Leithian-Lied: Unterschied zwischen den Versionen

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Dies bedeutet etwa ''Die Taten von Beren, Sohn des Barahir, und Lúthien der Fee, genannt Tinúviel die Nachtigall, oder das Lied von Leithian, Erlösung aus den Banden''.
Dies bedeutet etwa ''Die Taten von Beren, Sohn des Barahir, und Lúthien der Fee, genannt Tinúviel die Nachtigall, oder das Lied von Leithian, Erlösung aus den Banden''.


''Leithian'', ''Erlösung aus den Banden'', bezieht sich vermutlich auf die Befreiung des Silmarils aus der Eisenkrone Morgoths.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto VIII</ref> ''Fay'' (''Fee'') ist eine Andeutung der Abstammung Lúthiens von der [[Maia]] [[Melian]].
''Leithian'', ''Erlösung aus den Banden'', bezieht sich vermutlich auf die Befreiung des Silmarils aus der Eisenkrone Morgoths.<ref name="Leithian XIII">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto XIII</ref> ''Fay'' (''Fee'') ist eine Andeutung der Abstammung Lúthiens von der [[Maia]] [[Melian]].


== Inhalt ==
== Inhalt ==
In der Mitte [[Beleriand]]s lag das [[Waldelben]]reich von [[Doriath]], das von [[Thingol]] von [[Menegroth]] aus regiert wurde. Es war ein reiches Land, aber nichts war dem König so tuer wie seine Tochter [[Lúthien]], die mit dem Musiker [[Daeron]] in den Wäldern tantzte und sang.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto I</ref>  
In der Mitte [[Beleriand]]s lag das [[Waldelben]]reich von [[Doriath]], das von [[Thingol]] von [[Menegroth]] aus regiert wurde. Es war ein reiches Land, aber nichts war dem König so tuer wie seine Tochter [[Lúthien]], die mit dem Musiker [[Dairon]] in den Wäldern tantzte und sang.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto I</ref> Nördlich von Beleriand lag das Reich [[Morgoth]]s, des Dunklen Herrschers, der in der uneinnehmbaren Festung [[Angband]] regierte und die verbliebenen [[Elbenfreunde]] unter den [[Menschen]] verfolgte. Unter diesen war [[Barahir (Vater Beren Erchamions)|Barahir]], sein Sohn [[Beren Erchamion|Beren]] und [[Barahirs Bande|zehn weitere Geächtete]]. Eines Tages jedoch fiel [[Eilinel]], die Frau [[Gorlim]]s, in Morgoths Hände. Gorlim verriet das Versteck der Geächteten an Morgoth, in der Hoffnung, Eilinel zurückzubekommen. Morgoth aber betrog Gorlim, dessen Frau bereits tot war, und tötete auch ihn. Die Geächteten wurden von Morgoths [[Orks]] erschlagen, nur Beren, der von Gorlims [[Fea|Geist]] gewarnt worden war, entkam.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto II</ref>


[[Beren Erchamion]], ein sterblicher [[Mensch]], floh aus seiner Heimat [[Dorthonion]], nachdem sein Vater [[Barahir (Vater Beren Erchamions)|Barahir]] und dessen letzten Gefährten von [[Morgoth]]s [[Ork]]s erschlagen worden waren. Durch Zufall betrat er Doriath. Dort verliebte er sich unsterblich in Lúthien.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto III</ref> Da Thingol eine Verbindung seiner Tochter mit einem Menschen ablehnte, stellte er Beren eine praktisch unmögliche Aufgabe: Er sollte ihm einen [[Silmaril]] bringen. Erst wenn Beren einen dieser legendären Edelsteine beschaffe, dürfe er Lúthien heiraten.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto IV</ref>
Durch Zufall betrat er Doriath. Dort sah er Lúthien, wie sie mit Dairon, [[Maglor]] und [[Tinfang Gelion]] musizierte, und verliebte sich in sie, doch die [[Elben]] flohen vor dem Fremden. Etwa ein halbes Jahr später, sah Beren Lúthien wieder und rief sie mit ''Tinúviel'' (Nachtigall) an. Nun verlibte sich auch Lúthien in ihn und sie küssten sich.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto III</ref> Sie tanzten durch die Wälder Doriaths, wobei sie von Dairon gesehen wurden, der daraufhin Thingol berichtete. Zornig stellte dieser seine Tochter zur Rede, diese aber erklärte ihm, Beren stamme aus dem [[Haus Beor]] und sei ein Feind Morgoths. Sie ließ ihn schwören, Beren unversehrt Menegroth betreten zu lassen. Dort angekommen bat Beren Thingol um die Hand Lúthiens. Thingol jedoch stellte ihm eine Bedingung für diese Verbindung: Er dürfe Lúthien heiraten, wenn er Thingol einen [[Silmaril]] bringe.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto IV</ref>


Die Silmaril waren vor langer Zeit von [[Feanor]] in [[Aman]] gefertigt worden, dann aber von Morgoth gestohlen, nachdem er am [[Aldudénië|Tag des Schicksals]] die [[Zwei Bäume]] [[Laurelin|Glingal]] und [[Telperion|Belthil]] zerstört hatte. Daraufhin hatten Feanor und [[Feanors Söhne|seine Söhne]] auf dem [[Tûn]] einen [[Eid Feanors|Eid]] geschworen, die Silmaril zurückzugewinnen. Morgoth war inzwischen in die [[Außenlande]] geflohen und sich in [[Angband]], der Eisenhölle, niedergelassen. Dort trug er die Silmaril in [[Eisenkrone|seiner Krone]]. Feanors Söhne waren ihm gefolgt und hatten einen Belagerungsring um Angband gelegt, der jedoch schließlich von Morgoths Streitkräften durchbrochten worden war.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto VI</ref>
Die Silmaril galten als die schönsten Edelsteine der Welt. Sie wurden vor langer Zeit von [[Feanor]] in [[Aman]] gefertigt, dann aber von Morgoth gestohlen, nachdem er am [[Aldudénië|Tag des Schicksals]] die [[Zwei Bäume]] [[Laurelin|Glingal]] und [[Telperion|Belthil]] zerstört hatte. Daraufhin hatten Feanor und [[Feanors Söhne|seine Söhne]] auf dem [[Tûn]] einen [[Eid Feanors|Eid]] geschworen, die Silmaril zurückzugewinnen. Morgoth war inzwischen in die [[Außenlande]] geflohen und sich in Angband, der Eisenhölle, niedergelassen. Dort trug er die Silmaril in [[Eisenkrone|seiner Krone]]. Feanors Söhne waren ihm gefolgt und hatten einen Belagerungsring um Angband gelegt, der jedoch schließlich von Morgoths Streitkräften durchbrochten worden war. Dabei war der Elbenfürst [[Felagund]] verwundet, von Berens Vater Barahir aber vor den Orks gerettet worden. Felagund hatte Barahir daraufhin [[Finrods Schwur|einen Eid der Freundschaft und des gegenseitigen Beistandes]] geschworen. Beren machte sich deshalb auf den Weg nach [[Nargothrond]], Felagunds Festung. Dort aber sprachen die [[Celegorm]] und [[Curufin]], zwei der Söhne Feanors, die in Nargothrond einigen Einfluss hatten, gegen Beren, da die Silmaril rechtmäßig ihnen zuständen. Felagund nahm daraufhin seine Krone ab und übertrug die Herrschaft über Nargothrond bis zu seiner Rückkehr seinem Bruder [[Orodreth (Elb)|Orodreth]].<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto VI</ref>


Beren machte sich auf nach Angband. Um zu verhindern, dass seine Tochter ihrem Geliebten folgte, ließ Thingol sie in ein Baumhaus sperren. Sie konnte jedoch nach einiger Zeit entkommen und machte sich auf die Suche nach Beren.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto V</ref>
Lúthien wurde derweil von ihrem Vater Thingol in einem Baumhaus eingesperrt, da sie Dairon mitgeteilt hatte, sie wolle Beren folgen. Dairon hatte sie daraufhin ein zweites Mal an Thingol verraten. Sie wob sich ein [[Curu|magisches]] Seil aus ihren Haaren, mit dem sie die Wachen einschläferte, sowie einen Mantel, und folgte so unerkannt Beren.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto V</ref>


Dieser erreichte inzwischen [[Nargothrond]], die Festung des Elbenkönigs [[Felagund]], der sich mit einigem Gefolge Beren anschloss, um [[Finrods Schwur|einen Eid]] zu erfüllen, den er einst Berens Vater geschworen hatte. Beren und Felagund gerieten in einen Hinterhalt und wurden von Morgoths Statthalter, dem [[Morgul|Nekromanten]] [[Thû]], gefangen genommen.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto VI</ref> Nach einem Duell zwischen Thû und Felagund, das mittels magischer Gesänge ausgetragen wurde, wurde die ganze Gemeinschaft ins Verlies geworfen. Dort sollte ein Wolf einen nach dem anderen fressen, bis jemand das Ziel der Reise verriete. Lúthien begegnete auf ihrer Suche nach Beren indessen den beiden [[gnom]]ische Prinzen [[Celegorm]] und [[Curufin]], die von dem Jagdhund [[Huan]] begleitet wurden.<ref name="Leithian VII">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto VII</ref>
Beren, Felagund und zehn Gefährten brachen nach Angband auf. Ein Zaubergesang Felagunds verlieh ihnen das Aussehen von Orks. Sie wurden jedoch von Morgoths Statthalter auf der Insel [[Tol-in-Gaurhoth]], dem [[Morgul|Nekromanten]] [[Thû]], erkannt und gefangen genommen. Thû und Felagund duellierten sich mit Zaubergesängen, bis Felagunds Kraft schwandt und Thû ihnen die Verkleidung nahm. Er ließ sie in ein Verlies werfen und drohte damit, sie nacheinander durch einen Wolf fressen zu lassen, wenn sie nicht das Ziel ihrer Reise preisgäben. Dennoch verriet ihm keiner der Gefährten ein Wort.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto VI</ref>


Sie nahmen Lúthien gefangen und wollten Felagund und mit ihm Beren ihrem Schicksal überlassen, um sich Felagunds Königreich anzueignen. Doch Huan, der aus dem [[Valar|göttlichen]] [[Valinor]] stammte, verließ seine Herren und befreite Lúthien. Zusammen erreichten die beiden die Festung Thûs auf [[Tol-in-Gaurhoth]], konnten den Zauberer mit vereinten Kräften überwinden und Beren befreien, doch für Berens Gefährten kam jede Hilfe zu spät: Sie waren von Thûs Wolf getötet worden. Als schließlich nur noch Felagund und Beren übrig geblieben waren, gelang es dem Elbenkönig, den Wolf mit bloßen Händen zu töten, doch  auch er selbst starb nach diesem Kampf.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto IX</ref> Beren und Lúthien brachen nun nach Doriath auf. An der Grenze des Königreichs angekommen wollte Beren sich von Lúthien trennen, um erneut seine Mission aufzunehmen, doch Lúthien bestand darauf, ihn zu begleiten. Die Entscheidung wurde vertagt, als Celegorm und Curufin erneut auftauchten und angriffen. Sie wurden mit Huans Hilfe in die Flucht geschlagen, aber ein Pfeil Celegorms verwundete Beren schwer. Lúthien konnte ihn nur mit ihrer Liebe und elbischer Heilkunst retten. Nach Berens Genesung beschlossen sie, sich zusammen auf die gefahrvolle Reise zu Morgoth zu begeben.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto X</ref>
Lúthien begegnete auf ihrer Suche nach Beren indessen Celegorms Jagdhund [[Huan]], der aus [[Valinor]] stammte und mit dem Celegorm und Curufin auf Jagd nach den [[Wölfe]]n Thûs gingen. Huan brachte Lúthien zu seinem Herrn, dem sie sich offenbarte, indem sie ihren Mantel ablegte, da sie annahm, in ihm einen Verbündeten getroffen zu haben. Celegorm und Curufin brachten sie nach Nargothrond, nahmen ihr jedoch den Mantel ab und setzten sie dort fest. Sie wollten Felagund im Verlies sterben lassen, damit sie selbst die Herrschaft über Nargothrond antreten könnten. Huan jedoch befreite Lúthien und gab ihr den Mantel zurück. Gemeinsam entkamen sie aus Nargothrond.<ref name="Leithian VII">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto VII</ref>


In Verkleidung als [[Werwolf]] und [[Vampir]]in erreichten sie ihr Ziel, doch das Tor zu Angband wurde von [[Carcharoth]], dem schrecklichsten aller Wölfe, bewacht.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto XII</ref> Lúthien gelang es mit Hilfe elbischer [[Curu|Magie]], den Wolf in Schlaf zu versetzen, so dass sie bis in den [[Tiefste Halle|Thronsaal Morgoths]] vordringen konnten. Morgoth durchschaute die Verkleidung, aber Lúthien konnte mit Gesang und Tanz sogar den dunklen Herren selbst und mit ihm den ganzen Hofstaat einschläfern. Beren schnitt einen Silmaril aus der Krone Morgoths, doch als er auch die beiden anderen Steine an sich nehmen wollte, brach sein Messer, und die Klinge traf Morgoth.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto XIII</ref> Dieser begann zu erwachen, so dass Beren und Lúthien mit einem Silmaril flohen. Am Tor trafen sie jedoch auf den wiedererwachten Carcharoth. Beren streckte ihm den heiligen Edelstein entgegen, aber der Wolf biss Berens Hand mitsamt dem Stein ab. An dieser Stelle endet das Leithian-Lied.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto XIV</ref>
Beren war inzwischen der Verzweiflung so nahe gekommen, das er mit dem Gedanken spielte, ihre Namen und Pläne zu verraten, wurde von Felagund jedoch davon abgebracht. Als alle Gefährten bis auf Felagund und Beren vom Wolf gefressen worden waren, gelang es Felagund, sich aus den Fesseln zu befreien und den Wolf, der nun Beren fressen wollte, mit bloßen Händen zu töten, wobei er jedoch selbst dem Gift des Wolfes erlag. Sterbend sang er ein Lied, das von Lúthien und Huan, die inzwischen auf Tol-in-Gaurhoth angekommen waren, beantwortet wurde. Als Thû dies hörte, sandte er Wölfe, die Huan einen nach dem anderen tötete. Als letztes kam [[Draugluin]], der, von Huan tödlich verwundet, Thû meldete, Huan sei gekommen. Da prophezeit worden war, Huan werde durch den mächtigsten aller Wölfe sterben, nahm Thû selbst Wolfsgestalt an, um diese [[Prophezeiung]] zu erfüllen. Doch Huan packte Thû an der Kehle, und welche Gestalt er nun auch annahm, entkam er doch nicht der Macht des Jagdhundes aus Valinor. Da drohte Lúthien Thû, ihn töten zu lassen, wenn er ihr nicht die Schlüssel zu seiner Festung gäbe. Thû willigte ein und nahm die Gestalt eines [[Vampir]]s an, in der er nach [[Dorthonion|Taur-na-Fuin]] floh. Unter den nun befreiten Gefangenen befand sich Beren jedoch nicht. Lúthien und Huan fanden ihn im Verlies bei der Leiche Felagunds.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto IX</ref> Beren und Lúthien begruben Felagund. Als die Nachrichten über das Geschehene nach Nargothrond kamen, verloren Celegorm und Curufin an Beliebtheit und wurden verbannt. Zornig machten sie sich auf die Suche nach Beren und Lúthien. Im Kampf versuchten sie, Lúthien zu entführen und Beren zu töten, doch Huan kam den Liebenden zu Hilfe und wehrte die beiden Brüder ab. Beren wurde von einem Pfeil Curufins verwundet, doch von Lúthien geheilt. Lúthien wollte Beren bei seiner gefährlichen Aufgabe helfen, doch dieser verließ sie, als sie schlief.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto X</ref>
 
Lúthien aber folgte Beren, den sie in [[Dor-na-Fauglith]] antraf. Auch Huan kam und legte ihnen die Körper einer großen [[Fledermaus]], wie sie Thûs Boten trugen, und Draugluins zu Füßen. Durch Lúthiens Magie hüllten sie sich in diese Gestalten und machten sich auf den Weg nach Angband.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto XI</ref> Vor dem Tor trafen sie auf [[Carcharoth]], den schrecklichsten aller Wölfe, der den als Draugluin verkleideten Beren grüßte. Jedoch bleib er skeptisch gegenüber Lúthien, die daraufhin einen Schlafzauber über ihn legte.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto XII</ref> Durch die labyrintische Pyramide von Angband erreichten sie schließlich den [[Tiefste Halle|Thronsaal Morgoths]]. Lúthien gab sich als [[Thuringwethil]], Botin Thûs, aus, Morgoth aber durchschaute die Lüge und entkleidete sie ihrer Gestalten, so dass sie unverkleidet vor ihm standen. Dann begann Lúthien zu singen, und Morgoth fragte sie, was sie wolle. Lúthien versuchte, ihm zu schmeicheln, er aber wollte sie in seinen Besitz bringen. Daraufhin sang und tanzte Lúthien, immer noch mit ihrem Zaubermantel bekleidet, so dass die Orks, [[Balrogs]] und schließlich auch Morgoth einschliefen. Sie weckte den ebenfalls schlafenden Beren, der mit einem Messer, das er Curufin abgenommen hatte, einen Silmaril aus der Krone Morgoths schnitt. Als er auch die beiden anderen Steine an sich nehmen wollte, brach das Messer und die Klinge traf Morgoth.<ref name="Leithian XIII"/> Dieser begann zu erwachen, so dass Beren und Lúthien mit einem Silmaril flohen. Am Tor trafen sie jedoch auf den wiedererwachten Carcharoth. Beren streckte ihm den heiligen Edelstein entgegen, aber der Wolf biss Berens Hand mitsamt dem Stein ab.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Canto XIV</ref> An dieser Stelle endet die Versfassung des Leithian-Liedes, von der weiteren Handlung sind nur prosaische Zusammenfassungen erhalten. Beren starb in Lúthiens Armen, sie aber entschloss sich, selbst sterblich zu werden und ihm in die [[Hallen von Mandos]] zu folgen. Sie lebten noch eine kurze Zeit in den Wäldern von [[Tol Galen]], bis sie zusammen [[Gabe Ilúvatars|verstarben]]. Über ihren Sohn [[Dior Eluchíl]] und dessen Tochter [[Elwing]] gelagte der Silmaril zu [[Earendil]], dem Vater [[Elrond]]s und [[Elros]]‘, des ersten Königs von [[Númenor]].<ref name="HDR I 11">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Erstes Buch, Elftes Kapitel: ''Ein Messer im Dunkeln''</ref>


== Form ==
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== Rezeption ==
== Rezeption ==
Das Leithian-Lied war in vielen Versionen und Kurzfassungen verbreitet. Eine prosaische Kurzfassung des Liedes findet sich auch in der [[Quenta Silmarillion]].<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Das Silmarillion]]''. Herausgegeben von Christopher Tolkien. ''Quenta Silmarillion'', XIX ''Von Beren und Lúthien''.</ref>
Das Leithian-Lied war in vielen Versionen und Kurzfassungen verbreitet. Eine prosaische Kurzfassung des Liedes findet sich auch in der [[Quenta Silmarillion]].<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Das Silmarillion]]''. Herausgegeben von Christopher Tolkien. ''Quenta Silmarillion'', XIX ''Von Beren und Lúthien''.</ref> Im [[gondor]]ischen ''Atanatárion'' fand sich die Geschichte als ''Narn Beren ion Barahir'' ([[Narn]] von Beren, dem Sohn Barahirs), auch als ''Narn e·Dinúviel'' (Narn der Nachtigall) bezeichnet.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]]: [[Morgoth’s Ring]]. (The History of Middle-earth, Band X), ''Myths transformed.''</ref>  


Eine Fassung in Versen sang [[Aragorn II.|Aragorn]] den [[Reisende|vier Hobbits]] im Lager unter der [[Amon Sûl|Wetterspitze]] vor.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Erstes Buch, Elftes Kapitel: ''Ein Messer im Dunkeln''</ref> Auch hatte Aragorn dieses Lied gesungen, als er zum ersten Mal [[Arwen]] erblickt hatte, die er daraufhin ''Tinúviel'' nannte. Beide stammten über [[Elwing]] und [[Dior Aranel]] von Beren und Lúthien ab.
Eine Fassung in Versen (in der Art eines elbischen ''[[Ann-thennath]]'') sang [[Aragorn II.|Aragorn]] den [[Reisende|vier Hobbits]] im Lager unter der [[Amon Sûl|Wetterspitze]] vor.<ref name="HDR I 11"/> Auch hatte Aragorn dieses Lied gesungen, als er zum ersten Mal [[Arwen]] erblickt hatte, die er daraufhin ''Tinúviel'' nannte. Beide stammten über [[Elwing]] und [[Dior Aranel]] von Beren und Lúthien ab.


Überhaupt gibt es Parallelen zwischen der Geschichte von Beren und Lúthien und der [[Geschichte von Aragorn und Arwen]]. Wie Beren in Lúthien verliebte sich der sterbliche Aragorn in die untersterbliche Arwen, wie Thingol stellte [[Elrond]] an die Verbindung Bedingungen, und wie Lúthien entschied sich Arwen, sterblich zu werden.<ref name="HDR A">[[J. R. R. Tolkien]]: [[Der Herr der Ringe]]. Anhang A: ''Die Númenórischen Könige''</ref> Auch kämpften Beren und Aragorn gegen den selben Feind, denn der Zauberer Thû war niemand anderes als [[Sauron]].<ref name="Leithian VII"/>
Überhaupt gibt es Parallelen zwischen der Geschichte von Beren und Lúthien und der [[Geschichte von Aragorn und Arwen]]. Wie Beren in Lúthien verliebte sich der sterbliche Aragorn in die untersterbliche Arwen, wie Thingol stellte [[Elrond]] an die Verbindung Bedingungen, und wie Lúthien entschied sich Arwen, sterblich zu werden.<ref name="HDR A">[[J. R. R. Tolkien]]: [[Der Herr der Ringe]]. Anhang A: ''Die Númenórischen Könige''</ref> Auch kämpften Beren und Aragorn gegen den selben Feind, denn der Zauberer Thû war niemand anderes als [[Sauron]].<ref name="Leithian VII"/>


== Etymologie ==
== Etymologie ==
Der Herkunft des Begriffs ''Leithian'' ist nicht eindeutig geklärt. Die wahrscheinlichste Bedeutung ''Release from Bondage'' stützt sich zunächst auf die Tatsache, das ''Lay of Leithian'' und ''Release from Bondage'' stets zusammen erwähnt werden. Solche Kombinationen von erfundenem „elbischen“ Namen und nachfolgender Übersetzung sind typisch für Tolkiens Werk. Außerdem existiert eine hastige Notiz Tolkiens über einen Wortstamm ''-leth'', „freisetzen“ mit ''leithia'', „Befreiung“, und dem Vergleich zu ''Lay of Leithian''. Da der Wortstamm ''-leth'' in dieser Bedeutung aber sonst in Tolkiens Schriften nicht auftaucht, fehlt der letzte Beweis, dass dies mehr als eine flüchtige Idee darstellt.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. Einleitung von Christopher Tolkien</ref> Im [[Buch der Verschollenen Geschichten]] wird [[England]] von den Elben ''Lúthien'', später ''Leithien'' (einmal auch ''Leithian'' genannt.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2]]''. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1999. (Im Original erschienen 1984 unter dem Titel ''The Book Of Lost Tales. Part Two''.). Kapitel 6: ''Die Geschichte von Eriol oder Ælfwine und das Ende der Geschichten''</ref> Es ist allerdings kein echter Hinweis Tolkiens auf eine Verwandtschaft von ''Leithien'' und ''Leithian'' bekannt.
Der Herkunft des Begriffs ''Leithian'' ist nicht eindeutig geklärt. Die wahrscheinlichste Bedeutung ''Release from Bondage'' stützt sich zunächst auf die Tatsache, das ''Lay of Leithian'' und ''Release from Bondage'' stets zusammen erwähnt werden. Solche Kombinationen von erfundenem „elbischen“ Namen und nachfolgender Übersetzung sind typisch für Tolkiens Werk. Außerdem existiert eine hastige Notiz Tolkiens über einen Wortstamm ''-leth'', „freisetzen“ mit ''leithia'', „Befreiung“, und dem Vergleich zu ''Lay of Leithian''. Da der Wortstamm ''-leth'' in dieser Bedeutung aber sonst in Tolkiens Schriften nicht auftaucht, fehlt der letzte Beweis, dass dies mehr als eine flüchtige Idee darstellt.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. Einleitung von Christopher Tolkien</ref> Im [[Buch der Verschollenen Geschichten]] wird [[England]] von den Elben ''Lúthien'', später ''Leithien'' (einmal auch ''Leithian'') genannt.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2]]''. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1999. (Im Original erschienen 1984 unter dem Titel ''The Book Of Lost Tales. Part Two''.). Kapitel 6: ''Die Geschichte von Eriol oder Ælfwine und das Ende der Geschichten''</ref> Es ist allerdings kein echter Hinweis Tolkiens auf eine Verwandtschaft von ''Leithien'' und ''Leithian'' bekannt.


== Werkgeschichte ==
== Werkgeschichte ==
Das Leithian-Lied ist das der Vollendung am nächsten kommende der großen epischen Gedichten des englischen Schriftstellers [[J. R. R. Tolkien]]. Die Gedichtformen der [[Narn i Hín Húrin]] und des [[Fall von Gondolin|Falls von Gondolin]] verblieben in unvollendeten Entwürfen.
Das Leithian-Lied ist das der Vollendung am nächsten kommende der großen epischen Gedichten des englischen Schriftstellers [[J. R. R. Tolkien]]. Die Gedichtformen der [[Narn i Hîn Húrin]] und des [[Fall von Gondolin|Falls von Gondolin]] verblieben in unvollendeten Entwürfen.


Tolkien arbeitete insgesamt sechs Jahre lang am ''Lay of Leithian'', bis er die Arbeit im September 1931 einstellte. Das ''Lay of Leithian'' existiert in zwei Textversionen:  
Tolkien arbeitete insgesamt sechs Jahre lang am ''Lay of Leithian'', bis er die Arbeit im September 1931 einstellte. Das ''Lay of Leithian'' existiert in zwei Textversionen:  
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* Text B ist ein sauberer Schreibmaschinentext, und enthält verschiedene Veränderungen und Verbesserungen gegenüber Text A. Diesen Text übergab Tolkien 1929 seinem Freund [[Clive Staples Lewis|C. S. Lewis]] zur Begutachtung. Lewis äußerte sich sehr positiv und verfasste einen ausführlichen Kommentar, viele seiner vorgeschlagenen Änderungen wurden von Tolkien übernommen.
* Text B ist ein sauberer Schreibmaschinentext, und enthält verschiedene Veränderungen und Verbesserungen gegenüber Text A. Diesen Text übergab Tolkien 1929 seinem Freund [[Clive Staples Lewis|C. S. Lewis]] zur Begutachtung. Lewis äußerte sich sehr positiv und verfasste einen ausführlichen Kommentar, viele seiner vorgeschlagenen Änderungen wurden von Tolkien übernommen.


1937 reichte dieser das Fragment zusammen mit einer Zusammenfassung der noch fehlenden Handlung und anderen Arbeiten beim Verlag [[George Allen & Unwin]] ein, der nach dem Überraschungerfolg des Kinderbuchs ''[[Der kleine Hobbit]]'' nach weiteren Geschichten verlangte. Die Reaktion [[Stanley Unwin]]s war jedoch vernichtend. In der Vermutung, in Tolkiens Zusammenfassung einen original keltischen Stoff vor sich zu haben, aus dem jemand versucht hatte, ein Gedicht zu machen, urteilte er: „die primitive Kraft ist verschwunden, die klaren Farben sind verschwunden“. Tolkien selbst, der auf Kritik häufig heftig reagierte, schrieb in einem Brief „trotz einiger virtuoser Passagen“ habe das ''Lay'' „tiefgehende Fehler“. Trotzdem kehrte Tolkien noch einmal zu seinem Gedicht zurück: Etwa im Jahr 1950 begann er eine Überarbeitung, die sich bald zu einem komplett neuen Gedicht entwickelte, das jedoch auch nicht über das Stadium eines Fragmentes von einigen 100 Zeilen hinauskam.
1937 reichte dieser das Fragment zusammen mit einer Zusammenfassung der noch fehlenden Handlung und anderen Arbeiten beim Verlag [[George Allen & Unwin]] ein, der nach dem Überraschungerfolg des Kinderbuchs ''[[Der kleine Hobbit]]'' nach weiteren Geschichten verlangte. Die Reaktion [[Stanley Unwin]]s war jedoch vernichtend. In der Vermutung, in Tolkiens Zusammenfassung einen original keltischen Stoff vor sich zu haben, aus dem jemand versucht hatte, ein Gedicht zu machen, urteilte er: „die primitive Kraft ist verschwunden, die klaren Farben sind verschwunden“. Tolkien selbst, der auf Kritik häufig heftig reagierte, schrieb in einem Brief „trotz einiger virtuoser Passagen“ habe das ''Lay'' „tiefgehende Fehler“. Trotzdem kehrte Tolkien noch einmal zu seinem Gedicht zurück: Etwa im Jahr 1950 begann er eine Überarbeitung, die sich bald zu einem komplett neuen Gedicht entwickelte, das jedoch auch nicht über das Stadium eines Fragmentes von einigen 100 Zeilen hinauskam.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Lays of Beleriand]].'' (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. ''The Lay of Leithian''. Einleitung von Christopher Tolkien</ref>


Das Gedicht wurde 2017 erstmals auch in deutscher Sprache im Buch ''[[Beren und Lúthien]]'' veröffentlicht.
Das Gedicht wurde 2017 erstmals auch in deutscher Sprache im Buch ''[[Beren und Lúthien]]'' veröffentlicht.
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== Links ==
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* Das Leithian-Lied/Streichers Lied wird erwähnt im [https://www.tolkienin5minuten.de/episode/011-erste-akademische-sporen Podcast Tolkien in 5 Minuten 011 Erste akademische Sporen]
* Das Leithian-Lied/Streichers Lied wird erwähnt im [https://www.tolkienin5minuten.de/episode/011-erste-akademische-sporen Podcast Tolkien in 5 Minuten 011 Erste akademische Sporen]
* [https://www.einschlafenintolkienswelt.de/67-067-leithian-lied 067 Leithian-Lied] – Folge 67 von [[Einschlafen in Tolkiens Welt]]


== Quellen ==
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[[Kategorie:Lieder]]
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Aktuelle Version vom 19. April 2026, 09:37 Uhr

Das Leithian-Lied (Original Lay of Leithian) ist das berühmteste und zweitlängste der Lieder, die von Beleriand im Ersten Zeitalter erzählen. Es handelt von der Liebesgeschichte zwischen Beren Erchamion und Lúthien und der Rückgewinnung eines der Silmaril aus Morgoths Eisenkrone.

Titel

Der komplette Titel lautet:

The Gest of Beren son of Barahir and Lúthien the Fay called Tinúviel the Nightingale or the Lay of Leithian Release From Bondage

Dies bedeutet etwa Die Taten von Beren, Sohn des Barahir, und Lúthien der Fee, genannt Tinúviel die Nachtigall, oder das Lied von Leithian, Erlösung aus den Banden.

Leithian, Erlösung aus den Banden, bezieht sich vermutlich auf die Befreiung des Silmarils aus der Eisenkrone Morgoths.[1] Fay (Fee) ist eine Andeutung der Abstammung Lúthiens von der Maia Melian.

Inhalt

In der Mitte Beleriands lag das Waldelbenreich von Doriath, das von Thingol von Menegroth aus regiert wurde. Es war ein reiches Land, aber nichts war dem König so tuer wie seine Tochter Lúthien, die mit dem Musiker Dairon in den Wäldern tantzte und sang.[2] Nördlich von Beleriand lag das Reich Morgoths, des Dunklen Herrschers, der in der uneinnehmbaren Festung Angband regierte und die verbliebenen Elbenfreunde unter den Menschen verfolgte. Unter diesen war Barahir, sein Sohn Beren und zehn weitere Geächtete. Eines Tages jedoch fiel Eilinel, die Frau Gorlims, in Morgoths Hände. Gorlim verriet das Versteck der Geächteten an Morgoth, in der Hoffnung, Eilinel zurückzubekommen. Morgoth aber betrog Gorlim, dessen Frau bereits tot war, und tötete auch ihn. Die Geächteten wurden von Morgoths Orks erschlagen, nur Beren, der von Gorlims Geist gewarnt worden war, entkam.[3]

Durch Zufall betrat er Doriath. Dort sah er Lúthien, wie sie mit Dairon, Maglor und Tinfang Gelion musizierte, und verliebte sich in sie, doch die Elben flohen vor dem Fremden. Etwa ein halbes Jahr später, sah Beren Lúthien wieder und rief sie mit Tinúviel (Nachtigall) an. Nun verlibte sich auch Lúthien in ihn und sie küssten sich.[4] Sie tanzten durch die Wälder Doriaths, wobei sie von Dairon gesehen wurden, der daraufhin Thingol berichtete. Zornig stellte dieser seine Tochter zur Rede, diese aber erklärte ihm, Beren stamme aus dem Haus Beor und sei ein Feind Morgoths. Sie ließ ihn schwören, Beren unversehrt Menegroth betreten zu lassen. Dort angekommen bat Beren Thingol um die Hand Lúthiens. Thingol jedoch stellte ihm eine Bedingung für diese Verbindung: Er dürfe Lúthien heiraten, wenn er Thingol einen Silmaril bringe.[5]

Die Silmaril galten als die schönsten Edelsteine der Welt. Sie wurden vor langer Zeit von Feanor in Aman gefertigt, dann aber von Morgoth gestohlen, nachdem er am Tag des Schicksals die Zwei Bäume Glingal und Belthil zerstört hatte. Daraufhin hatten Feanor und seine Söhne auf dem Tûn einen Eid geschworen, die Silmaril zurückzugewinnen. Morgoth war inzwischen in die Außenlande geflohen und sich in Angband, der Eisenhölle, niedergelassen. Dort trug er die Silmaril in seiner Krone. Feanors Söhne waren ihm gefolgt und hatten einen Belagerungsring um Angband gelegt, der jedoch schließlich von Morgoths Streitkräften durchbrochten worden war. Dabei war der Elbenfürst Felagund verwundet, von Berens Vater Barahir aber vor den Orks gerettet worden. Felagund hatte Barahir daraufhin einen Eid der Freundschaft und des gegenseitigen Beistandes geschworen. Beren machte sich deshalb auf den Weg nach Nargothrond, Felagunds Festung. Dort aber sprachen die Celegorm und Curufin, zwei der Söhne Feanors, die in Nargothrond einigen Einfluss hatten, gegen Beren, da die Silmaril rechtmäßig ihnen zuständen. Felagund nahm daraufhin seine Krone ab und übertrug die Herrschaft über Nargothrond bis zu seiner Rückkehr seinem Bruder Orodreth.[6]

Lúthien wurde derweil von ihrem Vater Thingol in einem Baumhaus eingesperrt, da sie Dairon mitgeteilt hatte, sie wolle Beren folgen. Dairon hatte sie daraufhin ein zweites Mal an Thingol verraten. Sie wob sich ein magisches Seil aus ihren Haaren, mit dem sie die Wachen einschläferte, sowie einen Mantel, und folgte so unerkannt Beren.[7]

Beren, Felagund und zehn Gefährten brachen nach Angband auf. Ein Zaubergesang Felagunds verlieh ihnen das Aussehen von Orks. Sie wurden jedoch von Morgoths Statthalter auf der Insel Tol-in-Gaurhoth, dem Nekromanten Thû, erkannt und gefangen genommen. Thû und Felagund duellierten sich mit Zaubergesängen, bis Felagunds Kraft schwandt und Thû ihnen die Verkleidung nahm. Er ließ sie in ein Verlies werfen und drohte damit, sie nacheinander durch einen Wolf fressen zu lassen, wenn sie nicht das Ziel ihrer Reise preisgäben. Dennoch verriet ihm keiner der Gefährten ein Wort.[8]

Lúthien begegnete auf ihrer Suche nach Beren indessen Celegorms Jagdhund Huan, der aus Valinor stammte und mit dem Celegorm und Curufin auf Jagd nach den Wölfen Thûs gingen. Huan brachte Lúthien zu seinem Herrn, dem sie sich offenbarte, indem sie ihren Mantel ablegte, da sie annahm, in ihm einen Verbündeten getroffen zu haben. Celegorm und Curufin brachten sie nach Nargothrond, nahmen ihr jedoch den Mantel ab und setzten sie dort fest. Sie wollten Felagund im Verlies sterben lassen, damit sie selbst die Herrschaft über Nargothrond antreten könnten. Huan jedoch befreite Lúthien und gab ihr den Mantel zurück. Gemeinsam entkamen sie aus Nargothrond.[9]

Beren war inzwischen der Verzweiflung so nahe gekommen, das er mit dem Gedanken spielte, ihre Namen und Pläne zu verraten, wurde von Felagund jedoch davon abgebracht. Als alle Gefährten bis auf Felagund und Beren vom Wolf gefressen worden waren, gelang es Felagund, sich aus den Fesseln zu befreien und den Wolf, der nun Beren fressen wollte, mit bloßen Händen zu töten, wobei er jedoch selbst dem Gift des Wolfes erlag. Sterbend sang er ein Lied, das von Lúthien und Huan, die inzwischen auf Tol-in-Gaurhoth angekommen waren, beantwortet wurde. Als Thû dies hörte, sandte er Wölfe, die Huan einen nach dem anderen tötete. Als letztes kam Draugluin, der, von Huan tödlich verwundet, Thû meldete, Huan sei gekommen. Da prophezeit worden war, Huan werde durch den mächtigsten aller Wölfe sterben, nahm Thû selbst Wolfsgestalt an, um diese Prophezeiung zu erfüllen. Doch Huan packte Thû an der Kehle, und welche Gestalt er nun auch annahm, entkam er doch nicht der Macht des Jagdhundes aus Valinor. Da drohte Lúthien Thû, ihn töten zu lassen, wenn er ihr nicht die Schlüssel zu seiner Festung gäbe. Thû willigte ein und nahm die Gestalt eines Vampirs an, in der er nach Taur-na-Fuin floh. Unter den nun befreiten Gefangenen befand sich Beren jedoch nicht. Lúthien und Huan fanden ihn im Verlies bei der Leiche Felagunds.[10] Beren und Lúthien begruben Felagund. Als die Nachrichten über das Geschehene nach Nargothrond kamen, verloren Celegorm und Curufin an Beliebtheit und wurden verbannt. Zornig machten sie sich auf die Suche nach Beren und Lúthien. Im Kampf versuchten sie, Lúthien zu entführen und Beren zu töten, doch Huan kam den Liebenden zu Hilfe und wehrte die beiden Brüder ab. Beren wurde von einem Pfeil Curufins verwundet, doch von Lúthien geheilt. Lúthien wollte Beren bei seiner gefährlichen Aufgabe helfen, doch dieser verließ sie, als sie schlief.[11]

Lúthien aber folgte Beren, den sie in Dor-na-Fauglith antraf. Auch Huan kam und legte ihnen die Körper einer großen Fledermaus, wie sie Thûs Boten trugen, und Draugluins zu Füßen. Durch Lúthiens Magie hüllten sie sich in diese Gestalten und machten sich auf den Weg nach Angband.[12] Vor dem Tor trafen sie auf Carcharoth, den schrecklichsten aller Wölfe, der den als Draugluin verkleideten Beren grüßte. Jedoch bleib er skeptisch gegenüber Lúthien, die daraufhin einen Schlafzauber über ihn legte.[13] Durch die labyrintische Pyramide von Angband erreichten sie schließlich den Thronsaal Morgoths. Lúthien gab sich als Thuringwethil, Botin Thûs, aus, Morgoth aber durchschaute die Lüge und entkleidete sie ihrer Gestalten, so dass sie unverkleidet vor ihm standen. Dann begann Lúthien zu singen, und Morgoth fragte sie, was sie wolle. Lúthien versuchte, ihm zu schmeicheln, er aber wollte sie in seinen Besitz bringen. Daraufhin sang und tanzte Lúthien, immer noch mit ihrem Zaubermantel bekleidet, so dass die Orks, Balrogs und schließlich auch Morgoth einschliefen. Sie weckte den ebenfalls schlafenden Beren, der mit einem Messer, das er Curufin abgenommen hatte, einen Silmaril aus der Krone Morgoths schnitt. Als er auch die beiden anderen Steine an sich nehmen wollte, brach das Messer und die Klinge traf Morgoth.[1] Dieser begann zu erwachen, so dass Beren und Lúthien mit einem Silmaril flohen. Am Tor trafen sie jedoch auf den wiedererwachten Carcharoth. Beren streckte ihm den heiligen Edelstein entgegen, aber der Wolf biss Berens Hand mitsamt dem Stein ab.[14] An dieser Stelle endet die Versfassung des Leithian-Liedes, von der weiteren Handlung sind nur prosaische Zusammenfassungen erhalten. Beren starb in Lúthiens Armen, sie aber entschloss sich, selbst sterblich zu werden und ihm in die Hallen von Mandos zu folgen. Sie lebten noch eine kurze Zeit in den Wäldern von Tol Galen, bis sie zusammen verstarben. Über ihren Sohn Dior Eluchíl und dessen Tochter Elwing gelagte der Silmaril zu Earendil, dem Vater Elronds und Elros‘, des ersten Königs von Númenor.[15]

Form

Das Lay of Leithian besteht aus 4.222 jambischen vierhebigen Versen in Reimpaaren, und ist in 14 Gesänge unterteilt.

Rezeption

Das Leithian-Lied war in vielen Versionen und Kurzfassungen verbreitet. Eine prosaische Kurzfassung des Liedes findet sich auch in der Quenta Silmarillion.[16] Im gondorischen Atanatárion fand sich die Geschichte als Narn Beren ion Barahir (Narn von Beren, dem Sohn Barahirs), auch als Narn e·Dinúviel (Narn der Nachtigall) bezeichnet.[17]

Eine Fassung in Versen (in der Art eines elbischen Ann-thennath) sang Aragorn den vier Hobbits im Lager unter der Wetterspitze vor.[15] Auch hatte Aragorn dieses Lied gesungen, als er zum ersten Mal Arwen erblickt hatte, die er daraufhin Tinúviel nannte. Beide stammten über Elwing und Dior Aranel von Beren und Lúthien ab.

Überhaupt gibt es Parallelen zwischen der Geschichte von Beren und Lúthien und der Geschichte von Aragorn und Arwen. Wie Beren in Lúthien verliebte sich der sterbliche Aragorn in die untersterbliche Arwen, wie Thingol stellte Elrond an die Verbindung Bedingungen, und wie Lúthien entschied sich Arwen, sterblich zu werden.[18] Auch kämpften Beren und Aragorn gegen den selben Feind, denn der Zauberer Thû war niemand anderes als Sauron.[9]

Etymologie

Der Herkunft des Begriffs Leithian ist nicht eindeutig geklärt. Die wahrscheinlichste Bedeutung Release from Bondage stützt sich zunächst auf die Tatsache, das Lay of Leithian und Release from Bondage stets zusammen erwähnt werden. Solche Kombinationen von erfundenem „elbischen“ Namen und nachfolgender Übersetzung sind typisch für Tolkiens Werk. Außerdem existiert eine hastige Notiz Tolkiens über einen Wortstamm -leth, „freisetzen“ mit leithia, „Befreiung“, und dem Vergleich zu Lay of Leithian. Da der Wortstamm -leth in dieser Bedeutung aber sonst in Tolkiens Schriften nicht auftaucht, fehlt der letzte Beweis, dass dies mehr als eine flüchtige Idee darstellt.[19] Im Buch der Verschollenen Geschichten wird England von den Elben Lúthien, später Leithien (einmal auch Leithian) genannt.[20] Es ist allerdings kein echter Hinweis Tolkiens auf eine Verwandtschaft von Leithien und Leithian bekannt.

Werkgeschichte

Das Leithian-Lied ist das der Vollendung am nächsten kommende der großen epischen Gedichten des englischen Schriftstellers J. R. R. Tolkien. Die Gedichtformen der Narn i Hîn Húrin und des Falls von Gondolin verblieben in unvollendeten Entwürfen.

Tolkien arbeitete insgesamt sechs Jahre lang am Lay of Leithian, bis er die Arbeit im September 1931 einstellte. Das Lay of Leithian existiert in zwei Textversionen:

  • Text A, ein Manuskript, das auf die Rückseiten von Prüfungsblättern geschrieben ist und, untypisch für Tolkien, sporadische Datierungen aufweist, die vom 1. April 1921 bis zum 17. September 1931 reichen.
  • Text B ist ein sauberer Schreibmaschinentext, und enthält verschiedene Veränderungen und Verbesserungen gegenüber Text A. Diesen Text übergab Tolkien 1929 seinem Freund C. S. Lewis zur Begutachtung. Lewis äußerte sich sehr positiv und verfasste einen ausführlichen Kommentar, viele seiner vorgeschlagenen Änderungen wurden von Tolkien übernommen.

1937 reichte dieser das Fragment zusammen mit einer Zusammenfassung der noch fehlenden Handlung und anderen Arbeiten beim Verlag George Allen & Unwin ein, der nach dem Überraschungerfolg des Kinderbuchs Der kleine Hobbit nach weiteren Geschichten verlangte. Die Reaktion Stanley Unwins war jedoch vernichtend. In der Vermutung, in Tolkiens Zusammenfassung einen original keltischen Stoff vor sich zu haben, aus dem jemand versucht hatte, ein Gedicht zu machen, urteilte er: „die primitive Kraft ist verschwunden, die klaren Farben sind verschwunden“. Tolkien selbst, der auf Kritik häufig heftig reagierte, schrieb in einem Brief „trotz einiger virtuoser Passagen“ habe das Lay „tiefgehende Fehler“. Trotzdem kehrte Tolkien noch einmal zu seinem Gedicht zurück: Etwa im Jahr 1950 begann er eine Überarbeitung, die sich bald zu einem komplett neuen Gedicht entwickelte, das jedoch auch nicht über das Stadium eines Fragmentes von einigen 100 Zeilen hinauskam.[21]

Das Gedicht wurde 2017 erstmals auch in deutscher Sprache im Buch Beren und Lúthien veröffentlicht.

Links

Quellen

  1. 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto XIII
  2. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto I
  3. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto II
  4. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto III
  5. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto IV
  6. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto VI
  7. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto V
  8. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto VI
  9. 9,0 9,1 J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto VII
  10. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto IX
  11. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto X
  12. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto XI
  13. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto XII
  14. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto XIV
  15. 15,0 15,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Erstes Buch, Elftes Kapitel: Ein Messer im Dunkeln
  16. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, XIX Von Beren und Lúthien.
  17. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien: Morgoth’s Ring. (The History of Middle-earth, Band X), Myths transformed.
  18. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang A: Die Númenórischen Könige
  19. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. Einleitung von Christopher Tolkien
  20. J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1999. (Im Original erschienen 1984 unter dem Titel The Book Of Lost Tales. Part Two.). Kapitel 6: Die Geschichte von Eriol oder Ælfwine und das Ende der Geschichten
  21. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Einleitung von Christopher Tolkien


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