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Beutlin: Unterschied zwischen den Versionen

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== Etymologie ==
== Etymologie ==
*''Labingi'' war der [[hobbitisch]]e Name der Familie. Es wurde vermutet, dass eine Verwandtschaft mit dem [[Westron]]-Wort ''labin'' (''Beutel'') bestehe. Dafür spricht auch der Name des Stammsitzes der Familie ''Labin-nec'' ([[Beutelsend]]).
*''Labingi'' war der [[hobbitisch]]e Name der Familie. Es wurde vermutet, dass eine Verwandtschaft mit dem [[Westron]]-Wort ''labin'' (''Beutel'') bestehe. Dafür spricht auch der Name des Stammsitzes der Familie ''Labin-nec'' ([[Beutelsend]]).
*Tolkien übersetzte den Namen daher mit ''Baggins''.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. XII [[The Peoples of Middle-earth]]''. Part One: The Prologue and Appendices to The Lord of the Rings, Kapitel II ''The Appendix on Languages'', S. 48</ref> Dies ist gleichzeitig der Plural von ''baggin'', einem in Nordwestengland gebräuchlichen Wort für ''Zwischenmahlzeit''.<ref group="Web">{{Internetquelle|URL=https://www.oed.com/dictionary/baggin_n?tl=true|Titel=baggin|Website=Oxford English Dictionary|abgerufen=15.12.2025}}</ref>
*Tolkien übersetzte den Namen daher mit ''Baggins''.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. XII [[The Peoples of Middle-earth]]''. Part One: The Prologue and Appendices to The Lord of the Rings, Kapitel II ''The Appendix on Languages'', S. 48</ref> Dies ist gleichzeitig der Plural von ''baggin'', einem in Nordwestengland gebräuchlichen Wort für ''Zwischenmahlzeit''.<ref>{{Internetquelle|url=https://www.oed.com/dictionary/baggin_n?tl=true|titel=baggin|website=Oxford English Dictionary|abruf=15. Dezember 2025}}</ref>
*Tolkien schrieb zudem in seiner ''[[Nomenclature of The Lord of the Rings]]'', dass der Name ''Baggins'' an ''Bag'' erinnern und mit ''Bag End'' assoziiert sein sollte, und empfahl, den Namen mit einem Wortbestandteil in der Bedeutung ''Beutel'' oder ''Sack'' zu übersetzen.<ref>[[Wayne G. Hammond]], [[Christina Scull]]: ''[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]''. The Fellowship of the Ring. Buch Eins, Kapitel I: ''A Long-Expected Party'', S. 51</ref>
*Tolkien schrieb zudem in seiner ''[[Nomenclature of The Lord of the Rings]]'', dass der Name ''Baggins'' an ''Bag'' erinnern und mit ''Bag End'' assoziiert sein sollte, und empfahl, den Namen mit einem Wortbestandteil in der Bedeutung ''Beutel'' oder ''Sack'' zu übersetzen.<ref>[[Wayne G. Hammond]], [[Christina Scull]]: ''[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]''. The Fellowship of the Ring. Buch Eins, Kapitel I: ''A Long-Expected Party'', S. 51</ref>


== Quellen ==
== Quellen ==
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== Weblink ==
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[[Kategorie:Familie Beutlin| Beutlin]]
[[Kategorie:Familie Beutlin| Beutlin]]

Aktuelle Version vom 19. Januar 2026, 20:05 Uhr

Beutlin (Original Baggins) ist im Legendarium der Name einer bekannten, wohlhabenden Hobbit-Familie aus dem Auenland.

Beschreibung

Die Familie Beutlin lebte seit langer Zeit im Westviertel des Auenlandes in der Nachbarschaft des Bühls in Hobbingen.[1] Die Beutlins waren mit vielen anderen Familien des Auenlandes verwandt, darunter mit bekannteren Familien wie den Tuks, Brandybocks, Bolgers, Boffins und Sackheims, aber auch mit den Grubers, Hornbläsers, Gutleibs, Pausbackens, Stolzfußens, Braunlocks, Lochners und der Familie Bunz.[2]

Die Beutlins gehörten zu den angesehensten Familien im Auenland.[3] Dies lag nicht nur daran, dass sie sehr nobel und wohlhabend waren, sondern auch daran, dass sie sich noch nie auf ein Abenteuer eingelassen hatten und sich niemals unvorhersehbar verhalten hatten. Man konnte im Voraus sagen, wie ein Beutlin eine Frage beantworten würde.[1]

Dies änderte sich jedoch im Jahre 2941 D. Z. (1341 A. Z.), als der Zauberer Gandalf den Zwerg Thorin Eichenschild überredete, Bilbo Beutlin als „Meisterdieb“ zu verpflichten, und Bilbo die Zwerge zum Einsamen Berg begleitete.[4] Nach seiner Rückkehr war der gute Ruf der Beutlins zerstört und Bilbo wurde als merkwürdiger Kauz verschrien, um dessen Schatz sich viele Gerüchte rankten.[5]

Sackheim-Beutlin

Die Sackheim-Beutlins (Original Sackville-Baggins) waren ein Familienzweig der Beutlins. Durch die Heirat von Camellia, einer geborenen Sackheim, mit Longo Beutlin kam es zum Nachnamen Sackheim-Beutlin. Da Lobelia nach dem Tod ihres Vaters das Familienoberhaupt geworden war, konnte sie den Familiennamen an den zukünftigen Träger dieses Titels weitergeben. Aus diesem Grund konnte der Name Sackheim an Otho weitergegeben werden. In solchen Fällen behielt das Kind sowohl den Namen der Mutter als auch den des Vaters. So nahm Otho als Erster den Doppelnamen Sackheim-Beutlin an.[2][6]

Othos Sohn Lotho Sackheim-Beutlin errichtete mit Hilfe der Landbüttel und der Strolche 3019 D. Z. (1419 A. Z.) kurzzeitig eine Gewaltherrschaft im Auenland, der selbst seine Mutter Lobelia zum Opfer fiel.[7]

Zwischen den Beutlins und den Sackheim-Beutlins bestand eine Familienfehde, die erst nach der Befreiung des Auenlands ihr Ende fand. Aber die Linie der Sackheim-Beutlins starb mit dem Tod von Lotho und Lobelia aus.[2][8]

Pausbacken-Beutlin

Auch der Doppelname Pausbacken-Beutlin (Original Chubb-Baggins) entstand dadurch, dass Chica Pausbacken nach ihrer Heirat mit Bingo Beutlin den Namen Pausbacken an ihren Sohn Falco Pausbacken-Beutlin weitergab, der nach Chicas Tod das Oberhaupt der Familie Pausbacken wurde. Er hatte eine Tochter, an die der Name weitervererbt wurde: Magsame Pausbacken-Beutlin.[2]

Berühmte Familienmitglieder

Bekannte Familienmitglieder

Stammbaum

Balbo*
Berylla Boffin
Mungo*
Laura Gruber*
Viola
Fastolph Bolger
Largo
Tanta Hornbläser
Lily
Togo Gutleib
Ponto
Mimosa Bunz
Bungo*
Belladonna Tuk*
Longo
Camellia Sackheim
Belba, Linda, Bingo
Fosco
Rubinia Bolger
Familie Gutleib
Polo
Rosa
Hildigrim Tuk
Bilbo Beutlin*
Lobelia Straffgürtel
Otho Sackheim-Beutlin
Dudo
Drogo
Primula Brandybock
Dora
Posco
Nelke Braunlock
Prisca
Wilibald Bolger
Familie Tuk
Lotho Sackheim-Beutlin
Griffo Boffin
Margerite
Frodo Beutlin
Ponto*
Porto
Päonie
Milo Lochner
Angelica
Mosco Lochner
Moro Lochner
Myrte Lochner
Minto Lochner

Die mit einem * gekennzeichneten Personen waren Familienoberhaupt der Familie Beutlin.

Beutlins in der Werkgeschichte

In Tolkiens Entwürfen zu Der Herr der Ringe änderten sich Namen, Verwandtschaftsverhältnisse und Geschichten einzelner Charaktere. Christopher Tolkien teilte die Manuskripte in verschiedene Phasen ein.[13]

  • Bingo Beutlin war in den Entwürfen der Charakter, aus dem sich später Frodo Beutlin entwickelte.
    • In den frühen Entwürfen der ersten Phase war Bingo Beutlin der Sohn von Bilbo Beutlin.[14]
    • Im vierten Entwurf wurde er zu Bingo Bolger-Beutlin und war nicht mehr der Sohn von Bilbo, sondern sein Neffe zweiten Grades, der Sohn von Primula Brandybock und Rollo Bolger.[15]
    • In der zweiten Phase war Bingo sowohl ein Vetter von Bilbo als auch der Großvater von Bingos Vater, der nun Drogo Beutlin hieß.[16]
  • Inigo Beutlin war ein Hobbit im ersten Entwurf, der von Bilbo nach seinem Abschiedsfest mit einem Geschenk bedacht wurde. Er wurde als der gierigste Hobbit der Geschichte beschrieben und bekam ein Tafelservice geschenkt. Im Schreibprozess wurde dieser Hobbit zu Inigo Gruber-Tuk, in einem späteren Entwurf zu Primo Gruber und verschwand schließlich aus dem Legendarium.[17][18]
  • Semolina Beutlin war ebenfalls ein Hobbit, die von Bilbo mit einem Geschenk bedacht wurde. Sie war eine Tante von Bilbo und bekam einen Papierkorb geschenkt. In der zweiten Phase wurde Semolina die Schwester von Drogo und war nun eine Tante von Bingo.[19] Aus Semolina wurde im Herrn der Ringe Dora Beutlin.[2]
  • Togo Beutlin war am Ende der zweiten Phase der Name von Drogos Vater, der im Herrn der Ringe zu Fosco Beutlin wurde.[19][2]
  • Folco Beutlin war ein Name, den Tolkien kurzzeitig am Ende der dritten Phase für Bingo Beutlin verwendete.[20]
  • Faramond Beutlin war ein weiterer Name, den Tolkien zeitweise für den späteren Frodo Beutlin in Betracht zog.[21]
  • Frodo Beutlin war in den Entwürfen einer der Hobbits, die Bingo Beutlin begleiteten, als dieser das Auenland verließ.[22]

Etymologie

  • Labingi war der hobbitische Name der Familie. Es wurde vermutet, dass eine Verwandtschaft mit dem Westron-Wort labin (Beutel) bestehe. Dafür spricht auch der Name des Stammsitzes der Familie Labin-nec (Beutelsend).
  • Tolkien übersetzte den Namen daher mit Baggins.[23] Dies ist gleichzeitig der Plural von baggin, einem in Nordwestengland gebräuchlichen Wort für Zwischenmahlzeit.[24]
  • Tolkien schrieb zudem in seiner Nomenclature of The Lord of the Rings, dass der Name Baggins an Bag erinnern und mit Bag End assoziiert sein sollte, und empfahl, den Namen mit einem Wortbestandteil in der Bedeutung Beutel oder Sack zu übersetzen.[25]

Quellen

  1. 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Erstes Kapitel: Eine unvorhergesehene Gesellschaft
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang C, Ahnentafeln: Beutlin von Hobbingen
  3. J. R. R. Tolkien, Humphrey Carpenter (ed.): The Letters of J.R.R. Tolkien. Letter 25: An den Redakteur des Observers
  4. J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Erstes Kapitel: Eine unvorhergesehene Gesellschaft
  5. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch I. Erstes Kapitel: Ein langerwartetes Fest
  6. 6,0 6,1 J. R. R. Tolkien, Humphrey Carpenter (ed.): The Letters of J.R.R. Tolkien. Letter 214: An A. C. Nunn (Entwurf)
  7. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Sechstes Buch. Achtes Kapitel: Die Befreiung des Auenlands
  8. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch VI, Neuntes Kapitel: Die Grauen Anfurten
  9. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch II. Drittes Kapitel: Der Ring geht nach Süden
  10. 10,0 10,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Prolog: Anmerkungen zu den Aufzeichungen vom Auenland
  11. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch I, Zweites Kapitel: Der Schatten der Vergangenheit
  12. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch VI, Drittes Kapitel: Der Schicksalsberg
  13. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VI The Return of the Shadow
  14. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VI The Return of the Shadow. The First Phase, Kapitel I: A Long-expected Party, S. 28
  15. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VI The Return of the Shadow. The First Phase, Kapitel I: A Long-expected Party, S. 36, 37
  16. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VI The Return of the Shadow. The Second Phase, Kapitel XIV: Return to Hobbiton, S. 247
  17. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VI The Return of the Shadow. The First Phase, Kapitel I: A Long-expected Party, S. 17
  18. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VI The Return of the Shadow. The Second Phase, Kapitel XIV: Return to Hobbiton, S. 247, Fußnote 21
  19. 19,0 19,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VI The Return of the Shadow. The Second Phase, Kapitel XIV: Return to Hobbiton, S. 247
  20. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VI The Return of the Shadow. The Third Phase, Kapitel XXII: New Uncertainties and New Projections, S. 371
  21. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VI The Return of the Shadow. The Third Phase, Kapitel XXII: New Uncertainties and New Projections, S. 373
  22. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. VI The Return of the Shadow. The First Phase, Kapitel I: A Long-expected Party, S. 41
  23. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part One: The Prologue and Appendices to The Lord of the Rings, Kapitel II The Appendix on Languages, S. 48
  24. baggin, Oxford English Dictionary, abgerufen am 15. Dezember 2025.
  25. Wayne G. Hammond, Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader’s Companion. The Fellowship of the Ring. Buch Eins, Kapitel I: A Long-Expected Party, S. 51