Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter
| Das Silmarillion |
Der Text Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter, worin diese Erzählungen zum Ende kommen (Original Of the Rings of Power and the Third Age) beschreibt das Zweite und Dritte Zeitalter aus Sicht der in Mittelerde verbleibenen Eldar. Er ist eine kurze, chronologische Zusammenfassung der Ereignisse, die von den Handlungen der Quenta Silmarillion zu denen von Der Hobbit und Der Herr der Ringe führen.
Inhalt
Nach der Zerstörung Beleriands im Krieg des Zorns bildeten sich zwei neue Königreiche im Nordwesten Mittelerdes. Das erste war Lindon mit den Grauen Anfurten am neu entstandenen Golf von Lhûn, das von Gil-galad, Hoher König der Noldor, regiert wurde. Das zweite war Eregion mit der Hauptstadt Ost-in-Edhil, wo die Gwaith-i-Mírdain unter Celebrimbor Elbenringe schmiedeten. Mit der Hilfe Saurons stellten sie Ringe der Macht her.[1]
Galadriel und Celeborn aber misstrauten Sauron und gründeten das Waldelbenkönigreich von Lothlórien.[1]
Sauron betrog die Elben und schmiedete im Orodruin den Einen Ring, dem alle anderen Untertan waren. Nachdem sich Celebrimbor geweigert hatte, Sauron die Ringe auszuliefern, überzog dieser Eregion mit Krieg und eroberte die meisten Ringe zurück. Nur die mächstigesten drei Ringe, die Sauron am meisten begehrte und die Celebrimbor alleine geschmiedet hatte, blieben seinem Einfluss entzogen.[1]
Sieben Ringe gab Sauron den Zwergen, den Menschen aber neun, da sie am anfälligsten für die Macht des Einen Rings waren. Die Zwerge wurden gierig nach Reichtum, die Menschen dagegen, denen die Ringe das Schicksal des Todes zu nehmen versprachen, wurden zu Gespenstern, den Úlairi oder Ringgeistern.[1]
Nach der Zerstörung Eregions gründete der Halbelb Elrond eine neue Elbenstadt, Imladris in den Hithaeglir.[1]
Saurons Macht in Mittelerde wuchs, bis er von König Tar-Calion von Númenor gefangen genommen wurde. In Númenor aber stieg Sauron, wie in der Akallabêth berichtet, zum Ratgeber des Königs auf und verursachte den Untergang des Inselkönigreichs in der Wandlung der Welt.[1]
Nur wenige Getreue überlebten den Untergang der nun Atalante genannten Insel. In Mittelerde gründeten sie zwei Königreiche, das Nordreich Arnor mit der Hauptstadt Annúminas und das Südreich Gondor mit der Hauptstadt Osgiliath. Arnor wurde von Elendil, Gondor von dessen Söhnen Isildur und Anárion regiert. Elendil schloss mit Gil-galad einen Bund zwischen Elben und Menschen gegen Sauron. In der Schlacht auf der Dagorlad konnte der Bund Sauron besiegen, doch durch den letzen Ausfall wähend der darauf folgenden Belagerung von Barad-dûr wurden Elendil und Gil-galad von Sauron erschlagen.[1]
Isildur gelang es jedoch, mit einem der Bruchstücken von Narsil, des Schwerts Elendils, Sauron den Finger mit dem Einen Ring abzutrennen. Das Zweite Zeitalter endete und das Dritte begann. Isildur nahm den Einen Ring, dieser glitt ihm jedoch vom Finger, als Isildur im Anduin vor Orks floh.[1]
Etwa tausend Jahre später legte sich ein Schatten auf den Großen Grünwald, der fortan Düsterwald genannt wurde. Ein Nekromant hatte in der Festung Dol Guldur Wohnung genommen. Etwa zur gleichen Zeit erschienen die Istari in Mittelerde. Der erste von ihnen war Curunír, ihm folgte Mithrandir, dann Radagast und andere. Curunír hatte vor allem Umgang mit Menschen, Mithrandír mit Elben und Radagast mit Tieren. Mit anderen Weisen unter den Elben wie Galadriel bildeten sie den Weißen Rat, der sich mit dem Nekromanten beschäftigte. Zunächst wurde vermutet, es sei einer der Úlairi, erst im Laufe der Zeit erkannte der Rat, dass es Sauron selbst war, der nach dem Einen Ring suchte.[1]
Dieser war jedoch schon lange zuvor, von den Weisen unbemerkt, von einem Fischer gefunden worden, der ihn in die Hithaeglir brachte. Der Ring verließ auch ihn und wurde von einem Wanderer, der vor Orks Zuflucht gesucht hatte, in das Land der Periannath gebracht. Hier wurde er von Mithrandir als der Eine Ring erkannt.[1]
Eine von Elrond einberufene Versammlung beschloss, den Einen Ring im Orodruin zu vernichten, was Frodo dem Halbling, nur von einem Diener begleitet, gelang. Aragorn, der im Ringkrieg große Taten vollbrachte, wurde zum König der Königreiche Arnor und Gondor.[1]
Durch die Vernichtung des Einen Rings waren auch die Macht der anderen Ringe erloschen, darunter der drei Ringe Vilya, Nenya und Narya, die den Elbenreichen Imladris und Lothlórien Langlebigkeit verliehen hatten. Mit dem Ende des Dritten Zeitalters vierließen daher die verbleibenen Elben Mittlerde über den Geraden Weg durch die Luft und das Weltall nach Aman.[1]
Hiermit enden die Erzählungen der Elben.[1]
Quellen
- ↑ 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1978. Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter
