Tar-Meneldur

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Tar-Meneldur
Titel
König von Númenor
Eckdaten
Andere Namen Írimon, Elentirmo
Geboren 543 Z. Z.[1]
Gestorben 942 Z. Z.[2]
Volk Menschen, Dúnedain
Ort Númenor
Familie
Vater Tar-Elendil
Geschwister Silmarien, Isilme[2]
Ehepartner Almarian[2]
Kinder Tar-Aldarion, Ailinel, Almiel[2]

Tar-Meneldur ist im Legendarium der fünfte König von Númenor.

Zeitangabe

König von Númenor von 740 bis 883 Z. Z. (143 Jahre Regierungszeit). Er starb 942 Z. Z. im Alter von 399 Jahren.)

Beschreibung

Tar-Meneldur war der fünfte König von Númenor. Er war der Sohn von Tar-Elendil und Bruder von Silmarien. Seine Gattin war Almarian, die Tochter Veanturs. Er hatte einen Sohn Tar-Aldarion und zwei jüngere Töchter Ailinel und Almiel.

Tar-Meneldur war ein begeisterter Astronom. Zur Beobachtung der Sterne erbaute er an der Nordspitze Númenors, in der Region Forostar, einen Turm und erhielt daher auch den Beinamen Elentirmo, Quenya für Sternenbeobachter (original Star-watcher); in den Nachrichten von Mittelerde von Hans J. Schütz mit Sternenwächter übersetzt.[2]

In der dortigen Beschreibung der Insel Númenors wird Elentirmo fälschlich als Name des Turmes angegeben.[3]

Tar-Meneldur übergab zu Gunsten seines Sohnes das Zepter früher als üblich, da Gil-galad spürte, dass sich Sauron zu regen begann.[1]

Sonstiges

Sein eigentlicher Name war Írimon. Den Namen Meneldur - Diener des Himmels - erhielt er wegen seiner Liebe zur Sternkunde.[1]

Tar-Meneldur schenkte seiner zukünftigen Schwiegertochter Erendis zur Verlobung mit seinem Sohn Aldarion ein Stück Land in Emerië und ließ ihr dort auf einem Hügel das Weiße Haus errichten.[2]

Er war über seinen Thronerben oft ungehalten, da er dessen Liebe zur See nicht nachvollziehen konnte und er die häufigen Abwesenheiten Aldarions von Númenor und von seiner Verlobten und späteren Ehefrau nicht gut hieß. Als sein Sohn sich im Jahr 824 Z. Z. entgegen einem ausdrücklichen Verbots Tar-Meneldurs erneut auf eine lange Reise nach Mittelerde begab, ließ der König das Fällen von Bäumen für den Schiffbau verbieten, die Werften von Rómenna stilllegen und das Gildehaus der Gilde der Wagemutigen schließen. Später versöhnte er sich jedoch wieder mit seinem Sohn.[2]

Etymologie

Der ursprüngliche Name Írimon ist Quenya und vermutlich abgeleitet von írima, schön[4], zu finden auch in ÍrimorDie Schönen (original: The Fair), einer Bezeichnung für die Lindar-Elben.[5]

Der Name Meneldur setzt sich aus den Quenya-Begriffen menel für Himmel und -(n)dur für Diener zusammen[6]

Die Vorsilbe Tar, die in Quenya für hoch steht, wurde von númenorischen Herrschern als Präfix geführt, soweit sie einen Königsnamen in der Sprache der Elben annahmen.[7]

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil II: Das Zweite Zeitalter, III. Die Linie von Elros: Könige von Númenor
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil II: Das Zweite Zeitalter, II.Aldarion und Erendis: Das Weib des Seefahrers
  3. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil II: Das Zweite Zeitalter, I. Eine Beschreibung der Insel Númenor
  4. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The Lost Road and Other Writings.Part One: The Fall of Númenor and The Lost Road, III The Lost Road, (ii) The Númenórean chapters, Note 12 ("Fíriels Song")
  5. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The Lost Road and Other Writings. Index: Írimor
  6. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen: menel, -(n)dur
  7. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Anhang: Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen Eintrag zu tar
Vorgänger König von Númenor Nachfolger
Tar-Elendil 740–883 Z. Z. Tar-Aldarion