Beren Erchamion: Unterschied zwischen den Versionen

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Charakterbox eingefügt. Quellen zugeordnet. Beschreibung in mehrere Teile aufgeteilt (Kindheit in Dorthonion, Barahirs Bande, Beren und Lúthien, Der Silmaril und Wiederkehr. Stammbaum, Werkgeschichte (The Tale of Tinúviel und Lay of Leithian) und Etymologie eingefügt.
 
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[[Bild:Beren.jpg|thumb|400px|Beren Erchamion, <small>Zeichnung: [[Anke Eißmann]] (2000)</small>]]
{{Inuse|[[Benutzer:VeoViolet|VeoViolet]] ([[Benutzer Diskussion:VeoViolet|Diskussion]]) 12:41, 10. Jun. 2026 (CEST)}}
'''Beren Erchamion''' ist im [[Legendarium]] [[Barahir_(Vater_Beren_Erchamions)|Barahirs]] Sohn.


== Zeitangabe ==
{{Charakterbox
|Name          = Beren Erchamion
|Bild          = Beren.jpg
|Bildinfo      = Beren Erchamion <small>(Zeichnung: [[Anke Eißmann]])</small>


* geboren 443 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. S.)]]  
|Bekannt für  = Mitglied von [[Barahirs Bande]]<ref name="SilmarillionXVIII">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XVIII: ''Vom Verderben Beleriands und von Fingolfings Ende''.</ref>
* gestorben 502 E. Z.
|Bekannt für 2 = Holte mit Hilfe von [[Lúthien]] einen [[Silmaril]] von [[Melkor|Morgoth]] zurück<ref name="SilmarillionXIX">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: ''Von Beren und Lúthien''.</ref>
|Bekannt für 3 = Zählte zu den mächtigen Elbenfreunden<ref name="HdR2,2">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch II, Zweites Kapitel: ''Der Rat von Elrond''.</ref>


== Volk ==
|Titel        = Stammesführer des [[Haus Beor|Hauses Beor]]<ref name="HoMeXI">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. XI [[The War of the Jewels]]''. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: ''Of the Coming of Men into the West'', (i) ''The House of Bëor'', S. 229-232.</ref> <br/>Herr von [[Tol Galen]]<ref name="SilmarillionXIX"></ref><br/>Der Ruhmreiche (Original ''The Renowned'')<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. XII [[The Peoples of Middle-earth]]''. Part Two: Late Writings, Kapitel X: ''Of Dwarves and Men'', S. 326, note 46.</ref>
|Aussprache    =
|Andere Namen  = Erchamion, der Einhändige<br/>(Original ''the One-handed'')<br/>Calmost, der mit der leeren Hand<br/>(Original ''the Emptyhanded'')<br/>Beren der Gesegnete<br/>(Original ''Beren the blessed'')<ref name="SilmarillionXIX"></ref>
|Geboren      = 443 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. S.)]]
|Gestorben    = 466 E. Z. (J. S.)<br/>503 E. Z. (J. S.), nach seiner Wiederkehr<ref name="HoMeXI"></ref>       
|Volk         = [[Menschen]]
|Zugehörigkeit = [[Edain]]<ref name="SilmarillionXVII">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion: Kapitel XVII: ''Von den ersten Menschen im Westen''.</ref>   
|Ort          = [[Ladros]], [[Dorthonion]]<ref name="SilmarillionXVIII">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XVIII: ''Vom Verderben Beleriands und von Fingolfings Ende''.</ref><br/>[[Ossiriand]]<ref name="SilmarillionXIX"></ref>
|Sprache      = [[Sindarin]], [[Taliska]]<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. V [[The Lost Road and Other Writings]]''. Part Two: Valinor and Middle-earth before the Lord of the Rings, Kapitel V: ''The Lhammas'', S. 179.</ref>


[[Menschen]], [[Edain]]
|Haus          =  [[Haus Beor]]  
|Familie      =
|Eltern        =  [[Barahir (Vater Beren Erchamions)|Barahir]] & [[Emeldir]]        <!--Nur verwenden, wenn beide Elternteile bekannt sind-->
|Mutter        =          <!--Nur verwenden, wenn nur die Mutter bekannt ist-->
|Vater        =  <!--Nur verwenden, wenn nur die Mutter bekannt ist-->
|Geschwister  = [[Hiril (Tochter von Barahir)|Hiril]]
|Ehepartner    = [[Lúthien]]
|Kinder        = [[Dior Aranel|Dior]]<ref name="HoMeXI"></ref><ref name="SilmarillionXVII"></ref>
 
|Geschlecht    =
|Körpergröße  = Größer als die meisten seiner Sippe
|Haarfarbe    = Goldbraun
|Augenfarbe    = Grau<ref name="UnfinishedTales2X">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. XII [[The Peoples of Middle-earth]]''. Part Two: Late Writings, Kapitel X: ''Of Dwarves and Men'', S. 326, note 46.</ref>
|Kleidung      = [[Barahirs Ring]]
|Waffen        = [[Angrist]], [[Dagmor]]<ref name="SilmarillionXIX"></ref>
|Pferd        =
 
|Audio        =
|AudioInfo    =
|Galerie      =
}}'''Beren Erchamion''' ist im [[Legendarium]] ein Held des [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalters]] aus dem [[Haus Beor|Hause Beor]]. Mit Hilfe von [[Lúthien]] gelingt es ihm, einen [[Silmaril]] aus der [[Eisenkrone]] [[Melkor|Morgoths]] zurückzugewinnen. Die Liebesgeschichte von Beren und Lúthien zählt zu den bedeutendsten Erzählungen des [[Silmarillion]].


== Beschreibung ==
== Beschreibung ==


Berens Vater [[Barahir (Vater Beren Erchamions)|Barahir]] war der Anführer jener [[Edain]], die sich in [[Ladros]], einem Teil [[Dorthonion]]s, niedergelassen hatten. Im Winter 455 begann die [[Dagor Bragollach]]: [[Morgoth]] griff Elben und Menschen unvermittelt an und durchbrach den Belagerungsring um [[Angband]]. Dorthonion wurde nach heftigen Kämpfen überrannt. Auch Ladros wurde erobert, die Menschen flohen aus der Gegend. Zurück blieben nur einige Männer um Barahir, die ihr Land weiterhin verteidigen wollten. Sie wurden bald zu Gehetzten und blieben nie lange an einem Ort; ihre Zahl verringerte sich mit der Zeit. Durch Verrat wurde im Jahr 460 ihr Lager am [[Aeluin|Tarn Aeluin]] dem Feind offenbart, die verbliebenen Männer wurden getötet. Beren war zu dieser Zeit auf Erkundung und überlebte so den Angriff. Er blieb als Gesetzloser in Dorthonion und setzte dem Feind schwer zu, floh jedoch schließlich durch die [[Ered Gorgoroth]], überwand den [[Gürtel Melians]] und kam so nach [[Doriath]].  
Beren wurde im Jahr 443 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. S.)]] in [[Ladros]] geboren. Er war ein Nachfahre von [[Beor der Alte|Beor dem Alten]] aus dem [[Haus Beor|Hause Beor]], dem dritten Haus der [[Edain]]. Seine Eltern waren [[Emeldir]] und [[Barahir (Vater Beren Erchamions)|Barahir]] und er hatte noch eine ältere Schwester, namens [[Hiril (Tochter von Barahir)|Hiril]]. Beren wurde nach seinem Großvater [[Beren (Vater von Emeldir)|Beren]] mütterlicherseits benannt.
 
Zur Zeit seiner Geburt war sein Großvater väterlicherseits, [[Bregor]], Anführer des Hauses Beor und Fürst von Ladros. Als Beren fünf Jahre alt war, folgte nach Bregors Tod sein Onkel [[Bregolas]] als Stammesführer und letzter Fürst von Ladros nach. Nach dessen Tod übernahm sein Vater Barahir im Jahr 455 E. Z. (J. S.) die Führung des Hauses Beor. Beren wurde im Jahr 460 E. Z. (J. S.) der achte Stammesführer seines Hauses. Im Jahr 468 E. Z. (J. S.) heiratete er [[Lúthien]] und sie hatten einen Sohn namens [[Dior Aranel|Dior]].<ref name="HoMeXI"></ref>
 
=== Kindheit in Dorthonion ===
 
Beren verbrachte seine Kindheit in Ladros in [[Dorthonion]].<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. XI [[The War of the Jewels]]''. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: ''Of the Coming of Men into the West'', S. 228, 229, § 31.</ref> Als er zwölf Jahre alt war, endete im Jahr 455 E. Z.  (J. S.) die Belagerung [[Angband]]s und es kam zur vierten Schlacht von [[Beleriand]], der [[Dagor Bragollach]]. Sein Vater kämpfte in dieser Schlacht und rettete mit seinen Männern den Elbenkönig [[Finrod Felagund]]. Aus Dank schwor Felagund einen Eid, Barahir und dessen Nachkommen in jeder Not beizustehen. Zum Zeichen dieses Gelöbnisses gab er Barahir seinen [[Barahirs Ring|Ring]].<ref name="SilmarillionXVIII"></ref>
 
=== Barahirs Bande ===
 
Während Berens Mutter Emeldir die überlebenden Frauen und Kinder in Sicherheit brachte und über die Berge nach [[Brethil]] führte, wollte sein Vater Barahir Dorthonion nicht verlassen, um weiter gegen [[Melkor|Morgoth]] zu kämpfen. Von den Männern, die in Dorthonion zurückgeblieben waren, wurden fast alle erschlagen. Nur Beren, sein Vater Barahir, seine Vettern [[Baragund]] und [[Belegund]] und neun weitere Männer überlebten. Sie wurden gejagt und waren Gehetzte ohne Hoffnung, eine Bande von Verzweifelten, [[Barahirs Bande]]. Sie zogen sich in das kahle Hochland oberhalb der Wälder zurück und versuchten, den Spähern Morgoths zu entgehen. Morgoth befahl [[Sauron]] sie aufzuspüren und zu vernichten.<ref name="SilmarillionXVIII"></ref>
 
Am See [[Aeluin|Tarn Aeluin]] errichteten Beren und seine Gefährten ein verborgenes Lager. Im Jahr 460 E. Z. (J. S.) sandte Barahir Beren aus, um die Bewegungen des Feindes auszukundschaften. Zur selben Zeit gelang es [[Sauron]],<ref name="SilmarillionNR">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Anhänge: ''Namensregister'', ''Sauron''.</ref>
[[Gorlim]], einen Gefährten Berens, gefangen zu nehmen und durch eine List den Aufenthalt von Berens Gefährten zu erfahren. Während Beren weit entfernt war, träumte er von Aaskrähen die in großer Zahl auf kahlen Bäumen an einem See saßen und Blut tropfte von ihren Schnäbeln. In diesem Traum erschien ihm Gorlims Geist, der von seinem Verrat berichtete und ihn mahnte, seinen Vater zu warnen. Als Beren jedoch ins Lager zurückkehrte, war es bereits zu spät. Saurons [[Orks]] hatten Barahir und die übrigen Männer erschlagen. Beren begrub seinen Vater und schwor Rache. Er verfolgte die Orks und überraschte sie in ihrem Lager. Er erschlug ihren Hauptmann, der gerade die abgeschnittene Hand Barahirs hochhielt, die er Sauron zeigen wollte, um zu zeigen, dass der Auftrag erfüllt war. So konnte Beren Barahirs Ring zurückgewinnen.
 
Vier Jahre lang durchstreifte Beren nun Dorthonion. Er war ein Einzelgänger und wurde ein Freund der Tiere. Ab dieser Zeit aß er kein Fleisch mehr und tötete nichts, das lebte, außer jene, die in Morgoths Dienst standen. Aber er wurde von einem Heer unter Sauron verfolgt und war gezwungen, Dorthonion zu verlassen. Er durchquerte die [[Ered Gorgoroth]], die Berge des Grauens, und das [[Nan Dungortheb]], das Tal des abscheulichen Todes, bis er schließlich die Grenze [[Doriath]]s erreichte. Er konnte den [[Melians Gürtel|Gürtel]] [[Melian]]s durchschreiten, ganz wie Melian es selbst vorhergesagt hatte.<ref name="SilmarillionXIX"></ref>
 
[[Bild:Leithian.jpg|thumb|295px|Lúthien <small>(Zeichnung: [[Anke Eißmann]])</small>]]
=== Beren und Lúthien ===
 
Als Beren durch den Wald von [[Neldoreth]] wanderte, traf er auf Lúthien, die Tochter von [[Thingol]] und Melian, die auf dem immergrünen Gras der Lichtung am [[Esgalduin]] tanzte:
{{Zitat|Text=[…] Lúthien war das schönste von allen Kindern [[Ilúvatar]]s. Blau wie der wolkenlose Himmel war ihr Gewand, ihre Augen aber waren grau wie der Abend unter den Sternen; ihr Mantel war mit goldnen Blumen bestickt, ihr Haar aber war dunkel wie die Schatten der Dämmerung. Wie Licht auf dem Laub der Bäume, wie die Stimme klarer Gewässer, wie die Sterne über den Nebeln der Welt, so war ihr Glanz und Liebreiz; und aus ihrem Antlitz schien ein Licht.|Autor=[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.)|Quelle=''[[Das Silmarillion]]''. Übersetzt von [[Wolfgang Krege]]. 27. Auflage. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 2015. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: ''Von Beren und Lúthien'', S. 256.}}
Da Beren ihren Namen nicht wusste, nannte er sie „Tinuviel“. Die beiden verliebten sich ineinander. [[Daeron]], der Spielmann, der selbst in Lúthien verliebt war, berichtete ihrem Vater Thingol davon. Dieser war außer sich und voller Zorn. Er liebte seine Tochter über alles und selbst ein Elbenprinz war nicht gut genug für sie. Menschen duldete er nicht einmal in seiner Dienerschaft. Dennoch rang Lúthien ihm das Versprechen ab, Beren nicht zu töten.
 
=== Der Silmaril ===
 
Bevor Thingol Beren gefangen nehmen konnte, führte Lúthien ihn nach [[Menegroth]] vor Thingols Thron. Dort hielt Beren um Lúthiens Hand an. Thingol beherzigte Melians Rat nicht, die ihn warnte, zu bedenken, dass sein Schicksal mit dem Berens verbunden sei. Stattdessen bot er Beren an, ihm seine Tochter zur Frau zu geben, falls er ihm in seiner Hand einen [[Silmaril]] aus Morgoths [[Eisenkrone|Krone]] brächte. Damit glaubte er, Beren in den sicheren Tod zu schicken, ohne seinen Eid brechen zu müssen. In der Not führten Berens Schritte ihn nach [[Nargothrond]], dem Reich König [[Finrod Felagund]]s.<ref name="SilmarillionXIX"></ref> Dieser erkannte sofort die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens:
{{Zitat|Text=Es ist klar, deinen Tod will Thingol; doch scheint es, dass dies Verhängnis über seine Absicht hinausgeht und dass Feanors Eid wieder am Werk ist.|Autor=[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.)|Quelle=''[[Das Silmarillion]]''. Übersetzt von [[Wolfgang Krege]]. 27. Auflage. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 2015. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: ''Von Beren und Lúthien'', S. 263.}}
Felagund sah sich durch seinen Eid verpflichtet, dem Sohn Barahirs beizustehen. Daraufhin erhoben sich [[Celegorm]] und [[Curufin]], zwei der Söhne [[Feanor]]s, die die Silmarils für sich beanspruchten. Sie bedrohten Beren und wendeten sich von Felagund ab. Nur zehn Getreue hielten ihrem König die Treue. So brachen sie zu zwölft von Nargothrond auf. Unterwegs erschlugen  sie eine Schar Orks, nahmen deren Waffen und Gewänder an sich und mithilfe der Macht von Felagund konnten sie vortäuschen, Orks zu sein. Als sie jedoch [[Tol-in-Gaurhoth]], Saurons Insel, passierten, unterließen sie es, um, wie es allen Dienern Morgoths geboten war, Meldung zu erstatten. So ließ Sauron sie anhalten. Es kam zu dem berühmten Wettgesang zwischen Sauron und Felagund, indem beide ihre Macht in Zauberliedern maßen. Sauron entschied den Zauberkampf für sich. Als die Gefangenen ihre Namen nicht verrieten, ließ er alle Zwölf in ein tiefes Verlies werfen. Von Zeit zu Zeit schickte er einen [[Werwolf]] zu ihnen, der jeweils einen Gefährten verschlang. Doch keiner verriet seinen Herrn.
 
Zur selben Zeit erfuhr Lúthien von ihrer Mutter, dass Beren in den Kerkern von Tol-in-Gaurhoth gefangen gehalten wurde. Daraufhin beschloss sie, aus Doriath fortzugehen. Sie bat Daeron um Beistand, doch dieser verriet sie an Thingol. Daraufhin ließ der König seine Tochter in ein Holzhaus hoch oben zwischen den Stämmen der mächtigen Buche [[Hírilorn]] gefangen setzen. Lúthien entkam mit der Hilfe ihrer Zauberkräfte. [[Huan]], der große Wolfshund aus [[Valinor]], führte sie zu Celegorm und Curufin, die sich auf der Jagd befanden. Die beiden täuschten Lúthien und wollten sie in Nargothrond gegen ihren Willen festhalten. Celegorm beabsichtigte sogar, sie zur Frau zu nehmen, und entsandte Boten zu Thingol. Huan, der Lúthien seit ihrer ersten Begegnung ins Herz geschlossen hatte, half ihr bei der Flucht aus Nargothrond.
 
Zu dieser Zeit lebten in Saurons Verlies nur noch Beren und Felagund. Sauron schickte den Wolf, um Beren zu töten. Aber Felagund gedachte seines Eides und tötete den Wolf mit bloßen Händen, verlor dabei jedoch sein Leben. Während Beren um seinen gefallenen Freund trauerte, erreichte Lúthien Tol-in-Gauroth. Sie sang ein Lied, das Beren hörte, und er sang zur Antwort mit seinen letzten Kräften ein Lied, das Lúthien hörte und ihre Macht verstärkte. Gemeinsam mit Huan, der [[Draugluin]], den Fürsten der Werwölfe, tötete, konnten die beiden Sauron besiegen. Lúthien konnte Tol-in-Gaurhoth einnehmen, den bösen Zauber dieses Ortes lösen und Beren befreien.
 
Beren und Lúthien waren wieder frei und zogen gemeinsam durch die Wälder. Als sie sich der Grenze Doriaths näherten, erinnerte sich Beren an sein Gelöbnis, Thingol einen Silmaril zu bringen. Er wollte Lúthien in Sicherheit bringen und dann ausziehen, um sein Gelöbnis zu erfüllen. Lúthien weigerte sich jedoch, ihn zu verlassen. Noch während ihres Gespräches kamen Celegorm und Curufin durch den Wald geritten, die inzwischen von [[Orodreth]], dem neuen König Nargothronds, verbannt worden waren. Die Brüder griffen Beren an und versuchten, Lúthien mit sich zu nehmen. Aber Húan wandte sich gegen seinen Herrn Celegorm und half Lúthien. Beren nahm Curufin dessen Pferd und sein Messer [[Angrist]] ab. Als die Söhne Feanors flohen, schoss Curufin zwei Pfeile ab, von denen einer Beren schwer verletzte. Huan brachte ein Heilkraut aus dem Wald, mit dessen Hilfe Lúthien die Wunde heilte. Bald erreichten sie erneut Doriath.


Dort begegnete er im Jahr 465 [[Lúthien Tinúviel|Lúthien]] und verliebte sich in sie. Lúthiens Vater [[Thingol]] hatte keine hohe Meinung von den Menschen und mißbilligte die Beziehung zwischen den beiden. Als Brautpreis forderte er von Beren einen [[Silmaril]] aus Morgoths Krone, wohl wissend, das Beren bei dieser Unternehmung mit Sicherheit sterben würde.  
Da Beren Lúthien keiner weiteren Gefahr aussetzen wollte und sie unter Huans Obhut in Sicherheit wähnte, verließ er sie heimlich in tiefem Kummer und ritt auf Curufins Pferd gen Norden. Doch Lúthien folgte ihm, wobei Huan sich ihr bereitwillig als Reittier zur Verfügung stellte. Unterwegs machten sie an Saurons Insel Halt und nahmen den Wolfspelz Draugulins und das Fledermausfell [[Thuringwethil]]s an sich. Mit dieser Verkleidung konnten sie ungehindert  [[Taur-nu-Fuin]] durchqueren. Beren war voller Sorge, dass das Versprechen, das er Thingol gegeben hatte, Lúthien in Gefahr bringen könnte, und erneut bemühte er sich, sie davon abzubringen, ihn zu begleiten.<ref name="SilmarillionXIX"></ref>
{{Zitat|Text=Dreimal verflucht sei nun mein Eid gegen Thingol […] und eher wollte ich, er hätte mich in Menegroth erschlagen, als dass ich dich in den Schatten Morgoths führe.|Autor=[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.)|Quelle=''[[Das Silmarillion]]''. Übersetzt von [[Wolfgang Krege]]. 27. Auflage. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 2015. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: ''Von Beren und Lúthien'', S. 278.}}
Schließlich legte Beren Draugluins Wolfspelz an und Lúthin nahm Thuringwethils Gestalt an. In dieser Verkleidung gelang es ihnen, [[Dor Daedeloth]] zu durchqueren, und sie erreichten das [[Tor von Angband]]. Dort stellte sich ihnen [[Carcharoth]], der gewaltige Wolf, der das Tor bewachte, entgegen. Er misstraute ihrer Verkleidung, doch Lúthien versetzte ihn mit ihrer Macht in einen tiefen Schlaf. Beren und Lúthien drangen bis in Morgoths [[Tiefste Halle|Thronsaal]] vor. Auch Morgoth fiel durch Lúthiens Gesang in den Schlaf. Beren schnitt mit Angrist einen Silmaril aus der Eisenkrone. Als er jedoch versuchte, einen zweiten Silmaril herauszuschneiden, zerbrach das Messer. Ein Splitter traf Morgoth, der sich im Schlaf regte. Beren und Lúthien flohen. Am Tor war Carcharoth inzwischen wieder erwacht. Als Beren sich schützend vor Lúthien stellte, biss Carcharoth ihm die Hand ab, in der er den Silmaril hielt, und verschlang sie. Die Macht des Silmaril begann sofort, die Eingeweide des Untieres zu versengen, und Carcharoth stob wie von Sinnen davon. Auch die übrigen Diener Morgoths waren inzwischen erwacht, und Beren war durch den Verlust seiner Hand stark geschwächt.


In seiner Verzweiflung suchte Beren König [[Finrod Felagund]] in Nargothrond auf und erbat dessen Hilfe, zu der Finrod auf Grund seines [[Finrods Schwur|Eides]] gegenüber Barahir verpflichtet war. Mit einer kleinen Schar zogen sie nach Norden, doch bei dem Versuch, den [[Sirion-Pass]] zu überqueren, wurden sie von [[Sauron]] gefangen genommen und in die Kerker von [[Tol-in-Gaurhoth]] gesperrt. Sauron ahnte, dass er mit Finrod einen Mächtigen der [[Eldar]] gefangen genommen hatte, doch wusste er weder seinen Namen noch seine Absichten, und so kam jede Nacht ein Wolf in den Kerker und verschlang einen der Gefährten. In der Nacht, als nur noch Beren und Finrod lebten und der Wolf kam, um Beren zu töten, rang Finrod eingedenk seines Schwurs mit dem Wolf und tötete ihn mit bloßen Händen.
In diesem Augenblick erschienen [[Thorondor]], der König der [[Adler]], und seine Vasallen [[Gwaihir]] und [[Landroval]]. Die Adler trugen Beren und Lúthien fort von Angband, flogen über [[Gondolin]] hinweg bis an die Grenze Doriaths. Dort brachte Huan Lúthien Heilkräuter und gemeinsam pflegten sie Beren. Von dieser Zeit an wurde er Beren Erchamion, Beren der Einhändige, genannt. Beren und Lúthien gingen wieder durch die Wälder. Lúthien wäre bereit gewesen, für immer in der Wildnis zu bleiben. Beren überzeugte sie, nach Menegroth zu gehen, da er es für ein Gebot hielt, den Willen eines Vaters zu achten, und er nicht wollte, dass eine Frau wie Lúthien immer nur in den Wäldern leben sollte.  


Lúthien war währenddessen von Thingol in einem Baumhaus in der großen Buche [[Hírilorn]] eingesperrt worden, um sie daran zu hindern, Beren zu folgen und ihm zu helfen. Sie entkam jedoch mit Hilfe ihrer Zauberkräfte und kam ebenfalls nach Nargothrond, wo sie von [[Curufin]] und [[Celegorm]] gefangen gehalten wurde. Celegorm wollte versuchen, sie zur Ehe mit ihm zu zwingen. Lúthien entkam mit Hilfe [[Huan]]s, Celegorms Jagdhund aus [[Valinor]]. Huan begleitete sie bis zu Saurons Festung, wo er Sauron im Zweikampf besiegte. Lúthien fand Beren schließlich in den Verliesen, dem Tod nahe.  
Beren trat vor Thingols Thron, der ihn nach seinem Gelöbnis fragte. Beren sagte ihm, dass der Silmaril jetzt in seiner Hand sei. Von der Stund nannte sich Beren Calmost, der mit der leeren Hand. Beren und Lúthien erzählten Thingol die ganze Geschichte und Thingol erkannte, dass dieser Mensch anders war als alle Sterblichen und einer der Großen von [[Arda]] war. Er gab nun seine Einwilligung zu der Ehe von Beren und Lúthien.


Lúthien pflegte seine Wunden im Wald von [[Brethil]]. Wieder genesen machten sich beide erneut auf den Weg nach Norden, wurden jedoch von Curufin und Celegorm überrascht, die aus Nargothrond verjagt worden waren. Beren griff Curufin an und entwand ihm das Messer [[Angrist]]. Huan versagte nun seinem Herrn Celegorm die Treue und vertrieb die Brüder, Celegorm jedoch schoss einen Pfeil auf Beren und verwundete diesen. Lúthien brachte ihn auf eine Lichtung in [[Neldoreth]]. Beren fand keine Ruhe, denn sein Auftrag war nicht erfüllt, und sobald die Wunde verheilt war, machte er sich wieder auf den Weg nach Angband. Lúthien ließ er schlafend zurück. Sie folgte ihm jedoch zusammen mit Huan, und am Nordrand von [[Taur-nu-Fuin]] holten sie ihn ein.  
Jedoch war Menegroth bedroht, Carcharoth rückte immer näher. Zusammen mit König Thingol, [[Mablung (Elb)|Mablung]], [[Beleg Cúthalion]] und Huan machten sie sich auf die Jagd nach dem Wolf. Als Charcharoth aus den Dornbüschen sprang und auf Thingol losging, wollte Beren ihn schützen. Doch der Wolf warf ihn um und biss ihm in die Brust. Beren wurde schwer verletzt. Mablung schnitt dem Wolf den Bauch auf und fand darin Berens Hand, die noch unversehrt war und die den Silmaril hielt. Als er die Hand berührte, war sie nicht mehr da. Mablung legte den Silmaril in Berens lebende Hand.<ref name="SilmarillionXIX"></ref> Beren hielt ihn empor und sagte zu Thingol:
{{Zitat|Text=Nun ist der Auftrag erfüllt […] und mein Schicksal vollendet.|Autor=[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.)|Quelle=''[[Das Silmarillion]]''. Übersetzt von [[Wolfgang Krege]]. 27. Auflage. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 2015. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: ''Von Beren und Lúthien'', S. 290.}}


In Verkleidung durchschritten beide [[Dor Daedeloth]] und erreichten das [[Tor von Angband]]. Der fürchterliche Wolf [[Carcharoth]], der das Tor bewachte, misstraute ihrer Verkleidung, aber Lúthien nutzte ihre Macht, um ihn in Schlaf zu versetzen. Beren und Lúthien drangen bis in Morgoths [[Tiefste Halle|Thronsaal]] vor, und auch Morgoth fiel durch Lúthiens Zauber in Schlaf. Beren schnitt mit Angrist einen Silmaril aus der Krone, doch als er einen zweiten herausschneiden wollte, zerbrach das Messer. Ein Splitter traf Morgoth, der im Schlaf unruhig wurde, und die beiden flohen. Am Tor war Carcharoth wieder erwacht. Als Beren sich schützend vor Lúthien stellte, biss Carcharoth ihm die Hand ab, in der er den Silmaril hielt. Der Silmaril begann sofort die Eingeweide des Untieres zu versengen, und Carcharoth stob wie von Sinnen davon. Doch auch die anderen Diener Morgoths erwachten wieder, und Beren war durch seine Wunde stark geschwächt. In diesem Moment erschienen [[Thorondor]], der König der [[Adler]], und seine Vasallen [[Gwaihir]] und [[Landroval]]. Die Adler trugen Beren und Lúthien fort vom Tor Angbands über [[Gondolin]] hinweg bis an die Grenze Doriaths. Dort brachte Huan Lúthien Heilkräuter, und sie heilte Berens Wunde.
=== Wiederkehr ===


Obwohl er den Silmaril wieder verloren hatte, trat Beren erneut vor Thingol, der aufgrund von Berens Taten seine Meinung änderte und der Vermählung zustimmte. Doch kurze Zeit später erreichten Thingol Meldungen, dass Carcharoth in seinem Wahnsinn durch Melians Gürtel gedrungen war und Doriath verwüstete. Thingol bereitete nun die große Wolfshatz vor: er, [[Mablung (Elb)|Mablung]], [[Beleg Cúthalion]], Beren und der Hund Huan zogen aus, das Untier zu erlegen. An den Fällen des [[Esgalduin]] fanden sie schließlich den Wolf, doch bei dem Versuch ihn zu töten, wurde Beren schwer verwundet. Huan rettete ihn, wurde aber im Kampf mit Carcharoth getötet. Auch Berens Wunden waren tödlich. Er blieb jedoch lange genug am Leben, um Lúthien ein letztes Mal zu sehen, die ihn bat, in [[Hallen von Mandos|Mandos’ Hallen]] auf sie zu warten. Von Trauer erfüllt, starb Lúthien wenig später.
Beren wurde nach Menegroth zurückgebracht. Lúthien umarmte und küsste ihn und bat ihn, jenseits des Meeres auf ihn zu warten. So war Berens Geist in [[Hallen von Mandos|Mandos Hallen]] nicht gewillt, die Welt endgültig zu verlassen. Wenig später fiel Lúthiens Geist ins Dunkle und folgte Beren. Lúthien kniete vor [[Mandos]] nieder und sang das schönste und traurigste Lied, das jemals in [[Arda]] erklungen war. Ihr Gesang erweckte Mandos Mitleid. Er rief Beren, sodass die beiden sich jenseits des Westmeeres wieder begegnen konnten. [[Manwe]] suchte Rat in seinen innersten Gedanken, in denen sich der Wille [[Iluvatar]]s offenbarte. Lúthien wurde daraufhin die Wahl gestellt: Entweder konnte sie, allen Leidens entbunden, unter den [[Valar]] in [[Valinor]] leben, oder sie kehrte als Sterbliche gemeinsam mit Beren nach Mittelerde zurück, doch ohne der Gewissheit von einem langen Leben oder künftigem Glück. Lúthien entschied sich für Beren und beide kehrten zurück nach Mittelerde.  


In Mandos’ Hallen sang sie vor Mandos und erweichte das unerbittliche Herz des Vala, der sowohl ihr als auch Beren die Rückkehr ins Leben gestattete. Lúthien musste im Gegenzug ihrer Unsterblichkeit entsagen und nahm das Schicksal der Menschen an.
Beren und Lúthien nahmen wieder ihre sterbliche Gestalt an, verließen Doriath und zogen weiter nach [[Ossiriand]]. Sie ließen sich auf [[Tol Galen]], der grünen Insel im Fluss [[Adurant]], nieder. Hier wurde auch ihr Sohn [[Dior Aranel]], der Schöne, geboren.


Nach ihrer Rückkehr nach Mittelerde zogen sie nach [[Tol Galen]], einer Insel im Fluss [[Adurant]], wo auch ihr Sohn [[Dior Eluchíl]] zur Welt kam.
Kein Mensch sprach jemals wieder mit Beren, und niemand sah, wie Beren und Lúthien die Welt verließen.<ref name="SilmarillionXIX"></ref>


== Andere Namen ==
== Stammbaum ==


* Beren der Einhänder
{{Stammbaum/start}}
* Camlost ("der Leerhändige" oder "Der mit der leeren Hand") Beren gab sich selbst diesen Namen, als er ohne den Silmaril nach [[Doriath]] zu König Thingol zurückkehrte.
{{Stammbaum| | | | | | | | | | | |BE| | |BE=[[Beor der Alte]]*}}
{{Stammbaum| | | |,|-|-|-|-|-|-|-|-|^|-|-|-|-|-|-|-|-|.}}
{{Stammbaum| | |BA| | | | | | | | | | | | | | | |BE|BA=[[Baran]]*|BE=[[Belen]]}}
{{Stammbaum| | | |:| | | | | | | | | | | | | | | | | |:|}}
{{Stammbaum| | |BREG| | | | | | | | | | | | | | | |BER|BREG=[[Bregor]]*|BER=[[Beren (Vater von Emeldir)|Beren]]}}
{{Stammbaum| |,|-|^|-|v|-|-|-|v|-|-|-|v|-|-|-|.| | | |!}}
{{Stammbaum|BREGI| |HI| |BREGO| |GIL| |BA|y|EM| |THI|y|MEL|ARA=[[Arachon]]|BREGI=[[Bregil]]|HI=[[Hirwen]]|BREGO=[[Bregolas]]*|GIL=[[Gilwen]]|BA=[[Barahir (Vater Beren Erchamions)|Barahir]]*|EM=[[Emeldir]]| |THI=[[Thingol]]|MEL=[[Melian]]}}
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{{Stammbaum/ende}}
<nowiki>*</nowiki> ''Stammesführer des Hauses Beor''<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. XI [[The War of the Jewels]]''. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: ''Of the Coming of Men into the West'', S. 231.</ref>
 
== Werkgeschichte ==
 
Die Geschichte von Beren und Lúthien gehört zu den zentralen Erzählungen in Tolkiens Mythologie ''The Book of Lost Tales''.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Beren and Lúthien]]''. Preface.</ref><ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Beren and Lúthien]]''. Preface.</ref>
 
=== The Tale of Tinúviel  ===
 
Die erste niedergeschriebene Fassung der Geschichte entstand im Jahr 1917 unter dem Titel ''The Tale of Tinúviel''. Diese Fassung war ein Bleistiftmanuskript, das Tolkien fast vollständig ausradierte und mit der frühesten erhaltenen Version dieser Geschichte überschrieb.<ref name=“BerenandLúthien“>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Beren and Lúthien]]''. ''Beren and Lúthien''.</ref><ref name=“Letter131“>[[J. R. R. Tolkien]], [[Humphrey Carpenter]] (ed.): ''[[Briefe|The Letters of J. R. R. Tolkien]]''. [[Brief 131]]: ''To Milton Waldman''.</ref> In diesem frühen Text war Beren ein Elb aus dem Volk der [[Noldor]]. (Christopher Tolkien weist aber darauf hin, dass Beren zuallererst ein Mann war.) Zudem war Finrod Felagund noch nicht präsent und Nargothrond wird nicht erwähnt.  Anstelle von Sauron kommt in dieser Fassung [[Tevildo]], der Fürst der Katzen, vor.<ref name=“BerenandLúthien“></ref> 1926 nahm Tolkien die Geschichte wieder auf. Es wurde in die früherste bekannte Fassung dessen aufgenommen, was später das Silmarillion werden sollte, namentlich ''Sketch of the Mythology''.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Beren and Lúthien]]''. The Tale of Tinúviel.</ref> Eine wesentliche Änderung war, dass Beren nun ein Mensch war.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Beren and Lúthien]]''. A Passage from the Sketch of the Mythology.</ref>
 
=== Lay of Leithian ===
 
Das ''[[Leithian-Lied]]'' (Original ''Lay of Leithian'') gilt als das bekannteste Lied des Ersten Zeitalters. Es erzählt die Liebesgeschichte von Beren und Lúthien und die Rückgewinnung des Silmarils aus Morgoths Eisenkrone. Tolkien begann 1925 mit der Arbeit an der Ballade, die zunächst den Titel ''The Poem of Tinúviel'' trug. Im September 1931 brach er die Arbeit daran ab. Das Gedicht endet an der Stelle, an der Charcharoth Beren die Hand mit dem Silmaril abbeißt. Das Werk ist in zwei unterschiedlichen Textfassungen überliefert.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. III [[The Lays of Beleriand]]''. Kapitel III: ''The Lay of Leithian''.</ref>
 
1950 kehrte Tolkien zu dem Gedicht zurück und begann eine umfassende Überarbeitung. Diese entwickelte sich bald zu einem neuen Gedicht, kam aber über einige 100 Zeilen nicht hinaus.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. III [[The Lays of Beleriand]]''. Kapitel IV: ''The Lay of Leithian Recommenced''.</ref>
 
== Etymologie ==
 
*Beren ist ein [[Sindarin]]-Wort und bedeutet ''kühn'', ''mutig''.<ref>[[Wayne G. Hammond]], [[Christina Scull]]: ''[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]''. The Fellowship of the Ring. Buch Eins, Kapitel XI: ''A Knife in the Dark'', S. 173.</ref><ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]''. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 2025. Teil I: ''Elbisch Deutsch'', ''beren'', S. 72.</ref>
*''Erchamion'' leitet sich vom Sindarin-Wort ''erchamion'' (''einhändig'') ab und bedeutet ''Der Einhändige'' (Original ''The One-handed'').<ref name="HoMeXI1">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. XI [[The War of the Jewels]]''. Part One: ''The Grey Annals'', S. 51, §139.</ref><ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]''. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 2025. Teil I: ''Elbisch Deutsch'', ''erchamion'', S. 89.</ref> 
* ''Camlost'' setzt sich aus den Sindarin-Wörtern ''cam'' (''Hand'') und ''lost'' (''leer'') zusammen und bedeutet ''der Leerhändige'' (Original ''the Emptyhanded'').<ref name="HoMeXI1"></ref><ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]''. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 2025. Teil I: ''Elbisch Deutsch'', ''cam'', S. 75.</ref><ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]''. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 2025. Teil I: ''Elbisch Deutsch'', ''lost'', S. 119.</ref>


== Filmtrilogie ==
== Filmtrilogie ==


* [[Aragorn II.|Aragorn]] trägt als Berens Nachfahre [[Barahirs Ring]].
* Als Nachfahre Berens trägt [[Aragorn II.|Aragorn]] [[Barahirs Ring]].
* Aragorn singt in der ''Extended Edition'' des ersten Teils das Lied von ''Beren und Lúthien''.
* In der Extended Edition des ersten Teils ''[[Der Herr der Ringe: Die Gefährten|Die Gefährten]]'' der [[Der Herr der Ringe (Filmtrilogie)|''Der Herr der Ringe'' - Filmtrilogie]]  singt Aragorn das Lied von ''Beren und Lúthien''.<ref>[[Peter Jackson]]: [[Der Herr der Ringe (Filmtrilogie)|Der Herr der Ringe - Filmtrilogie]]. [[New Line Cinema]], [[Metro-Goldwyn-Mayer]], [[WingNut Films]].</ref>


== Sonstiges ==
== Sonstiges ==


* Der Name '''Beren''' ist  [[Sindarin]] und bedeutet "Der Wagemutige".
[[Datei:Tolkiengrab.jpg|thumb|300px|Das Grab von J. R. R. und Edith Tolkien.<small>(Foto: [[Stefan Servos]])</small>]]
* Der Titel '''Erchamion''' ist  [[Sindarin]] und bedeutet "Der Einhändige".
*Beren zählt zu den mächtigen [[Elendili|Elbenfreunden]]. Beim [[Rat von Elrond]] wird Beren von [[Elrond]] ausdrücklich zu den mächtigen Elbenfreunden gezählt.<ref name="HdR2,2"></ref><ref>[[Wayne G. Hammond]], [[Christina Scull]]: ''[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]''. The Fellowship of the Ring. Buch Eins, Kapitel III: ''Three is Company'', S. 106, 107.</ref>
* Auf dem Grabstein von [[J. R. R. Tolkien]] und seiner Frau Edith befindet sich die Inschrift ''Beren'' und ''Lúthien''.
* Der Song „When sorrow sang“ der deutschen Band [[Blind Guardian]] handelt von Berens Weigerung, nach seinem Tode durch den Biss des Wolfes Carcharoth die Welt zu verlassen.<ref>{{Internetquelle|url=https://www.tolkienwelt.de/musik/special-blind-guardian/special_blind-guardian_verbindungen-zu-mittelerde_album_nightfall-in-middle-earth-1.html|titel=Verbindungen zu Mittelerde: Die Lyrics des Nightfall-Albums ins Deutsche übersetzt|website=TolkienWelt|abruf=12. Juni 2026}}</ref>
* Der Song "When sorrow sang" von [[Blind Guardian]] handelt von Beren, der sich nach seinem Tode durch den Wolf Carcharoth weigert, von der Welt zu gehen.
*Im Jahr 2017 veröffentlichte [[HarperCollins]] das Buch ''[[Beren und Lúthien]]''. Christopher Tolkien fasste in diesem Buch alle Textfragmente zusammen, die von der Liebesgeschichte von Beren und Lúthien handeln. Er brachte sie in eine chronologische Reihenfolge und kommentierte sie ausführlich.
* Auf dem Grabstein von J. R. R. Tolkien und seiner Frau [[Edith Tolkien]] stehen neben ihren Namen die Namen „''Beren''und ''Lúthien''“.<ref>{{Internetquelle|url=https://de.wikipedia.org/wiki/J._R._R._Tolkien|titel=J. R. R. Tolkien|website=Wiki|abruf=12. Juni 2026}}</ref>


== Links ==
== Links ==


* [[Medium:Ardapedia_Silmarillon_Genealogie.pdf|Silmarillion Stammbaum]] (PDF, ca. 108 kb)
* [[Medium:Ardapedia_Silmarillon_Genealogie.pdf|Silmarillion Stammbaum]] (PDF, ca. 108 kb)
* [http://gernot-katzers-spice-pages.com/tolkien/edain.pdf Stammbaum der Eldar und Atani]
* [https://web.archive.org/web/20250403151539/http://gernot-katzers-spice-pages.com/tolkien/edain.pdf Stammbaum der Eldar und Atani]


== Quellen ==
== Quellen ==
 
<references/>
* J. R. R. Tolkien: ''[[Das Silmarillion]]''. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]].
** „Quenta Silmarillion“,
*** XII „Von den Menschen“
*** XIX „Von Beren und Lúthien“
*** XX „Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad“.
* J. R. R. Tolkien/Christopher Tolkien: ''[[Beren und Lúthien]]'' .  Übersetzt von Helmut W. Pesch und Hans-Ulrich Möhring. Klett-Cotta,  Stuttgart 2017. (Im Original erschienen unter dem Titel ''Beren and  Lúthien'' bei Harper Collins, London 2017.)


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[[fi:Beren]]

Aktuelle Version vom 13. Juni 2026, 18:02 Uhr

Beren Erchamion
Beren Erchamion (Zeichnung: Anke Eißmann)
Beren Erchamion (Zeichnung: Anke Eißmann)
Bekannt für
  • Zählte zu den mächtigen Elbenfreunden[3]
Titel
Stammesführer des Hauses Beor[4]
Herr von Tol Galen[2]
Der Ruhmreiche (Original The Renowned)[5]
Eckdaten
Andere Namen Erchamion, der Einhändige
(Original the One-handed)
Calmost, der mit der leeren Hand
(Original the Emptyhanded)
Beren der Gesegnete
(Original Beren the blessed)[2]
Geboren 443 E. Z. (J. S.)
Gestorben 466 E. Z. (J. S.)
503 E. Z. (J. S.), nach seiner Wiederkehr[4]
Volk Menschen
Zugehörigkeit Edain[6]
Ort Ladros, Dorthonion[1]
Ossiriand[2]
Sprache Sindarin, Taliska[7]
Familie
Haus Haus Beor
Eltern Barahir & Emeldir
Geschwister Hiril
Ehepartner Lúthien
Kinder Dior[4][6]
Körperliche Beschreibung
Körpergröße Größer als die meisten seiner Sippe
Haarfarbe Goldbraun
Augenfarbe Grau[8]
Kleidung Barahirs Ring
Waffen Angrist, Dagmor[2]

Beren Erchamion ist im Legendarium ein Held des Ersten Zeitalters aus dem Hause Beor. Mit Hilfe von Lúthien gelingt es ihm, einen Silmaril aus der Eisenkrone Morgoths zurückzugewinnen. Die Liebesgeschichte von Beren und Lúthien zählt zu den bedeutendsten Erzählungen des Silmarillion.

Beschreibung

Beren wurde im Jahr 443 E. Z. (J. S.) in Ladros geboren. Er war ein Nachfahre von Beor dem Alten aus dem Hause Beor, dem dritten Haus der Edain. Seine Eltern waren Emeldir und Barahir und er hatte noch eine ältere Schwester, namens Hiril. Beren wurde nach seinem Großvater Beren mütterlicherseits benannt.

Zur Zeit seiner Geburt war sein Großvater väterlicherseits, Bregor, Anführer des Hauses Beor und Fürst von Ladros. Als Beren fünf Jahre alt war, folgte nach Bregors Tod sein Onkel Bregolas als Stammesführer und letzter Fürst von Ladros nach. Nach dessen Tod übernahm sein Vater Barahir im Jahr 455 E. Z. (J. S.) die Führung des Hauses Beor. Beren wurde im Jahr 460 E. Z. (J. S.) der achte Stammesführer seines Hauses. Im Jahr 468 E. Z. (J. S.) heiratete er Lúthien und sie hatten einen Sohn namens Dior.[4]

Kindheit in Dorthonion

Beren verbrachte seine Kindheit in Ladros in Dorthonion.[9] Als er zwölf Jahre alt war, endete im Jahr 455 E. Z. (J. S.) die Belagerung Angbands und es kam zur vierten Schlacht von Beleriand, der Dagor Bragollach. Sein Vater kämpfte in dieser Schlacht und rettete mit seinen Männern den Elbenkönig Finrod Felagund. Aus Dank schwor Felagund einen Eid, Barahir und dessen Nachkommen in jeder Not beizustehen. Zum Zeichen dieses Gelöbnisses gab er Barahir seinen Ring.[1]

Barahirs Bande

Während Berens Mutter Emeldir die überlebenden Frauen und Kinder in Sicherheit brachte und über die Berge nach Brethil führte, wollte sein Vater Barahir Dorthonion nicht verlassen, um weiter gegen Morgoth zu kämpfen. Von den Männern, die in Dorthonion zurückgeblieben waren, wurden fast alle erschlagen. Nur Beren, sein Vater Barahir, seine Vettern Baragund und Belegund und neun weitere Männer überlebten. Sie wurden gejagt und waren Gehetzte ohne Hoffnung, eine Bande von Verzweifelten, Barahirs Bande. Sie zogen sich in das kahle Hochland oberhalb der Wälder zurück und versuchten, den Spähern Morgoths zu entgehen. Morgoth befahl Sauron sie aufzuspüren und zu vernichten.[1]

Am See Tarn Aeluin errichteten Beren und seine Gefährten ein verborgenes Lager. Im Jahr 460 E. Z. (J. S.) sandte Barahir Beren aus, um die Bewegungen des Feindes auszukundschaften. Zur selben Zeit gelang es Sauron,[10] Gorlim, einen Gefährten Berens, gefangen zu nehmen und durch eine List den Aufenthalt von Berens Gefährten zu erfahren. Während Beren weit entfernt war, träumte er von Aaskrähen die in großer Zahl auf kahlen Bäumen an einem See saßen und Blut tropfte von ihren Schnäbeln. In diesem Traum erschien ihm Gorlims Geist, der von seinem Verrat berichtete und ihn mahnte, seinen Vater zu warnen. Als Beren jedoch ins Lager zurückkehrte, war es bereits zu spät. Saurons Orks hatten Barahir und die übrigen Männer erschlagen. Beren begrub seinen Vater und schwor Rache. Er verfolgte die Orks und überraschte sie in ihrem Lager. Er erschlug ihren Hauptmann, der gerade die abgeschnittene Hand Barahirs hochhielt, die er Sauron zeigen wollte, um zu zeigen, dass der Auftrag erfüllt war. So konnte Beren Barahirs Ring zurückgewinnen.

Vier Jahre lang durchstreifte Beren nun Dorthonion. Er war ein Einzelgänger und wurde ein Freund der Tiere. Ab dieser Zeit aß er kein Fleisch mehr und tötete nichts, das lebte, außer jene, die in Morgoths Dienst standen. Aber er wurde von einem Heer unter Sauron verfolgt und war gezwungen, Dorthonion zu verlassen. Er durchquerte die Ered Gorgoroth, die Berge des Grauens, und das Nan Dungortheb, das Tal des abscheulichen Todes, bis er schließlich die Grenze Doriaths erreichte. Er konnte den Gürtel Melians durchschreiten, ganz wie Melian es selbst vorhergesagt hatte.[2]

Lúthien (Zeichnung: Anke Eißmann)

Beren und Lúthien

Als Beren durch den Wald von Neldoreth wanderte, traf er auf Lúthien, die Tochter von Thingol und Melian, die auf dem immergrünen Gras der Lichtung am Esgalduin tanzte:

[…] Lúthien war das schönste von allen Kindern Ilúvatars. Blau wie der wolkenlose Himmel war ihr Gewand, ihre Augen aber waren grau wie der Abend unter den Sternen; ihr Mantel war mit goldnen Blumen bestickt, ihr Haar aber war dunkel wie die Schatten der Dämmerung. Wie Licht auf dem Laub der Bäume, wie die Stimme klarer Gewässer, wie die Sterne über den Nebeln der Welt, so war ihr Glanz und Liebreiz; und aus ihrem Antlitz schien ein Licht.

— J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Übersetzt von Wolfgang Krege. 27. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2015. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: Von Beren und Lúthien, S. 256.

Da Beren ihren Namen nicht wusste, nannte er sie „Tinuviel“. Die beiden verliebten sich ineinander. Daeron, der Spielmann, der selbst in Lúthien verliebt war, berichtete ihrem Vater Thingol davon. Dieser war außer sich und voller Zorn. Er liebte seine Tochter über alles und selbst ein Elbenprinz war nicht gut genug für sie. Menschen duldete er nicht einmal in seiner Dienerschaft. Dennoch rang Lúthien ihm das Versprechen ab, Beren nicht zu töten.

Der Silmaril

Bevor Thingol Beren gefangen nehmen konnte, führte Lúthien ihn nach Menegroth vor Thingols Thron. Dort hielt Beren um Lúthiens Hand an. Thingol beherzigte Melians Rat nicht, die ihn warnte, zu bedenken, dass sein Schicksal mit dem Berens verbunden sei. Stattdessen bot er Beren an, ihm seine Tochter zur Frau zu geben, falls er ihm in seiner Hand einen Silmaril aus Morgoths Krone brächte. Damit glaubte er, Beren in den sicheren Tod zu schicken, ohne seinen Eid brechen zu müssen. In der Not führten Berens Schritte ihn nach Nargothrond, dem Reich König Finrod Felagunds.[2] Dieser erkannte sofort die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens:

Es ist klar, deinen Tod will Thingol; doch scheint es, dass dies Verhängnis über seine Absicht hinausgeht und dass Feanors Eid wieder am Werk ist.

— J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Übersetzt von Wolfgang Krege. 27. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2015. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: Von Beren und Lúthien, S. 263.

Felagund sah sich durch seinen Eid verpflichtet, dem Sohn Barahirs beizustehen. Daraufhin erhoben sich Celegorm und Curufin, zwei der Söhne Feanors, die die Silmarils für sich beanspruchten. Sie bedrohten Beren und wendeten sich von Felagund ab. Nur zehn Getreue hielten ihrem König die Treue. So brachen sie zu zwölft von Nargothrond auf. Unterwegs erschlugen sie eine Schar Orks, nahmen deren Waffen und Gewänder an sich und mithilfe der Macht von Felagund konnten sie vortäuschen, Orks zu sein. Als sie jedoch Tol-in-Gaurhoth, Saurons Insel, passierten, unterließen sie es, um, wie es allen Dienern Morgoths geboten war, Meldung zu erstatten. So ließ Sauron sie anhalten. Es kam zu dem berühmten Wettgesang zwischen Sauron und Felagund, indem beide ihre Macht in Zauberliedern maßen. Sauron entschied den Zauberkampf für sich. Als die Gefangenen ihre Namen nicht verrieten, ließ er alle Zwölf in ein tiefes Verlies werfen. Von Zeit zu Zeit schickte er einen Werwolf zu ihnen, der jeweils einen Gefährten verschlang. Doch keiner verriet seinen Herrn.

Zur selben Zeit erfuhr Lúthien von ihrer Mutter, dass Beren in den Kerkern von Tol-in-Gaurhoth gefangen gehalten wurde. Daraufhin beschloss sie, aus Doriath fortzugehen. Sie bat Daeron um Beistand, doch dieser verriet sie an Thingol. Daraufhin ließ der König seine Tochter in ein Holzhaus hoch oben zwischen den Stämmen der mächtigen Buche Hírilorn gefangen setzen. Lúthien entkam mit der Hilfe ihrer Zauberkräfte. Huan, der große Wolfshund aus Valinor, führte sie zu Celegorm und Curufin, die sich auf der Jagd befanden. Die beiden täuschten Lúthien und wollten sie in Nargothrond gegen ihren Willen festhalten. Celegorm beabsichtigte sogar, sie zur Frau zu nehmen, und entsandte Boten zu Thingol. Huan, der Lúthien seit ihrer ersten Begegnung ins Herz geschlossen hatte, half ihr bei der Flucht aus Nargothrond.

Zu dieser Zeit lebten in Saurons Verlies nur noch Beren und Felagund. Sauron schickte den Wolf, um Beren zu töten. Aber Felagund gedachte seines Eides und tötete den Wolf mit bloßen Händen, verlor dabei jedoch sein Leben. Während Beren um seinen gefallenen Freund trauerte, erreichte Lúthien Tol-in-Gauroth. Sie sang ein Lied, das Beren hörte, und er sang zur Antwort mit seinen letzten Kräften ein Lied, das Lúthien hörte und ihre Macht verstärkte. Gemeinsam mit Huan, der Draugluin, den Fürsten der Werwölfe, tötete, konnten die beiden Sauron besiegen. Lúthien konnte Tol-in-Gaurhoth einnehmen, den bösen Zauber dieses Ortes lösen und Beren befreien.

Beren und Lúthien waren wieder frei und zogen gemeinsam durch die Wälder. Als sie sich der Grenze Doriaths näherten, erinnerte sich Beren an sein Gelöbnis, Thingol einen Silmaril zu bringen. Er wollte Lúthien in Sicherheit bringen und dann ausziehen, um sein Gelöbnis zu erfüllen. Lúthien weigerte sich jedoch, ihn zu verlassen. Noch während ihres Gespräches kamen Celegorm und Curufin durch den Wald geritten, die inzwischen von Orodreth, dem neuen König Nargothronds, verbannt worden waren. Die Brüder griffen Beren an und versuchten, Lúthien mit sich zu nehmen. Aber Húan wandte sich gegen seinen Herrn Celegorm und half Lúthien. Beren nahm Curufin dessen Pferd und sein Messer Angrist ab. Als die Söhne Feanors flohen, schoss Curufin zwei Pfeile ab, von denen einer Beren schwer verletzte. Huan brachte ein Heilkraut aus dem Wald, mit dessen Hilfe Lúthien die Wunde heilte. Bald erreichten sie erneut Doriath.

Da Beren Lúthien keiner weiteren Gefahr aussetzen wollte und sie unter Huans Obhut in Sicherheit wähnte, verließ er sie heimlich in tiefem Kummer und ritt auf Curufins Pferd gen Norden. Doch Lúthien folgte ihm, wobei Huan sich ihr bereitwillig als Reittier zur Verfügung stellte. Unterwegs machten sie an Saurons Insel Halt und nahmen den Wolfspelz Draugulins und das Fledermausfell Thuringwethils an sich. Mit dieser Verkleidung konnten sie ungehindert Taur-nu-Fuin durchqueren. Beren war voller Sorge, dass das Versprechen, das er Thingol gegeben hatte, Lúthien in Gefahr bringen könnte, und erneut bemühte er sich, sie davon abzubringen, ihn zu begleiten.[2]

Dreimal verflucht sei nun mein Eid gegen Thingol […] und eher wollte ich, er hätte mich in Menegroth erschlagen, als dass ich dich in den Schatten Morgoths führe.

— J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Übersetzt von Wolfgang Krege. 27. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2015. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: Von Beren und Lúthien, S. 278.

Schließlich legte Beren Draugluins Wolfspelz an und Lúthin nahm Thuringwethils Gestalt an. In dieser Verkleidung gelang es ihnen, Dor Daedeloth zu durchqueren, und sie erreichten das Tor von Angband. Dort stellte sich ihnen Carcharoth, der gewaltige Wolf, der das Tor bewachte, entgegen. Er misstraute ihrer Verkleidung, doch Lúthien versetzte ihn mit ihrer Macht in einen tiefen Schlaf. Beren und Lúthien drangen bis in Morgoths Thronsaal vor. Auch Morgoth fiel durch Lúthiens Gesang in den Schlaf. Beren schnitt mit Angrist einen Silmaril aus der Eisenkrone. Als er jedoch versuchte, einen zweiten Silmaril herauszuschneiden, zerbrach das Messer. Ein Splitter traf Morgoth, der sich im Schlaf regte. Beren und Lúthien flohen. Am Tor war Carcharoth inzwischen wieder erwacht. Als Beren sich schützend vor Lúthien stellte, biss Carcharoth ihm die Hand ab, in der er den Silmaril hielt, und verschlang sie. Die Macht des Silmaril begann sofort, die Eingeweide des Untieres zu versengen, und Carcharoth stob wie von Sinnen davon. Auch die übrigen Diener Morgoths waren inzwischen erwacht, und Beren war durch den Verlust seiner Hand stark geschwächt.

In diesem Augenblick erschienen Thorondor, der König der Adler, und seine Vasallen Gwaihir und Landroval. Die Adler trugen Beren und Lúthien fort von Angband, flogen über Gondolin hinweg bis an die Grenze Doriaths. Dort brachte Huan Lúthien Heilkräuter und gemeinsam pflegten sie Beren. Von dieser Zeit an wurde er Beren Erchamion, Beren der Einhändige, genannt. Beren und Lúthien gingen wieder durch die Wälder. Lúthien wäre bereit gewesen, für immer in der Wildnis zu bleiben. Beren überzeugte sie, nach Menegroth zu gehen, da er es für ein Gebot hielt, den Willen eines Vaters zu achten, und er nicht wollte, dass eine Frau wie Lúthien immer nur in den Wäldern leben sollte.

Beren trat vor Thingols Thron, der ihn nach seinem Gelöbnis fragte. Beren sagte ihm, dass der Silmaril jetzt in seiner Hand sei. Von der Stund nannte sich Beren Calmost, der mit der leeren Hand. Beren und Lúthien erzählten Thingol die ganze Geschichte und Thingol erkannte, dass dieser Mensch anders war als alle Sterblichen und einer der Großen von Arda war. Er gab nun seine Einwilligung zu der Ehe von Beren und Lúthien.

Jedoch war Menegroth bedroht, Carcharoth rückte immer näher. Zusammen mit König Thingol, Mablung, Beleg Cúthalion und Huan machten sie sich auf die Jagd nach dem Wolf. Als Charcharoth aus den Dornbüschen sprang und auf Thingol losging, wollte Beren ihn schützen. Doch der Wolf warf ihn um und biss ihm in die Brust. Beren wurde schwer verletzt. Mablung schnitt dem Wolf den Bauch auf und fand darin Berens Hand, die noch unversehrt war und die den Silmaril hielt. Als er die Hand berührte, war sie nicht mehr da. Mablung legte den Silmaril in Berens lebende Hand.[2] Beren hielt ihn empor und sagte zu Thingol:

Nun ist der Auftrag erfüllt […] und mein Schicksal vollendet.

— J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Übersetzt von Wolfgang Krege. 27. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2015. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: Von Beren und Lúthien, S. 290.

Wiederkehr

Beren wurde nach Menegroth zurückgebracht. Lúthien umarmte und küsste ihn und bat ihn, jenseits des Meeres auf ihn zu warten. So war Berens Geist in Mandos Hallen nicht gewillt, die Welt endgültig zu verlassen. Wenig später fiel Lúthiens Geist ins Dunkle und folgte Beren. Lúthien kniete vor Mandos nieder und sang das schönste und traurigste Lied, das jemals in Arda erklungen war. Ihr Gesang erweckte Mandos Mitleid. Er rief Beren, sodass die beiden sich jenseits des Westmeeres wieder begegnen konnten. Manwe suchte Rat in seinen innersten Gedanken, in denen sich der Wille Iluvatars offenbarte. Lúthien wurde daraufhin die Wahl gestellt: Entweder konnte sie, allen Leidens entbunden, unter den Valar in Valinor leben, oder sie kehrte als Sterbliche gemeinsam mit Beren nach Mittelerde zurück, doch ohne der Gewissheit von einem langen Leben oder künftigem Glück. Lúthien entschied sich für Beren und beide kehrten zurück nach Mittelerde.

Beren und Lúthien nahmen wieder ihre sterbliche Gestalt an, verließen Doriath und zogen weiter nach Ossiriand. Sie ließen sich auf Tol Galen, der grünen Insel im Fluss Adurant, nieder. Hier wurde auch ihr Sohn Dior Aranel, der Schöne, geboren.

Kein Mensch sprach jemals wieder mit Beren, und niemand sah, wie Beren und Lúthien die Welt verließen.[2]

Stammbaum

Beor der Alte*
Baran*
Belen
Bregor*
Beren
Bregil
Hirwen
Bregolas*
Gilwen
Barahir*
Emeldir
Thingol
Melian
Baragund
Belegund
Hiril
Beren Erchamion*
Luthien
Morwen
Rían
Nimloth
Dior
Túrin Turambar
Tuor
Eluréd
Elruín
Earendil
Elwing
Celebrian
Elrond
Elros
Elladan
Elrohir
Arwen
Aragorn
Eldarion
mindestens zwei Töchter

* Stammesführer des Hauses Beor[11]

Werkgeschichte

Die Geschichte von Beren und Lúthien gehört zu den zentralen Erzählungen in Tolkiens Mythologie The Book of Lost Tales.[12][13]

The Tale of Tinúviel

Die erste niedergeschriebene Fassung der Geschichte entstand im Jahr 1917 unter dem Titel The Tale of Tinúviel. Diese Fassung war ein Bleistiftmanuskript, das Tolkien fast vollständig ausradierte und mit der frühesten erhaltenen Version dieser Geschichte überschrieb.[14][15] In diesem frühen Text war Beren ein Elb aus dem Volk der Noldor. (Christopher Tolkien weist aber darauf hin, dass Beren zuallererst ein Mann war.) Zudem war Finrod Felagund noch nicht präsent und Nargothrond wird nicht erwähnt. Anstelle von Sauron kommt in dieser Fassung Tevildo, der Fürst der Katzen, vor.[14] 1926 nahm Tolkien die Geschichte wieder auf. Es wurde in die früherste bekannte Fassung dessen aufgenommen, was später das Silmarillion werden sollte, namentlich Sketch of the Mythology.[16] Eine wesentliche Änderung war, dass Beren nun ein Mensch war.[17]

Lay of Leithian

Das Leithian-Lied (Original Lay of Leithian) gilt als das bekannteste Lied des Ersten Zeitalters. Es erzählt die Liebesgeschichte von Beren und Lúthien und die Rückgewinnung des Silmarils aus Morgoths Eisenkrone. Tolkien begann 1925 mit der Arbeit an der Ballade, die zunächst den Titel The Poem of Tinúviel trug. Im September 1931 brach er die Arbeit daran ab. Das Gedicht endet an der Stelle, an der Charcharoth Beren die Hand mit dem Silmaril abbeißt. Das Werk ist in zwei unterschiedlichen Textfassungen überliefert.[18]

1950 kehrte Tolkien zu dem Gedicht zurück und begann eine umfassende Überarbeitung. Diese entwickelte sich bald zu einem neuen Gedicht, kam aber über einige 100 Zeilen nicht hinaus.[19]

Etymologie

  • Beren ist ein Sindarin-Wort und bedeutet kühn, mutig.[20][21]
  • Erchamion leitet sich vom Sindarin-Wort erchamion (einhändig) ab und bedeutet Der Einhändige (Original The One-handed).[22][23]
  • Camlost setzt sich aus den Sindarin-Wörtern cam (Hand) und lost (leer) zusammen und bedeutet der Leerhändige (Original the Emptyhanded).[22][24][25]

Filmtrilogie

Sonstiges

Das Grab von J. R. R. und Edith Tolkien.(Foto: Stefan Servos)
  • Beren zählt zu den mächtigen Elbenfreunden. Beim Rat von Elrond wird Beren von Elrond ausdrücklich zu den mächtigen Elbenfreunden gezählt.[3][27]
  • Der Song „When sorrow sang“ der deutschen Band Blind Guardian handelt von Berens Weigerung, nach seinem Tode durch den Biss des Wolfes Carcharoth die Welt zu verlassen.[28]
  • Im Jahr 2017 veröffentlichte HarperCollins das Buch Beren und Lúthien. Christopher Tolkien fasste in diesem Buch alle Textfragmente zusammen, die von der Liebesgeschichte von Beren und Lúthien handeln. Er brachte sie in eine chronologische Reihenfolge und kommentierte sie ausführlich.
  • Auf dem Grabstein von J. R. R. Tolkien und seiner Frau Edith Tolkien stehen neben ihren Namen die Namen „Beren“ und „Lúthien“.[29]

Links

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XVIII: Vom Verderben Beleriands und von Fingolfings Ende.
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: Von Beren und Lúthien.
  3. 3,0 3,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch II, Zweites Kapitel: Der Rat von Elrond.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, (i) The House of Bëor, S. 229-232.
  5. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel X: Of Dwarves and Men, S. 326, note 46.
  6. 6,0 6,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion: Kapitel XVII: Von den ersten Menschen im Westen.
  7. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. V The Lost Road and Other Writings. Part Two: Valinor and Middle-earth before the Lord of the Rings, Kapitel V: The Lhammas, S. 179.
  8. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel X: Of Dwarves and Men, S. 326, note 46.
  9. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 228, 229, § 31.
  10. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge: Namensregister, Sauron.
  11. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 231.
  12. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Beren and Lúthien. Preface.
  13. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Beren and Lúthien. Preface.
  14. 14,0 14,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Beren and Lúthien. Beren and Lúthien.
  15. J. R. R. Tolkien, Humphrey Carpenter (ed.): The Letters of J. R. R. Tolkien. Brief 131: To Milton Waldman.
  16. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Beren and Lúthien. The Tale of Tinúviel.
  17. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Beren and Lúthien. A Passage from the Sketch of the Mythology.
  18. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. III The Lays of Beleriand. Kapitel III: The Lay of Leithian.
  19. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. III The Lays of Beleriand. Kapitel IV: The Lay of Leithian Recommenced.
  20. Wayne G. Hammond, Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader’s Companion. The Fellowship of the Ring. Buch Eins, Kapitel XI: A Knife in the Dark, S. 173.
  21. Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch. Klett-Cotta, Stuttgart 2025. Teil I: Elbisch Deutsch, beren, S. 72.
  22. 22,0 22,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part One: The Grey Annals, S. 51, §139.
  23. Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch. Klett-Cotta, Stuttgart 2025. Teil I: Elbisch Deutsch, erchamion, S. 89.
  24. Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch. Klett-Cotta, Stuttgart 2025. Teil I: Elbisch Deutsch, cam, S. 75.
  25. Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch. Klett-Cotta, Stuttgart 2025. Teil I: Elbisch Deutsch, lost, S. 119.
  26. Peter Jackson: Der Herr der Ringe - Filmtrilogie. New Line Cinema, Metro-Goldwyn-Mayer, WingNut Films.
  27. Wayne G. Hammond, Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader’s Companion. The Fellowship of the Ring. Buch Eins, Kapitel III: Three is Company, S. 106, 107.
  28. Verbindungen zu Mittelerde: Die Lyrics des Nightfall-Albums ins Deutsche übersetzt, TolkienWelt, abgerufen am 12. Juni 2026.
  29. J. R. R. Tolkien, Wikipedia – Die freie Enzyklopädie, abgerufen am 12. Juni 2026.


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