Pfade der Toten: Unterschied zwischen den Versionen
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Die unterirdischen Pfade verliefen vom [[Dunharg]] aus zunächst unter dem [[Dwimorberg]] entlang und dann weiter bis zur Südseite des Weißen Gebirges in das dort befindliche [[Morthondtal]].<ref name=“HdR5,2“>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch V, Zweites Kapitel: ''Der Weg der Grauen Schar''.</ref> | |||
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Von Dunharg führten Reihen alter Steine zum [[Dimholt]], einem kleinen düsteren Wald mit schwarzen Bäumen am [[Dwimorberg]]. Am Fuße des Bergs ragte in der Mitte des Weges ein einziger, imposanter Stein auf. In der Schlucht dahinter befand sich das [[Dunkles Tor|Dunkle Tor]], der Eingang. Über dem Tor waren undeutliche Zeichen und Figuren in den Fels gemeißelt. | |||
Hinter dem Dunklen Tor führten die Pfade unter den Dwimorberg bis zum südlichen Ende des Weißen Gebirges und kamen in der Nähe des [[Stein von Erech|Steins von Erech]] ins Freie. Sie verbreiterten sich unterirdisch mindestens einmal zu einem großen, leeren Platz, in dessen hinterer Wand sich eine verschlossene Tür befand.<ref name=“HdR5,2“></ref> | |||
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Unter dem Gebirge hauste die "[[Armee der Toten]]". | Unter dem Gebirge hauste die "[[Armee der Toten]]". | ||
Diese waren einst Menschen aus den [[Ered Nimrais]]. Sie hatten [[Isildur]] bei der Gründung [[Gondor]]s Lehnstreue geschworen, sich dann aber nicht am Krieg gegen Sauron beteiligt. | |||
Daher verfluchte Isildur sie, nicht eher Ruhe zu finden, bevor sie ihren Eid erfüllt hätten. | Daher verfluchte Isildur sie, nicht eher Ruhe zu finden, bevor sie ihren Eid erfüllt hätten. Das Volk zog sich in die Höhlen des Weißen Gebirges zurück. Doch der Fluch Isildur wirkte auch über ihren Tod hinaus. | ||
Das Volk zog sich in die Höhlen des Weißen Gebirges zurück. Doch der Fluch Isildur wirkte auch über ihren Tod hinaus. | |||
Zur Zeit des [[Arvedui|Königs Arvedui]] weissagte der Seher [[Malbeth]], dass der [[Isildurs Erbe|Erbe]] [[Isildur]]s in einer Zeit des Schattens die Pfade der Toten durchschreiten und die Toten an ihren Eid erinnern würde. | Zur Zeit des [[Arvedui|Königs Arvedui]] weissagte der Seher [[Malbeth]], dass der [[Isildurs Erbe|Erbe]] [[Isildur]]s in einer Zeit des Schattens die Pfade der Toten durchschreiten und die Toten an ihren Eid erinnern würde.<ref name=“HdR5,2“></ref> | ||
Zur Zeit der [[Rohirrim]] ließen die Toten niemanden aus ihrem Höhlensystem entkommen. | Zur Zeit der [[Rohirrim]] ließen die Toten niemanden aus ihrem Höhlensystem entkommen. [[Baldor]], der älteste Sohn von [[Brego (Sohn von Eorl)|Brego]] stieg einst mit seinem Vater und den [[Eorlingas]] aus dem Norden den [[Schneeborn]] hinauf, auf der Suche nach sicheren Zufluchtsorte in Zeiten der Not. Über einen Hügel, den späteren [[Dunharg]], kamen sie zum [[Dunkles Tor|Dunklen Tor]], dem Eingang zu den Pfaden der Toten, wo ein Greis ihnen den Zutritt verwehrte und sagte: "''Der Weg ist versperrt. Er wurde angelegt von jenen, die tot sind, und die Toten halten ihn, bis die Zeit gekommen ist. Der Weg ist versperrt.''".<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Übersetzt von [[Margaret Carroux]]. Stuttgart 1997. Buch V, Drittes Kapitel: ''Die Heerschau von Rohan'' S. 69.</ref> Baldor fragte, wann die Zeit gekommen sein würde, aber der Alte starb, ohne auf die Frage zu antworten. | ||
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Später betrat Baldor selbst die Pfade der Toten und kehrte nicht zurück.<ref name=“HdR5,3“>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch V, Drittes Kapitel: ''Die Heerschau von Rohan''.</ref> Seine sterblichen Überreste wurden später von [[Aragorn II.|Aragorn]] gefunden.<ref name=“HdR5,2“></ref> | |||
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==Filmtrilogie== | |||
In den [[der Herr der Ringe (Filmtrilogie)|Filmen]] vernichtet die Armee der Toten zunächst die Korsaren und segelt dann mit Aragorn zusammen zum Pelennor, um sich auch der Armee [[Mordor]]s zu stellen.<ref name="HdRF3">[[Peter Jackson]]: ''[[Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs]]'' (2003). [[New Line Cinema]], [[Metro-Goldwyn-Mayer]], [[WingNut Films]].</ref> | |||
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Aktuelle Version vom 28. August 2026, 18:18 Uhr
Die Pfade der Toten (Original Paths of the Dead) sind im Legendarium ein Tunnel unter dem Ered Nimrais.
Geographie
Die unterirdischen Pfade verliefen vom Dunharg aus zunächst unter dem Dwimorberg entlang und dann weiter bis zur Südseite des Weißen Gebirges in das dort befindliche Morthondtal.[1]
Beschreibung
Von Dunharg führten Reihen alter Steine zum Dimholt, einem kleinen düsteren Wald mit schwarzen Bäumen am Dwimorberg. Am Fuße des Bergs ragte in der Mitte des Weges ein einziger, imposanter Stein auf. In der Schlucht dahinter befand sich das Dunkle Tor, der Eingang. Über dem Tor waren undeutliche Zeichen und Figuren in den Fels gemeißelt.
Hinter dem Dunklen Tor führten die Pfade unter den Dwimorberg bis zum südlichen Ende des Weißen Gebirges und kamen in der Nähe des Steins von Erech ins Freie. Sie verbreiterten sich unterirdisch mindestens einmal zu einem großen, leeren Platz, in dessen hinterer Wand sich eine verschlossene Tür befand.[1]
Legendarium
Unter dem Gebirge hauste die "Armee der Toten".
Diese waren einst Menschen aus den Ered Nimrais. Sie hatten Isildur bei der Gründung Gondors Lehnstreue geschworen, sich dann aber nicht am Krieg gegen Sauron beteiligt. Daher verfluchte Isildur sie, nicht eher Ruhe zu finden, bevor sie ihren Eid erfüllt hätten. Das Volk zog sich in die Höhlen des Weißen Gebirges zurück. Doch der Fluch Isildur wirkte auch über ihren Tod hinaus.
Zur Zeit des Königs Arvedui weissagte der Seher Malbeth, dass der Erbe Isildurs in einer Zeit des Schattens die Pfade der Toten durchschreiten und die Toten an ihren Eid erinnern würde.[1]
Zur Zeit der Rohirrim ließen die Toten niemanden aus ihrem Höhlensystem entkommen. Baldor, der älteste Sohn von Brego stieg einst mit seinem Vater und den Eorlingas aus dem Norden den Schneeborn hinauf, auf der Suche nach sicheren Zufluchtsorte in Zeiten der Not. Über einen Hügel, den späteren Dunharg, kamen sie zum Dunklen Tor, dem Eingang zu den Pfaden der Toten, wo ein Greis ihnen den Zutritt verwehrte und sagte: "Der Weg ist versperrt. Er wurde angelegt von jenen, die tot sind, und die Toten halten ihn, bis die Zeit gekommen ist. Der Weg ist versperrt.".[2] Baldor fragte, wann die Zeit gekommen sein würde, aber der Alte starb, ohne auf die Frage zu antworten.
Später betrat Baldor selbst die Pfade der Toten und kehrte nicht zurück.[3] Seine sterblichen Überreste wurden später von Aragorn gefunden.[1]
Aragorn erhielt von Elrohir eine Botschaft von dessen Vater Elrond:
| „ | […] Die Tage sind kurz. Wenn du in Not bist, gedenke der Pfade der Toten. | “ |
— J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux. Stuttgart 1997. Fünftes Buch, Zweites Kapitel: Der Weg der Grauen Schar. S. 42. | ||
Am 8. März 3019 D. Z. beschritt Aragorn, begleitet von der Grauen Schar, daraufhin die Pfade der Toten[4] und forderte dort als Erbe Isildurs die Toten auf, ihren Eid zu erfüllen. Sie zahlten ihre Schuld, indem sie den Korsaren von Umbar bei Pelargir solche Furcht bereiteten, dass es für Aragorns Armee ein Leichtes war, die Stadt zu befreien und mit den Schiffen der Korsaren den Anduin hinaufzufahren.[5]
Filmtrilogie
In den Filmen vernichtet die Armee der Toten zunächst die Korsaren und segelt dann mit Aragorn zusammen zum Pelennor, um sich auch der Armee Mordors zu stellen.[6]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch V, Zweites Kapitel: Der Weg der Grauen Schar.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux. Stuttgart 1997. Buch V, Drittes Kapitel: Die Heerschau von Rohan S. 69.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch V, Drittes Kapitel: Die Heerschau von Rohan.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang B: Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande).
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Fünftes Buch, Neuntes Kapitel: Die letzte Beratung.
- ↑ Peter Jackson: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (2003). New Line Cinema, Metro-Goldwyn-Mayer, WingNut Films.
