Malach

Aus Ardapedia
Version vom 4. Mai 2026, 13:29 Uhr von VeoViolet (Diskussion | Beiträge) (Charakterbox eingefügt. Text überarbeitet. Quellen zugeordnet. Legendarium, Stammbaum, Etymologie und Werkgeschichte eingefügt. Kategorie:Haus Hador eingefügt. Link Gateway, Link Kontuwiki eingefügt.)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Malach
Titel
Oberhaupt des Hauses Hador[1]
Eckdaten
Andere Namen Aradan[2]
Geboren 307 E. Z. (J. S.)
Gestorben 398 E. Z. (J. S.)[2]
Volk Menschen
Zugehörigkeit Edain
Ort Estolad, Hithlum, Beleriand[3]
Familie
Haus Haus Hador[3]
Vater Marach
Geschwister Imlach
Ehepartner Zimrahin
Kinder Adanel, Magor und weitere Kinder[Anm. 1][2][4]

Malach ist im Legendarium ein Mensch aus dem Haus Hador. Er ist der Sohn Marachs und das zweite Oberhaupt seines Hauses.

Beschreibung

Malach gehörte zum Volk Marachs, dem dritten der drei Häuser der Edain. Er war der ältere Sohn des ersten Stammesführers Marach und wurde im Jahr 307 E. Z. (J. S.) östlich der Blauen Berge geboren. Er hatte einen jüngeren Bruder namens Imlach, war mit Zimrahin verheiratet und hatte zwei Kinder:

Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 376 E. Z. (J. S.) war Malach für 22 Jahre das Oberhaupt des Volkes von Marach. Nach seinem Tod folgte ihm sein Sohn Magor als Stammesführer nach.[1][2]

Legendarium

Im Jahr 313 E. Z. (J. S.), als Malach sechs Jahre alt war,[Anm. 2][2][5] führte sein Vater Marach seine Sippe über die Blauen Berge nach Beleriand. Sie waren vor Morgoth und den Schatten seiner Macht geflohen.[3][6][7] Sie ließen sich in der Nähe des Hauses Beor im Süden und Osten von Estolad nieder. Die beiden Völker lebten in enger Freundschaft miteinander.

Fingolfin, der Hochkönig der Noldor hoffte in den Menschen Verbündete im Kampf gegen Morgoth zu gewinnen und lud jene ein, die unter ihrem Volk leben wollten.[3] Im Jahr 322 E. Z. (J. S.) zog Malach mit einem Großteil von Marachs Volk nach Westen weiter und gelangte nach Hithlum. Dort verbrachte er 14 Jahre bei den Elben, lernte ihre Sprache und erhielt den elbischen Namen Aradan.[8] Seine Nachkommen sprachen ebenfalls Sindarin, die Sprache der Elben, und trugen elbische Namen.

Im Jahr 337 E. Z. (J. S.) heiratete Malach Zimrahin, die daraufhin den elbischen Namen Meldis annahm.[2]

Zu den bedeutendsten Nachfahren Malachs zählen sein Urenkel Hador Lórindol, Húrin Thalion, Túrin Turambar, Tuor, Earendil, Elrond und Elros. Alle Könige von Númenor, die Fürsten von Andúnië, die Könige von Andor sowie die Stammesführer der Dúnedain waren zudem Nachfahren von Elros.[9][10]

Stammbaum

Marach*
Zimrahin
Malach*
Imlach
Adanel
Magor*
Amlach
Hathol*
Hador*
Beren Erchamion
Galdor*
Húrin*
Huor
Túrin
Tuor
Elwing
Earendil
Elrond
Elros
Arwen
Aragorn

*Stammesführer des Hauses Hador[2]

Etymologie

  • Aradan enthält die Sindarin-Wortsilbe ar(a), die edel oder königlich bedeutet. Adan ist die Sinderin-Form der Quenya-Bezeichnung Atan (PluralAtani). Atani bedeutet das zweite Volk, also die Menschen. Die Elben verwendeten diesen Begriff für die Menschen der ersten drei Häuser, die nach Beleriand kamen.[11][12][13][14][15]

Werkgeschichte

In einem früheren Entwurf, vermerkte Tolkien, dass Aradan neben Adanel und Magor noch weitere Kinder hatte, die in den Chroniken nicht aufgeführt sind. In einem weiteren Entwurf wird noch ein drittes Kind genannt. Für Christopher Tolkien war der Name nur teilweise lesbar: Sael …th the Wise. Im Zuge späterer Änderungen wurde Sael…th zunächst in Saelon geändert und anschließend wieder so durchgestrichen, dass die Buchstaben des ursprünglichen Namens nicht mehr lesbar waren.[4]

Links

Anmerkungen

  1. In einem früheren Entwurf, vermerkte Tolkien, dass Magor und Adanel noch weitere Geschwister hatten, die in den Chroniken nicht vermerkt sind.
  2. Christopher Tolkien führte in der History of Middle-earth an, dass auf einem Manuskript seines Vaters das Jahr 313 E. Z. (J. S.) vermerkt ist. Im Stammbaum des Volkes von Marach ist das Jahr 314 E. Z. (J. S.) angegeben.

Quellen

  1. 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, (ii) The House of Hador
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 234
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion: Kapitel XVII: Von den ersten Menschen im Westen
  4. 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 233
  5. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, §13, S. 227
  6. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel X: Of Dwarves and Men, S. 306, 307
  7. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. X Morgoth's Ring. Part Four: Athrabeth Finrod ah Andreth, Note 11
  8. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 219, § 14
  9. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge, Stammbäume II: Die Abkömmlinge von Olwe und Elwe
  10. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge, Stammbäume IV: Das Haus Hador von Dor-lómin
  11. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen, ar(a)
  12. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge: Namensregister, atani
  13. Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch. Klett-Cotta, Stuttgart 2025. Teil I: Elbisch Deutsch, adan, S. 61
  14. Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch. Klett-Cotta, Stuttgart 2025. Teil I: Elbisch Deutsch, ar-, ara-, S. 67
  15. Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch. Klett-Cotta, Stuttgart 2025. Teil I: Elbisch Deutsch, atan, S. 69