Dunländer

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Ein Krieger der Dunländer

Dunländer sind im Legendarium die Bewohner Dunlands.

Volk

Menschen, Wilde Menschen

Beschreibung

Die Dunländer sind ein letzter Überrest eines Volkes, das von den Gwathuirim aus Enedwaith abstammte und später die nördlichen Täler der Ered Nimrais bewohnte.[1] Sie sollen mit dem Haus Haleth verwandt gewesen sein.[2]

Die Dunländer bewohnten ursprünglich den westlichen Teil von Calenardhon, das spätere Rohan, vornehmlich das Gebiet zwischen Adorn und Isen, beanspruchten jedoch später ganz Calenardhon als ihren Besitz. Nachdem die Provinz von Truchsess Cirion an die Éothéod übergeben worden war, vertrieben die neuen Besitzer die Dunländer, die sich daraufhin in Dunland niederließen.[3]

Die Stämme Dunlands unterhielten freundschaftliche Verbindungen zu den Menschen des westlichen Rohan um die Länder des Flusses Adorn. Dort lebte eine Mischbevölkerung, zu deren Fürsten Freca und sein Sohn Wulf gehörten, der um das Jahr 2758 einen der verheerendsten Aufstände der Dunländer gegen Helm Hammerhand anführte.[4]

Die Dunländer standen den Dúnedain misstrauisch gegenüber und hassten ihrerseits die Rohirrim als "Landräuber".[5]

In den Jahren des Ringkrieges verbündeten sich die Dunländer mit den Streitkräften des Istar Saruman, der sie mit Waffen und Rüstungen versorgte.[6] Nach den verheerenden Verlusten in der Schlacht um die Hornburg wurden die Dunländer gezwungen, Eide zu schwören, nach denen sie das Lehen der Rohirrim anerkannten.[7] Sogar zu König Elessar sandten sie Boten, um seine Herrschaft anzuerkennen.[8] Im Vierten Zeitalter wurde Dunland wahrscheinlich als Teil Enedwaiths dem wiedervereinigten Königreich eingegliedert.

Die Dunländer waren groß, hatten eine etwas dunklere Hautfarbe als die Rohirrim und dunkles Haar. Sie waren abergläubisch und lebten größtenteils als Hirten im Hochland, trotz ihrer vergleichsweise schlechten Bewaffnung waren sie gefürchtete Krieger. Die männlichen Dunländer waren für ihre wilde Bartpracht bekannt. Von ihrer Sprache ist nur der Name des Flusses Adorn bekannt, sowie das Wort "Forgoil", mit dem sie die Rohirrim bezeichneten und was "Flachsköpfe" bedeutete.[5]

Etymologie

Der Name Dunländer entstammt der Sprache der Rohirrim, in der dunn etwa "dunkel" bedeutete. Es ist nicht verwandt mit Sindarin dûn (Westen).[5]

Videospiel

Dunländer kann man im Videospiel "Schlacht um Mittelerde 2" bei der Fraktion Isengart rekrutieren.

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Teil 2: Das Zweite Zeitalter. IV. Die Geschichte von Galadriel und Celeborn und von Amroth, König von Lórien. Anhang D: Der Hafen von Lond Daer
  2. J. R. R. Tolkien: The Peoples of Middle-earth. (The History of Middle-earth, Band XII.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. X. Of Dwarves and Men
  3. J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Teil 3: Das Dritte Zeitalter. V. Die Schlachten an den Furten des Isen. Anhang II
  4. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhang A, Annalen der Könige und Herrscher. II. Das Haus Eorl
  5. 5,0 5,1 5,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe, Anhang F, I. Sprachen und Völker des Dritten Zeitalters: Von den Menschen
  6. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Drittes Buch, Siebtes Kapitel: Helms Klamm
  7. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Drittes Buch, Achtes Kapitel: Der Weg nach Isengart
  8. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Sechstes Buch, Fünftes Kapitel: Der Truchsess und der König