Loch
| Loch | |
|---|---|
| Eckdaten | |
| Ort | Michelbinge, Westviertel, Auenland[1][2] |
| Typ | Tunnelsystem |
| Bewohner und Geschichte | |
| Ereignisse | bis 3018 D. Z. (1418 A. Z.): Voratsstollen ab 3019 D. Z. (1419 A. Z.): Gefängnis |
Das Loch (Original Lockholes; bei Krege Riegellöcher) ist im Legendarium der Name für einen Vorratsstollen in Michelbinge im Auenland, der zur Zeit des Ringkrieges als Gefängnis genutzt wird.
Beschreibung
Während der Willkürherrschaft von Lotho Sackheim-Beutlin richteten die Strolche in einem alten Vorratsstollen in Michelbinge ein Gefängnis ein, das als sogenanntes „Loch“ bekannt wurde. Es diente dazu, Hobbits zu inhaftieren, die sich den Vorschriften widersetzten oder sich offen gegen die Strolche oder den Oberst auflehnten.[2] Der Stollen verfügte über mehrere Zellen, in denen die Gefangenen eingesperrt wurden.[3] Der Stollen war durch ein Tor verschlossen.[4]
Als am 2. November 3019 D. Z. (1419 A. Z.)[5] einige Strolche aus Wegscheid nach Wasserau kamen, um die Hobbits zur Räson zu bringen, drohten sie:
| „ | Macht die Lichter aus! Geht in die Häuser und bleibt da! Sonst bringen wir fünfzig von euch auf ein Jahr ins Loch. | “ |
— J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Sechstes Buch, Achtes Kapitel: Die Befreiung des Auenlandes | ||
Nach der Befreiung des Auenlands ritt Frodo Beutlin nach Michelbinge, um die Gefangenen aus den Zellen zu befreien.[3]
Bekannte Gefangene im Loch
- Willi Weißfuß, der Bürgermeister von Michelbinge, machte sich kurz nach Beginn des Jahres 3019 D. Z. (1419 A. Z.) auf den Weg nach Beutelsend, um Einspruch gegen die Machenschaften der Strolche zu erheben. Er war der erste Hobbit, der ins Loch gesteckt wurde.[2]
- Lobelia Sackheim-Beutlin, die Mutter von Lotho, wurde ins Loch gesteckt, nachdem sie mit ihrem Regenschirm auf den Anführer einer Bande von Strolchen losgegangen war, der doppelt so groß war wie sie. Sie wurde in eine dunkle und enge Zelle gesperrt.[2][3]
- Fredegar Bolger war während der Besetzung des Auenlandes der Anführer einer Schar von Rebellen. Er wurde ins Loch gesteckt, nachdem er in den Dachsbauten bei den Bergen von Schären ausgeräuchert worden war.[3]
Die Abenteuer von Tom Bombadil
In dem Gedicht Luftikus (Original Perry-the-Winkle) kommt ein Troll auf der Suche nach Freunden nach Michelbinge. Die Hobbits fürchten sich vor ihm, woraufhin er sich vor das Tor des Loches setzt und weint.[4]
Das Gedicht ist ein Kinderlied aus dem Auenland und wurde von Samweis Gamdschie im Roten Buch der Westmark festgehalten. Tolkien übertrug es später in Die Abenteuer des Tom Bombadil.[6][7]
Quellen
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Prolog: Ein Teil des Auenlands
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch VI, Achtes Kapitel: Die Befreiung des Auenlandes
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch VI, Neuntes Kapitel: Die Grauen Anfurten
- ↑ 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien: Die Abenteuer des Tom Bombadil. Gedicht VIII: Perry-the-Winkle
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang B, Die Aufzählung der Jahre: Die wichtigsten Tage nach dem Fall von Barad-Dûr bis zum Ende des Dritten Zeitalters
- ↑ Wayne G. Hammond, Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader’s Companion. The Fellowship of the Ring. Buch Zwei, Kapitel VIII: Farewell to Lórien, S. 328
- ↑ J. R. R. Tolkien: Die Abenteuer des Tom Bombadil. Vorwort
