Gildis

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Gildis
Eckdaten
Geboren Ende des 4. Jhd. E. Z. (J. S.)[1]
Volk Menschen
Zugehörigkeit Edain
Ort Dor-lómin, Beleriand[2]
Familie
Haus Haus Hador
Ehepartner Hador Lórindol
Kinder Glóredhel, Galdor & Gundor[1]

Gildis ist im Legendarium eine Frau aus dem Haus Hador. Sie ist die Frau von Hador Lórindol dem ersten Fürsten von Dor-lómin.

Beschreibung

Gildis gehörte zum Volk Marachs, dem dritten der drei Häuser der Edain. Sie war die Frau von Hador Lórindol und sie hatten eine Tochter und zwei Söhne:

Gildis war die Großmutter von Húrin und Huor. Ihr Sohn Galdor war der Vater der beiden.[1]

Legendarium

Nach dem Tod seines Vaters Hathol wurde Gildis' Mann Hador das Oberhaupt des Hauses Marach. Zudem übertrug ihm Fingolfin im Jahr 416 E. Z. (J. S.)[3] die Herrschaft über Dor-lómin. Hador war in jungen Jahren in das Haus Fingolfins gekommen und war ein Liebling des Königs, der ihm die Herrschaft über dieses Gebiet übertrug.[2] Gildis Mann Hador Lórindol wurde zu den mächtigen Elbenfreunden gezählt.[4]

Im Jahr 436 E. Z. (J. S.)[5] vermählten sich Gildis' Tochter Glóredhel und ihr Sohn Galdor mit Haldir und Hareth, den Kindern Halmirs aus dem Haus Haleth.[6] Aus diesem Anlass feierten die beiden Häuser der Edain ein großes Fest.[2] Im Jahr 441 E. Z. (J. S.) wurde ihr Enkel Húrin geboren, im Jahr 444 E. Z. (J. S.) ihr Enkel Huor.[1]

Gildis' Mann Hador und ihr Sohn Gundor starben im Jahr 455 E. Z. (J. S.) in der Dagor Bragollach, der vierten Schlacht von Beleriand. Gildis' Sohn Galdor wurde nun das Oberhaupt des Hauses Hador und zweiter Fürst von Dor-lómin. Sieben Jahre später fiel er während der Belagerung von Eithel Sirion.[7] Ihre Tochter Glóredhel starb aus Kummer als ihr Mann im Jahr 472 E. Z. (J. S.) in der Nirnaeth Arnoediad, in der fünften Schlacht von Beleriand, gefallen war.[8] Es ist nicht bekannt, wann Gildis gestorben ist.

Das dritte Haus der Menschen, das Volk Marachs, erhielt im Lauf der Geschichte den Namen von Gildis‘ Mann Hador und wurde als Haus Hador bekannt.[Anm. 1][9]

Stammbaum

Marach*
Malach*
Imlach
Adanel
Magor*
Hathol*
Hador Lórindol*
Gildis
Beren Erchamion
Haldir
Glóredhel
Galdor*
Hareth
Gundor
Handir
Húrin*
Huor
Brandir der Lahme
Turin Turambar
Tuor
Elwing
Earendil
Elrond
Elros
Arwen
Aragorn

*Stammesführer des Hauses Hador[1]

Zu den bedeutendsten Nachfahren Gildis' zählen ihr Enkel Húrin Thalion, ihre Urenkel Túrin Turambar und Tuor. Außerdem Earendil, Elrond und Elros. Alle Könige von Númenor, die Fürsten von Andúnië, die Könige von Andor sowie die Stammesführer der Dúnedain waren zudem Nachfahren von Elros.[10][11]

Anmerkung

  1. Christopher Tolkien schreibt in The War of the Jewels, dass der Name Hador für das dritte Haus der Edain bereits so verfestigt war, dass sein Vater diesen Namen nicht aufgeben wollte, selbst als Hador nicht mehr der erste Stammesführer dieses Volkes war. Zudem sollte der Name Hador mit der Lordschaft von Dor-lómin verbunden bleiben, da die Bedeutung dieses Hauses in engem Zusammenhang stand. Es scheint jedoch, dass Tolkien sich zu diesem Thema nicht mehr geäußert hat.

Links

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 234
  2. 2,0 2,1 2,2 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion: Kapitel XVII: Von den ersten Menschen im Westen
  3. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, §31, S. 228
  4. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch II, Zweites Kapitel: Der Rat von Elrond
  5. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part One: The Grey Annals, S. 126, § 161
  6. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge, Stammbäume IV, V: Das Haus Marach, Das Volk Haleths
  7. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XVIII: Vom Verderben Beleriands und von Fingolfings Ende
  8. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The Children of Húrin. Narn I Chîn Húrin, The Tale of the Children of Húrin, Kapitel IV: The Depature of Túrin
  9. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, (ii) The House of Hador, S. 235
  10. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge, Stammbäume II: Die Abkömmlinge von Olwe und Elwe
  11. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge, Stammbäume IV: Das Haus Hador von Dor-lómin