Halifirien

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Cirion spricht den Eid auf dem Halifirien. (Bild: Ted Nasmith)

Halifirien ist im Legendarium der höchste Leuchtfeuerberg von Gondor.[1]

Geographie

Der Halifirien war ein Berg, der im Weißen Gebirge, der Ered Nimrais, lag.[2]

Beschreibung

Der Halifirien war der höchste Berg des Nordausläufers der Ered Nimrais. Hinter ihm befand sich eine tiefe Schlucht, das Firiental, in dem der Meringbach entsprang. Um den fast gänzlich von Bäumen bewachsenen Berg lag der Firienwald, durch den sich die Große Weststraße zog.[1]

Im Dritten Zeitalter in den Tagen des Bündnisses zwischen Gondor und Rohan wurde auf dem Berg das westlichste der sieben Leuchtfeuer von Gondor errichtet.[3] Es lag 120 Meilen entfernt von dem Berg Nardol. In klaren Nächten konnte man von Halifirien aus dessen Leuchtfeuer sehen.[4] Zwischen beiden Bergen waren dennoch drei weitere Leuchtfeuerplätze angelegt worden: Erelas, Min-Rimmon und Calenhad.

Legendarium

In Gondor wurde der Berg Amon Anwar, Berg der Ehrfurcht, genannt, denn ‚‚ein Schauer von Ehrfurcht‘‘ lag auf ihm und den umliegenden Wäldern. Dies hatte mit einer besonderen Gedenkstätte zu tun, die sich auf dem Berg befand und zu der ein kleiner Pfad, der von der Großen Weststraße abzweigte, führte.

Der Pfad wand sich den Berg hinauf. Folgte man ihm, gelangte man an einen Ring von weißen Birken und dann zu einer steinernen Treppe, an deren Fuß sich eine kleine Höhlung befand. Die Treppe führte zum Gipfel des Berges, einem großen, ovalförmigen Rasenplatz. An seinem östlichen Rand gab es einen kleinen Hügel, der von Immertreu bewachsen war. Vor diesem Hügel lag ein schwarzer Stein, in den die Buchstaben L*ND*L geschrieben waren: Die geheime Grabstätte Elendils.[1]

Auf Befehl Isildurs hüteten die Könige von Gondor und später die Truchsessen den Berg und das dortige Grab Elendils als ein Geheimnis, damit niemand die Ruhe Elendils stören sollte.[5]

An diesem Ort wurde der Eid von Eorl geleistet und später zwischen König Elessar und Éomer erneuert.[6]

Nachdem Cirion 2510 D. Z. den Éothéod die Provinz Calenardhon schenkte, lag der Amon Anwar nicht mehr im Mittelpunkt Gondors, sondern an der Grenze zum neuen Königreich Rohan. Cirion entfernte daraufhin die Grabstätte Elendils. Der Berg wurde nun Teil einer Kette von sieben Leuchtfeuerbergen von Gondor.[5]

Laut der Abmachung zwischen Cirion und Eorl sollte die Bewachung des Berges gleichsam von Eorlingas und Truchsessen übernommen werden. Später jedoch wurden die Hüter von Anwar sämtlich von den Rohirrim gestellt.[1]

Etymologie

Der Prä-Númenórische Name des Berges lautete Eilenaer und war offensichtlich etymologisch mit Eilenach, dem Namen eines weiteren Leuchtfeuerbergs verwandt.[4]

Er wurde nach der Einrichtung der Grabstätte für Elendil durch den Namen Amon Anwar abgelöst. Dies ist Sindarin mit der Bedeutung Berg der Ehrfurcht, zusammengesetzt aus Amon – ‚Berg‘[7] und Anwar – ‚Ehrfurcht‘.[8]

Das rohirrische Halifirien ist eine modernisierte Schreibweise des angelsächsischen hálig-firgen und bedeutet ‚Heiliger Berg‘. Das ‚g‘ in ‚firgen‘. wird hier wie deutsches ‚y‘ ausgesprochen.[9]

Filmtrilogie

In Teil 3 der Der-Herr-der-Ringe-Filmtrilogie sieht Aragorn von Edoras, der Hauptstadt Rohans, aus das Leuchtfeuer des Halifirien.[10]

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil III: Das Dritte Zeitalter, II. Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan, (3) Ciron und Eorl
  2. Karen Wynn Fonstad: The Atlas of Tolkien’s Middle-earth Das Weiße Gebirge, S. 88f
  3. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Fünftes Buch, Erstes Kapitel: Minas Tirith
  4. 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil III: Das Dritte Zeitalter, II. Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan, Anmerkung 51
  5. 5,0 5,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil III: Das Dritte Zeitalter, II. Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan, (4) Die Überlieferung Isildurs
  6. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang A. II.: The House of Eorl
  7. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge: Elemente in den Quenya- und Sindarin.
  8. Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen zu Anwar
  9. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil III: Das Dritte Zeitalter, II. Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan, Anmerkung 33
  10. Peter Jackson: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (2003). New Line Cinema, Metro-Goldwyn-Mayer, WingNut Films.

Leuchtfeuerberge von Gondor
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