Dagor Dagorath
| Geschichte Ardas |
Die Dagor Dagorath (Sindarin für Schlacht der Schlachten), auch Letzte Schlacht, ist der Beginn des Endes der Welt, die danach in der zweiten Musik der Ainur neu geschaffen wird. Mit dieser Prophezeiung endet das Legendarium.[1]
Beschreibung
Mandos prophezeite nach der Rückkehr der Elben nach Valinor und nach der Niederwerfung Morgoths eine Letzte Schlacht, die am Tag des Schicksals stattfinden werde.[2] Die Prophezeiung ist nur fragmentarisch erhalten.
Ablauf
In welchem Zeitalter Morgoth zurückkommt, ist nicht bekannt. Er wird durch das Tor der Nacht aus der Zeitlosen Leere kommen, wenn die Wachen schlafen, und Sonne und Mond zerstören.[2]
Earendil wird Morgoth aus dem Himmel vertreiben und Manwe vom Taniquetil herabsteigen.[3] Túrin, Húrins Sohn, wird aus den Hallen von Mandos kommen. Tulkas wird auf der Ebene von Valinor gegen Morgoth kämpfen, zu seiner Linken wird Túrin und zu seiner Rechten Eonwe stehen. Túrin wird mit Gurthang Morgoth am Ende endgültig erschlagen.[4]
Nach der Schlacht erstehen alle Elben wieder auf. Aule heilt mithilfe der Zwerge die Wunden, die diese Schlacht hinterlassen hat auf Erden.[5] Die drei Silmaril werden wieder aus Luft, Wasser und Erde geholt. Nun gibt Feanor Yavanna die Erlaubnis, mithilfe der Silmarilli das Licht der Zwei Bäume wieder zu entfachen. Die Pelóri werden abgerissen, damit sich das Licht der Bäume über Arda ergießen kann.[2]
Sonstiges
- Das Sternbild Menelmacar, welches einen Schwertträger darstellt, deutet auf die Schlacht hin.[6]
- Ar-Pharazôn und seine Männer werden bis zu diesem Tag in den Höhlen der Vergessenen gefangen sein.[7]
- Der Untergang von Númenor wurde von J. R. R. Tolkien als "Vorgeschmack" auf das Ende von Arda bezeichnet.[8]
- Saruman war der Überzeugung, dass der Eine Ring bis zum Ende im Anduin liegen werde.[9]
- Die Ideen zur Dagor Dagorath sind der nordischen Mythologie entnommen, in der in der letzten Schlacht (Ragnarök) auf der Wallstatt alle Menschen und Götter fallen und von Baldr wiedererweckt werden.[1]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien: Briefe. Ausgewählt und herausgegeben von Humphrey Carpenter mit der Hilfe von Christopher Tolkien. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 1991. (Im Original erschienen 1981 unter dem Titel Letters of J. R. R. Tolkien.) Brief 131
- ↑ 2,0 2,1 2,2 J. R. R. Tolkien: The Lost Road and Other Writings. (The History of Middle-earth, Band V.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. PART TWO: VALINOR AND MIDDLE-EARTH BEFORE THE LORD OF THE RINGS. VI: QUENTA SILMARILLION
- ↑ J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Teil Vier, II. Die Istari
- ↑ J. R. R. Tolkien: The Shaping of Middle-earth. (The History of Middle-earth, Band IV.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. III. THE QUENTA
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel II: Von Aule und Yavanna
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel III: Vom Erwachen der Elben und von Melkors Gefangenschaft
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Akallabêth. Der Untergang von Númenor
- ↑ J. R. R. Tolkien, Carl F. Hostetter: Natur und Wesen von Mittelerde. Dritter Teil: Die Welt und ihre Länder und Bewohner. Kapitel Die númenórische Katastrophe und das Ende des „physischen“ Aman
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Zweites Buch, Zweites Kapitel: Der Rat von Elrond.
