Glirhuin: Unterschied zwischen den Versionen
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Seine genauen Lebensdaten sind nicht verbürgt. Die | Seine genauen Lebensdaten sind nicht verbürgt. Die Prophezeiung, für die Glirhuin bekannt wurde, muss allerdings im Zeitraum zwischen dem Tod [[Túrin Turambar]]s und dem [[Krieg des Zorns]] entstanden sein, also im 6. Jahrhundert des [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalters (J. S.)]]. | ||
==Beschreibung== | ==Beschreibung== | ||
Glirhuin gilt als Verfasser eines prophetischen Liedes über den [[Stein der Unglücklichen]] ''(orig.: Stone of the Hapless)''. Dieser große graue Gedenkstein wurde 499 E. Z. (J. S.) oder kurz danach auf [[Túrin Turambar|Túrins]] Grabhügel bei [[Cabed-en-Aras|Cabed Naeramarth]] aufgestellt und trug eingeritzt die Namen Túrins und seiner Schwester [[Nienor]].<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The Children of Húrin]]''. Narn I Chîn Húrin, The Tale of the Children of Húrin, Kapitel XVIII: ''The Death of Túrin''</ref><ref name=="XXI">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XXI: ''Von Túrin Turambar''</ref> | Glirhuin gilt als Verfasser eines prophetischen Liedes über den [[Stein der Unglücklichen]] ''(orig.: Stone of the Hapless)''. Dieser große graue Gedenkstein wurde 499 E. Z. (J. S.) oder kurz danach auf [[Túrin Turambar|Túrins]] Grabhügel bei [[Cabed-en-Aras|Cabed Naeramarth]] aufgestellt und trug eingeritzt die Namen Túrins und seiner Schwester [[Nienor]].<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The Children of Húrin]]''. Narn I Chîn Húrin, The Tale of the Children of Húrin, Kapitel XVIII: ''The Death of Túrin''.</ref><ref name=="XXI">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XXI: ''Von Túrin Turambar''.</ref> | ||
Am Stein der Unglücklichen traf [[Húrin Thalion|Húrin]] im Jahr 501 E. Z. (J. S.)<ref name="HoMeXI">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. XI [[The War of the Jewels]]''. Part Three: The Wanderings of Húrin and other writings not forming part of the Quenta Silmarillion, Kapitel I: ''The Wanderings of Húrin'', S. 257</ref> auf seine Frau [[Morwen Eledhwen|Morwen]]. Nach ihrem Tod begrub er sie auf der Westseite des Steins und ritzte auch ihren Namen ein.<ref name="SilmarillionXXII">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XXII: ''Vom Untergang Doriaths''</ref> | Am Stein der Unglücklichen traf [[Húrin Thalion|Húrin]] im Jahr 501 E. Z. (J. S.)<ref name="HoMeXI">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[The History of Middle-earth]] Vol. XI [[The War of the Jewels]]''. Part Three: The Wanderings of Húrin and other writings not forming part of the Quenta Silmarillion, Kapitel I: ''The Wanderings of Húrin'', S. 257.</ref> auf seine Frau [[Morwen Eledhwen|Morwen]]. Nach ihrem Tod begrub er sie auf der Westseite des Steins und ritzte auch ihren Namen ein.<ref name="SilmarillionXXII">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Das Silmarillion]]''. Quenta Silmarillion, Kapitel XXII: ''Vom Untergang Doriaths''.</ref> | ||
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Seine Prophezeihung erfüllte sich. Der Stein blieb auch nach dem [[Krieg des Zorns]] und dem Untergang [[Beleriand]]s auf der neu entstandenen Insel [[Tol Morwen]] vor der Küste [[Mittelerde]]s erhalten<ref name="SilmarillionXXII"></ref> | Seine Prophezeihung erfüllte sich. Der Stein blieb auch nach dem [[Krieg des Zorns]] und dem Untergang [[Beleriand]]s auf der neu entstandenen Insel [[Tol Morwen]] vor der Küste [[Mittelerde]]s erhalten,<ref name="SilmarillionXXII"></ref> wie auch in [[Karen Wynn Fonstad]]s Karte vom [[Zweites Zeitalter|Zweiten Zeitalter]] [[Arda]]s zu sehen ist.<ref name="Atlas">[[Karen Wynn Fonstad]]: ''[[Historischer Atlas von Mittelerde|The Atlas of Tolkien’s Middle-earth]] Zweites Zeitalter Ardas'', S. 38.</ref> | ||
==Etymologie== | ==Etymologie== | ||
Glirhuin ist ein Name, dessen Bedeutung nicht überliefert ist. Vermutlich besteht ein Zusammenhang mit dem [[Sindarin]]-Wort ''glir'' für ‚Lied‘, ‚Gedicht‘.<ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen zu ''glir''</ref> | Glirhuin ist ein Name, dessen Bedeutung nicht überliefert ist. Vermutlich besteht ein Zusammenhang mit dem [[Sindarin]]-Wort ''glir'' für ‚Lied‘, ‚Gedicht‘.<ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen zu ''glir''.</ref> | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
Version vom 2. August 2026, 15:13 Uhr
| Glirhuin | |
|---|---|
| Bekannt für | |
| |
| Eckdaten | |
| Geboren | unbekannt |
| Gestorben | vermutlich 6. Jahrhundert des E. Z. (J. S.) |
| Volk | Menschen, Edain, Haladin |
| Ort | Brethil[1] |
Glirhuin ist ein Harfenspieler und Seher aus Brethil.
Zeitangabe
Seine genauen Lebensdaten sind nicht verbürgt. Die Prophezeiung, für die Glirhuin bekannt wurde, muss allerdings im Zeitraum zwischen dem Tod Túrin Turambars und dem Krieg des Zorns entstanden sein, also im 6. Jahrhundert des Ersten Zeitalters (J. S.).
Beschreibung
Glirhuin gilt als Verfasser eines prophetischen Liedes über den Stein der Unglücklichen (orig.: Stone of the Hapless). Dieser große graue Gedenkstein wurde 499 E. Z. (J. S.) oder kurz danach auf Túrins Grabhügel bei Cabed Naeramarth aufgestellt und trug eingeritzt die Namen Túrins und seiner Schwester Nienor.[2][1]
Am Stein der Unglücklichen traf Húrin im Jahr 501 E. Z. (J. S.)[3] auf seine Frau Morwen. Nach ihrem Tod begrub er sie auf der Westseite des Steins und ritzte auch ihren Namen ein.[4]
In Glirhuins Lied heißt es, dass dieser Gedenkstein weder von Morgoth entweiht noch jemals umgeworfen werden könne:
| „ | und sollte auch das Meer alles Land ertränken. | “ |
— J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Übersetzt von Wolfgang Krege. 9. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2002. Quenta Silmarillion, Kapitel XXII: Vom Untergang Doriaths'. S. 313 | ||
Seine Prophezeihung erfüllte sich. Der Stein blieb auch nach dem Krieg des Zorns und dem Untergang Beleriands auf der neu entstandenen Insel Tol Morwen vor der Küste Mittelerdes erhalten,[4] wie auch in Karen Wynn Fonstads Karte vom Zweiten Zeitalter Ardas zu sehen ist.[5]
Etymologie
Glirhuin ist ein Name, dessen Bedeutung nicht überliefert ist. Vermutlich besteht ein Zusammenhang mit dem Sindarin-Wort glir für ‚Lied‘, ‚Gedicht‘.[6]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XXI: Von Túrin Turambar.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The Children of Húrin. Narn I Chîn Húrin, The Tale of the Children of Húrin, Kapitel XVIII: The Death of Túrin.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Three: The Wanderings of Húrin and other writings not forming part of the Quenta Silmarillion, Kapitel I: The Wanderings of Húrin, S. 257.
- ↑ 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XXII: Vom Untergang Doriaths.
- ↑ Karen Wynn Fonstad: The Atlas of Tolkien’s Middle-earth Zweites Zeitalter Ardas, S. 38.
- ↑ Wolfgang Krege: Elbisches Wörterbuch; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen zu glir.
