Ulmo

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Ulmo erscheint Tuor (Bild: Ted Nasmith)

Ulmo ist im Legendarium einer der mächstigsten Valar.

Volk

Ainur, Valar, Aratar

Beschreibung

Ulmo und Tuor, Zeichnung: Anke Eißmann (2000)

Als Herr des Wassers ist Ulmo einer der wesentlichen Gestalter Ardas. Er lenkt die Bewegung allen Wassers, von den Wogen der Ozeane bis hin zu den Tautropfen des Morgens. Da er am tiefsten in der Musik Ilúvatars unterwiesen wurde, ist das Echo davon noch in all seinen Wassern zu hören.[1]

Ulmo wohnt als einziger der Valar nicht in Valinor, sondern im Außenmeer Ekkaia. Da Ulmo die Kinder Ilúvatars sehr liebte, ließ er sie niemals im Stich, auch dann nicht, als sie den Zorn der Valar auf sich gezogen hatten.[1] Er sandte Turgon und Finrod mehrmals Träume von der Gründung verborgener Reiche.[2] Ulmo zeigt sich nur ungern in einer Gestalt, und Tuor war der einzige Mensch, der ihn je erblickte. Er sah ihn mit einer prächtigen, silbrigen Krone, unter der sein langes, bläulich silbern schimmerndes Haar wie Schaum hervorquoll, mit einem grauen Umhang, der ihn wie einen Nebelschleier einhüllte, und darunter einen funkelnden Mantel, der eng anlag wie ein Schuppenkleid, umgürtet mit einer Kette aus riesigen Perlen, und Schuhen aus Stein, und er war über alle Maßen groß.[3]

Zu Ulmos Untergebenen gehören Osse und Uinen, denen er die Herrschaft über das Belegaer und die Binnenmeere übertragen hat. Jeder, der seine Muschelhörner, die von Salmar geschliffenen Ulumúri, hört, wird von unstillbarer Meeressehnsucht erfasst.[1]

Sonstiges

  • Ulmo ist Quenya und bedeutet übersetzt „Gießer“ oder „Regner“.[4]
  • Ihm lagen vor allem die Teleri am Herzen, die er in der Kunst der Musik unterwies.[5]
  • Zu jenen, die in Mittelerde wohnen, spricht er zumeist mit Stimmen, die nur als Musik der Wasser wahrgenommen werden.[1]
  • Überall wo Wasser ist, ist auch sein Reich, so dass die Elben sagen, sein Geist fließt in allen Adern der Welt.[1]
  • Während des Ersten Zeitalters besudelten wiederholt Orks Gewässer. Es ist unklar, inwiefern dies Auswirkungen auf Ulmos Herrschaft über diese Gewässer hat.

Andere Namen

Werkgeschichte

Im Buch der Verschollenen Geschichten wohnt Ulmo in den unterseeischen Hallen von Ulmonan.[8] Zu seinem Gefolge gehören die Oarni, Falmaríni und Wingildi.[9]

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, I Vom Anbeginn der Tage.
  2. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion. XV: Von den Noldor in Beleriand
  3. 3,0 3,1 3,2 J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Teil Eins: Das Erste Zeitalter I. Von Tuor und seine Ankunft in Gondolin.
  4. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen
  5. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, V Von Eldamar und den Fürsten der Eldalië
  6. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. I The Lay of the Children of Húrin. III. Failivrin
  7. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Valaquenta, Von den Valar.
  8. J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2. Herausgegeben von Christopher Tolkien. III. Der Fall von Gondolin.
  9. J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1. Herausgegeben von Christopher Tolkien. III. Die Ankunft der Valar und die Gründung Valinors.
Valar
Valar ManweUlmoAuleOromeNámo (Mandos) • Irmo (Lórien) • Tulkas
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