Westlande

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Karte der Westlande (Zeichner: Florian Bänsch)

Als Westlande (Original: Westlands) wird im Legendarium der Nordwesten Mittelerdes bezeichnet. Sie sind der Schauplatz des Juwelenkriegs und des Ringkriegs, der bekanntesten Geschichten des Legendariums.

Geographie

Die Westlande grenzten im Westen an den Belegaer, im Norden an Forodwaith, im Osten an Rhûn und im Süden an Harad. Im engeren Sinn umfassten die Westlande nur die Länder westlich des Anduin.[1] Allerdings wurde zumindest im Vierten Zeitalter auch das östlich des Anduin gelegene Ithilien dazu gezählt.[2] Andererseits wurden Rhovanion, Dorwinion und Mordor weder explizit den Westlanden noch Rhûn zugeordnet, die Zugehörigkeit Harondors war lange politisch umstritten.

Geschichte

Im Ersten Zeitalter wurde Beleriand, die Westlande westlich der Ered Luin, von Sindar, Noldor, Edain und Ostlingen besiedelt. Diese Zeit war durch den Juwelenkrieg gegen Morgoth und seine Balrogs, Orks und Drachen geprägt.[3][4][5] Größte Zwergenstädte in dieser Zeit waren Khazad-dûm, Belegost und Nogrod.[6] Das Land zwischen den Ered Luin und dem Anduin wurde damals landschaftlich durch ein zusammenhängendes Waldgebiet dominiert, dessen Überreste später den Alte Wald und den Fangorn bildeten.[7]

Im Krieg des Zorns ging Beleriand großteils im Belegaer unter, nur Lindon und einzelne Inseln wie Tol Morwen bestanden im Zweiten Zeitalter fort. Die meisten Noldor und Edain verließen Mittelerde nach Westen und zogen nach Eldamar, respektive Númenor. Es entstanden neue Elbenkönigreiche in Lindon, Eregion und Lothlórien. In Eregion wurden zu dieser Zeit die Elbenringe geschmiedet, wobei unter Einfluss Saurons Ringe der Macht gefertigt wurden. Nachdem sich Celebrimbor, der Oberste der Gwaith-i-Mírdain, geweigert hatte, die Ringe Sauron auszuhändigen, führte dieser einen langen Krieg gegen Eregion, das schlussendlich zerstört wurde. Als Zufluchtsort gründete Elrond Imladris im Nebelgebirge, das später als Bruchtal bekannt wurde. [8]

Sauron errichtete sein Reich in Mordor. Zwar wurde er von König Ar-Pharazôn von Númenor gefangen genommen, konnte ihn jedoch verführen, was im Untergang von Númenor endete, und nach Mordor zurückkehren. Die Dúnedain, die den Untergang der nun Akallabêth oder Atalante genannten Insel Númenor überlebt hatten, gründeten die Königreiche Gondor im Süden der Westlande und Arnor in Eriador, dem Gebiet zwischen den Ered Luin und dem Nebelgebirge. Durch ein Bündnis mit den Elben gelang es, Sauron zu stürzen.[8]

Im Dritten Zeitalter kehrte Sauron nach Dol Guldur im Düsterwald zurück, wurde jedoch zunächst nicht erkannt. Das Nordreich von Arnor zerfiel in die Teilreiche Arthedain, Cardolan und Rhudaur, die von Angmar bedroht wurden, einem Reich unter einem Hexenkönig, der später der Fürst der Nazgûl wurde. Durch Eingriff Gondors konnte Angmar zwar besiegt werden, die Dúnedain des Nordens waren jedoch nicht zahlreich genug, ihre Reiche aufrechtzuerhalten und wurden zu Waldläufern. Gondor trat später die nördliche Provinz Calenardhon an die Éothéod ab, wodurch das Königreich Rohan entstand.[8]

Am Ende des Dritten Zeitalters kam einem bislang unbekannten Land in Eriador eine besondere Bedeutung zu, da hier der Eine Ring Saurons aufbewahrt wurde, der alle anderen Ringe beherrschte: Dem von Hobbits bewohnten Auenland. Ihm entstammten Frodo Beutlin und Samweis Gamdschie, die vermutlich berühmtesten Helden der Westlande.[9]

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, III Vom Erwachen der Elben und von Melkors Gefangenschaft.
  2. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang A: Annalen der Könige und Herrscher. III. Durins Volk
  3. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, XIV Von Beleriand und seinen Reichen.
  4. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, XVII Von den ersten Menschen im Westen.
  5. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, XVIII Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende.
  6. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, X Von den Sindar.
  7. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe, Drittes Buch, Viertes Kapitel: Baumbart
  8. 8,0 8,1 8,2 J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1978. Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter
  9. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Sechstes Buch, Achtes Kapitel: Die Befreiung des Auenlandes