Arod

Aus Ardapedia

Arod ist im Legendarium ein Pferd aus Rohan.

Beschreibung

Arod war ein kleines, leichtes, zugleich aber ungebärdiges und feuriges Pferd aus Rohan. Das Pferd gehörte ursprünglich den Rohirrim. Éomer, der Dritte Marschall der Mark, überließ Arod Legolas, damit dieser gemeinsam mit Aragorn und Gimli nach Merry und Pippin suchen konnte.

Obwohl Arod ungestüm war, erwies er sich unter Legolas als gehorsam und folgsam. Während des Ringkriegs trug er meist Legolas und Gimli.[1]

Legendarium

Während Aragorn, Legolas und Gimli auf der Suche nach den Hobbits Merry und Pippin waren, begegneten sie am 30. Februar 3019 D. Z.[2] einer Reiterschar Rohans. Ihr Anführer Éomer hatte mit seinen Reitern die Orks verfolgt, die Merry und Pippin gefangen genommen hatten. Obwohl Éomer den Gefährten zunächst misstrauisch gegenüberstand und ihnen erklärte, dass er ihnen nach den Gesetzen Rohans eigentlich keine Hilfe gewähren dürfe, ließ er sich von Aragorns Erklärung überzeugen. Da die Suche nach den Hobbits keinen Aufschub duldete, gestattete er den Gefährten, ihren Weg fortzusetzen, und lieh ihnen zwei Pferde.

Legolas erhielt Arod und Aragorn Hasufel. Legolas bat darum, Arod Sattel und Zügel abzunehmen. Zur Verwunderung der Rohirrim erwies sich der feurige Arod unter Legolas als zahm und ließ sich willig hierhin und dorthin führen. Dies entsprach der besonderen Fähigkeit der Elben, gutartige Tiere zu führen und zu lenken. Gimli wurde hinter Legolas hinaufgehoben und saß hinter ihm auf Arod, auch wenn er sich dabei nicht wohlfühlte. Éomer bat Aragorn, die Pferde nach Abschluss der Suche nach Edoras zurückzubringen. Aragorn versprach, dieser Bitte nachzukommen.

Während die drei Gefährten am Rand des Fangorn rasteten, rissen Arod und Hasufel ihre Pflöcke aus der Erde und verschwanden. Gimli vermutete, dass Saruman die Pferde vertrieben hatte.[1] Am folgenden Tag kehrten Arod und Hasufel jedoch zurück. Sie hatten sich Schattenfell angeschlossen, dem Pferd Gandalfs. Gandalf, Aragorn, Legolas und Gimli ritten auf den drei Pferden nach Rohan.[3] In Edoras erklärte Aragorn, dass Arod und Hasufel Éomer gehörten und ihm und seinen Gefährten lediglich geliehen worden waren. Damit hielt er sein Versprechen, die Pferde zurückzubringen.[4]

Arod blieb Legolas' Reittier und trug ihn nach Helms Klamm,[5] nach Isengart[6] und am 8. März 3019 D. Z. zu den Pfaden der Toten.[2] Halbarad, ein Waldläufer der Grauen Schar, befürchtete, dass kein Pferd das Tor zu den Pfaden durchschreiten würde.

Die Stärke Aragorns half den Reitern und ihren Pferden, ihre Angst zu überwinden und das Tor zu durchschreiten. Anrod jedoch scheute vor dem Eingang, zitterte und schwitzte. Erst als Legolas ihm die Hände über die Augen legte und ihm beruhigende Worte vorsang, ließ sich das Pferd beruhigen und folgte dem Elben in die Dunkelheit:

„ Dann legte ihm Legolas die Hände über die Augen und sang ihm einige Worte vor, die gedämpft klangen in der Düsternis, bis es sich führen ließ und mit Legolas hineinging. “

— J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux. 9. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2025. Buch V, Zweites Kapitel: Der Weg der Grauen Schar, S. 58.

Arod blieb auch auf dem weiteren Weg nach Gondor das Reittier von Legolas und Gimli.[7] Er begleitete sie während des Ringkriegs, einschließlich der Schlacht auf den Pelennor-Feldern und des Kampfes vor dem Schwarzen Tor. Nach dem Ringkrieg brachte Arod Legolas und Gimli auf ihrem Weg von Minas Tirith nach Edoras, wo König Théoden seine letzte Ruhestätte fand.[8]

Filmtrilogie

In der Filmtrilogie von Peter Jackson stellt Éomer, ebenso wie im Buch, Arod und Hasufel zur Verfügung. Das Pferd Arod wird von Hengst „Percy“ dargestellt.[Anm. 1][9] Während Hasufel in „Die Zwei Türme“ bei einem Angriff der Wargreiter von Aragorn getrennt wird, bleibt Arod Legolas' Reittier.[10]

Etymologie

Der Name Arod stammt aus dem Altenglischen, das bei Tolkien als sprachliches Vorbild für die Sprache der Rohirrim dient. Das altenglische Adjektiv arōd bedeutet ‚schnell‘, ‚geschwind‘ oder ‚bereit‘. Im Zusammenhang mit dem Pferd lässt sich der Name daher insbesondere mit „der Schnelle“ wiedergeben.[11][12]

Anmerkung

  1. ↑ Percy war eine Percheron-Kreuzung. Orlando Bloom, der Darsteller von Legolas, bezeichnete Percy als das freundlichste Pferd am Filmset.

Quellen

  1. ↑ 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch III, Zweites Kapitel: Die Reiter Rohans.
  2. ↑ 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang B, Die Aufzählung der Jahre: Die Grossen Jahre.
  3. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch III, Fünftes Kapitel: Der Weisse Reiter.
  4. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch III, Sechstes Kapitel: Der König der Goldenen Halle.
  5. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch III, Siebentes Kapitel: Helms Klamm.
  6. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch III, Neuntes Kapitel: Treibgut und Beute.
  7. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch V, Zweites Kapitel: Der Weg der Grauen Schar.
  8. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch VI, Sechstes Kapitel: Viele Abschiede.
  9. ↑ Horses of Rohan. Brego.net, abgerufen am 15. Oktober 2026.
  10. ↑ Peter Jackson: Der-Herr-der-Ringe-Filmtrilogie. New Line Cinema, WingNut Films.
  11. ↑ Wayne G. Hammond, Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader’s Companion. The Two Towers. Buch Drei, Kapitel II: The Riders of Rohan, Note 439.
  12. ↑ arod. Bosworth-Toller Anglo-Saxon Dictionary, abgerufen am 14. Oktober 2026.