Felaróf

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Felaróf ist im Legendarium der Stammvater der Mearas.

Zeitangaben

Beschreibung

Felaróf war ein kräftiger, schöner und stolzer weißer Hengst, der sich durch seine außergewöhnliche Stärke, Klugheit und Unbezähmbarkeit auszeichnete. Er gilt als Stammvater der Mearas, einer besonders edlen und außergewöhnlichen Pferderasse Rohans.

Seine Nachkommen waren für ihre Schönheit, Stärke, Schnelligkeit und Klugheit bekannt und erreichten ein für Pferde ungewöhnlich hohes Alter. Sie ließen sich nur vom König der Mark oder dessen Söhnen reiten. Diese Besonderheit wurde erst durch Gandalf und das Pferd Schattenfell durchbrochen, das ebenfalls von Flarófs abstammte.

Der Überlieferung der Rohirrim zufolge soll der Urvater der Mearas einst von Béma aus dem Westen nach Mittelerde gebracht worden sein. Béma war der Name, unter dem die Menschen des Nordens den Vala Orome kannten. Ob es sich bei diesem Pferd um Oromes eigenes Ross Nahar handelte, ist nicht eindeutig überliefert. Felaróf könnte von einem Nachkommen Nahars abstammen. Die genaue Verbindung zwischen diesen Überlieferungen bleibt jedoch offen.[2]

Legendarium

Léod, der Herr der Éothéod, war ein erfahrener Zähmer wilder Pferde, die zu seiner Zeit in den nördlichen Tälern des Anduin lebten. Eines Tages fing er ein weißes Fohlen, das zu einem kräftigen, schönen und stolzen Hengst heranwuchs. Das Pferd ließ sich von keinem Menschen zähmen. Als Léod schließlich wagte, aufzusitzen, trug es ihn davon und warf ihn ab. Léod stürzte so unglücklich, dass sein Kopf auf einen Felsen schlug und er starb.

Sein Sohn Eorl schwor, den Tod seines Vaters zu rächen. Lange suchte er nach dem Pferd, das er zunächst „Mannsfluch“ nannte, bis er es schließlich fand. Seine Gefährten erwarteten, dass Eorl das Tier mit einem Pfeil töten würde. Doch Eorl tat dies nicht. Stattdessen verlangte er von dem Pferd, als Wergeld für den Tod seines Vaters seine Freiheit aufzugeben und sich ihm bis an sein Lebensende zu unterwerfen.[2]

„ Felaróf nenne ich dich. Du liebtest deine Freiheit, und daraus mache ich dir keinen Vorwurf: Aber jetzt schuldest du mir Wergeld, und du sollst mir deine Freiheit abtreten bis an dein Lebensende. “

— J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux. 9. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2025. Anhang A, Annalen der Könige und Herrscher. Kapitel II: Das Haus von Eorl, Die Könige der Mark, S. 372.

Felaróf fügte sich Eorls Forderung und ließ ihn fortan ohne Zaumzeug und Zügel reiten. Felaróf verstand die Sprache der Menschen, ließ jedoch außer Eorl niemanden auf seinem Rücken reiten. Wie seine Nachkommen, die Mearas, verfügte er über eine außergewöhnlich lange Lebensspanne.[2] Eorl vertraute auf die Klugheit seines Pferdes und dessen Fähigkeit, Gefahren zu wittern.[3] Auf Felaróf ritt er im Jahr 2510 D. Z.[1] in die Schlacht auf dem Feld von Celebrant, wo er Gondor zu Hilfe kam.[3] Mehr als drei Jahrzehnte später fielen Herr und Ross gemeinsam im Kampf gegen die Ostlinge in der Schlacht im Ödland.[1] Beide wurden im ersten Hügelgrab vor den Toren von Edoras bestattet.[2]

Etymologie

Der Name Felaróf ist ein Wort aus dem dichterischen Wortschatz des Angelsächsischen, obgleich es in vorhandenen Dichtungen nicht belegt ist. Felaróf bedeutet ungefähr ‚sehr tapfer‘ oder ‚sehr stark‘.[4]

Sonstiges

Ein weißes Pferd auf grünem Grund war das Wappenzeichen Rohans. Es ist denkbar, dass dieses Symbol an Felaróf erinnert, den berühmten weißen Hengst Eorls. Tolkien stellt diese Verbindung jedoch nicht ausdrücklich her. Ebenso könnte das Pferd im Banner allgemeiner für die große Bedeutung stehen, die Pferde in der Kultur der Rohirrim hatten.

Quellen

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang B, Die Aufzählung der Jahre: Die Grossen Jahre.
  2. ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang A, Annalen der Könige und Herrscher. Kapitel II: Das Haus von Eorl, Die Könige der Mark.
  3. ↑ 3,0 3,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (Hrsg.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter, Kapitel II: Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan, 2. Der Ritt Eorls.
  4. ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (Hrsg.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter, Kapitel II: Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan, Anmerkungen.