Mahtan

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Mahtan
Bekannt für
Eckdaten
Andere Namen Urundil[Anm. 1]
Rusco[Anm. 2][2]
Sarmo[3]
Volk Elben
Zugehörigkeit Noldor
Ort Valinor[4]
Familie
Kinder Nerdanel[4]
Körperliche Beschreibung
Haarfarbe Braun mit einem kupferrotem Schimmer[5]
Bart[6]
Kleidung Kupferband um den Kopf[5]

Mahtan ist im Legendarium ein Elb aus Valinor und ein großer Schmied der Noldor.

Beschreibung

Mahtan lebte in Valinor und gehörte zum Volk der Noldor. Er hatte eine Tochter namens Nerdanel. Seine Tochter heiratete Feanor mit dem sie sieben Söhne hatte. Mahtan war der Großvater von Maedhros, Maglor, Celegorm, Caranthir, Curufin, Amrod und Amras.[7]

Mahtan war ein großer Schmied der Noldor. Er gehörte zu den Aulendur, also zu jenen Noldor, die Aule besonders ergeben waren und in seinen Dienst traten. Sie erhielten von ihm Unterweisung in der Kunst der Herstellung und Bearbeitung von Metall und Stein. Mahtan erlernte viel über die Verarbeitung dieser Materialien. Besonders liebte er Kupfer, das er Gold vorzog.[5][4]

Gewöhnlich trug Mahtan ein Kupferband um den Kopf. Sein Haar war nicht so dunkel wie das der meisten Noldor, sondern braun und schimmerte kupferrot. Diese seltene Haarfarbe hatten auch drei seiner Enkel: Maedhros und die Zwillinge Amrod und Amras.[5] Mahtan hatte außerdem für einen Elben ungewöhnlich früh einen Bart.[Anm. 3][6]

Mahtan gab sein Wissen über die Schmiedekunst an seinen Schwiegersohn Feanor weiter. Später bereute er dies bitter, da Feanor das von ihm erlernte Wissen dazu verwendete, die ersten Waffen und Rüstungen in Valionr herzustellen.[4]

Als Feanor immer gewalttätiger wurde und gegen die Valar rebellierte, riet Aule Mahtan davon ab, sich Feanors Rebellion anzuschließen. Aule sagte ihm voraus, dass Feanors Aufstand Feanor selbst und seine Söhne in den Tod führen werde. Mahtan folgte diesem Rat. Noch bevor Feanor mit all seinen Söhnen nach Mittelerde aufbrach, zog Nerdanel in das Haus ihres Vaters Mahtan zurück.[5]

Stammbaum

Mahtan
Míriel
Finwe
Indis
Nerdanel
Feanor
Findis
Fingolfin
Írimë
Finarfin
Maedhros
Maglor
Celegorm
Caranthir
Curufin
Amrod
Amras
Celebrimbor

Etymologie

Der Name Mahtan könnte mit dem Quenya-Verb mahta- (‚handhaben‘, ‚mit der Hand bearbeiten‘) zusammenhängen. Helmut W. Pesch übersetzt Mahtan als ‚Handwerker‘.[8][9]

Anmerkungen

  1. Urundil bedeutet Kupferliebhaber (Original copper-lover).
  2. Rusco ist der Epesse Mahtans und bedeutet Fuchs (‚fox‘).
  3. Carl F. Hostetter weist in Vinyar Tengwar Nr. 41 auf eine Notiz zu The Shibboleth of Fëanor hin, in der es heißt, dass Elben erst mit dem Eintritt in den dritten Lebenszirkel einen Bart bekamen. Neranels Vater wird dabei ausdrücklich als Ausnahme bezeichnet, da er sich erst früh in seinem zweiten Lebenszyklus befand. Unklar bleibt, was Tolkien mit den „Lebenszyklen“ genau meinte.
Elves did not have beards until they entered their third cycle of life. Nerdanel's father was exceptional, being only early in his second.

— J. R. R. Tolkien, Carl F. Hostetter (ed.): Vinyar Tengwar 41. The Elvish Linguistic Fellowship, Crofton 2000. "The Shibboleth of Fëanor", Note 61

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel XI: The Shibboleth of Fëanor, S. 365, 366, Note 61.
  2. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel XI: The Shibboleth of Fëanor, S. 353.
  3. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Four: Index, "Urundil" S. 479.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel V: Von Feanor und der Loskettung Melkors.
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel XI: The Shibboleth of Fëanor, S. 354.
  6. 6,0 6,1 J. R. R. Tolkien, Carl F. Hostetter (ed.): Vinyar Tengwar 41. The Elvish Linguistic Fellowship, Crofton 2000. "The Shibboleth of Fëanor", Note 61
  7. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel V: Von Eldamar und den Fürsten der Eldalië.
  8. Helmut W. Pesch: Das große Elbisch-Buch. Kapitel VII Wörterbuch Quenya-Deutsch, mahta-
  9. Helmut W. Pesch: Das große Elbisch-Buch. Kapitel VII Wörterbuch Quenya-Deutsch, Mahtan.