Haldan

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Haldan
Titel
Oberhaupt des Hauses Haleth[1]
Eckdaten
Geboren 366 E. Z. (J. S.)
Gestorben 451 E. Z. (J. S.)[1]
Volk Menschen
Zugehörigkeit Edain
Ort Brethil, Beleriand[2]
Sprache Halethian[3]
Familie
Haus Haus Haleth[2]
Vater Haldar
Kinder Halmir[1]

Haldan ist im Legendarium ein Mensch und das zweite Oberhaupt des Hauses Haleth.

Beschreibung

Haldan aus dem Haus Haleth, dem zweiten der drei Häuser der Edain, wurde im Jahr 366 E. Z. (J. S.) geboren. Er war der Sohn von Haldar. Seine Tante war Haleth, die das erste gewählte Oberhaupt dieses Hauses war.[1]

Haldan lebte in Thargelion und hatte einen Sohn namens Halmir. Nach dem Tod seiner Tante im Jahr 420 E. Z. (J. S.) wurde er das Oberhaupt des Volkes Haleth und nach seinem Tod im Jahr 451 E. Z. (J. S.) folgte ihm sein Sohn Halmir.[2]

Legendarium

Zur Zeit der Geburt von Haldan lebten die Haladin ein ruhiges und friedliches Leben in Thargelion, den Ländern von Caranthir. Zu dieser Zeit hatten sie keinen Fürsten und lebten auch nicht an einem gemeinsamen Ort, sondern in vereinzelten Gehöften, die jeweils eine eigene Ordnung hatten.[2]

Im Jahr 375 E. Z. (J. S.),[4] als Haldan neun Jahre alt war, sandte Morgoth eine Schar Orks aus, um den Menschen zu schaden. Diese überfielen die Haladin in den südlichen Wäldern von Caranthirs Land. Haldans Großvater Haldad sammelte das Volk und führte es zusammen. Sie zogen sich auf eine Landzunge zwischen den Flüssen Ascar und Gelion zurück und errichteten südlich von Sarn Athrad eine Palisade, hinter der sie Frauen und Kinder in Sicherheit brachten. Dort wurden die Haladin belagert, bis ihre Vorräte erschöpft waren.

Schließlich unternahm Haldans Großvater einen verzweifelten Ausfall und wurde dabei von den Orks getötet. Als sein Vater versuchte, den Leichnam seines Vaters zu bergen, fiel auch er im Kampf. Daraufhin übernahm seine Tante Haleth die Führung des Volkes.

Unter der Führung von Haleth kam Haldan nach Estolad, wo sie für eine Weile lebten. Bald zogen sie mit Mühen und Verlusten weiter bis in den Wald von Brethil. Unter der Bedingung, dass sie die Übergänge über den Teiglin gegen die Feinde der Elben verteidigten, ließ sie König Thingol auf diesem Gebiet siedeln.[2]

Stammbaum

Haldad
Haleth*
Haldar
Haldan*
Halmir*
Hareth
Húrin
Huor
Túrin Turambar
Tuor
Earendil
Elrond
Elros

* Stammesführer des Hauses Haleth[1]

Etymologie

In einem früheren Entwurf hieß Haldars Sohn ursprünglich Hardan. Tolkien änderte den Namen später, sowohl in der Genealogie des Volkes von Haleth[1] als auch im Manuskript des Silmarillion zu Haldan.[5] Christopher Tolkien nahm dies in die veröffentlichten Texte des Silmarillion auf.[6][7]

Links

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 237
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion: Kapitel XVII: Von den ersten Menschen im Westen
  3. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel XII The Problem of Ros, S. 372, Note 4
  4. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 227, § 24
  5. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 222, §28
  6. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 228, §28
  7. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 238