Flinkbaum (Bregalad)

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Bregalad
Baumbart stellt Merry und Pippin Flinkbaum vor
Baumbart stellt Merry und Pippin Flinkbaum vor
Bekannt für
  • unübliche Hastigkeit
Eckdaten
Andere Namen Flinkbaum
Volk Ents
Ort Fangorn-Wald
Sprache Entisch, Westron
Familie
Familie Borkenhauts Sippe
Körperliche Beschreibung
Geschlecht männlich
Haarfarbe Graugrün

Bregalad, auch Flinkbaum (Original: Quickbeam) genannt, ist im Legendarium ein Ent, der für seine unübliche Hastigkeit bekannt ist und zur Zeit des Ringkriegs an der Einnahme Isengarts durch die Ents aus dem Fangorn-Wald beteiligt war.

Beschreibung

Bregalad war einer der jüngeren Ents, hochgewachsen und hastiger als seine Artgenossen. An den Armen und Beinen hatte er eine glatte, glänzende Haut, rötliche Lippen und graugrünes Haar. Er konnte sich „hin- und herbiegen wie ein schlanker Baum im Wind“[1]. Er sprach mit einer volltönenden Stimme, die allerdings heller und höher als die Baumbarts war. Er hatte ein Enthaus in der Nähe des Tarntobel, dem Platz, an dem das Entthing im Jahr 3019 D. Z. stattfand, und da er sich während des Things bereits dazu entschlossen hatte, gegen Saruman zu kämpfen und gen Isengart zu ziehen, blieb er nicht länger beim Entthing und begleitete die Hobbits Meriadoc Brandybock und Peregrin Tuk über die Zeit, die das Thing andauerte.[2]

Als er ihnen zum ersten Mal begegnete, lief Bregalad lachend und scherzend mit den Hobbits im Wald herum. Er lachte, wenn die Sonne hervorkam, wenn er mit den Hobbits an einem Bach oder einer Quelle stand und bespritze seinen ganzen Körper mit Wasser. Manchmal lachte er auch über ein Gewisper oder Geräusch in den Bäumen. Wenn er eine Eberesche sah, bieb er kurz stehen, streckte die Arme aus, sang und wiegte sich dabei im Takt. Am Abend hielten sich die Hobbits mit ihm in seinem Enthaus auf, das lediglich aus einem bemoosten Stein auf einem Rasen unter einem Steilhang bestand. Vom Haus aus konnte man die Stimmen der Ents, die sich auf dem Entthing berieten, hören. Ebereschen umringten das Haus. Bregalad erklärte ihnen, dass er zu Borkenhauts Sippe gehörte und dass das Land, in dem sie gelebt hatten, von den Orks verwüstetet worden war. Dies erklärte für Merry und Pippin auch seine Hastigkeit.[2]

In seiner Heimat standen Ebereschen, von denen die ältesten von den Ents für die Entfrauen gepflanzt worden waren, um ihnenen eine Freude zu bereiten. Die Entfrauen zogen aus, um weißere Blüten und reichere Ernten zu finden. Bregalad fand keine Bäume vom Volk der Rose schöner als die Ebereschen. Sie wuchsen, bis sie einen Schatten um sich warfen, der wie eine grüne Halle wirkte. Auf den sich im von den roten Beeren im Herbst biegenden Zweigen ließen sich Vögel nieder, die später unfreundlich und habgierig wurden, die Beeren herunterrissen, ohne sie zu fressen und an den Bäumen hackten und zerrten. Die Ebereschen wurden schließlich von Orks gefällt, was Bregalad sehr beklagte, denn er hatte sie geliebt. Er sang den Hobbits Klagelieder vom Tod der Bäume in vielen Sprachen, bei denen sie einschliefen.[2]

Am nächsten Tag, der kalt und windig war, gingen Bregalad und die Hobbits still im Schutz des Hanges umher und hörten die Stimmen der Ents vom Entthing herüberschallen, die in Ton, Rhythmus und Klang stark variierten. In der zweiten Nacht berieten sie sich weiterhin. Am dritten Tag, der verhangen und windig war, erhoben sich bei Sonnenaufgang die Stimmen der Ents zu einem lauten Getöse. Voller Spannung warteten die Hobbits und Bregalad, der lauschte, während die Hobbits die Stimmen vom Thing in der Talmulde um das Enthaus nur schwach hören konnten. Am Nachmittag, während Sonnenstrahlen durch die Wolken brachen, verstummten die Ents. Bregalad stand kerzengerade und steif da, den Blick nach Norden zum Tarntobel gerichtet. Die Ents marschierten, nachdem die Bäume von ihnen erschauerten und sich bogen, gen Isengart, wie sie mit ihrer Marschmusik deutlich machten, und direkt auf Bregalad und die Hobbits zu, die sich der etwa 50 Ents starken und von Baumbart angeführten Kolonne anschlossen. Bregalad übergab die Hobbits an Baumbart, reihte sich mit leuchtenden Augen neben ihm ein und sie marschierten bis in die Nacht zum Rande des Nan Curunír.[2]

Als sie Isengart fluteten und besetzten, übernahmen Bregalad und andere Ents die Bewachung des Tals.[3] Als die Ents einen Großteil des Südwalls zerstört hatten und der Rest seiner Leute davongerannt war, wollte Saruman selbst flüchten. Als Bregalad ihn dabei sah, rief er ihm nach, dass er ein Baummörder sei und verfolgte ihn bis an die Tür des Orthanc aus Rache für das, was die Äxte der Orks seinem Volk angetan hatten. Er hätte ihn beinahe erwischt, doch Saruman konnte ins Turminnere entschlüpfen.[3]

Nach dem Ende des Ringkriegs baute Baumbart gemeinsam mit Flinkbaum und den anderen Ents das Nan Curunír wieder auf. Obsthaine wurden angelegt und Bäume gepflanzt, ein Bach strömte in der Mitte hindurch und um den Orthanc war ein Teich zurückgeblieben. Dort begrüßte Baumbart, mit Bregalad an seiner Seite, die verbliebenen Gefährten sowie Celeborn und Galadriel. Er überbrachte Aragorn, dem König des Wiedervereinigten Königreichs, die Schlüssel von Orthanc.[4]

Etymologie

„Bregalad“ setzt sich aus den Sindarin-Formen bragol („plötzlich“)[5] und galadh („Baum“) zusammen.[6] Den Namen, der „Flinkbaum“ bedeutet, erhielt der Ent als Spitznamen dafür, dass er einem älteren Ent eine Frage mit ja beantwortet hatte, bevor dieser sie ganz ausgesprochen hatte. Er konnte auch so schnell trinken, dass er bereits fertig war, während sich andere erst den Bart befeuchteten.[2]

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe, hatte langfingrige Hände und schlanke Arme. Zweiter Teil: Die Zwei Türme. Übersetzt von Wolfgang Krege. Drittes Buch, Viertes Kapitel: Baumbart. Klett-Cotta, Stuttgart 2022, S. 119. (ISBN 978-3-608-98701-0.)
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Drittes Buch, Viertes Kapitel: Fangorn.
  3. 3,0 3,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Drittes Buch, Neuntes Kapitel: Treibgut und Beute.
  4. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Sechstes Buch, Sechstes Kapitel: Viele Abschiede.
  5. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen. Eintrag bragol.
  6. Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch. Überarbeitet und erweitert von Judith Klinger. Eintrag galadh.
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