Fana
Die Fana ist im Legendarium die Gestalt, welche die Ainur in Arda annahmen.
Beschreibung
Die Ainur sind rein geistige Wesen, die von Eru aus seinen Gedanken geschaffen wurden. Zahlreiche Ainur, die aus den Zeitlosen Hallen nach Ea gekommen waren, inkarnierten sich selbst in einer Fana, namentlich die Valar und Maiar, aber auch Melkor und die Balrogs. Dabei wurde aus Liebe zu den Eruhíni vornehmlich deren äußerliche Erscheinung angenommen.[1] Die fanar scheinen auch biologisch den Hroar der Kinder Ilúvatars ähnlich zu sein, da die Maia Melian mit dem Elben Elwe eine Tochter, Lúthien, zeugen konnte.
Obwohl sie auch andere Formen (z. B. Adler) annehmen konnten, zeigten sie sich meistens in der Gestalt der Kinder Ilúvatars. Ihre Erscheinungen waren majestätisch groß (aber nicht gigantisch), gekleidet in Roben, die ihre Natur und ihre Funktion wiederspiegelten. Die Hochelben berichten, dass diese Gestalten strahlten, als seien sie von einem inneren Licht erfüllt.[2]
Etymologie
fana stammt aus dem Quenya und bedeutet ‚Schleier‘ oder ‚Gewand‘. Aufgrund der engen Assoziation zu den Ainur wird es jedoch nur in Verbundung mit ihnen verwendet.[2]
Sonstiges
Da Melkor sich dauerhaft in Arda inkarnierte, konnte er die materielle Welt sehr stark beeinflussen: Außerhalb Amans beinhalten alle gegenständlichen Dinge ein Melkor-Element (Original: Melkor-ingredient). Alles Körperliche hat daher eine Tendenz zu Melkor und kann sich nicht gänzlich von ihm freimachen. Jede Kreatur, die sich ihm unterwirft, wird von Hass und Zerstörungswahn korrumpiert, da der melkorverseuchte Hroa auch die Fea beeinflusst.[3]
Quellen
- ↑ J. R. R. Tolkien, Carl F. Hostetter: Natur und Wesen von Mittelerde. Zweiter Teil: Körper, Verstand und Geist. Kapitel 14: Die sichtbaren Formen der Valar und Maiar.
- ↑ 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien, Donald Swann: The Road Goes Ever On. Notes and Translation: A Elbereth Gilthoniel.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien: Morgoth’s Ring. (The History of Middle-earth, Band X), Myths transformed.
