Dáin II.
| Dáin II. | |
|---|---|
| Bekannt für | |
| Titel | |
| Herr der Eisenberge König unter dem Berg König von Durins Volk | |
| Eckdaten | |
| Andere Namen | Dáin Eisenfuß |
| Geboren | 2767 D. Z. |
| Gestorben | 17. März 3019 D. Z. |
| Volk | Zwerge, Durins Volk |
| Ort | Eisenberge (Rhûn) Erebor[1] |
| Familie | |
| Vater | Náin |
| Kinder | Thorin III.[1] |
Dáin II. Eisenfuß (Original: Ironfoot) ist im Legendarium ein König der Langbärte.
Beschreibung
Dáin II., Sohn von Náin und Enkel von Grór, lebte lange Jahre in den Eisenbergen.
Schlacht von Azanulbizar
In der Schlacht von Azanulbizar 2799 D. Z. rächte er seinen zuvor gefallenen Vater und tötete den Orkanführer Azog. Eine große Tat, zumal Dáin zu dieser Zeit erst 32 Jahre alt, und damit für einen Zwerg noch sehr jung war. Unmittelbar danach erblickte er an den Toren Khazad-dûms im Inneren der Mine Durins Fluch, kehrte grau im Gesicht zurück ins Freie und riet Thráin II. trotz des Siegs über die Orks davon ab, die Zwergenbinge zu besetzen. Erst müsse die Welt anders werden, bevor Durins Volk wieder nach Moria hineingehen könne.[1]
Schlacht der Fünf Heere
Im Jahre 2941 D. Z. erhielt Dáin mit Hilfe von Raben Nachricht von seinem Vetter Thorin Eichenschild, der ihn um kriegerischen Beistand bei der Verteidigung von Smaugs Hort im Einsamen Berg bat.[4] Sofort zog er mit einem gut gerüsteten Heer seines Volkes gen Erebor.[5]Als er ankam, fand er den Berg von Menschen und Elben belagert. Dáin war für einen anscheinend unvermeidlichen Kampf gegen sie bereit, doch die Ankunft der Heere der Orks und Warge verhinderte dies. Er und sein Volk kämpften in der Schlacht der Fünf Heere, wo Thorin fiel.[2] Dáin wurde daraufhin sowohl König von Durins Volk, als auch König unter dem Berg. Er teilte den Schatz des Drachen gerecht auf, sorgte damit für Versöhnung mit den Menschen und Elben und machte das Königreich unter dem Berg erneut zu einem großen Zwergenreich.[6]
Ringkrieg
3018 D. Z. war Dáin immer noch König unter dem Berg, märchenhaft reich und ein weiser Herrscher.[7] Im selben Jahr kam ein von Sauron gesandter Bote, ein Schwarzen Reiter, in das Land um den Einsamen Berg, der sowohl mit dem Zwergenkönig, als auch mit König Brand von Thal zu verhandeln suchte. Sauron, so die Botschaft, bitte um Unterstützung bei der Suche nach einem Hobbit, der einen unbedeutenden Ring bei sich trüge. Beide Herrscher antworteten ausweichend und ablehnend, trotz verlockender Versprechungen: so wurden Dáin für den Fund des „Diebes“ drei der Sieben Ringe versprochen.[8]
Der Zwergenkönig sandte schließlich Glóin und dessen Sohn Gimli zum Rat von Elrond nach Bruchtal, um Bilbo Beutlin zu warnen und um Rat zu bitten.[8]
Ein Jahr später, im März 3019 D. Z, wurde das Land um den Erebor von der Nordarmee des Dunklen Herrschers, Ostlingen aus Rhûn, angegriffen.
Bei Thal trafen Saurons Truppen am 15. 3019 auf die Zwergen- und Menschen-Heere unter König Dáin und König Brand. Während der dreitägigen Schlacht, gewannen die Ostlinge jedoch die Überhand und die Verteidiger mussten sich in nordwestlicher Richtung zum Erebor zurückziehen. Vor dem Tor des Erebor fiel schließlich König Brand. Dáin, der bei der Schlacht von Thal bereits 252 Jahre alt, verteidigte den Leichnam von Brand, bis er im Abendgrauen des 17. März ebenfalls erschlagen wurde. Der Rest des Heeres, nun unter Befehl von Söhnen der beiden gefallenen Herrscher, Thorin III. und Bard II., zog sich in den Berg zurück, wo sie belagert wurden. Erst durch Saurons Sturz am am 25. März wendete sich das Blatt wieder.[3][9] Dáins Sohn und Nachfolger war Thorin III. Steinhelm.[1]
Gandalf gedachte Dáins letzten Kampf mit den Worten:
| „ | Es hätte wirklich alles ganz anders verlaufen können. Der Hauptangriff war nach Süden abgelenkt, das ist wahr, und doch hätte Sauron mit seiner weit ausgestreckten rechten Hand im Norden schreckliches Unheil anrichten können, während wir Gondor verteidigten, hätten ihm König Brand und König Dáin nicht im Wege gestanden. Wenn ihr an die große Schlacht von Pelennor denkt, vergesst nicht die Schlacht in Thal. | “ |
— J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 2020. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter. III. Die Fahrt zum Erebor S. 512f. | ||
Stammbaum
| Náin II. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Dáin I. | Borin | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Thrór | Frór | Grór | Farin | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Thráin | Náin | Fundin | Gróin | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Thorin II. | Frerin | Dís | Dáin II. | Balin | Dwalin | Óin | Glóin | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Fíli | Kíli | Thorin III. | Gimli | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Durin VII. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Der Hobbit-Trilogie
In Peter Jacksons Hobbit-Verfilmung kommt Dáin Eisenfuß im letzten Teil der Trilogie vor. Er wird von Billy Connolly gespielt.
Dáin nimmt dort an der Schlacht der fünf Heere teil, reitet dabei auf einem riesigen Eber und ist mit einem Hammer bewaffnet.[10]
Etymologie
Der Name Dáin ist altnordisch und stammt aus der Älteren Edda. Er wird in der Völuspá genannt.[11]. Die Bedeutung des Namen ist vermutlich ‚der Gestorbene‘, da dā-inn gestorben bedeuten soll. [12]
Sonstiges
- Dáins Volk war das einzige, das in der Lage war, Panzerhosen herzustellen.[2]
- Dáin wird erwähnt im Podcast zu Brief 11b
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang A (III): Durins Volk.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Siebzehntes Kapitel: Die Wolken bersten.
- ↑ 3,0 3,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang B: Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande). Das Dritte Zeitalter: Die Großen Jahre.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Fünfzehntes Kapitel: Die Wolken sammeln sich.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Sechzehntes Kapitel: Ein Dieb in der Nacht.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Achtzehntes Kapitel: Der Rückweg.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Zweites Buch, Erstes Kapitel: Viele Begegnungen.
- ↑ 8,0 8,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Zweites Buch, Zweites Kapitel: Der Rat von Elrond.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Das Dritte Zeitalter, Kapitel III: Die Fahrt zum Erebor.
- ↑ Peter Jackson: Hobbit-Filmtrilogie. New Line Cinema, Metro-Goldwyn-Mayer, WingNut Films.
- ↑ Karl Simrock, (Übersetzer u. Herausgeber): Die Edda – Nordische Götter- und Heldensagen I. Die ältere Edda. 1. Wöluspa.
- ↑ Gerhard Köbler: Grammatikalisches Wörterbuch des Altnordischen Online [1]
| Vorgänger | Herr der Eisenberge | Nachfolger |
| Grór | 2805 – 3019 D. Z. | vielleicht Thorin III. |
| Vorgänger | König von Durins Volk | Nachfolger |
| Thorin II. | 2941 – 3019 D. Z. | Thorin III. |
| Vorgänger | König unter dem Berg | Nachfolger |
| Thorin II. | 2941 – 3019 D. Z. | Thorin III. |
