Maiar: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 1. August 2026, 18:04 Uhr
Die Maiar (Quenya für ‚Die Schönen‘) waren ein Teil jener Ainur, die in Ea eintraten. Sie waren von gleicher Art wie die Valar, doch meist schwächer und niederen Ranges. In Valinor bildeten sie das Gefolge und die Dienerschaft der Valar.
Volk
Beschreibung
Die Maiar hatten keine körperliche Gestalt, konnten sich jedoch wie die Valar in eine Fana kleiden. In Mittelerde blieben die meisten Maiar unsichtbar, anders als in Aman[1].
Melkor gelang es, viele der Maiar auf seine Seite zu ziehen. Manche wurden von seinem Glanz und seiner Macht angezogen, andere machte er sich später mit Lügen und tückischen Gaben gefügig. Der mächtigste unter diesen war Sauron. Auch die Balrogs gehörten ursprünglich zu den Maiar (siehe Úmaiar).[2].
Die Maiar waren nach Rang und Aufgabe sehr verschieden. Manche von ihnen waren fast ebenso mächtig wie ihre Gebieter, andere wiederum waren dienstbare Geister der schlichtesten Art. Die Istari waren Zauberer, die den Menschen Beistand gegen die Mächte des Bösen leisten sollten.[1]
Bekannte Maiar
Obwohl weitaus zahlreicher als die Valar, waren nur wenige Maiar namentlich bekannt. Die mächtigsten Maiar waren Eonwe, der Bannerträger Manwes, und Ilmare, die Zofe Vardas. Den Kindern Ilúvatars am bekanntesten waren Osse und Uinen, Maiar Ulmos.[1] Die Maia der Sonne ist Arien, der des Mondes Tilion, heute als Mann im Mond bekannt. Die bekannten Maiar in Mittelerde waren Melian und die Istari Curumo (Saruman), Olórin (Gandalf), Aiwendil (Radagast), Alatar und Pallando.
Zu den Maiar sind außerdem die großen Adler wie Thorondor und Gwaihir zu zählen.[3][4]
Werkgeschichte
In der frühen Fassung wurden Fionwe (später Eonwe) und Erinti (später Ilmare) noch als Geschwister und Kinder von Manwe und Varda bezeichnet, ebenso galt Telimektar als der Sohn von Tulkas und Nessa, Nieliqui als Tochter von Orome (der wiederum der Sohn Aules und Yavannas war) und Vana und Kosomot (später Gothmog) als der Sohn von Melkor und Ulbandi. Diese Ainur wurden als Kinder der Valar (Quenya Valarindi) bezeichnet, andere Ainur wurden niedere Vali genannt. Später änderte Tolkien seine Meinung darüber, dass die Götter Kinder haben könnten und änderte Eonwe, Ilmare und Gothmog in nur mehr reine Diener der Valar um. Nieliqui wird in späteren Texten nicht mehr erwähnt, Telimektar tritt noch als Name des Sternbildes Menelmacar auf, wird jedoch mit keinem Wort mehr als einer der Ainur bezeichnet.[5]
Zu den niederen Vali gehörten:
- Die Manir und Suruli – Sylphen der Luft und des Windes, Diener Manwes und Vardas.[5]
- Die Oarni, Falmaríni und Wingildi – Geister der Gischt und der Brandung des Meeres und Seejungfrauen, Diener Ónens und Osses.[5]
- Die Nermir, Tavari, Nandini und Orossi – Geister der Auen, Wälder, Täler und Berge, das Gefolge Palúriens.[5]
- Die Diener des Mandos, schattenhafte Geister aus den Hallen von Mandos. Einer dieser Geister trat zu Melkor über und wurde von ihm vor seiner Verbannung als Bote zu den Valar gesandt, wo er von Tulkas erschlagen wurde.[5]
Zu den Uvanimor, den Dienern Melkos, hingegen zählen Oger, Riesen und „eisige Wesen kalt wie er selbst“.[5]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 1,2 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (Hrsg.): Das Silmarillion, Valaquenta. Von den Maiar
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (Hrsg.): Das Silmarillion, Valaquenta. Von den Feinden
- ↑ J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, I Vom Anbeginn der Tage.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Carl F. Hostetter: Natur und Wesen von Mittelerde. Dritter Teil: Die Welt und ihre Länder und Bewohner. Kapitel 8: Manwes Bannspruch
- ↑ 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1999. (Im Original erschienen 1983 unter dem Titel The Book Of Lost Tales. Part One.). III. Die Ankunft der Valar und die Gründung von Valinor
