Osse
Osse ist im Legendarium ein Diener von Ulmo.
Volk
Beschreibung
Osse war ein Untertan Ulmos und kam mit ihm in die Gewässer von Arda. Er war der Gemahl von Uinen, die die einzige war, die ihn beeinflussen und zähmen konnte. Osse liebte die brausende Gischt und Manwes Winde; Stürme waren seine Leidenschaft. Anders als sein Herr Ulmo ging Osse nicht in die Tiefen der Meere, sein Reich waren die Küsten und Inseln.[1]
Nachdem Melkor Osse mit dem Versprechen auf Ulmos gesamtes Reich und Macht lockte und ein Bündnis mit ihm schloss, wütete und zerstörte Osse in Melkors Dienst. Erst Uinen konnte ihn wieder besänftigen und ihn, nachdem ihm verziehen wurde, zurück in Ulmos Dienst bewegen.[1]
Während der Wanderungen der Elben nach Aman wurde Osse Freund und Lehrer der Teleri. Als Ulmo die Teleri nach Aman überschiffen wollte, überredete Osse einige von ihnen in Mittelerde zu bleiben; dies waren die Falathrim.[2]
Während der Hauptteil der Teleri schließlich auf einer Insel nach Aman übersetzte, folgte Osse ihnen und auf sein Rufen hin baten die Teleri Ulmo die Reise zu beenden. Die Insel wurde in der Bucht von Eldamar verankert und Tol Eressea genannt.[2]
Osse war derjenige, der Númenor zu Beginn des Zweiten Zeitalters aus dem Wasser hob.[3]
Name
Sein eigentlicher Name im Valarin lautete Ošošai oder kürzer Oššai ("schäumend"), was ins archaische Eldarin als Ossai übernommen wurde. Im Quenya wurde daraus schlicht Osse, während die theoretische Sindarin-Form Yss(i) nur in der um eine Namensendung erweiterten Form Yssion und in der Zusammensetzungen Gaerys überlebte (wobei letztere Form bei den Sindar im Landesinnern üblicher war, da das Element gaer zwar für "Meer" steht, aber eine deutliche Konnotation zu sowie etymologischen Zusammenhang mit "furchtbar, erschreckend" hat).[4]
Der Name Beleriands ist von ihm abgeleitet und spiegelt seine Verehrung durch die Sindar wieder, die ihm den Namen Balar gaben.[5]
Werkgeschichte
Osse wurde ursprünglich als Vala konzipiert. Im Buch der Verschollenen Geschichten ist sein Name Falman-Osse. Sein Gefolge sind die Falmaríni und Wingildi, Geister der Gischt.[6]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (Hrsg.): Das Silmarillion. Valaquenta. Von den Maiar
- ↑ 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, V Von Eldamar und den Fürsten der Eldalië.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1978. (Im Original erschienen 1977 unter dem Titel The Silmarillion.) Akallabêth, Der Untergang von Númenor.
- ↑ J. R. R. Tolkien: The War of the Jewels. (The History of Middle-earth, Band XI.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. PART FOUR: QUENDI AND ELDAR. Appendix D: *Kwen, Quenya, and the Elvish (especially Ñoldorin) words for ‘Language’. Note on the ‘Language of the Valar’
- ↑ J. R. R. Tolkien: The War of the Jewels. (The History of Middle-earth, Band XI.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1994. Part One: The Grey Annals
- ↑ J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1999. (Im Original erschienen 1984 unter dem Titel The Book Of Lost Tales. Part Two.) Kapitel V: Die Geschichte von Earendel
