Die Wässer: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Die Wässer''' ''(original: The Water; Scherf: Das Wasser)''
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'''Die Wässer''' (Original ''The Water'') ist im [[Legendarium]] ein Fluss im [[Auenland]].


''Fluss im Auenland''
== Geographie ==
Die Wässer war der Hauptfluss des [[Auenland]]es und ein Zufluss des [[Baranduin|Brandyweins]]. Sie entsprang im [[Nordviertel]] in den [[Nordmoore|Nordmooren]] an den Ausläufern der [[Evendim-Berge]]. Von dort strömte sie südwärts durch [[Nadelhohl]] und speiste mit zwei Armen das sumpfige Gebiet des [[Binsenmoor]]es. Anschließend wand sie sich nach Südosten, durchfloss [[Hobbingen]] und [[Wasserau]] und war sowohl Zufluss als auch Abfluss des [[Wasserauer See]]s. Im weiteren Verlauf nahm die Wässer eine überwiegend östliche Richtung ein, annähernd parallel zur [[Oststraße (Drittes Zeitalter)|Oststraße]]. Nördlich von [[Froschmoorstetten]] teilte sie sich erneut in zwei Arme, zwischen denen sich ein Sumpfgebiet erstreckte. Sie floss nördlich von [[Balgfurt (Ort)|Balgfurt]] und [[Weißfurchen]] durch [[Brückenfelde]] und mündete schließlich nördlich der [[Brandyweinbrücke]] in den Brandywein.<ref name=“Karte“></ref><ref>[[Karen Wynn Fonstad]]: ''[[Historischer Atlas von Mittelerde|The Atlas of Tolkien's Middle-Earth]]''. Regional Maps: ''The Shire''</ref>


==Geographie==
== Beschreibung ==
'''Die Wässer''' ist ein Nebenfluss des [[Baranduin]]s im [[Auenland]] und ist ca. 70 Meilen lang.
Durch ihren Lauf prägte die Wässer das liebliche Tal der Wässer mit seinen Ortschaften und Dörfern. Westlich von Hobbingen war die Wässer nur ein gewundenes schmales Band. An ihren Ufern wuchsen dort gebückte Erlen.<ref name=“HdR1,3“>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch III, Erstes Kapitel: ''Drei Mann hoch''</ref>
Sie entspringt im [[Nordviertel]] in den [[Nordmoore|Nordmooren]] bei den Ausläufern der [[Emyn Uial|Evendimberge]]. Die erste Siedlung, die sie in der Nähe ihrer Quelle durchströmt, ist [[Langcleeve]]. Sie fließt weiter nach Süd-Osten durch [[Nadelhohl]] und das [[Binsenmoor]], wo sie sich kurzfristig in zwei Teile teilt. Etliche Meilen vor [[Hobbingen]] ändert die Wässer ihre Richtung gen Osten, dort ist sie nur ein schmaler, gewunder schwarzer Streifen und an den Ufern mit überhängenden [[Erlen]] bestanden. Sie strömt dann weiter durch Hobbingen, bildet  bei [[Wasserau]] den [[Wasserauer See]], in den ein weiterer kleiner Nebenfluss mündet, und fließt von dort aus parallel zur [[Oststraße, Drittes Zeitalter|Oststraße]] weiter, an [[Froschmoorstetten]] vorbei, wo sie sich erneut kurz in zwei Ströme aufteilt. Weiter geht es an [[Balgfurt]] vorbei, durch das Gebiet des [[Brückengau|Brückengaus]], um dann schließlich oberhalb der Brandyweinbrücke in den Baranduin zu münden.


==Überquerungsmöglichkeiten==
In Hobbingen befand sich nahe der Brücke über die Wässer eine Wasserradmühle, die [[Alte Mühle]].<ref name=“HdR6,8“>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch VI, Achtes Kapitel: ''Die Befreiung des Auenlandes''</ref><ref>[[Wayne G. Hammond]], [[Christina Scull]]: ''[[Die Kunst des Hobbit|The Art of the Hobbit by J.R.R. Tolkien]]''. ''The Hill : Hobbiton'', S. 32, 33</ref>
Es gibt 6 bekannte Stellen, an denen der Fluss leicht überquert werden kann.
* In der Nähe seiner Quelle bei Langcleeve.
* Die nächste Möglichkeit ist bei Nadelhohl.
* In Hobbingen gibt es sogar eine Brücke, über die man den Fluss trockenen Fußes überqueren kann, um nach [[Beutelsend]] zu gelangen.
* Im Westen von Hobbingen gibt es einen schmalen Steg, der über den Fluss führt.
* Desweiteren ist es möglich, zwischen Hobbingen und [[Froschmoorstetten]] die Straße nach [[Hafergut]] zu nehmen und den Fluss zu überqueren.
* Die letzte Möglichkeit ist die [[Balgfurt (Furt)|Balgfurt]] bei [[Balgfurt]].


==Sonstiges==
== Bekannte Brücken ==
In Hobbingen steht [[Sandigmann (der Müller)|Sandigmanns]] Mühle an der Nordseite '''der Wässer''' in der Nähe der Brücke.
*Eine schmale Holzbrücke, westlich von Hobbingen.<ref name=“HdR1,3“></ref>
*Eine Holzbrücke in Hobbingen.<ref name=“ReadCom“></ref>
*Die [[Balgfurt (Furt)|Balgfurt]], eine Furt durch die Wässer beim gleichnamigen Ort [[Balgfurt (Ort)|Balgfurt]].<ref>[[Wayne G. Hammond]], [[Christina Scull]]: ''[[The Lord of the Rings: A Reader’s Companion]]''. The Fellowship of the Ring. Buch Eins, Kapitel V: ''A Conspiracy Unmasked'', S. 119</ref>
*Eine Brücke der Straße, die westlich von Froschmoorstetten nach [[Hafergut]] führte.<ref name=“Karte“></ref>
*Eine Brücke über die Straße, die von Weißfurchen nach [[Schären]] führte.<ref name=“Karte“></ref>


==Hintergrund==
== Legendarium ==
* Am Abend des [[23. September]] 3018 [[Drittes Zeitalter|D.Z.]] überquert [[Frodo]] mit [[Sam]] den schmalen Steg bei Hobbingen auf dem Weg nach Bree. Als sie das Grünbergland erklimmen, dreht sich Frodo nochmals um und blickt zurück ins Tal der Wässer.  
Am [[22. September]] 3018 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] (1418 [[Auenland-Kalender|A. Z.]]) gab [[Gandalf]] auf dem [[Bilbos Abschiedsfest|Geburtstagsfest]] von [[Bilbo Beutlin|Bilbo]] und [[Frodo Beutlin]]  ein großes Feuerwerk. Ein Teil davon bildete silberne Speere, die in die Wässer herab schossen und dabei zischten wie hundert feurige Schlangen.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Buch I, Erstes Kapitel: ''Ein lang erwartetes Fest''</ref>
* Während des Ringkrieges 3019 D.Z. wurde Sandigmanns Mühle durch ein Backsteingebäude ersetzt, von dem aus der Fluss bis zur Mündung in den Baranduin völlig verschmutzt wurde. Nach der Schlacht von Wasserau wurde diese neue Mühle abgerissen und das Wasser strömte wieder klar durch das Auenland.


==Quellen==
Bilbo und Frodo durchstreiften auf ihren Spaziergängen häufig das Tal der Wässer. Dort lehrte Bilbo Frodo ein Wanderlied, dessen Text er selbst verfasst hatte, zu einer Melodie, die so „alt wie die Berge“ war.
* [[Der Herr der Ringe]], Buch VI, Kapitel VIII: "Die Befreiung des Auenlandes"
 
* [[Frodos Reisen]], [[Klett-Cotta]], 1982
Als [[Frodo Beutlin]], [[Samweis Gamdschie]] und [[Peregrin Tuk]] am [[23. September]] 3018 D. Z. (1418 A. Z.) Hobbingen verließen und die ersten Hänge der [[Grünberge]] hinaufgestiegen waren, wandte sich Frodo noch einmal um und winkte dem Tal der Wässer zum Abschied.<ref name=“HdR1,3“></ref>
* [[Historischer Atlas von Mittelerde]], Karte: "Das Auenland"
 
Während des [[Ringkrieg]]es im Jahre 3019 D. Z. (1419 A. Z.) wurde die Alte Mühle durch ein großes Ziegelsteingebäude ersetzt, das die Wässer überwölbte. Aus dem Gebäude strömte eine dampfende, übelriechende Flüssigkeit, die sowohl die Wässer als auch den Brandywein verunreinigte. Nach der [[Schlacht von Wasserau]] wurde die neue Mühle abgerissen, und das Wasser floss wieder klar durch das Auenland.<ref name=“HdR6,8“></ref><ref>[[Karen Wynn Fonstad]]: ''[[Historischer Atlas von Mittelerde|The Atlas of Tolkien's Middle-Earth]]''. The Lord of the Rings: ''Hobbiton and Bag End''</ref>
 
== Etymologie ==
In seinem unvollendeten Index vermerkte [[J. R. R. Tolkien]], dass ''The Shire-water'' der volle Name der ''Wässer'' gewesen sei.<ref name=“ReadCom“></ref>
 
== Quellen ==
<references/>


[[Kategorie:Flüsse]]
[[Kategorie:Flüsse]]
[[en:The Water]]
[[fi:Virta]]
[[fr:encyclo/geographie/eaux/eriador/eau]]

Aktuelle Version vom 14. Februar 2026, 11:28 Uhr

Wässer
Eckdaten
Andere Namen Das Wasser[1]
Auenland-Wässer[2]
Ort Auenland[3]
Typ Fluß

Die Wässer (Original The Water) ist im Legendarium ein Fluss im Auenland.

Geographie

Die Wässer war der Hauptfluss des Auenlandes und ein Zufluss des Brandyweins. Sie entsprang im Nordviertel in den Nordmooren an den Ausläufern der Evendim-Berge. Von dort strömte sie südwärts durch Nadelhohl und speiste mit zwei Armen das sumpfige Gebiet des Binsenmoores. Anschließend wand sie sich nach Südosten, durchfloss Hobbingen und Wasserau und war sowohl Zufluss als auch Abfluss des Wasserauer Sees. Im weiteren Verlauf nahm die Wässer eine überwiegend östliche Richtung ein, annähernd parallel zur Oststraße. Nördlich von Froschmoorstetten teilte sie sich erneut in zwei Arme, zwischen denen sich ein Sumpfgebiet erstreckte. Sie floss nördlich von Balgfurt und Weißfurchen durch Brückenfelde und mündete schließlich nördlich der Brandyweinbrücke in den Brandywein.[3][4]

Beschreibung

Durch ihren Lauf prägte die Wässer das liebliche Tal der Wässer mit seinen Ortschaften und Dörfern. Westlich von Hobbingen war die Wässer nur ein gewundenes schmales Band. An ihren Ufern wuchsen dort gebückte Erlen.[5]

In Hobbingen befand sich nahe der Brücke über die Wässer eine Wasserradmühle, die Alte Mühle.[6][7]

Bekannte Brücken

  • Eine schmale Holzbrücke, westlich von Hobbingen.[5]
  • Eine Holzbrücke in Hobbingen.[2]
  • Die Balgfurt, eine Furt durch die Wässer beim gleichnamigen Ort Balgfurt.[8]
  • Eine Brücke der Straße, die westlich von Froschmoorstetten nach Hafergut führte.[3]
  • Eine Brücke über die Straße, die von Weißfurchen nach Schären führte.[3]

Legendarium

Am 22. September 3018 D. Z. (1418 A. Z.) gab Gandalf auf dem Geburtstagsfest von Bilbo und Frodo Beutlin ein großes Feuerwerk. Ein Teil davon bildete silberne Speere, die in die Wässer herab schossen und dabei zischten wie hundert feurige Schlangen.[9]

Bilbo und Frodo durchstreiften auf ihren Spaziergängen häufig das Tal der Wässer. Dort lehrte Bilbo Frodo ein Wanderlied, dessen Text er selbst verfasst hatte, zu einer Melodie, die so „alt wie die Berge“ war.

Als Frodo Beutlin, Samweis Gamdschie und Peregrin Tuk am 23. September 3018 D. Z. (1418 A. Z.) Hobbingen verließen und die ersten Hänge der Grünberge hinaufgestiegen waren, wandte sich Frodo noch einmal um und winkte dem Tal der Wässer zum Abschied.[5]

Während des Ringkrieges im Jahre 3019 D. Z. (1419 A. Z.) wurde die Alte Mühle durch ein großes Ziegelsteingebäude ersetzt, das die Wässer überwölbte. Aus dem Gebäude strömte eine dampfende, übelriechende Flüssigkeit, die sowohl die Wässer als auch den Brandywein verunreinigte. Nach der Schlacht von Wasserau wurde die neue Mühle abgerissen, und das Wasser floss wieder klar durch das Auenland.[6][10]

Etymologie

In seinem unvollendeten Index vermerkte J. R. R. Tolkien, dass The Shire-water der volle Name der Wässer gewesen sei.[2]

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Erstes Kapitel: Eine unvorhergesehene Gesellschaft
  2. 2,0 2,1 2,2 Wayne G. Hammond, Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader’s Companion. The Fellowship of the Ring. Buch Eins, Kapitel I: A Long-Expected Party, S. 66
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Prolog: Ein Teil des Auenlands
  4. Karen Wynn Fonstad: The Atlas of Tolkien's Middle-Earth. Regional Maps: The Shire
  5. 5,0 5,1 5,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch III, Erstes Kapitel: Drei Mann hoch
  6. 6,0 6,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch VI, Achtes Kapitel: Die Befreiung des Auenlandes
  7. Wayne G. Hammond, Christina Scull: The Art of the Hobbit by J.R.R. Tolkien. The Hill : Hobbiton, S. 32, 33
  8. Wayne G. Hammond, Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader’s Companion. The Fellowship of the Ring. Buch Eins, Kapitel V: A Conspiracy Unmasked, S. 119
  9. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch I, Erstes Kapitel: Ein lang erwartetes Fest
  10. Karen Wynn Fonstad: The Atlas of Tolkien's Middle-Earth. The Lord of the Rings: Hobbiton and Bag End