Valarin: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Valarin''' (Englisch auch ''Valian'', [[Quenya]] ''Valya'' oder ''Lambë Valarinwa'') ist im [[Legendarium]] die Sprache der [[Valar]] und [[Maiar]].
'''Valarin''' (Englisch auch ''Valian'', [[Quenya]] ''Valya'' oder ''Lambë Valarinwa'') ist im [[Legendarium]] die Sprache der [[Valar]] und [[Maiar]].


== Ursprung ==
==Ursprung==
Die [[Ainur]] brauchten keine Sprache, um sich untereinander verständigen zu können, ebensowenig die Valar und Maiar, nachdem sie nach [[Ea]] gekommen waren. Doch so, wie sie sich auch [[Fana|Körper]] schufen, die denen der [[Eruhíni|Kinder Erus]] ähnelten, entwickelten sie eine eigene Sprache, das Merkmal der [[Mirroanwi]].<ref name="HME XI 4 D LV">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The War of the Jewels]]''. ([[The History of Middle-earth]], Band XI.) Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. HarperCollins, London 1992. PART FOUR: QUENDI AND ELDAR. Appendix D: ''*Kwen, Quenya, and the Elvish (especially Ñoldorin) words for ‘Language’''. ''Note on the ‘Language of the Valar’''</ref>


Die [[Ainur]] brauchten keine Sprache, um sich untereinander verständigen zu können, ebensowenig die Valar und Maiar, nachdem sie nach [[Ea]] gekommen waren – sie konnten gewissermaßen mittels „Telepathie“ kommunizieren. Dennoch entwickelten sie das Valarin, so wie sie sich auch Körper schufen, die denen der [[Eruhíni|Kinder Erus]] ähnelten.
==Klangbild==
Valarin klingt für die [[Eldar]] nicht angenehm. Es beinhaltet viele Laute, die für die [[Elben]] überirdisch und nicht nachahmbar sind. Dennoch übernahmen sie einige Worte in veränderter Form ins Quenya. Zu diesen Lauten gehören:
* æ, das wie ein ''ä'' ausgesprochen wird (z.b. im Valarin Namen [[Nahar]]s; Næχærra)
* ʒ, das wie ein stimmhaftes ''sch'' ausgesprochen wird, etwa wie das zweite ''g'' von ''Garage'',
* š, das wie ein stimmloses ''sch'' ausgesprochen wird,
* χ, das wie ein hartes ''ch'' ausgesprochen wird.<ref name="HME XI 4 D LV"/>


== Klangbild ==
Die Sprache der Valar benutzt nur wenige Konsonantenkombinationen, sodass meist abwechselnd ein Vokal und ein Konsonant gesprochen werden. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass Worte im Valarin oft sehr viele Silben haben (im Gegensatz zu den Eldarin-Sprachen).<ref name="HME XI 4 D LV"/>


Valarin klingt für die [[Eldar]] nicht unbedingt angenehm. Es beinhaltet viele Laute, die für die Elben überirdisch und nicht nachahmbar sind. Dennoch übernahmen sie einige Worte in veränderter Form ins Quenya.
==Wortbeispiele==
Die Sprache der Valar benutzt nur wenige Konsonantenkombinationen, sodass meist abwechselnd ein Vokal und ein Konsonant gesprochen werden. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass Worte im Valarin oft sehr viele Silben haben (im Gegensatz zu den Eldarin-Sprachen).
* ''Aʒūlēz'' ([[Aule]])
* ''Arōmēz'' ([[Orome]])
* ''Aþâraigas'' ([[Sonne]])
* ''Aþāraphelūn'' ([[Arda]])
* ''Ayanûz'' ([[Ainur|Ainu]])
* ''delgūmā'' (Kuppel, Quenya ''telluma'')
* ''Ezellôchâr'' ([[Ezellohar]])
* ''Ibrīniðilpathānezel'' ([[Telperion]])
* ''maχallam'' (Thron)
* ''Māχananaškād'' (Ring der Mächte, Quenya ''[[Máhanaxar]]'')
* ''Mānawenūz'' ([[Manwe]])
* ''Mirub'' (Wein, von diesem Wort leitet sich ''[[Miruvor]]'' ab)
* ''Næχærra'' ([[Nahar]])
* ''Ošošai'' ([[Osse]])
* ''Phanaikelūth'' ([[Mond]])
* ''Tulukhastāz'' ([[Tulkas]])
* ''Tulukhedelgorūs'' ([[Laurelin]])
* ''Ullubōz'' ([[Ulmo]])


== Sonstiges ==
==Sonstiges==
 
* Es scheint, als hätte [[J. R. R. Tolkien]] bei der Schreibung des Valarin nicht, wie in den Elbensprachen, das lateinische Alphabet verwendet und einigen Buchstaben andere Laute zugewiesen, sondern als hätte er Valarin in den Symbolen des [[wikipedia:de:Internationales Phonetisches Alphabet|Internationalen Phonetischen Alphabets]] (IPA) geschrieben. Allerdings verwandte er auch die [[Altenglische Sprache|altenglischen]] Zeichen ð und þ, die ein stimmhaftes bzw. stimmloses ''th'' darstellen.
*Das Valarin beeinflusste vermutlich sogar die [[Schwarze Sprache]] Mordors.
* Das Valarin wurde von [[Rúmil von Tirion]] erforscht. Seine Erkenntnisse kamen über [[Pengolodh]] nach [[Mittelerde]].<ref name="HME XI 4 D LV"/>


==Quellen==
==Quellen==
<references/>


*[[The War of the Jewels]]
[[Kategorie:Sprachen und Schriften]]
 
*[http://www.uib.no/People/hnohf/valarin.html Valarin – ''like the glitter of swords''] – Artikel auf [[Ardalambion]]


[[Kategorie:Sprachen und Schriften]]
[[en:Valarin]]
[[en:Valarin]]
[[fr:encyclo:langues:valarin]]
[[fr:encyclo:langues:valarin]]
[[fi:Valarin sanasto]]
[[fi:Valarin sanasto]]

Aktuelle Version vom 30. Juli 2026, 20:31 Uhr

Valarin (Englisch auch Valian, Quenya Valya oder Lambë Valarinwa) ist im Legendarium die Sprache der Valar und Maiar.

Ursprung

Die Ainur brauchten keine Sprache, um sich untereinander verständigen zu können, ebensowenig die Valar und Maiar, nachdem sie nach Ea gekommen waren. Doch so, wie sie sich auch Körper schufen, die denen der Kinder Erus ähnelten, entwickelten sie eine eigene Sprache, das Merkmal der Mirroanwi.[1]

Klangbild

Valarin klingt für die Eldar nicht angenehm. Es beinhaltet viele Laute, die für die Elben überirdisch und nicht nachahmbar sind. Dennoch übernahmen sie einige Worte in veränderter Form ins Quenya. Zu diesen Lauten gehören:

  • æ, das wie ein ä ausgesprochen wird (z.b. im Valarin Namen Nahars; Næχærra)
  • ʒ, das wie ein stimmhaftes sch ausgesprochen wird, etwa wie das zweite g von Garage,
  • š, das wie ein stimmloses sch ausgesprochen wird,
  • χ, das wie ein hartes ch ausgesprochen wird.[1]

Die Sprache der Valar benutzt nur wenige Konsonantenkombinationen, sodass meist abwechselnd ein Vokal und ein Konsonant gesprochen werden. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass Worte im Valarin oft sehr viele Silben haben (im Gegensatz zu den Eldarin-Sprachen).[1]

Wortbeispiele

Sonstiges

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 J. R. R. Tolkien: The War of the Jewels. (The History of Middle-earth, Band XI.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. PART FOUR: QUENDI AND ELDAR. Appendix D: *Kwen, Quenya, and the Elvish (especially Ñoldorin) words for ‘Language’. Note on the ‘Language of the Valar’