Celegorm: Unterschied zwischen den Versionen

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Charakterbox eingefügt. Text überarbeitet. Quellen zugeordnet. Legendarium (Aman, Himlad, Nargothrond, Die letzten Jahre), Stammbaum und Werkgeschichte eingefügt. Links PDF Silmarillion Stammbaum/PDF Stammbaum der Eldar und Atani entfernt.
 
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[[Bild:CurufinCelegorm.jpg|thumb|300px|Curufin & Celegorm, <small>Zeichnung: [[Anke Eißmann]] (1999)</small>]]
{{Charakterbox
'''Celegorm''', ''der Helle''
|Name          = Celegorm
|Bild         = CurufinCelegorm.jpg
|Bildinfo      = [[Anke Eißmann]], ''Curufin und Celegorm'', 2005


== Zeitangabe ==
|Bekannt für  =
|Bekannt für 2 =
|Bekannt für 3 =


* geboren um 1300 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. B.)]]
|Titel        = Prinz der Noldor<ref name="SilmarillionIX">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel IX: ''Von der Verbannung der Noldor''.</ref><br>Herr von Himlad<ref name="SilmarillionXIV">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: ''Von Beleriand und seinen Reichen''.</ref>
* gestorben 505 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. S.)]]


== Volk ==
|Aussprache    =
|Andere Namen  = ''Der Helle''<ref name="SilmarillionNamen">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Anhänge: ''Namensregister'', ''Celegorm''</ref><ref name="SilmarillionV">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel V: ''Von Eldamar und den Fürsten der Eldalië''.</ref><br>(Original ''The Fair'')<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion|The Silmarillion]]''. ''Index of Names''.</ref><ref group="Anm.">In einer früheren Fassung wurde Celegorm mit ''langem, goldenem Haar'' (‚''golden was his long hair''‘) und ''leuchtendem Haar'' (‚''gleaming hair''‘) beschrieben. Sein Name war hier ''Cynegrim Fægerfeax'', was mit ''hellhaarig'' (‚''Fair-hair''‘) übersetzt wird. Diese Beschreibung wurde aus dem ''Silmarillion'' entfernt, da die Noldor-Prinzen dort mit dunklem Haar dargestellt werden.</ref><ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. V [[The Lost Road and Other Writings]]''. Part Two: Valinor and Middle-earth before the Lord of the Rings, Kapitel VI: ''Quenta Silmarillion'', S. 299, 300.</ref><br>''Turcafinwe''<br> (Original ''Turcafinwë'')<ref group="Anm.">''Turcafinwe'' war der Vatername Celegorms und bedeutet „stark und kräftig“.</ref><br>''Turko''<ref group="Anm.">''Turko'' war die Kurzform von ''Turcafinwe''.</ref><ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. XII [[The Peoples of Middle-earth]]''. Part Two: Late Writings, Kapitel XI: ''The Shibboleth of Fëanor'', S. 352.</ref><br>''Tyelkormo''<ref group="Anm.">''Tyelkormo'' ist der Muttername von Celegorm. Der Name bedeutet ''schnell aufspringend'' (‚''hasty-riser''‘) und nimmt möglicherweise Bezug auf sein aufbrausendes Temperament und seine Angewohnheit, plötzlich aufzuspringen, wenn er wütend wird.</ref><ref name="HoMeXII353">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. XII [[The Peoples of Middle-earth]]''. Part Two: Late Writings, Kapitel XI: ''The Shibboleth of Fëanor'', S. 353.</ref>
|Geboren      = in den [[Jahre der Bäume|Jahren der Bäume]]<br>[[Tirion]]<ref name="SilmarillionV">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel V: ''Von Eldamar und den Fürsten der Eldalië''.</ref>
|Gestorben    = 506 [[Erstes Zeitalter|E. Z. (J. S.)]]<ref name="HoMeXI351">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. XI [[The War of the Jewels]]''. Part Three: The Wanderings of Húrin and other Writings not forming Part of the Quenta Silmarillion, Kapitel V: ''The Tale of Years'', S. 351.</ref><br>Menegroth<ref name="SilmarillionXX">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XX: ''Vom Untergang Doriaths''.</ref>
|Volk         = [[Elben]]
|Zugehörigkeit = [[Noldor]], Haus Feanor
|Ort          = [[Aman]], [[Eldamar]]<ref name="SilmarillionV"></ref><br>[[Himlad]]<ref name="SilmarillionXIV"></ref><br>[[Nargothrond]]<br>[[Himring]]<ref name="SilmarillionXIX">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: ''Von Beren und Lúthien''.</ref>
|Sprache      =


[[Elben]], [[Noldor]]
|Eltern        = [[Feanor]] & [[Nerdanel]]          <!--Nur verwenden, wenn beide Elternteile bekannt sind-->
|Mutter        =          <!--Nur verwenden, wenn nur die Mutter bekannt ist-->
|Vater        =          <!--Nur verwenden, wenn nur der Vater bekannt ist-->
|Geschwister  = [[Maedhros]], [[Maglor]], [[Caranthir]], [[Curufin]], [[Amrod]] und [[Amras]]<ref name="SilmarillionV"></ref>
|Ehepartner    =
|Kinder        =


== Beschreibung ==
|Geschlecht    =
|Körpergröße  =
|Haarfarbe    =
|Augenfarbe    =
|Kleidung      =
|Waffen        =
|Pferd        =


Celegorm war [[Feanor]]s dritter Sohn und folgte ihm mit seinen anderen Brüdern nach Mittelerde. Obwohl Celegorm seinem [[Eid Feanors|Eid]] verpflichtet war, handelte er mal gegen ihn, mal für ihn - oft mit beträchtlichen Opfern. Celegorm und sein Bruder [[Curufin]] machten mit ihren Taten die Auswirkungen des Eides von Feanor viel verlustreicher als nötig.
|Audio        =
|Audioinfo    =
|Galerie      =
}}'''Celegorm''' ist im [[Legendarium]] ein [[Elben|Elb]] und ein Prinz der [[Noldor]]. Er ist der dritte Sohn der sieben Söhne von [[Feanor]] und [[Nerdanel]].


Celegorm und Curufin herrschten bis zur [[Dagor Bragollach]] über [[Himlad]] und den [[Aglon-Pass]].
==Beschreibung==
Danach flohen sie nach [[Nargothrond]]. Mit Celegorms Drohungen und den Visionen, die Curufin ihnen in die Herzen pflanzte, unterdrückten die beiden Brüder die Noldor von Nargothrond, die lange Zeit nicht wagten, sich wieder [[Orodreth (Elb)|Orodreth]] zuzuwenden.
Celegorm wurde während der [[Jahre der Bäume]] in [[Tirion]] in [[Valinor]] geboren. Er war der dritte der sieben Söhne [[Feanor]]s und seiner Frau [[Nerdanel]]. Seine älteren Brüder waren [[Maedhros]] und [[Maglor]]. Seine jüngeren Brüder waren [[Caranthir]], [[Curufin]] und die Zwillinge [[Amrod]] und [[Amras]].<ref name="SilmarillionV"></ref>


Celegorm versuchte später [[Lúthien]] als Geisel in Nargothrond gefangen zu halten und eine Ehe mit ihr zu erpressen, sowie den König zu stürzen; beides in dem Bestreben, dass er und Curufin zu den machtvollsten Noldorprinzen aufstiegen und die Macht aller Elbenreiche auf sich vereinten. Als [[Beren Erchamion|Beren]] aus [[Minas Tirith (Beleriand)|Minas Tirith]] zurückkehrte, versuchte Celegorm ihn zu erschießen, wurde letzten Endes jedoch von ihm und [[Huan]] überwältigt.
Celegorms Vater Feanor war der Erschaffer der drei legendären [[Silmaril]]i, der berühmten Juwelen, in denen das Licht der Bäume von Valinor bewahrt war.<ref name="SilmarillionVII">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel VII: ''Von den Silmaril und der Unruhe der Noldor''.</ref>


Celegorm war es auch, der den [[Untergang Doriaths|Sippenmord in Doriath]] organisierte, obwohl [[Maedhros]] von den sinnlosen Bluttaten des Eides genug hatte. Celegorm wurde dort beim Angriff auf [[Menegroth]] von [[Dior Aranel|Dior]] erschlagen. Seine Diener jedoch setzten Diors kleine Söhne [[Eluréd]] und [[Elurín]] in der Wildnis aus.
Celegorm war ein Jäger und ein Freund des [[Valar|Vala]] [[Orome]], mit dem er oft auf die Jagd ging. Von ihm lernte er viel über Tiere und Vögel und verstand ihre Sprachen.<ref name="SilmarillionV"></ref> Orome schenkte Celegorm außerdem [[Huan]], den großen Wolfshund.<ref name="SilmarillionXIX"></ref>


== Sonstiges ==
Celegorm war von aufbrausendem Temperament und hatte die Angewohnheit, plötzlich aufzuspringen, wenn er wütend wurde.<ref name="HoMeXII353"></ref>


* Celegorm wurde als ''Turcafinwe'' (starker Finwe) geboren, was zur kurzen Rufform ''Turco'' führte. Seine Mutter nannte ihn ''Tyelcormo'' (der sich schnell [im Zorn] erhebt), was im Nord-Sindarin zu ''Celegorm'' wurde (in "reinem" südlichem Sindarin wäre dies ''Celegorf'').
==Legendarium==
* Celegorms Beiname "der Helle" (in der englischen Version ''"The Fair"'', also auch als "der Schöne" deutbar) wird sich auf seine Hautfarbe beziehen, nicht auf sein Haar. Obwohl Maedhros rotes Haar hatte, kann man davon ausgehen, dass Celegorm wie praktisch alle anderen reinen Noldor schwarz- bzw. dunkelhaarig war.
===Aman===
* Anders als sein Vater und seine Brüder, die oft bei [[Aule]] waren, besuchte Celegorm in [[Valinor]] lieber Orome. Von ihm lernte Celegorm viel über Tiere und er kannte all ihre Sprachen.
[[Morgoth]] hatte Zwietracht unter den Noldor gesät, wodurch es zwischen Celegorms Vater Feanor und dessen Halbbruder [[Fingolfin]] zum Streit kam. Als Feanor zur Rechenschaft gezogen und für zwölf Jahre  in den Norden Valinors nach [[Formenos]] verbannt wurde, folgten ihm seine sieben Söhne ins Exil.<ref name="SilmarillionVII"></ref>
* Celegorm war ein großer Jäger, sowohl in Aman als auch in Mittelerde. Er war der Herr von [[Huan]], dem Hund aus Valinor, den er von Orome geschenkt bekam.


== Links ==
Nachdem es Morgoth gelungen war, die Silmarili zu stehlen, leistete Feanor einen schrecklichen [[Feanors Eid|Eid]] und alle seine Söhne taten es ihm gleich.
{{Zitat|Text=Sie schworen einen Eid, wie keiner ihn brechen darf und keiner ihn schwören sollte, [...] und sie riefen das ewige Dunkel auf sich herab, wenn sie ihn nicht hielten; [...] gelobten sie, mit Hass und Rache bis ans Ende der Welt zu verfolgen jeden [...] wer immer einen Silmaril aus ihrem Besitz nehme, behalte oder verwahre.|Autor=[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.)|Quelle=''[[Das Silmarillion]]''. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 2015. Quenta Silmarillion, Kapitel IX: ''Von der Verbannung der Noldor'', S. 1215.}}
Celegorm und seine Brüder folgten gemeinsam mit einem Großteil der Noldor ihrem Vater nach [[Mittelerde]]. Um das Meer mit Schiffen überqueren zu können, versuchte Feanor, die [[Teleri]] zum Mitkommen zu bewegen. Als sie dies verweigerten, nahmen die Noldor die Schiffe mit Gewalt an sich und es kam zum [[Sippenmord von Alqualonde]]. An der nördlichen Grenze des bewachten Reiches erschien daraufhin eine mächtige Gestalt, die sie mit einem Fluch belegte. Damit fiel auch Celegorm unter den [[Spruch der Noldor|Fluch der Noldor]].<ref name="SilmarillionIX"></ref>


* [[Medium:Ardapedia_Silmarillon_Genealogie.pdf|Silmarillion Stammbaum]] (PDF, ca. 108 kb)
===Himlad===
* [https://web.archive.org/web/20250403151539/http://gernot-katzers-spice-pages.com/tolkien/edain.pdf Stammbaum der Eldar und Atani]
Nach ihrer Ankunft in Mittelerde lagerten die Noldor am Nordufer des [[Mithrim]]sees. Dort wurden sie von Morgoths Heer angegriffen. Es kam zur Schlacht unter Sternen, der [[Dagor-nuin-Giliath]], aus der die Noldor siegreich hervorgingen. Weitere Heere Morgoths aus dem Süden zogen nach Norden, um den geschlagenen Streitkräften zu Hilfe zu kommen. Doch Celegorm und sein Elbenheer konnten diese von den Hügeln des [[Eithel Sirion]] hinabstoßen und in den [[Fenn von Serech]] treiben.


== Quellen ==
Feanor, von seinem Zorn getrieben, eilte seinem Heer voraus und wurde von Morgoths Dienern so schwer verwundet, dass er bald darauf starb. Vor seinem Tod trug er seinen Söhnen auf, ihren Eid zu erfüllen und ihren Vater zu rächen.<ref name="SilmarillionXIII">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XIII: ''Von der Rückkehr der Noldor''.</ref>


* [[Das Silmarillion]]: Quenta Silmarillion,
Nach der dritten Schlacht von Beleriand, der [[Dagor Aglareb]], teilten die Elben die Gebiete Beleriands auf und legten einen Sperrgürtel um Morgoth an. Celegorm und Curufin herrschten über das Land von [[Himlad]], befestigten den [[Aglon-Pass]] und hielten ihn mit einer großen Streitmacht besetzt.<ref name="SilmarillionXIV"></ref>
** V ''Von Eldamar und den Fürsten der Eldalië
 
** XIV ''Von Beleriand und seinen Reichen''
Im Jahr 455 des ersten Zeitalters griff Morgoth erneut an und es kam zur vierten Schlacht von Beleriand, der [[Dagor Bragollach]]. Morgoths Heer durchbrach den Aglon-Pass. Celegorm und Curufin wurden besiegt, flohen in den Südwesten und suchten bei [[Finrod|Finrod Felagund]] in [[Nargothrond]] Zuflucht.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XVIII: ''Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende''.</ref>
** XIX ''Von Beren und Lúthien''
 
** XVIII ''Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende''
===Nargothrond===
** XXII ''Vom Untergang Doriaths''
Im Jahr {{EZ|465}} kam [[Beren Erchamion|Beren]] nach Nargothrond und berichtete Finrod von seinem Vorhaben, einen Silmaril aus Morgoths Besitz zu gewinnen, um [[Elwe|Thingols]] Tochter [[Lúthien]] zur Frau zu bekommen. Finrod erinnerte sich an seinen Eid, den er einst Berens Vater [[Barahir (Vater Beren Erchamions)|Barahir]] geschworen hatte, seinen Verwandten in Not beizustehen, und erzählte seinem Gefolge von seinem Vorhaben, Beren zu helfen. Daraufhin erhob sich Celegorm, zog sein Schwert und sagte:
{{Zitat|Text=Er mag Freund oder Feind sein, ein Dämon Morgoths, Elb oder Menschenkind oder was immer lebt auf Arda, doch kein Gesetz, nicht Freundschaft noch Bund der Hölle oder Kraft der Valar, noch irgendeine Zaubermacht soll ihn vor dem Hass von Feanors Söhnen schützen, wenn er einen Silmaril nimmt oder findet und ihn behält. Denn die Silmaril gehören uns allein, bis an der Welt Ende.|Autor=[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.)|Quelle=''[[Das Silmarillion]]''. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 2015. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: ''Von Beren und Lúthien'', S. 263.}}
Der Fluch von Mandos wirkte über Celegorm und Curufin, und die beiden wollten Finrod in den Tod schicken, um anschließend möglicherweise den Thron Nargothronds an sich zu reißen. Finrod, der seinen Schwur nicht brechen wollte, gab die Krone von Nargothrond an seinen Bruder [[Orodreth]] weiter. Die Brüder sagten nichts mehr, sondern lächelten.
 
Als die Brüder eines Tages mit Huan auf die Jagd gingen, fand Huan Lúthien, die gegen den Willen ihres Vaters Beren folgen wollte, und brachte sie zu Celegorm. Dieser verliebte sich auf der Stelle in Lúthien. Er verschwieg ihr, dass er von Beren wusste, brachte sie nach Nargothrond und hielt sie dort fest. Celegorm und Curufin wollten König Thingol zwingen, Lúthien Celegorm zur Frau zu geben. Doch Huan, der ein gutes Herz hatte, half Lúthien und führte sie aus Nargothrond heraus.
 
Dies minderte die Liebe zwischen Huan und seinem Herrn Celegorm. Als es Lúthien gelungen war, Beren zu befreien, und die Kunde davon nach Nargothrond gelangte, erkannten viele, dass Celegorm und Curufin Verräter waren. Orodreth erlaubte nicht, die Brüder zu töten, verwies sie jedoch aus seinem Reich. Keiner der Elben aus ihrem Hause wollte sie begleiten. Selbst Curufins Sohn [[Celebrimbor]] sagte sich von den Taten seines Vaters los.<ref name="SilmarillionXIX"></ref>
 
===Die letzten Jahre===
Auf dem Weg zu ihrem Bruder Maedhros trafen Celegorm und Curufin auf Lúthien und Beren. Celegorm wollte Beren niederreiten, während Curufin Lúthien auf sein Pferd ziehen wollte. Beren konnte jedoch zuvor auf Curufins galoppierendes Pferd springen, Curufin vom Pferd reißen und ihn am Boden liegend würgen. Celegorm ritt mit dem Speer in der Hand auf ihn zu. In diesem Moment wandte sich Huan von Celegorm ab und sprang ihn an. Nach einem Gerangel behielt Beren Curufins Pferd. Celegorm nahm Curufin mit auf sein Pferd und die Söhne Feanors taten so, als würden sie davonreiten. Curufin schoss jedoch mit Celegorms Bogen auf Lúthien und traf mit einem zweiten Schuss Beren. Huan verfolgte daraufhin die Brüder, die voller Furcht flohen.<ref name="SilmarillionXIX"></ref>
 
Celegorms Bruder Maedhros versammelte unter [[Maedhros' Bund]] Kräfte, um Morgoth zu besiegen. Celegorm zog mit in die fünfte Schlacht von Beleriand, die [[Nirnaeth Arnoediad]]. Celegorm und seine Brüder überlebten die Schlacht, trugen jedoch schwere Wunden davon.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XX: ''Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad''.</ref>
 
Nachdem Beren und Lúthien gestorben waren und der Silmaril in den Besitz ihres Sohnes [[Dior Aranel|Dior]] gelangt war, erwachte der Eid der Söhne Feanors erneut. Sie forderten Dior auf, ihnen den Silmaril herauszugeben. Als Dior Feanors Söhnen  nicht antwortete, wiegelte Celegorm seine Brüder auf und sie griffen [[Doriath]] an. So kam es im Jahr 506 E. Z. (J. S.)<ref name="HoMeXI351"></ref> zum Zweiten Sippenmord, als sie [[Menegroth]] angriffen. Celegorm und Curufin fielen in diesem Kampf, ebenso wie ihr Bruder Caranthir. Den Silmaril konnten die Söhne Feanors jedoch nicht zurückgewinnen, da Diors Tochter [[Elwing]] mit ihm floh. Auch Dior wurde erschlagen und Celegorms grausame Diener setzten seine kleinen Söhne [[Eluréd und Elurín]] in der Wildnis aus.<ref name="SilmarillionXX"></ref>
 
==Stammbaum==
{{Stammbaum/start}}
{{Stammbaum|MH| |MIR|y|FIN|y|IND| | | | | | | | | | | | |MH=[[Mahtan]]| MIR=[[Míriel Serinde|Míriel]]|FIN=[[Finwe]]|IND=[[Indis]]}}
{{Stammbaum| |!| | | | | |!| | | |)|-|-|-|v|-|-|-|v|-|-|-|.| | | |}}
{{Stammbaum|NRD|~|y|~|FEA| |FDS| |FNG| |IRM| |FRF| | |NRD=[[Nerdanel]]|FEA=[[Feanor]]|FDS=[[Findis]]|FNG=[[Fingolfin]]|IRM=[[Finvain|Írimë]]|FRF=[[Finarfin]]}}
{{Stammbaum| |,|-|-|^|v|-|-|-|v|-|-|-|v|-|-|-|v|-|-|-|v|-|-|-|.| |}}
{{Stammbaum|MDH| |MAG| |CEL| |CAR| |CUR| |AMD| |AMR|MDH=[[Maedhros]]|MAG=[[Maglor]]|CEL='''Celegorm'''|CAR=[[Caranthir]]|CUR=[[Curufin]]|AMD=[[Amrod]]|AMR=[[Amras]]|boxstyle_CEL=background-color: #e0edc1}}
{{Stammbaum| | | | | | | | | | | | | | | | | |!| | | | | | | | | |}}
{{Stammbaum| | | | | | | | | | | | | | | | | CLB | | | | | | | | |CLB=[[Celebrimbor]]}}
{{Stammbaum/ende}}
 
==Werkgeschichte==
* In einer früheren Fassung der ''Quenta Sillmarillion'' fand sich der Name ''Celegorn'' für ''Celegorm''.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. V [[The Lost Road and Other Writings]]''. Part Two: Valinor and Middle-earth before the Lord of the Rings, Kapitel VI: ''Quenta Silmarillion'', S. 226.</ref>
* Im ''[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2|Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2]]'' wird im Kapitel ''Das Nauglafring'' von dem Angriff auf Dior erzählt. Celegorms Tod ist hier näher beschrieben. Er wurde von hundert Pfeilen durchbohrt. In dieser Fassung überlebt sein Bruder Curufin.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. I [[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2|The Book of Lost Tales, Part One]]''. Kapitel IV: ''The Nauglafring'', S. 241, 242.</ref>
* Im ''[[Leithian-Lied]]'' (Original ''Lay of Leithian'') ist es Curufin und nicht sein Brunder Celegorm, der sich in Lúthien verliebt.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. III [[The Lays of Beleriand]]''. Kapitel III: ''The Lay of Leithian'', Canto VIII: ''Lúthien in Nargothrond''.</ref>
* Im ''Leithian-Lied'' ist es Celegorm und nicht Curufin, der die beiden Pfeile auf Lúthien abschießt.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. III [[The Lays of Beleriand]]''. Kapitel III: ''The Lay of Leithian'', Canto X: ''The attack by Celegorm and Curufin'', S. 265.</ref>
 
==Anmerkungen==
<references group="Anm."/>
 
==Quellen==
<references/>


{{Navigationsleiste Söhne Feanors}}
{{Navigationsleiste Söhne Feanors}}
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[[en:Celegorm]]
[[en:Celegorm]]
[[fr:encyclo:personnages:elfes:noldor:celegorm]]
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[[fi:Celegorm]]
[[fi:Celegorm]]

Aktuelle Version vom 11. September 2026, 14:08 Uhr

Celegorm
Anke Eißmann, Curufin und Celegorm, 2005
Anke Eißmann, Curufin und Celegorm, 2005
Titel
Prinz der Noldor[1]
Herr von Himlad[2]
Eckdaten
Andere Namen Der Helle[3][4]
(Original The Fair)[5][Anm. 1][6]
Turcafinwe
(Original Turcafinwë)[Anm. 2]
Turko[Anm. 3][7]
Tyelkormo[Anm. 4][8]
Geboren in den Jahren der Bäume
Tirion[4]
Gestorben 506 E. Z. (J. S.)[9]
Menegroth[10]
Volk Elben
Zugehörigkeit Noldor, Haus Feanor
Ort Aman, Eldamar[4]
Himlad[2]
Nargothrond
Himring[11]
Familie
Eltern Feanor & Nerdanel
Geschwister Maedhros, Maglor, Caranthir, Curufin, Amrod und Amras[4]

Celegorm ist im Legendarium ein Elb und ein Prinz der Noldor. Er ist der dritte Sohn der sieben Söhne von Feanor und Nerdanel.

Beschreibung

Celegorm wurde während der Jahre der Bäume in Tirion in Valinor geboren. Er war der dritte der sieben Söhne Feanors und seiner Frau Nerdanel. Seine älteren Brüder waren Maedhros und Maglor. Seine jüngeren Brüder waren Caranthir, Curufin und die Zwillinge Amrod und Amras.[4]

Celegorms Vater Feanor war der Erschaffer der drei legendären Silmarili, der berühmten Juwelen, in denen das Licht der Bäume von Valinor bewahrt war.[12]

Celegorm war ein Jäger und ein Freund des Vala Orome, mit dem er oft auf die Jagd ging. Von ihm lernte er viel über Tiere und Vögel und verstand ihre Sprachen.[4] Orome schenkte Celegorm außerdem Huan, den großen Wolfshund.[11]

Celegorm war von aufbrausendem Temperament und hatte die Angewohnheit, plötzlich aufzuspringen, wenn er wütend wurde.[8]

Legendarium

Aman

Morgoth hatte Zwietracht unter den Noldor gesät, wodurch es zwischen Celegorms Vater Feanor und dessen Halbbruder Fingolfin zum Streit kam. Als Feanor zur Rechenschaft gezogen und für zwölf Jahre in den Norden Valinors nach Formenos verbannt wurde, folgten ihm seine sieben Söhne ins Exil.[12]

Nachdem es Morgoth gelungen war, die Silmarili zu stehlen, leistete Feanor einen schrecklichen Eid und alle seine Söhne taten es ihm gleich.

Sie schworen einen Eid, wie keiner ihn brechen darf und keiner ihn schwören sollte, [...] und sie riefen das ewige Dunkel auf sich herab, wenn sie ihn nicht hielten; [...] gelobten sie, mit Hass und Rache bis ans Ende der Welt zu verfolgen jeden [...] wer immer einen Silmaril aus ihrem Besitz nehme, behalte oder verwahre.

— J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Klett-Cotta, Stuttgart 2015. Quenta Silmarillion, Kapitel IX: Von der Verbannung der Noldor, S. 1215.

Celegorm und seine Brüder folgten gemeinsam mit einem Großteil der Noldor ihrem Vater nach Mittelerde. Um das Meer mit Schiffen überqueren zu können, versuchte Feanor, die Teleri zum Mitkommen zu bewegen. Als sie dies verweigerten, nahmen die Noldor die Schiffe mit Gewalt an sich und es kam zum Sippenmord von Alqualonde. An der nördlichen Grenze des bewachten Reiches erschien daraufhin eine mächtige Gestalt, die sie mit einem Fluch belegte. Damit fiel auch Celegorm unter den Fluch der Noldor.[1]

Himlad

Nach ihrer Ankunft in Mittelerde lagerten die Noldor am Nordufer des Mithrimsees. Dort wurden sie von Morgoths Heer angegriffen. Es kam zur Schlacht unter Sternen, der Dagor-nuin-Giliath, aus der die Noldor siegreich hervorgingen. Weitere Heere Morgoths aus dem Süden zogen nach Norden, um den geschlagenen Streitkräften zu Hilfe zu kommen. Doch Celegorm und sein Elbenheer konnten diese von den Hügeln des Eithel Sirion hinabstoßen und in den Fenn von Serech treiben.

Feanor, von seinem Zorn getrieben, eilte seinem Heer voraus und wurde von Morgoths Dienern so schwer verwundet, dass er bald darauf starb. Vor seinem Tod trug er seinen Söhnen auf, ihren Eid zu erfüllen und ihren Vater zu rächen.[13]

Nach der dritten Schlacht von Beleriand, der Dagor Aglareb, teilten die Elben die Gebiete Beleriands auf und legten einen Sperrgürtel um Morgoth an. Celegorm und Curufin herrschten über das Land von Himlad, befestigten den Aglon-Pass und hielten ihn mit einer großen Streitmacht besetzt.[2]

Im Jahr 455 des ersten Zeitalters griff Morgoth erneut an und es kam zur vierten Schlacht von Beleriand, der Dagor Bragollach. Morgoths Heer durchbrach den Aglon-Pass. Celegorm und Curufin wurden besiegt, flohen in den Südwesten und suchten bei Finrod Felagund in Nargothrond Zuflucht.[14]

Nargothrond

Im Jahr 465 E. Z. kam Beren nach Nargothrond und berichtete Finrod von seinem Vorhaben, einen Silmaril aus Morgoths Besitz zu gewinnen, um Thingols Tochter Lúthien zur Frau zu bekommen. Finrod erinnerte sich an seinen Eid, den er einst Berens Vater Barahir geschworen hatte, seinen Verwandten in Not beizustehen, und erzählte seinem Gefolge von seinem Vorhaben, Beren zu helfen. Daraufhin erhob sich Celegorm, zog sein Schwert und sagte:

Er mag Freund oder Feind sein, ein Dämon Morgoths, Elb oder Menschenkind oder was immer lebt auf Arda, doch kein Gesetz, nicht Freundschaft noch Bund der Hölle oder Kraft der Valar, noch irgendeine Zaubermacht soll ihn vor dem Hass von Feanors Söhnen schützen, wenn er einen Silmaril nimmt oder findet und ihn behält. Denn die Silmaril gehören uns allein, bis an der Welt Ende.

— J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Klett-Cotta, Stuttgart 2015. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: Von Beren und Lúthien, S. 263.

Der Fluch von Mandos wirkte über Celegorm und Curufin, und die beiden wollten Finrod in den Tod schicken, um anschließend möglicherweise den Thron Nargothronds an sich zu reißen. Finrod, der seinen Schwur nicht brechen wollte, gab die Krone von Nargothrond an seinen Bruder Orodreth weiter. Die Brüder sagten nichts mehr, sondern lächelten.

Als die Brüder eines Tages mit Huan auf die Jagd gingen, fand Huan Lúthien, die gegen den Willen ihres Vaters Beren folgen wollte, und brachte sie zu Celegorm. Dieser verliebte sich auf der Stelle in Lúthien. Er verschwieg ihr, dass er von Beren wusste, brachte sie nach Nargothrond und hielt sie dort fest. Celegorm und Curufin wollten König Thingol zwingen, Lúthien Celegorm zur Frau zu geben. Doch Huan, der ein gutes Herz hatte, half Lúthien und führte sie aus Nargothrond heraus.

Dies minderte die Liebe zwischen Huan und seinem Herrn Celegorm. Als es Lúthien gelungen war, Beren zu befreien, und die Kunde davon nach Nargothrond gelangte, erkannten viele, dass Celegorm und Curufin Verräter waren. Orodreth erlaubte nicht, die Brüder zu töten, verwies sie jedoch aus seinem Reich. Keiner der Elben aus ihrem Hause wollte sie begleiten. Selbst Curufins Sohn Celebrimbor sagte sich von den Taten seines Vaters los.[11]

Die letzten Jahre

Auf dem Weg zu ihrem Bruder Maedhros trafen Celegorm und Curufin auf Lúthien und Beren. Celegorm wollte Beren niederreiten, während Curufin Lúthien auf sein Pferd ziehen wollte. Beren konnte jedoch zuvor auf Curufins galoppierendes Pferd springen, Curufin vom Pferd reißen und ihn am Boden liegend würgen. Celegorm ritt mit dem Speer in der Hand auf ihn zu. In diesem Moment wandte sich Huan von Celegorm ab und sprang ihn an. Nach einem Gerangel behielt Beren Curufins Pferd. Celegorm nahm Curufin mit auf sein Pferd und die Söhne Feanors taten so, als würden sie davonreiten. Curufin schoss jedoch mit Celegorms Bogen auf Lúthien und traf mit einem zweiten Schuss Beren. Huan verfolgte daraufhin die Brüder, die voller Furcht flohen.[11]

Celegorms Bruder Maedhros versammelte unter Maedhros' Bund Kräfte, um Morgoth zu besiegen. Celegorm zog mit in die fünfte Schlacht von Beleriand, die Nirnaeth Arnoediad. Celegorm und seine Brüder überlebten die Schlacht, trugen jedoch schwere Wunden davon.[15]

Nachdem Beren und Lúthien gestorben waren und der Silmaril in den Besitz ihres Sohnes Dior gelangt war, erwachte der Eid der Söhne Feanors erneut. Sie forderten Dior auf, ihnen den Silmaril herauszugeben. Als Dior Feanors Söhnen nicht antwortete, wiegelte Celegorm seine Brüder auf und sie griffen Doriath an. So kam es im Jahr 506 E. Z. (J. S.)[9] zum Zweiten Sippenmord, als sie Menegroth angriffen. Celegorm und Curufin fielen in diesem Kampf, ebenso wie ihr Bruder Caranthir. Den Silmaril konnten die Söhne Feanors jedoch nicht zurückgewinnen, da Diors Tochter Elwing mit ihm floh. Auch Dior wurde erschlagen und Celegorms grausame Diener setzten seine kleinen Söhne Eluréd und Elurín in der Wildnis aus.[10]

Stammbaum

Mahtan
Míriel
Finwe
Indis
Nerdanel
Feanor
Findis
Fingolfin
Írimë
Finarfin
Maedhros
Maglor
Celegorm
Caranthir
Curufin
Amrod
Amras
Celebrimbor

Werkgeschichte

  • In einer früheren Fassung der Quenta Sillmarillion fand sich der Name Celegorn für Celegorm.[16]
  • Im Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2 wird im Kapitel Das Nauglafring von dem Angriff auf Dior erzählt. Celegorms Tod ist hier näher beschrieben. Er wurde von hundert Pfeilen durchbohrt. In dieser Fassung überlebt sein Bruder Curufin.[17]
  • Im Leithian-Lied (Original Lay of Leithian) ist es Curufin und nicht sein Brunder Celegorm, der sich in Lúthien verliebt.[18]
  • Im Leithian-Lied ist es Celegorm und nicht Curufin, der die beiden Pfeile auf Lúthien abschießt.[19]

Anmerkungen

  1. In einer früheren Fassung wurde Celegorm mit langem, goldenem Haar (‚golden was his long hair‘) und leuchtendem Haar (‚gleaming hair‘) beschrieben. Sein Name war hier Cynegrim Fægerfeax, was mit hellhaarig (‚Fair-hair‘) übersetzt wird. Diese Beschreibung wurde aus dem Silmarillion entfernt, da die Noldor-Prinzen dort mit dunklem Haar dargestellt werden.
  2. Turcafinwe war der Vatername Celegorms und bedeutet „stark und kräftig“.
  3. Turko war die Kurzform von Turcafinwe.
  4. Tyelkormo ist der Muttername von Celegorm. Der Name bedeutet schnell aufspringend (‚hasty-riser‘) und nimmt möglicherweise Bezug auf sein aufbrausendes Temperament und seine Angewohnheit, plötzlich aufzuspringen, wenn er wütend wird.

Quellen

  1. 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel IX: Von der Verbannung der Noldor.
  2. 2,0 2,1 2,2 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Von Beleriand und seinen Reichen.
  3. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge: Namensregister, Celegorm
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel V: Von Eldamar und den Fürsten der Eldalië.
  5. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The Silmarillion. Index of Names.
  6. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. V The Lost Road and Other Writings. Part Two: Valinor and Middle-earth before the Lord of the Rings, Kapitel VI: Quenta Silmarillion, S. 299, 300.
  7. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel XI: The Shibboleth of Fëanor, S. 352.
  8. 8,0 8,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel XI: The Shibboleth of Fëanor, S. 353.
  9. 9,0 9,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Three: The Wanderings of Húrin and other Writings not forming Part of the Quenta Silmarillion, Kapitel V: The Tale of Years, S. 351.
  10. 10,0 10,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XX: Vom Untergang Doriaths.
  11. 11,0 11,1 11,2 11,3 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: Von Beren und Lúthien.
  12. 12,0 12,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel VII: Von den Silmaril und der Unruhe der Noldor.
  13. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIII: Von der Rückkehr der Noldor.
  14. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XVIII: Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende.
  15. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XX: Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad.
  16. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. V The Lost Road and Other Writings. Part Two: Valinor and Middle-earth before the Lord of the Rings, Kapitel VI: Quenta Silmarillion, S. 226.
  17. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. I The Book of Lost Tales, Part One. Kapitel IV: The Nauglafring, S. 241, 242.
  18. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. III The Lays of Beleriand. Kapitel III: The Lay of Leithian, Canto VIII: Lúthien in Nargothrond.
  19. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. III The Lays of Beleriand. Kapitel III: The Lay of Leithian, Canto X: The attack by Celegorm and Curufin, S. 265.


Söhne Feanors
MaedhrosMaglorCelegormCaranthirCurufinAmrodAmras