Númenor: Unterschied zwischen den Versionen
→Geographie: Quelle, Angaben genauer |
Nachvollziehbarkeit der Quellen, Gliederung |
||
| Zeile 9: | Zeile 9: | ||
== Geographie == | == Geographie == | ||
Númenor gehörte weder zu [[Mittelerde]] noch zu [[Aman]], lag jedoch näher an Letzterem. Mit seiner sternförmigen Gestalt erstreckte sich die Insel über etwa 180.000 Quadratmeilen, rund 466.000 Quadratkilometer (zum Vergleich: Deutschland hat eine Fläche von etwa 357.000 Quadratkilometern).<ref>J. R. R. Tolkien, Carl F. Hostetter: ''[[Natur und Wesen von Mittelerde]]''. Dritter Teil: ''Die Welt und ihre Länder und Bewohner.'' Kapitel 13 ''Über das Land und die Tiere von Númenor''</ref> Das [[Mittalmar]] (Inland) genannte zentrale Hochland der Insel maß von Norden nach Süden und von Osten nach Westen einen Durchmesser von etwa 250 Meilen, rund 400 km. In Mittalmar, fast exakt in der Mitte Númenors, ragte der [[Meneltarma]] (Himmelspfeiler) über 3.000 Fuß oder 900 Meter über die Ebene empor. Von diesem Berg zogen sich fünf niedrige Bergketten, bekannt als die "[[Tarmasundar]]" (''Wurzeln des Pfeilers''), in Richtung der fünf Vorgebirge, in die Mittalmar überging: | Númenor gehörte weder zu [[Mittelerde]] noch zu [[Aman]], lag jedoch näher an Letzterem. Mit seiner sternförmigen Gestalt erstreckte sich die Insel über etwa 180.000 Quadratmeilen, rund 466.000 Quadratkilometer (zum Vergleich: Deutschland hat eine Fläche von etwa 357.000 Quadratkilometern).<ref name="NWM III 13>J. R. R. Tolkien, Carl F. Hostetter: ''[[Natur und Wesen von Mittelerde]]''. Dritter Teil: ''Die Welt und ihre Länder und Bewohner.'' Kapitel 13 ''Über das Land und die Tiere von Númenor''</ref> Das [[Mittalmar]] (Inland) genannte zentrale Hochland der Insel maß von Norden nach Süden und von Osten nach Westen einen Durchmesser von etwa 250 Meilen, rund 400 km. In Mittalmar, fast exakt in der Mitte Númenors, ragte der [[Meneltarma]] (Himmelspfeiler) über 3.000 Fuß oder 900 Meter über die Ebene empor.<ref name="NWM III 13></ref> Von diesem Berg zogen sich fünf niedrige Bergketten, bekannt als die "[[Tarmasundar]]" (''Wurzeln des Pfeilers''), in Richtung der fünf Vorgebirge, in die Mittalmar überging: | ||
* [[Andustar]] im Nordwesten, | * [[Andustar]] im Nordwesten, | ||
* [[Forostar]] im Norden, | * [[Forostar]] im Norden, | ||
| Zeile 15: | Zeile 15: | ||
* [[Hyarnustar]] im Südwesten und | * [[Hyarnustar]] im Südwesten und | ||
* [[Hyarrostar]] im Südosten. | * [[Hyarrostar]] im Südosten. | ||
Die südliche Landschaft war geprägt von grasbewachsenen Hügeln und flachen Gebieten, während die nördlichen Küsten von steilen Klippen dominiert wurden. Größter Fluss Númenors war der [[Siril]], der am Meneltarma entsprang und neben dem [[Nunduine]] der einzige wirkliche Fluss der Insel war, da die anderen Fließgewäßer schnellfließende Sturzbäche waren. | Die südliche Landschaft war geprägt von grasbewachsenen Hügeln und flachen Gebieten, während die nördlichen Küsten von steilen Klippen dominiert wurden. Größter Fluss Númenors war der [[Siril]], der am Meneltarma entsprang und neben dem [[Nunduine]] der einzige wirkliche Fluss der Insel war, da die anderen Fließgewäßer schnellfließende Sturzbäche waren.<ref name="NME II I">J. R. R. Tolkien: [[Nachrichten aus Mittelerde]]. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel ''Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth''.) Teil 2: ''Das Zweite Zeitalter''. I ''Eine Beschreibung der Insel Númenor''</ref> | ||
Die größten und bedeutendsten Städte waren [[Armenelos]], gelegen am Fuße des Meneltarma, und [[Rómenna]] an der Ostküste. Zur Zeit der engen Beziehungen zu den [[Eldar]] lebten viele Menschen entlang der westlichen Küsten, insbesondere in [[Eldalonde]] und [[Andúnië]]. Dort residierte lange Zeit Elendil mit seiner Familie, bis sie schließlich nach Rómenna umziehen musste. Viele andere Númenórer hatten sich bereits zuvor, aus Misstrauen gegenüber den Eldar, in die goldene Hauptstadt Armenelos zurückgezogen, wo sich der weiße Baum [[Nimloth (Baum)|Nimloth]] und später der [[Tempel Melkors]] befand. | Die größten und bedeutendsten Städte waren [[Armenelos]], gelegen am Fuße des Meneltarma, und [[Rómenna]] an der Ostküste. Zur Zeit der engen Beziehungen zu den [[Eldar]] lebten viele Menschen entlang der westlichen Küsten, insbesondere in [[Eldalonde]] und [[Andúnië]]. Dort residierte lange Zeit Elendil mit seiner Familie, bis sie schließlich nach Rómenna umziehen musste. Viele andere Númenórer hatten sich bereits zuvor, aus Misstrauen gegenüber den Eldar, in die goldene Hauptstadt Armenelos zurückgezogen, wo sich der weiße Baum [[Nimloth (Baum)|Nimloth]] und später der [[Tempel Melkors]] befand. | ||
== Klima == | == Klima == | ||
Das Klima war auf Númenor entweder wegen der Nähe zu Aman oder aufgrund der Gunst der Valar stets mild und ausgeglichen. Erst in den Tagen des Niedergangs, als die Númenórer sich gegen die Valar auflehnten, lernten sie widrige Wetterbedingungen kennen. | Das Klima war auf Númenor entweder wegen der Nähe zu Aman oder aufgrund der Gunst der Valar stets mild und ausgeglichen. Erst in den Tagen des Niedergangs, als die Númenórer sich gegen die Valar auflehnten, lernten sie widrige Wetterbedingungen kennen.<ref name="Akallabêth">J. R. R. Tolkien: ''[[Das Silmarillion]]''. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1978. (Im Original erschienen 1977 unter dem Titel ''The Silmarillion''.) [[Akallabêth (Schriftstück)|Akallabêth]], ''Der Untergang von Númenor''.</ref> | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Die hier genannten Daten folgen der ''Aufzählung der Jahre'',<ref>J. R. R. Tolkien: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Anhang B: Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande). ''Das Zweite Zeitalter''.</ref> die vermutlich in den [[Groß-Smials]] auf Basis des von [[Peregrin Tuk]] und [[Meriadoc Brandybock]] gesammelten Materials zusammengestellt wurde. Hierbei ist zu beachten, dass die Daten oft Mutmaßungen sind.<ref name="HDR P">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Prolog. ''Anmerkungen zu den Aufzeichungen vom Auenland''</ref> | |||
* 32 bis 600 Z. Z.: Die Númenórer richten sich auf ihrer Insel ein, und man hört in Mittelerde nichts von ihnen. Die Eldar kommen aus [[Tol Eressea]] und bringen Geschenke. | * 32 bis 600 Z. Z.: Die Númenórer richten sich auf ihrer Insel ein, und man hört in Mittelerde nichts von ihnen. Die Eldar kommen aus [[Tol Eressea]] und bringen Geschenke. | ||
[[Bild:Numenorer1.jpg|thumb|320px|Númenorer mit Fischhelm]] | [[Bild:Numenorer1.jpg|thumb|320px|Númenorer mit Fischhelm]] | ||
| Zeile 36: | Zeile 37: | ||
== Kultur == | == Kultur == | ||
Während der ersten zwei Jahrtausenden des Zweiten Zeitalters waren die Númenórer ein friedliebendes Volk. [[Schwerter]] waren in erster Linie Erbstücke der Vorfahren, darunter das Schwert [[Aranruth]]. Nur dem Nachfolger des Königs wurde für den Tag seiner Thronbesteigung ein eigenes Schwert gefertigt. Andere Waffen waren Äxte, Speere und Bögen, die für handwerkliche und sportliche Zwecke verwendet wurden. Beliebte Sportarten waren neben dem Bogenschießen Schwimmen und Tauchen sowie Ruder- und Segelwettkämpfe. | Während der ersten zwei Jahrtausenden des Zweiten Zeitalters waren die Númenórer ein friedliebendes Volk. [[Schwerter]] waren in erster Linie Erbstücke der Vorfahren, darunter das Schwert [[Aranruth]]. Nur dem Nachfolger des Königs wurde für den Tag seiner Thronbesteigung ein eigenes Schwert gefertigt. Andere Waffen waren Äxte, Speere und Bögen, die für handwerkliche und sportliche Zwecke verwendet wurden. Beliebte Sportarten waren neben dem Bogenschießen Schwimmen und Tauchen sowie Ruder- und Segelwettkämpfe.<ref name="NME II I"></ref> | ||
Hauptnahrungsmittel der Númenórer waren Fische, aufgrund des Fischreichtums an den Küsten. Von den Fischern stammten die meisten der berühmten Seefahrer von Númenor ab, eine Tätigkeit, die seit etwa 600 Z. Z. zur prestigeträchtigsten Betätigung der Númenórer wurde, als [[Veantur]] auf der ''[[Entulesse]]'' als erster Mensch das Meer Richtung Mittelerde überquerte. Die Kunst des Schiffbaus und der Seefahrt hatten die Númenórer von den [[Eldar]] erlernt, nach Númenor kamen sie selbst auf Elbenschiffen unter elbischen Kommando. | Hauptnahrungsmittel der Númenórer waren Fische, aufgrund des Fischreichtums an den Küsten. Von den Fischern stammten die meisten der berühmten Seefahrer von Númenor ab, eine Tätigkeit, die seit etwa 600 Z. Z. zur prestigeträchtigsten Betätigung der Númenórer wurde, als [[Veantur]] auf der ''[[Entulesse]]'' als erster Mensch das Meer Richtung Mittelerde überquerte. Die Kunst des Schiffbaus und der Seefahrt hatten die Númenórer von den [[Eldar]] erlernt, nach Númenor kamen sie selbst auf Elbenschiffen unter elbischen Kommando.<ref name="NME II I"></ref> | ||
Neben der Fischerei und der Seefahrt betrieben die Númenórer vor allem Handwerk, das in Gilden organisiert war. Namentlich bekannt ist die Gilde der Waffenschmiede, die neben Waffen – zunächst nur, um ihre von den [[Noldor]] erlernten Kentnisse zu erhalten – vor allem Werkzeuge herstellte. Natürliche Rohstoffe auf Númenor waren Eisen und Kupfer, von den Elben von Tol Eressea erhielten die Númenórer Gold, Silber und Edelsteine als Geschenke. Zunächst liebten sie diese Reichtümer ihrer Schönheit wegen, woraus später aber Habgier erwuchs. | Neben der Fischerei und der Seefahrt betrieben die Númenórer vor allem Handwerk, das in Gilden organisiert war. Namentlich bekannt ist die Gilde der Waffenschmiede, die neben Waffen – zunächst nur, um ihre von den [[Noldor]] erlernten Kentnisse zu erhalten – vor allem Werkzeuge herstellte. Natürliche Rohstoffe auf Númenor waren Eisen und Kupfer, von den Elben von Tol Eressea erhielten die Númenórer Gold, Silber und Edelsteine als Geschenke. Zunächst liebten sie diese Reichtümer ihrer Schönheit wegen, woraus später aber Habgier erwuchs.<ref name="NME II I"></ref> | ||
Auf dem flachen Gipfel des Meneltarma befand sich das [[Heiligtum Erus]], wo das Tragen von Waffen und sogar das Sprechen untersagt war. Eine Ausnahme bildete der König, der hier an den drei Feiertagen zu [[Eru]] betete: | Auf dem flachen Gipfel des Meneltarma befand sich das [[Heiligtum Erus]], wo das Tragen von Waffen und sogar das Sprechen untersagt war. Eine Ausnahme bildete der König, der hier an den drei Feiertagen zu [[Eru]] betete: | ||
| Zeile 46: | Zeile 47: | ||
* an Mittsommer (''[[Erulaitale]]'') ein Lobgebet, | * an Mittsommer (''[[Erulaitale]]'') ein Lobgebet, | ||
* am Ende des Herbstes (''[[Eruhantale]]'') ein Dankgebet. | * am Ende des Herbstes (''[[Eruhantale]]'') ein Dankgebet. | ||
Zu diesen Zeiten flogen [[Adler]] über dem Heiligtum, die von [[Manwe]] selbst gesandt worden sein sollen, um über den Meneltarma und Númenor zu wachen. Andere Vögel fanden sich dort nicht. Ab der Regentschaft [[Tar-Ancalimon]]s wurde das Heiligtum nicht mehr aufgesucht, erst [[Tar-Palantir]] nahm die Tradition wieder auf. Sein Nachfolger [[Ar-Pharazôn]] jedoch schwor unter Saurons Einfluss der Verehrung Erus entgültig ab. Erst unter seiner Regentschaft entstanden die ersten Tempel in Númenor, darunter der [[Tempel Melkors]]. | Zu diesen Zeiten flogen [[Adler]] über dem Heiligtum, die von [[Manwe]] selbst gesandt worden sein sollen, um über den Meneltarma und Númenor zu wachen. Andere Vögel fanden sich dort nicht. Ab der Regentschaft [[Tar-Ancalimon]]s wurde das Heiligtum nicht mehr aufgesucht, erst [[Tar-Palantir]] nahm die Tradition wieder auf. Sein Nachfolger [[Ar-Pharazôn]] jedoch schwor unter Saurons Einfluss der Verehrung Erus entgültig ab. Erst unter seiner Regentschaft entstanden die ersten Tempel in Númenor, darunter der [[Tempel Melkors]].<ref name="NME II I"></ref> | ||
== | == Die Könige von Númenor == | ||
Ursprünglich erbte der älteste Sohn des Königs den Thron. Als der sechste König [[Tar-Aldarion]] nur eine Tochter zurückließ, wurde das Gesetz geändert, sodass das älteste Kind den Thron erbte, unabhängig vom Geschlecht.<ref>J. R. R. Tolkien: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Anhang A: Annalen der Könige und Herrscher. I. ''Die Númenórischen Könige''</ref> [[Tar-Ancalime]] wurde so die erste Königin Númenors, sehr zum Missfallen der männlichen Nachkommen Elros‘, besonders ihres Cousins [[Soronto]].<ref>J. R. R. Tolkien: [[Nachrichten aus Mittelerde]]. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel ''Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth''.) Teil 2: ''Das Zweite Zeitalter''. III ''Die Linie von Elros: Könige von Númenor''.</ref> Insgesamt regierten 24 Herrscher über Númenor, drei davon waren Frauen. Bis zum 18. König trugen alle Herrscher [[Quenya|hochelbische]] Namen. Doch als die Númenórer sich stolz und verblendet von den Valar und den Eldar abwandten, wählten sie [[adûnaïsch]]e Namen. Erst der 23. König bedauerte die Entscheidung seiner Vorfahren und nannte sich [[Tar-Palantir]] (Quenya: "der Weitsehende"). Er versuchte die Númenórer und Eldar wieder zu versöhnen, doch dies misslang ihm. Seine Tochter hätte die vierte Königin ([[Tar-Míriel]]) werden müssen, doch Tar-Palantirs Neffe riss das Zepter an sich und nannte sich [[Ar-Pharazôn]] der Goldene. Er war der letzte König; er brachte den gefangenen Sauron auf die Insel, verfiel seinen Einflüsterungen und fuhr schließlich mit einer gewaltigen Armee Richtung Valinor, um Krieg gegen die Valar zu führen.<ref name="Akallabêth"></ref> | |||
=== | === Liste der Könige von Númenor === | ||
# [[Elros|Elros Tar-Minyatur]] | # [[Elros|Elros Tar-Minyatur]] | ||
# [[Vardamir]] | # [[Vardamir]] | ||
| Zeile 71: | Zeile 72: | ||
# [[Tar-Calmacil]] | # [[Tar-Calmacil]] | ||
# [[Tar-Ardamin]] (in ''[[Der Herr der Ringe]]'' nicht aufgeführt) | # [[Tar-Ardamin]] (in ''[[Der Herr der Ringe]]'' nicht aufgeführt) | ||
# [[Ar-Adûnakhôr]], nahm als erster einen | # [[Ar-Adûnakhôr]], nahm als erster einen adûnaïschen Namen an | ||
# [[Ar-Zimrathôn]] | # [[Ar-Zimrathôn]] | ||
# [[Ar-Sakalthôr]] | # [[Ar-Sakalthôr]] | ||
| Zeile 78: | Zeile 79: | ||
# [[Ar-Pharazôn]] der Goldene | # [[Ar-Pharazôn]] der Goldene | ||
== Stammbaum der Linie Elros’ == | === Stammbaum der Linie Elros’ === | ||
{{Stammbaum/start}} | {{Stammbaum/start}} | ||
| Zeile 104: | Zeile 105: | ||
== Andere Namen == | == Andere Namen == | ||
* vor dem Untergang: | * vor dem Untergang: | ||
** '''Elenna''' (zu dem Stern hin, Sternwärts; Original: starwards), entstand von der Tatsache, dass die ersten Bewohner Númenors die Insel fanden, indem sie [[Earendils Stern]] folgten. | ** '''Elenna''' (zu dem Stern hin, Sternwärts; Original: starwards), entstand von der Tatsache, dass die ersten Bewohner Númenors die Insel fanden, indem sie [[Earendils Stern]] folgten.<ref name="Akallabêth"></ref> | ||
** '''Andor''' (Land der Gabe), [[adûnaïsch]] '''Yôzâyan''' | ** '''Andor''' (Land der Gabe), [[adûnaïsch]] '''Yôzâyan'''<ref name="Akallabêth"></ref> | ||
** '''Westernis''', Quenya '''Númenóre''', adûnaïsch '''Anadûnê''' | ** '''Westernis''', Quenya '''Númenóre''', adûnaïsch '''Anadûnê'''<ref name="Akallabêth"></ref> | ||
* nach dem Untergang: | * nach dem Untergang: | ||
** '''Akallabêth''' (die Versunkene), [[adûnaïsch]]er Name Númenors nach dessen Zerstörung, Quenya '''Atalante''' (die Versunkene) | ** '''Akallabêth''' (die Versunkene), [[adûnaïsch]]er Name Númenors nach dessen Zerstörung, Quenya '''Atalante''' (die Versunkene)<ref name="Akallabêth"></ref> | ||
** '''Mar-nu-Falmar''' (Zuhause unter den Wellen) | ** '''Mar-nu-Falmar''' (Zuhause unter den Wellen)<ref name="Akallabêth"></ref> | ||
== Sonstiges == | == Sonstiges == | ||
| Zeile 123: | Zeile 124: | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
<references/> | |||
[[Kategorie:Inseln]] | [[Kategorie:Inseln]] | ||
Version vom 7. März 2026, 23:07 Uhr

Die Insel Númenor wurde Anfang des Zweiten Zeitalters von Osse aus dem Meer gehoben. Es war ein Geschenk an die Edain, die den Eldar im Kampf gegen Morgoth beigestanden hatten. Deswegen hieß die Insel Andor, das Land der Gabe. Doch da es das westlichste aller sterblichen Lande war, wurde die Insel Westernis (in Quenya Númenóre) genannt. In der Wandlung der Welt versank Númenor im Belegaer. Von den Überlebenden stammen die Dúnedain, wie Aragorn und Faramir, aber auch die Schwarzen Númenórer wie der Fürst der Nazgûl und Saurons Mund, ab.
Zeitangaben
- 32 Z. Z.: Die Edain besiedeln Númenor; Elros, Elronds Bruder und Sohn von Earendil, wird zum König Tar-Minyatur gekrönt.
- 2251 Z. Z.: Auf Númenor bricht Unfrieden aus, da die Númenórer sich nach der Unsterblichkeit sehnen. Sie unterwerfen die in Mittelerde lebenden Menschen.
- von 3262 bis 3310 Z. Z.: Sauron kommt als Gefangener nach Númenor; er betört den herrschenden König Ar-Pharazôn und bringt die Númenórer dazu, Morgoth anzubeten.
- 3319 Z. Z.: Númenor geht unter; Elendil und die Getreuen entkommen nach Mittelerde und gründen die Exilreiche Gondor und Arnor.
Geographie
Númenor gehörte weder zu Mittelerde noch zu Aman, lag jedoch näher an Letzterem. Mit seiner sternförmigen Gestalt erstreckte sich die Insel über etwa 180.000 Quadratmeilen, rund 466.000 Quadratkilometer (zum Vergleich: Deutschland hat eine Fläche von etwa 357.000 Quadratkilometern).[1] Das Mittalmar (Inland) genannte zentrale Hochland der Insel maß von Norden nach Süden und von Osten nach Westen einen Durchmesser von etwa 250 Meilen, rund 400 km. In Mittalmar, fast exakt in der Mitte Númenors, ragte der Meneltarma (Himmelspfeiler) über 3.000 Fuß oder 900 Meter über die Ebene empor.[1] Von diesem Berg zogen sich fünf niedrige Bergketten, bekannt als die "Tarmasundar" (Wurzeln des Pfeilers), in Richtung der fünf Vorgebirge, in die Mittalmar überging:
- Andustar im Nordwesten,
- Forostar im Norden,
- Orrostar im Nordosten,
- Hyarnustar im Südwesten und
- Hyarrostar im Südosten.
Die südliche Landschaft war geprägt von grasbewachsenen Hügeln und flachen Gebieten, während die nördlichen Küsten von steilen Klippen dominiert wurden. Größter Fluss Númenors war der Siril, der am Meneltarma entsprang und neben dem Nunduine der einzige wirkliche Fluss der Insel war, da die anderen Fließgewäßer schnellfließende Sturzbäche waren.[2]
Die größten und bedeutendsten Städte waren Armenelos, gelegen am Fuße des Meneltarma, und Rómenna an der Ostküste. Zur Zeit der engen Beziehungen zu den Eldar lebten viele Menschen entlang der westlichen Küsten, insbesondere in Eldalonde und Andúnië. Dort residierte lange Zeit Elendil mit seiner Familie, bis sie schließlich nach Rómenna umziehen musste. Viele andere Númenórer hatten sich bereits zuvor, aus Misstrauen gegenüber den Eldar, in die goldene Hauptstadt Armenelos zurückgezogen, wo sich der weiße Baum Nimloth und später der Tempel Melkors befand.
Klima
Das Klima war auf Númenor entweder wegen der Nähe zu Aman oder aufgrund der Gunst der Valar stets mild und ausgeglichen. Erst in den Tagen des Niedergangs, als die Númenórer sich gegen die Valar auflehnten, lernten sie widrige Wetterbedingungen kennen.[3]
Geschichte
Die hier genannten Daten folgen der Aufzählung der Jahre,[4] die vermutlich in den Groß-Smials auf Basis des von Peregrin Tuk und Meriadoc Brandybock gesammelten Materials zusammengestellt wurde. Hierbei ist zu beachten, dass die Daten oft Mutmaßungen sind.[5]
- 32 bis 600 Z. Z.: Die Númenórer richten sich auf ihrer Insel ein, und man hört in Mittelerde nichts von ihnen. Die Eldar kommen aus Tol Eressea und bringen Geschenke.

- 600 bis 1800 Z. Z.: Die Númenórer werden große Seefahrer. Sie segeln an die Küsten Mittelerdes und lehren und unterstützen die dort lebenden Menschen, die unter Sauron leiden.
- 1800 bis 3175 Z. Z.: Die Númenórer errichten Festungen und unterwerfen die Menschen an den Küsten. Sie erheben Steuern und brechen den Kontakt mit den Eldar ab. Zu dieser Zeit beginnen die Númenórer, den Tod zu fürchten und nach Unsterblichkeit zu verlangen.
- 3175 bis 3255 Z. Z.: Tar-Palantir bereut, und Bürgerkrieg bricht zwischen den Getreuen der Eldar und den den Valar feindlich gesinnten Númenórern aus.
- 3255 Z. Z.: Ar-Pharazôn wird König. Sauron droht, die Küstenstädte der Númenórer einzunehmen.
- 3261 Z. Z.: Ar-Pharazôn zieht mit einer großen Flotte nach Umbar gegen Sauron.
- 3262 bis 3310 Z. Z.: Sauron, der sich angesichts der Übermacht unterwirft, wird als Gefangener nach Númenor gebracht, steigt jedoch in kurzer Zeit zu einem einflussreichen Ratgeber des Königs auf. Unter seinem Einfluss bilden sich die Sauronianer, die Melkor verehren und ihm einen Tempel errichten, damit er sie vom Tod erlöse. Stattdessen sterben die Menschen nun früher. Daher verleitet Sauron den König dazu, die Valar anzugreifen, im Glauben, so unsterblich werden zu können.
- 3310 Z. Z.: Ar-Pharazôn beginnt, eine gewaltige Flotte aufzubauen.
- 3319 Z. Z.: Ar-Pharazôn segelt nach Valinor. Die Überfahrt dauert 39 Tage. Am 40. Tag, als Ar-Pharazôn den Fuß auf Valinor setzt, vollzieht Ilúvatar die Wandlung der Welt und Númenor versinkt im Meer.
Kultur
Während der ersten zwei Jahrtausenden des Zweiten Zeitalters waren die Númenórer ein friedliebendes Volk. Schwerter waren in erster Linie Erbstücke der Vorfahren, darunter das Schwert Aranruth. Nur dem Nachfolger des Königs wurde für den Tag seiner Thronbesteigung ein eigenes Schwert gefertigt. Andere Waffen waren Äxte, Speere und Bögen, die für handwerkliche und sportliche Zwecke verwendet wurden. Beliebte Sportarten waren neben dem Bogenschießen Schwimmen und Tauchen sowie Ruder- und Segelwettkämpfe.[2]
Hauptnahrungsmittel der Númenórer waren Fische, aufgrund des Fischreichtums an den Küsten. Von den Fischern stammten die meisten der berühmten Seefahrer von Númenor ab, eine Tätigkeit, die seit etwa 600 Z. Z. zur prestigeträchtigsten Betätigung der Númenórer wurde, als Veantur auf der Entulesse als erster Mensch das Meer Richtung Mittelerde überquerte. Die Kunst des Schiffbaus und der Seefahrt hatten die Númenórer von den Eldar erlernt, nach Númenor kamen sie selbst auf Elbenschiffen unter elbischen Kommando.[2]
Neben der Fischerei und der Seefahrt betrieben die Númenórer vor allem Handwerk, das in Gilden organisiert war. Namentlich bekannt ist die Gilde der Waffenschmiede, die neben Waffen – zunächst nur, um ihre von den Noldor erlernten Kentnisse zu erhalten – vor allem Werkzeuge herstellte. Natürliche Rohstoffe auf Númenor waren Eisen und Kupfer, von den Elben von Tol Eressea erhielten die Númenórer Gold, Silber und Edelsteine als Geschenke. Zunächst liebten sie diese Reichtümer ihrer Schönheit wegen, woraus später aber Habgier erwuchs.[2]
Auf dem flachen Gipfel des Meneltarma befand sich das Heiligtum Erus, wo das Tragen von Waffen und sogar das Sprechen untersagt war. Eine Ausnahme bildete der König, der hier an den drei Feiertagen zu Eru betete:
- am Beginn des Frühlings (Erukyerme) ein Bittgebet,
- an Mittsommer (Erulaitale) ein Lobgebet,
- am Ende des Herbstes (Eruhantale) ein Dankgebet.
Zu diesen Zeiten flogen Adler über dem Heiligtum, die von Manwe selbst gesandt worden sein sollen, um über den Meneltarma und Númenor zu wachen. Andere Vögel fanden sich dort nicht. Ab der Regentschaft Tar-Ancalimons wurde das Heiligtum nicht mehr aufgesucht, erst Tar-Palantir nahm die Tradition wieder auf. Sein Nachfolger Ar-Pharazôn jedoch schwor unter Saurons Einfluss der Verehrung Erus entgültig ab. Erst unter seiner Regentschaft entstanden die ersten Tempel in Númenor, darunter der Tempel Melkors.[2]
Die Könige von Númenor
Ursprünglich erbte der älteste Sohn des Königs den Thron. Als der sechste König Tar-Aldarion nur eine Tochter zurückließ, wurde das Gesetz geändert, sodass das älteste Kind den Thron erbte, unabhängig vom Geschlecht.[6] Tar-Ancalime wurde so die erste Königin Númenors, sehr zum Missfallen der männlichen Nachkommen Elros‘, besonders ihres Cousins Soronto.[7] Insgesamt regierten 24 Herrscher über Númenor, drei davon waren Frauen. Bis zum 18. König trugen alle Herrscher hochelbische Namen. Doch als die Númenórer sich stolz und verblendet von den Valar und den Eldar abwandten, wählten sie adûnaïsche Namen. Erst der 23. König bedauerte die Entscheidung seiner Vorfahren und nannte sich Tar-Palantir (Quenya: "der Weitsehende"). Er versuchte die Númenórer und Eldar wieder zu versöhnen, doch dies misslang ihm. Seine Tochter hätte die vierte Königin (Tar-Míriel) werden müssen, doch Tar-Palantirs Neffe riss das Zepter an sich und nannte sich Ar-Pharazôn der Goldene. Er war der letzte König; er brachte den gefangenen Sauron auf die Insel, verfiel seinen Einflüsterungen und fuhr schließlich mit einer gewaltigen Armee Richtung Valinor, um Krieg gegen die Valar zu führen.[3]
Liste der Könige von Númenor
- Elros Tar-Minyatur
- Vardamir
- Tar-Amandil
- Tar-Elendil
- Tar-Meneldur
- Tar-Aldarion
- Tar-Ancalime (erste Königin)
- Tar-Anárion
- Tar-Súrion
- Tar-Telperien (zweite Königin)
- Tar-Minastir
- Tar-Ciryatan
- Tar-Atanamir der Große
- Tar-Ancalimon
- Tar-Telemmaite
- Tar-Vanimelde (dritte Königin) und Herucalmo Tar-Anducal
- Tar-Alcarin
- Tar-Calmacil
- Tar-Ardamin (in Der Herr der Ringe nicht aufgeführt)
- Ar-Adûnakhôr, nahm als erster einen adûnaïschen Namen an
- Ar-Zimrathôn
- Ar-Sakalthôr
- Ar-Gimilzôr
- Tar-Palantir, nahm wieder einen Quenya-Namen an
- Ar-Pharazôn der Goldene
Stammbaum der Linie Elros’
| Elros Tar-Minyatur starb 442 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Vardamir Nólimon 61–471 | Tindómiel | Manwendil* | Atanalcar* | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Tar-Amandil 192–603 | Vardilme 203– | Aulendil* 213– | Nolondil 222– | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Tar-Elendil 350–751 | Mairen 377– | Earendur 361– | Yávien 371– | Oromendil 382– | Axantur 395– | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Silmarien 521– ∞ Elatan von Andúnië | Isilme 532– | Tar-Meneldur 543–942 ∞ Almarian | Caliondo 512–900 | Lindisse 551– | Ardamir* 562– | Cemendur 575– | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Valandil 630– Fürst von Andúnië | Tar-Aldarion 700–1098 ∞ Erendis | Ailinel 712– ∞ Orchaldor | Almiel 729– | Malantur* 670– | Írilde 700– | Hallatan 711– | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Tar-Ancalime 873–1286 ∞ Hallacar | Soronto 799– | Nessanie 840– | Hallacar 852–1211 ∞ Tar-Ancalime | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Tar-Anárion 1003–1404 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Könige sind fett, Töchter kursiv markiert. * bezeichnet Personen mit Nachkommen in männlicher Linie zur Zeit der Gesetzesänderung.
Andere Namen
- vor dem Untergang:
- Elenna (zu dem Stern hin, Sternwärts; Original: starwards), entstand von der Tatsache, dass die ersten Bewohner Númenors die Insel fanden, indem sie Earendils Stern folgten.[3]
- Andor (Land der Gabe), adûnaïsch Yôzâyan[3]
- Westernis, Quenya Númenóre, adûnaïsch Anadûnê[3]
- nach dem Untergang:
- Akallabêth (die Versunkene), adûnaïscher Name Númenors nach dessen Zerstörung, Quenya Atalante (die Versunkene)[3]
- Mar-nu-Falmar (Zuhause unter den Wellen)[3]
Sonstiges
- Die Akallabêth berichtet über den Untergang von Númenor.
- Die Quenya-Bezeichnung für Menschen númenórischer Abstammung lautet Tarcil.
- Angeblich soll der Meneltarma noch aus den Fluten ragen. Viele Abenteurer haben nach ihm gesucht, ihn aber nie gefunden.
- Der Untergang von Númenor hat sich tief in das kollektive Gedächtnis der Dúnedain eingeprägt, sodass sie wie Faramir noch in späteren Zeitaltern davon träumten.[8]
- J. R. R. Tolkien träumte wiederholt von Atlantis, das er mit Númenor gleichsetzte.[9]
- Númenor wird erwähnt im Podcast zu Brief 2
Links
- wird erwähnt im Podcast zu Brief 8b
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien, Carl F. Hostetter: Natur und Wesen von Mittelerde. Dritter Teil: Die Welt und ihre Länder und Bewohner. Kapitel 13 Über das Land und die Tiere von Númenor
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Teil 2: Das Zweite Zeitalter. I Eine Beschreibung der Insel Númenor
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1978. (Im Original erschienen 1977 unter dem Titel The Silmarillion.) Akallabêth, Der Untergang von Númenor.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang B: Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande). Das Zweite Zeitalter.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Prolog. Anmerkungen zu den Aufzeichungen vom Auenland
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang A: Annalen der Könige und Herrscher. I. Die Númenórischen Könige
- ↑ J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Teil 2: Das Zweite Zeitalter. III Die Linie von Elros: Könige von Númenor.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux. Klett-Cotta, Stuttgart 2019. Buch VI, Fünftes Kapitel: Der Truchsess und der König
- ↑ J. R. R. Tolkien; Humphrey Carpenter (ed.): The Letters of J. R. R. Tolkien. Letter 276: To Dick Plotz, ‘Thain’ of the Tolkien Society of America, 12. September 1967.
