Handir
| Handir | |
|---|---|
| Titel | |
| Oberhaupt des Hauses Haleth[1] | |
| Eckdaten | |
| Geboren | 441 E. Z. (J. S.) |
| Gestorben | 495 E. Z. (J. S.)[1] |
| Volk | Menschen |
| Zugehörigkeit | Edain |
| Ort | Brethil, Beleriand[2] |
| Sprache | Halethian[3] |
| Familie | |
| Haus | Haus Haleth[2] |
| Mutter | Glóredhel |
| Vater | Haldir |
| Ehepartner | Beldis |
| Kinder | Brandir[1] |
Handir ist ein Mensch aus dem Haus Haleth. Er ist das fünfte Oberhaupt dieses Volkes.
Beschreibung
Handir aus dem Haus Haleth, dem zweiten der drei Häuser der Edain, wurde im Jahr 441 E. Z. (J. S.) geboren. Er war der Sohn von Glóredhel aus dem Haus Hador und Haldir, dem Oberhaupt des Hauses Haleth. Handir heiratete Beldis aus dem Haus Hador und hatte mit ihr einen Sohn namens Brandir.
Zudem war Handir ein Vetter von Húrin und Huor. Ihrer Mutter Hiril war die jüngere Schwester seines Vaters Haldir.
Nach dem Tod seines Vaters Haldir im Jahr 472 E. Z. (J. S.) wurde er das Oberhaupt seines Volkes. Nach seinem Tod im Jahr 495 E. Z. (J. S.) folgte ihm sein Sohn Brandir als Stammesführer des Hauses Haleth.[1]
Legendarium
Im Jahr 455 E. Z. (J. S.), als Handir vierzehn Jahre alt war, endete mit der Dagor Bragollach, der vierten Schlacht von Beleriand, eine längere Friedenszeit. Es ist nicht bekannt, ob Handir, wie seine Vetter Húrin und Huor, mit in die Schlacht zog. Die beiden waren im gleichen Alter wie Handir und lebten zu dieser Zeit bei den Haladin, wo sie von Handirs Vater mitaufgezogen wurden.
Im Jahr 471 E. Z. (J. S.) versammelte Maedhros, einer der Söhne Feanors, unter Maedhros' Bund Kräfte, um Morgoth zu besiegen. Auch Handirs Großvater Halmir schloss sich diesem Bündnis an und sein Volk bereitete sich auf eine Schlacht unter König Fingon vor. Doch Halmir starb, bevor der Krieg begann. An seiner Stelle zog Handirs Vater Haldir im Jahr 472 E. Z. (J. S.) in die Nirnaeth Arnoediad, die fünfte Schlacht von Beleriand. Am vierten Tag des Krieges versuchte Fingon, sich über die Sandwüste zurückzuziehen, und Haldir sollte mit seinen Haladin die Nachhut bilden. Er fiel im Kampf und mit ihm die meisten seiner Männer.
Handir gehörte zu den wenigen Haladin, die im Schutz des Waldes von Brethil lebten. Nach dem Tod seines Vaters wurde er das neue Oberhaupt des Hauses Haleth.[4] Als Handirs Mutter Glóredhel vom Tod ihres Mannes erfuhr, starb sie vor Kummer.[5]
Um das Jahr 485 E. Z. (J. S.) drangen immer mehr Orks aus dem Norden über den Teiglin entlang der alten Südstraße vor.[6] Im Jahr 495 E. Z. (J. S.), als Handir und seine Männer an der Teiglin-Stege erneut versuchten, sich gegen die Orks zu verteidigen, wurde Handir im Kampf getötet.[7] Sein Sohn Brandir wurde zu seinem Nachfolger als Oberhaupt der Haladin bestimmt. Auch wenn viele es vorgezogen hätten, Hunthor oder Manthor zum Anführer zu wählen.[8]
Stammbaum
* Stammesführer des Hauses Haleth[1]
Sonstiges
Die Angaben in einem von Tolkien verfassten Stammbaum zeigen, dass Handirs Frau Beldis 30 Jahre älter war. Es wird nicht erklärt, warum Beldis einen etwa 30 Jahre jüngeren Mann heiratete oder erst im Alter von 54 Jahren Mutter wurde. Obwohl es nicht unmöglich ist, handelt es sich dabei vermutlich um eine Inkonsistenz, die auf die spätere Einfügung zurückzuführen ist. Christopher Tolkien nimmt an, dass sein Vater beabsichtigte, Beldis als Brandirs Mutter darzustellen, und dass dieser nach seinem Onkel benannt wurde.[9]
Links
- Silmarillion Stammbaum (PDF, ca. 108 kb)
- Stammbaum der Eldar und Atani
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 237
- ↑ 2,0 2,1 2,2 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion: Kapitel XVII: Von den ersten Menschen im Westen
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel XII The Problem of Ros, S. 372, Note 4
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XX: Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The Children of Húrin. Narn I Chîn Húrin, The Tale of the Children of Húrin, Kapitel IV: The Depature of Túrin
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The Children of Húrin. Narn I Chîn Húrin, The Tale of the Children of Húrin, Kapitel V: Of Mîm the Dwarf
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Three: The Wanderings of Húrin and other Writings not forming Part of the Quenta Silmarillion, Kapitel I: The Wanderings of Húrin, S. 256
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The Children of Húrin. Narn I Chîn Húrin, The Tale of the Children of Húrin, Kapitel XIII: The Coming of Túrin into Brethil
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 231
