynn Fonstad verortete Michelbinge im Historischer Atlas von Mittelerde, ebenso wie Lützelbinge, auf den Weißen Höhen.
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 1,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Prolog: Ein Teil des Auenlands
- ↑ 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien: Die Abenteuer des Tom Bombadil. Gedicht VIII: Luftikus
- ↑ 3,0 3,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang B, Die Aufzählung der Jahre: Das Dritte Zeitalter
- ↑ Karen Wynn Fonstad: The Atlas of Tolkien's Middle-earth. Regional Maps: The Shire, S. 71
- ↑ 5,0 5,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Prolog: Von der Ordnung im Auenland
- ↑ J. R. R. Tolkien, Humphrey Carpenter (ed.): The Letters of J.R.R. Tolkien. Letter 156: An Robert Murray (Entwurf)
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch I, Neuntes Kapitel: Im Gasthaus zum Tänzelnden Pony
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Prolog: Vom Ringfund
- ↑ Wayne G. Hammond, Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader’s Companion. Prologue, S. 34
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch VI, Neuntes Kapitel: Die Grauen Anfurten
- ↑ Wayne G. Hammond, Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader’s Companion. Prologue, S. 26
- ↑ [{{{url}}} ], {{{website}}}.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Die Abenteuer des Tom Bombadil. Vorwort
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