Haldir (Fürst der Haladin)

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Haldir
Titel
Oberhaupt des Hauses Haleth[1]
Eckdaten
Geboren 414 E. Z. (J. S.)
Gestorben 472 E. Z. (J. S.)[1], Nirnaeth Arnoediad[2]
Volk Menschen
Zugehörigkeit Edain
Ort Brethil, Beleriand[3]
Sprache Halethian[4]
Familie
Haus Haus Haleth[3]
Vater Halmir
Geschwister Hundar, Hareth & Hiril
Ehepartner Glóredhel
Kinder Handir[1]

Haldir ist im Legendarium ein Mensch und das vierte Oberhaupt des Hauses Haleth.

Beschreibung

Haldir aus dem Haus Haleth, dem zweiten der drei Häuser der Edain, wurde im Jahr 414 E. Z. (J. S.) geboren. Er war der Sohn von Halmir, dem Oberhaupt des Hauses Haleth.[1] Er lebte in Brethil und hatte drei Geschwister namens Hundar, Hareth und Hiril. Er heiratete Glóredhel aus dem Haus Hador und sie hatten einen Sohn namens Handir.

Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 471 E. Z. (J. S.) wurde er das Oberhaupt seines Volkes. Nur ein Jahr später starb er und sein Sohn Handir folgte ihm als Stammesführer des Hauses Haleth.[1][3]

Legendarium

Im Jahr 436 E. Z. (J. S.)[5] vermählten sich Haldir und seine Schwester Hareth mit den Kindern von Hador Goldscheitel aus dem Haus Hador. Haldir heiratete dessen Tochter Glóredhel und Hareth seinen Sohn Galdor.[6] Aus diesem Anlass feierten diese beiden Häuser der Edain ein großes Fest.

Im Jahr 455 E. Z. (J. S.) endete die Belagerung Angbands und es kam zur vierten Schlacht von Beleriand, der Dagor Bragollach. Das Volk Haleth betraf dieser Krieg vorerst nicht, erst als Orks in den Wald von Brethil eindrangen, kam es zum Kampf. Haldirs Vater Halmir sandte eine Nachricht an Thingol, der Beleg Cúthalion mit seinen Männern zu Hilfe schickte. Gemeinsam gelang es ihnen, die Orks aufzuhalten, und sie wagten es für viele Jahre nicht mehr, den Teiglin zu überschreiten.[7]

Maedhros, einer der Söhne Feanors, versammelte unter Maedhros' Bund Kräfte, um Morgoth zu besiegen. Auch Halmir schloss sich diesem Bündnis an und sein Volk bereitete sich auf eine Schlacht unter König Fingon vor. Doch Halmir starb, bevor der Krieg begann. Haldir wurde das neue Oberhaupt des Volkes und zog mit ihnen in die fünfte Schlacht von Beleriand, die Nirnaeth Arnoediad. Am vierten Tag des Krieges versuchte Fingon, sich über die Sandwüste zurückzuziehen, und Haldir sollte mit seinen Haladin die Nachhut bilden. Er fiel im Kampf und mit ihm die meisten seiner Männer.[8]

Stammbaum

Haldad
Haleth*
Haldar
Haldan*
Halmir*
Glóredhel
Haldir*
Hundar
Hareth
Galdor
Hiril
Handir*
Morwen
Húrin
Huor
Rían
Brandir der Lahme*
Túrin Turambar
Tuor
Earendil
Elrond
Elros

* Stammesführer des Hauses Haleth[1]

Werkgeschichte

In früheren Entwürfen des Legendariums war Haldir der Sohn von Orodreth aus Nargothrond.[9]

Links

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 237
  2. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XX: Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad
  3. 3,0 3,1 3,2 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion: Kapitel XVII: Von den ersten Menschen im Westen
  4. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel XII The Problem of Ros, S. 372, Note 4
  5. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part One: The Grey Annals, S. 126, § 161
  6. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge, Stammbäume IV, V: Das Haus Marach, Das Volk Haleths
  7. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XVIII: Vom Verderben Beleriands und von Fingolfings Ende
  8. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XX: Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad
  9. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part One: The Grey Annals, S. 82, § 264