Valarin
Valarin (Englisch auch Valian, Quenya Valya oder Lambë Valarinwa) ist im Legendarium die Sprache der Valar und Maiar.
Ursprung
Die Ainur brauchten keine Sprache, um sich untereinander verständigen zu können, ebensowenig die Valar und Maiar, nachdem sie nach Ea gekommen waren. Doch so, wie sie sich auch Körper schufen, die denen der Kinder Erus ähnelten, entwickelten sie eine eigene Sprache, das Merkmal der Mirroanwi.[1]
Klangbild
Valarin klingt für die Eldar nicht angenehm. Es beinhaltet viele Laute, die für die Elben überirdisch und nicht nachahmbar sind. Dennoch übernahmen sie einige Worte in veränderter Form ins Quenya. Zu diesen Lauten gehören:
- æ, das wie ein ä ausgesprochen wird (z.b. im Valarin Namen Nahars; Næχærra)
- ʒ, das wie ein stimmhaftes sch ausgesprochen wird, etwa wie das zweite g von Garage,
- š, das wie ein stimmloses sch ausgesprochen wird,
- χ, das wie ein hartes ch ausgesprochen wird.[1]
Die Sprache der Valar benutzt nur wenige Konsonantenkombinationen, sodass meist abwechselnd ein Vokal und ein Konsonant gesprochen werden. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass Worte im Valarin oft sehr viele Silben haben (im Gegensatz zu den Eldarin-Sprachen).[1]
Wortbeispiele
- Aʒūlēz (Aule)
- Arōmēz (Orome)
- Aþâraigas (Sonne)
- Aþāraphelūn (Arda)
- Ayanûz (Ainu)
- delgūmā (Kuppel, Quenya telluma)
- Ezellôchâr (Ezellohar)
- Ibrīniðilpathānezel (Telperion)
- maχallam (Thron)
- Māχananaškād (Ring der Mächte, Quenya Máhanaxar)
- Mānawenūz (Manwe)
- Mirub (Wein, von diesem Wort leitet sich Miruvor ab)
- Næχærra (Nahar)
- Ošošai (Osse)
- Phanaikelūth (Mond)
- Tulukhastāz (Tulkas)
- Tulukhedelgorūs (Laurelin)
- Ullubōz (Ulmo)
Sonstiges
- Es scheint, als hätte J. R. R. Tolkien bei der Schreibung des Valarin nicht, wie in den Elbensprachen, das lateinische Alphabet verwendet und einigen Buchstaben andere Laute zugewiesen, sondern als hätte er Valarin in den Symbolen des Internationalen Phonetischen Alphabets (IPA) geschrieben. Allerdings verwandte er auch die altenglischen Zeichen ð und þ, die ein stimmhaftes bzw. stimmloses th darstellen.
- Das Valarin wurde von Rúmil von Tirion erforscht. Seine Erkenntnisse kamen über Pengolodh nach Mittelerde.[1]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 J. R. R. Tolkien: The War of the Jewels. (The History of Middle-earth, Band XI.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. PART FOUR: QUENDI AND ELDAR. Appendix D: *Kwen, Quenya, and the Elvish (especially Ñoldorin) words for ‘Language’. Note on the ‘Language of the Valar’
