Großes Fest

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Das große Fest (Original: high feast) war ein Fest in Valinor.

Beschreibung

Das große Fest zur Ehrung Erus fand zur Beginn jeder Ernte statt. Es wurde von Manwe veranstaltet, der die Völker von Valinor auf den Taniquetil lud. Dort musizierten und sangen sie.[1]

Während der von Melkor gestreuten Unruhe unter den Eldar befahl Manwe, dass das Fest prächtiger sein sollte als alle vorherigen, seit die Eldar nach Aman gekommen waren. Die Eldar sollten zu ihm nach Ilmarin kommen, um sich zu versöhnen. Es kamen die Vanyar, die Noldor aus Tirion, die Maiar und die Valar, und alle sangen und tantzten in Ilmarin und auf den Hängen des Taniquetil. Die Teleri, die an dem Zwist keinen Anteil hatten und nicht von Landwirtschaft lebten, kamen nicht. Von den Noldor aus Formenos aber kam nur Feanor, dem ausdrücklich befohen wurde, zu kommen, aber ohne die Silmaril und festlicher Kleidung. Jedoch versöhnte er sich in Worten mit Fingolfin, seinem Bruder, den er Jahre zuvor mit dem Schwert bedroht hatte. Am Tag dieses Festes, als die Straßen von Valmar und Tirion leer waren, kamen Melkor und Ungoliant auf den Ezellohar, wo sie die zwei Bäume Telperion und Laurelin töteten, was die Verdunkelung von Valinor verursachte.[1]

Hintergrund

Da die Valar sich in Körper kleideten, die denen der Eruhíni nachgebildet waren, aßen und tranken sie auch. Weil Valinor bis zur Wandlung der Welt in Arda lag, das von der Zeit regiert wird, setzte Yavanna bestimmte Zeiten für die Aussaat und Ernte fest.[1]

Sonstiges

Auch in Númenor wurde im Herbst ein Fest zum Dank an Eru ebgehalten, das Eruhantale.

Werkgeschichte

Im Buch der Verschollenen Geschichten heißt das entsprechende Fest Samírien, auch Freudenfest oder Tage der doppelten Freude genannt. Es war ein siebentägiges Fest in Valmar, welches alle einundzwanzig Jahre stattfand. Alle sieben Jahre wurde die Ankunft der Eldar in Valinor mit einem eintägigem Fest gefeiert. Alle drei Jahre fand ein kleineres Fest statt, welches der Ankunft der Teleri galt. Die Jahre, in die beide Feste fielen wurden die Jahre der doppelten Freude genannt und in diesen wurde das Fest Samírien gefeiert. Die Elben zogen in langen Prozessionen und Festzügen tanzend und singend von Tirion nach Valmar. Zuerst kamen die weiß gekleideten Vanyar mit ihrem Harfenspiel. Ihnen folgten die Noldor mit ihren schwermütigen Violen und Flöten. Zum Schluss kamen die Teleri mit Gesang und Flötenspiel, welches von dem Hall der Gezeiten und dem klagenden Geschrei der Meeresvögel durchdrungen war. Für die Prozessionen wurde eigens eine Straße mit dem Namen Vansamírin angelegt.[2]

Als sie Valmar erreichten bezogen sie Aufstellung vor der Stadt und stimmten auf Geheiß Ingwes das Lied des Lichts an. Daraufhin wurde sie von Eonwe aufgefordert die Stadt zu betreten und von Varda empfangen. Zusammen mit den Valar begannen die Feierlichkeiten in den großen Hallen. Am dritten Tag des Festes kleideten sich die Elben in Weiß und Schwarz und stiegen auf den Gipfel des Taniquetil, wo Manwe zu ihnen sprach. Am letzten Tag segneten die Valar Tirion und kehrten heim.[2]

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1978. (Im Original erschienen 1977 unter dem Titel The Silmarillion.) „Quenta Silmarillion“, VIII Von der Verdunkelung Valinors.
  2. 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1 Herausgegeben von Christopher Tolkien. VI. Melkos Diebstahl und die Verdunkelung von Valinor