Eorl: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Winter des Jahres 2509 D. Z. geriet [[Gondor]] in Not, da ein großer Feldzug von den [[Balchoth]] vorbereitet wurde. [[Cirion]], der 12. [[Truchsess]] von Gondor sandte mehrere Boten aus, die die Éothéod um Hilfe bitten | Im Winter des Jahres 2509 D. Z. geriet [[Gondor]] in Not, da ein großer Feldzug von den [[Balchoth]] vorbereitet wurde. [[Cirion]], der 12. [[Truchsess]] von Gondor sandte mehrere Boten aus, die die Éothéod um Hilfe bitten sollten.<ref name="AnhangA">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Anhang A: ''Annalen der Könige und Herrscher'', I. ''Die númenorischen Könige'', 4. ''Gondor und die Erben von Anárion'', ''Die Truchsesse''.</ref> Nur ein Bote überlebte den 950 Meilen weiten Ritt durch Feindesland und konnte nach 15 Tagen am 25. März 2510 D. Z. Eorl die Nachricht Cirions ausrichten.<ref name="NaM1">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Teil Drei: ''Das Dritte Zeitalter'', Kapitel II ''Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan'', (2) ''Der Ritt Eorls''.</ref>. Eorl dachte nach und sprach dann: | ||
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Als das etwa 7000 Reiter zählende Heer der Éothéod sich zur Rettung aufmachte, ritt Borondir zur Rechten Eorls als Führer mit, da ihm die Gegend vertraut war.<ref name="NaM1"></ref> | Als das etwa 7000 Reiter zählende Heer der Éothéod sich zur Rettung aufmachte, ritt Borondir zur Rechten Eorls als Führer mit, da ihm die Gegend vertraut war.<ref name="NaM1"></ref> | ||
Am Südende des Düsterwalds hielt sich die Armee dicht am [[Anduin]] aus Sorge vor dunklen Schatten [[Dol Guldur]]s. Da zog ein | Am Südende des Düsterwalds hielt sich die Armee dicht am [[Anduin]] aus Sorge vor dunklen Schatten [[Dol Guldur]]s. Da zog ein schimmernder Nebel aus [[Lothlórien]] kommend über den Fluss, breitete sich über sie aus und drängte die schwarze Düsternis Dol Guldurs zurück. Borondir äußerte, dass die Herrin des Goldenen Waldes auf ihrer Seite sei. Eorl war skeptisch, fühlte sich aber beruhigt durch den Umstand, dass sein Hengst Feloróf in der sie umgebenden Nebelwand nichts Böses witterte. Zwei Tage lang wurden die Reiter so von der unsichtbaren Hand [[Galadriel]]s geschützt.<ref name="NaM1"></ref> | ||
Am [[15. April]] 2510 D. Z. traf die Éothéod auf der [[Feld von Celebrant|Ebene des Celebrant]] ein. Cirions Armee war sowohl von den Balchoth als auch von [[Orks]] aus dem [[Nebelgebirge]] angegriffen und schon fast besiegt worden. Eorl und seine Reiter fielen den Feinden in den Rücken, jagten sie über die Ebene und schlugen sie vernichtend.<ref name="NaM1"></ref><ref name="AnhangA"></ref> | Am [[15. April]] 2510 D. Z. traf die Éothéod auf der [[Feld von Celebrant|Ebene des Celebrant]] ein. Cirions Armee war sowohl von den Balchoth als auch von [[Orks]] aus dem [[Nebelgebirge]] angegriffen und schon fast besiegt worden. Eorl und seine Reiter fielen den Feinden in den Rücken, jagten sie über die Ebene und schlugen sie vernichtend.<ref name="NaM1"></ref><ref name="AnhangA"></ref> | ||
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Eorl zog nun mit seinem Volk um und wurde der erste König der Mark der Reiter, die in Gondor [[Rohan]] (‚Land der Pferdeherren‘) genannt wurde. | Eorl zog nun mit seinem Volk um und wurde der erste König der Mark der Reiter, die in Gondor [[Rohan]] (‚Land der Pferdeherren‘) genannt wurde. | ||
Die Grenzverläufe wurden von Cirion und Eorl gemeinsam festgelegt. Die nördlichen Grenzen bildeten der [[Fangorn]] und der Fluss [[Limklar]] und die westlichen Grenzen die Flüsse [[Adorn]] und [[Isen]]. Im Süden bildet das [[Ered Nimrais|Weiße Gebirge]] eine natürliche Begrenzung und im Osten zog sich die Grenze entlang des Anduin, über die [[Ostmauer von Rohan]] bis zu den [[Mündungen der Entwasser]] und dem | Die Grenzverläufe wurden von Cirion und Eorl gemeinsam festgelegt. Die nördlichen Grenzen bildeten der [[Fangorn]] und der Fluss [[Limklar]] und die westlichen Grenzen die Flüsse [[Adorn]] und [[Isen]]. Im Süden bildet das [[Ered Nimrais|Weiße Gebirge]] eine natürliche Begrenzung und im Osten zog sich die Grenze entlang des Anduin, über die [[Ostmauer von Rohan]] bis zu den [[Mündungen der Entwasser]] und dem Meringstrom.<ref name="NaM"></ref> | ||
Eorl und Cirion blieben einander in persönlicher Freundschaft verbunden. Eorl starb schließlich bei einem erneuten Angriff der [[Ostlinge]] im Jahr 2545 im [[Ödland]].<ref name="Jahre"></ref> Auch sein Pferd Felaróf kam zu Tode. Ihr gemeinsamer Grabhügel war das erste der sechzehn Königsgräber am Fuß des Hügels von [[Edoras]].<ref name="A II"></ref> | Eorl und Cirion blieben einander in persönlicher Freundschaft verbunden. Eorl starb schließlich bei einem erneuten Angriff der [[Ostlinge]] im Jahr 2545 im [[Ödland]].<ref name="Jahre"></ref> Auch sein Pferd Felaróf kam zu Tode. Ihr gemeinsamer Grabhügel war das erste der sechzehn Königsgräber am Fuß des Hügels von [[Edoras]].<ref name="A II"></ref> | ||
Version vom 19. Oktober 2026, 06:31 Uhr
| Eorl | |
|---|---|
| Anke Eißmann, Eorls Ritt, 2013 | |
| Bekannt für | |
| |
| Titel | |
| Fürst der Éothéod seit 2501 D. Z. König der Mark von 2510 D. Z. bis 2545 D. Z.[1] | |
| Eckdaten | |
| Andere Namen | Eorl „der Junge“ |
| Geboren | 2485 D. Z. |
| Gestorben | 2545 D. Z.[1][2] |
| Volk | Menschen, Nordmenschen, Rohirrim |
| Ort | Rohan |
| Familie | |
| Vater | Léod |
| Kinder | Brego[1] |
| Körperliche Beschreibung | |
| Haarfarbe | blond |
| Pferd | Felaróf[1] |
Eorl „der Junge“ (Original Eorl „the Young“) ist im Legendarium der erste König von Rohan.
Zeitangaben
Geboren 2485 D. Z., musste Eorl schon mit sechzehn Jahren die Nachfolge seines Vaters Léod als Anführer der Éothéod antreten, an deren Spitze er dann bis zu seinem eigenen Tod im Jahr 2545 D. Z. blieb.[1]
Beschreibung
Eorl und Felaróf
Eorls Vaters Léod war 2501 D. Z. bei dem Versuch getötet worden, ein Wildpferd zu zähmen, als das Reitervolk, das sich zu diesem Zeitpunkt Éothéod nannte, noch nördlich des Düsterwalds lebte. Eorl wollte Rache für den Tod seines Vaters und suchte lange nach dem Pferd, das er „Mannsfluch“ nannte. Als er es schließlich fand, tötete er es nicht, wie von ihm erwartet worden war. Er nannte den Hengst Felaróf und forderte ihn auf, als Wergeld für den Tod Léods seine Freiheit aufzugeben und sich ihm zu fügen. Und so geschah es. Eorl war der einzige Reiter, den Felaróf je duldete. Das Pferd, das sogar die Sprache der Menschen verstand und nur ohne Zaum und Zügel zu reiten war, wurde der Stammvater der Mearas.[1]
Schlacht auf dem Feld von Celebrant
Im Winter des Jahres 2509 D. Z. geriet Gondor in Not, da ein großer Feldzug von den Balchoth vorbereitet wurde. Cirion, der 12. Truchsess von Gondor sandte mehrere Boten aus, die die Éothéod um Hilfe bitten sollten.[3] Nur ein Bote überlebte den 950 Meilen weiten Ritt durch Feindesland und konnte nach 15 Tagen am 25. März 2510 D. Z. Eorl die Nachricht Cirions ausrichten.[4]. Eorl dachte nach und sprach dann:
| „ | Ich werde kommen. Wenn die Mundburg fällt, wohin sollen wir vor der Finsternis fliehen? | “ |
— J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 2020. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter. II Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan, (2) Der Ritt Eorls, S. 470 | ||
Als das etwa 7000 Reiter zählende Heer der Éothéod sich zur Rettung aufmachte, ritt Borondir zur Rechten Eorls als Führer mit, da ihm die Gegend vertraut war.[4]
Am Südende des Düsterwalds hielt sich die Armee dicht am Anduin aus Sorge vor dunklen Schatten Dol Guldurs. Da zog ein schimmernder Nebel aus Lothlórien kommend über den Fluss, breitete sich über sie aus und drängte die schwarze Düsternis Dol Guldurs zurück. Borondir äußerte, dass die Herrin des Goldenen Waldes auf ihrer Seite sei. Eorl war skeptisch, fühlte sich aber beruhigt durch den Umstand, dass sein Hengst Feloróf in der sie umgebenden Nebelwand nichts Böses witterte. Zwei Tage lang wurden die Reiter so von der unsichtbaren Hand Galadriels geschützt.[4]
Am 15. April 2510 D. Z. traf die Éothéod auf der Ebene des Celebrant ein. Cirions Armee war sowohl von den Balchoth als auch von Orks aus dem Nebelgebirge angegriffen und schon fast besiegt worden. Eorl und seine Reiter fielen den Feinden in den Rücken, jagten sie über die Ebene und schlugen sie vernichtend.[4][3]
Die Gründung Rohans
Cirion überdachte, wie er die Éothéod für ihren Beistand in der Schlacht auf dem Feld von Celebrant belohnen und zugleich auch Gondor wieder würde stärken können. Er bat Eorl, ihn in drei Monaten an den Ufern des Meringstroms, der Gondors Provinzen Calenardhon und Anórien voneinander trennte, zu treffen.[5].

Zur verabredeten Zeit fand das Treffen statt. Eorl, Cirion und einige Zeugen stiegen auf Geheiß Cirions auf den nahegelegenen Berg Amon Anwar. Hier befand sich, was nur wenige wussten, das Grab Elendils. An dieser für Gondor heiligen Stätte übertrug Cirion den Eorlingas die grüne Provinz Provinz Calenardhon als neue Heimstätte. Eorl war von dieser Geste überrascht. Er erkannte, das Cirion klugerweise eine Region, deren Grenzen er nicht länger verteidigen konnte, lieber von Freund als von Feind bewohnt sehen wollte. Zugleich nutzte dies auch Eorls Volk, das sich in seiner Heimat beengt und durch den Schrecken aus Dol Guldur bedroht fühlte. Eorl nahm an und bekräftigte mit einem Eid die Freundschaft zwischen seinem Volk und Gondor, dem er Beistand in Notzeiten gelobte. Auch Cirion legte einen Eid ab, mit dem er Gondors Bündnispflicht gegenüber dem Reitervolk begründete.[5][3].

Eorl zog nun mit seinem Volk um und wurde der erste König der Mark der Reiter, die in Gondor Rohan (‚Land der Pferdeherren‘) genannt wurde.
Die Grenzverläufe wurden von Cirion und Eorl gemeinsam festgelegt. Die nördlichen Grenzen bildeten der Fangorn und der Fluss Limklar und die westlichen Grenzen die Flüsse Adorn und Isen. Im Süden bildet das Weiße Gebirge eine natürliche Begrenzung und im Osten zog sich die Grenze entlang des Anduin, über die Ostmauer von Rohan bis zu den Mündungen der Entwasser und dem Meringstrom.[5]
Eorl und Cirion blieben einander in persönlicher Freundschaft verbunden. Eorl starb schließlich bei einem erneuten Angriff der Ostlinge im Jahr 2545 im Ödland.[2] Auch sein Pferd Felaróf kam zu Tode. Ihr gemeinsamer Grabhügel war das erste der sechzehn Königsgräber am Fuß des Hügels von Edoras.[1]
Brego, sein Sohn, folgte ihm auf dem Thron nach und erbaute in Edoras Meduseld, die Goldene Halle.[2]
Etymologie
Der Name Eorl ist altenglisch und bedeutet ‚Edelmann‘.[6]
Den Beinamen der Junge erhielt er, weil er so früh zum Fürsten seines Volkes geworden war und weil er bis zu seinem Lebensende blondhaarig und rotwangig blieb.[1]
Im Andenken an ihren berühmten König nannten sich die Reiter der Mark Eorlingas (die ‚Söhne Eorls‘).[7]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang A: Annalen der Könige und Herrscher, II. Das Haus von Eorl.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhänge und Register, Anhang B: Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande).
- ↑ 3,0 3,1 3,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang A: Annalen der Könige und Herrscher, I. Die númenorischen Könige, 4. Gondor und die Erben von Anárion, Die Truchsesse.
- ↑ 4,0 4,1 4,2 4,3 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter, Kapitel II Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan, (2) Der Ritt Eorls.
- ↑ 5,0 5,1 5,2 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde, Teil Drei: Das Dritte Zeitalter, Kapitel II Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan, (3) Cirion und Eorl.
- ↑ eorl. Bosworth-Toller Anglo-Saxon Dictionary, abgerufen am 18. Oktober 2026.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Drittes Buch, Sechstes Kapitel: Der König der Goldenen Halle.
| Vorgänger | Anführer der Éothéod | Nachfolger |
| Léod | 2501–2510 D. Z. | – |
| Vorgänger | König der Mark (1. Linie) |
Nachfolger |
| – | 2510–2545 D. Z. | Brego |
