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'''Elemmakil''' ist ein Elb aus [[Gondolin]], der im [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalter]] der Sonne bei [[Tuor]]s Ankunft das äußerste Tor von [[Turgon]]s geheimen Reich Gondolin bewachte.<ref name ="NaM">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. ''Teil I: ''Das Erste Zeitalter'', I. ''Von Tuor und seiner Ankunft in Gondolin''</ref>
'''Thorin Eichenschild''' (Original: ''Oakenshield'') ist im [[Legendarium]] ein König der [[Durins Volk|Langbärte]].


==Beschreibung==
==Beschreibung==
Elemmakil war der Hauptmann der Wächter Gondolins am ersten der [[sieben Tore von Gondolin|sieben Tore]], die Tuor und [[Voronwe]] bei ihrer Ankunft anhielten. Nachdem Tuor sich durch [[Tuors Rüstung|seine Rüstung]] als Gesandter [[Ulmo]]s zu erkennen gegeben hatte, führte Elemmakil die beiden durch die ersten sechs Tore von Gondolin, bis zum [[Letztes Tor|Großen Tor]], das [[Maeglin]] erbaut hatte, von wo Tuor und Voronwe von [[Ecthelion (Hauptmann von Gondolin)|Ecthelion]] weiter nach Gondolin geführt wurden.<ref name = "NaM"></ref>
Thorin war der Sohn von [[Thráin II.]] und der Enkel von [[Thrór]].<ref name="Anhang"></ref>
 
===Vorgeschichte===
Thorin verließ wie viele andere Zwerge 2770 D. Z. den [[Erebor]], da der Drache [[Smaug]] sich dort niederließ und den Berg eroberte. Er entkam dem Drachen, weil er zu diesem Zeitpunkt auf Wanderschaft war. Zusammen mit seinem Vater Thráin und seinem Großvater Thrór lebte er einige Jahre in [[Dunland]].<ref name="Anhang"></ref>  


Es ist nicht bekannt, ob Elemmakil die [[Schlacht um Gondolin]] überlebte.
Den Titel Eichenschild erhielt er, als er 2799 D. Z in der [[Schlacht von Azanulbizar]] den Ast einer Eiche als Schild benutzte. In dieser Schlacht, in der er neben seinem Vater kämpfte, verlor er seinen jüngeren Bruder [[Frerin]].<ref name="Anhang"></ref>
 
Nach dem Krieg der Zwerge gegen die Orks ließen sich er, sein Vater und seine Schwester [[Dís]] in den [[Ered Luin]] nieder und brachten es dort zu einigem Wohlstand. Nach dem Tod seines Vaters in den Verliesen [[Dol Guldur]]s wurde er König von Durins Volk und Herrscher über die nach ihm benannten [[Thorins Hallen|Hallen]].<ref name="Erebor">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Das Dritte Zeitalter, Kapitel III: ''Die Fahrt zum Erebor''.</ref>
 
===Die Fahrt zum Erebor===
Auf einer Reise nach [[Bree]] traf Thorin [[Gandalf]], der ihn zu seiner Fahrt zum Einsamen Berg ermutigte.<ref name="Erebor"></ref>
 
Im Jahr 2941 D. Z. zog er mit zwölf Begleitern, dem [[Hobbits|Hobbit]] [[Bilbo Beutlin]] und streckenweise mit dem Zauberer Gandalf zum Erebor, um den [[Drachen]] [[Smaug]] zu töten oder zumindest den Schatz seiner Vorväter zurückzuerlangen.<ref name=“Hobbit 1“>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit|Der Hobbit]]''. Kapitel I: ''Eine unvorhergesehene Gesellschaft''.</ref> Bilbo nahm er dabei nur auf erhebliches Drängen von Gandalf mit.<ref name="Erebor"></ref>
 
Gandalf warnte Thorin ganz zu Beginn der Reise fast prophetisch:
{{Zitat|Text=Und zügelt Euren Stolz und Eure Habgier, oder Ihr werdet am Ende fallen, welchen Weg Ihr auch geht, und wären Eure Hände auch mit Gold gefüllt.|Autor=[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.)|Quelle=''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Übersetzt von [[Hans J. Schütz]]. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 2020. Teil Drei: ''Das Dritte Zeitalter''. III. ''Die Fahrt zum Erebor'' S. 511.}}
 
Auf seiner Fahrt wurde er von [[Orks]] gefangen genommen<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Viertes Kapitel: ''Über den Berg und unter den Berg''.</ref> und später sogar von den [[Waldelben]] eingesperrt, was Thorins Reserviertheit und Misstrauen gegenüber den [[Elben]] noch steigerte.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Achtes Kapitel: ''Fliegen und Spinnen''.</ref>
Nach dem Tod Smaugs forderten die [[Menschen am Langen See|Menschen vom Langen See]] unter [[Bard I.|Bard]] - unterstützt durch die Waldelben unter ihrem König [[Thranduil]] - einen Anteil an Smaugs Hort. Denn [[Esgaroth]] war durch den aufgeschreckten Drache zerstört worden und der Hort enthielt auch viele Kostbarkeiten dieser Völker.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Fünfzehntes Kapitel: ''Die Wolken sammeln sich''.</ref>
 
Thorin dachte jedoch nicht daran, ihnen auch nur einen Teil des Schatzes zu überlassen, abgesehen vielleicht von einem minimalen Ausgleich. Diese habgierige und sture Einstellung des Zwergs hätte beinahe zu einem bewaffneten Konflikt zwischen den freien Völkern geführt, nicht zuletzt, weil Thorin bei seinem Vetter [[Dáin II.|Dáin]] um kriegerische Unterstützung gebeten hatte. Durch die Ankunft der Heere der [[Orks]] und [[Warge]] wurde dies allerdings verhindert.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Siebzehntes Kapitel: ''Die Wolken bersten''.</ref>
 
Thorin starb kurz nach der [[Schlacht der Fünf Heere]] an den Verletzungen, die er erlitt, als er gegen [[Bolg]]s Leibwache vorging. Auch seine Neffen [[Fíli]] und [[Kíli]] fielen, als sie versuchten, ihn zu decken. Man begrub Thorin tief unter dem Einsamen Berg. Bard legte ihm den [[Arkenstein]], den Schatz von Durins Haus, auf die Brust und Thranduil legte das Schwert [[Orcrist]] auf sein Grab, das er dem Zwerg in Gefangenschaft abgenommen hatte.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Achtzehntes Kapitel: ''Der Weg zurück''.</ref>


==Etymologie==
==Etymologie==
Der Name Elemmakil ist [[Quenya]] und bedeute''t Sternenschwert'', zusammengesetzt aus  '' él/elen'' für Stern und ''macil'' für Schwert.<ref>[[Wolfgang Krege]]: ''[[Elbisches Wörterbuch]]; Wörterbuch Sindarin – Deutsch, Eintragungen für zu él/elen und macil“ </ref>
Der Name ''Thorin'' ist [[Altnordisch|altnordisch]] und bedeutet ‚der Tapfere‘.<ref>[[Rudolf Simek]]: ''[[Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie]] 3. Personennamen skandinavischer Herkunft: ''Zwerge in der Edda und bei Tolkien'''.</ref>
 
[[Bild:Richard Armitage als Thorin Eichenschild.jpg|thumb|Richard Armitage als Thorin Eichenschild, <small>Zeichnung: Ardapedia-Nutzerin LuthiensTochter </small>]]
 
==Hobbit-Trilogie== 
In [[Peter Jackson]]s Interpretation vom ''[[Der Hobbit (Filmtrilogie)|Hobbit]]'' wird Thorin von [[Richard Armitage]] verkörpert. Er wird erheblich jünger als [[Balin]] dargestellt, obgleich er 17 Jahre älter als dieser ist. Außerdem wird Thorin anstatt von Bolgs Leibwache von [[Azog]] getötet, während er diesen tötet.<ref>[[Peter Jackson]]: ''[[Der Hobbit (Film)|Hobbit-Filmtrilogie]]''. [[New Line Cinema]], [[Metro-Goldwyn-Mayer]], [[WingNut Films]].</ref>


==Sonstiges==
==Sonstiges==
Als er auf Tuor und Voronwe traf, trug er eine der blauen Lampen der Noldor bei sich.<ref name = "NaM"></ref>
*Thorin war sehr stolz und galt zu seiner Zeit, auch unter den anderen Bewohnern [[Eriador]]s, als außerordentlich wichtige Persönlichkeit. Er besaß einen eher einschläfernden Redestil, spielte eine wundervolle goldene Harfe, konnte Rauchringe schicken, wohin er wollte und trug eine himmelblaue [[Kapuzen|Kapuze]] mit einer langen silbernen Quaste.<ref name=“Hobbit 1“></ref>
*[[Thorin & Co.]] nannte sich die Gruppe der Zwerge, die mit Bilbo Beutlin zum Erebor reisten.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit]]''. Zweites Kapitel: ''Hammelbraten''.</ref>
 
==Links==
Thorin Eichenschild wird erwähnt im [https://www.tolkiens-briefe.de/23-tolkiens-brief-011b Podcast zu Brief 11b]


==Quellen==
==Quellen==
<references/>
<references/>
[[Kategorie:Personen]]
[[Kategorie:Elben]]
[[Kategorie:Noldor]]
[[en:Elemmakil]]

Aktuelle Version vom 5. September 2026, 20:00 Uhr

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Quellen



Thorin
Anke Eißmann Thorin, über Thrórs Karte gebeugt, 2008
Anke Eißmann
Thorin, über Thrórs Karte gebeugt, 2008
Bekannt für
Eckdaten
Andere Namen Thorin II.[1],
Thorin Thráinthrórssohnsohn[2]
Geboren 2746 D. Z.
Gestorben 2941 D. Z.[3]
Volk Zwerge, Durins Volk
Ort Moria
Thorins Hallen
Erebor[1]
Familie
Vater Thráin
Geschwister Dís, Frerin[3]
Körperliche Beschreibung
Waffen Orcrist[4]

Thorin Eichenschild (Original: Oakenshield) ist im Legendarium ein König der Langbärte.

Beschreibung

Thorin war der Sohn von Thráin II. und der Enkel von Thrór.[3]

Vorgeschichte

Thorin verließ wie viele andere Zwerge 2770 D. Z. den Erebor, da der Drache Smaug sich dort niederließ und den Berg eroberte. Er entkam dem Drachen, weil er zu diesem Zeitpunkt auf Wanderschaft war. Zusammen mit seinem Vater Thráin und seinem Großvater Thrór lebte er einige Jahre in Dunland.[3]

Den Titel Eichenschild erhielt er, als er 2799 D. Z in der Schlacht von Azanulbizar den Ast einer Eiche als Schild benutzte. In dieser Schlacht, in der er neben seinem Vater kämpfte, verlor er seinen jüngeren Bruder Frerin.[3]

Nach dem Krieg der Zwerge gegen die Orks ließen sich er, sein Vater und seine Schwester Dís in den Ered Luin nieder und brachten es dort zu einigem Wohlstand. Nach dem Tod seines Vaters in den Verliesen Dol Guldurs wurde er König von Durins Volk und Herrscher über die nach ihm benannten Hallen.[1]

Die Fahrt zum Erebor

Auf einer Reise nach Bree traf Thorin Gandalf, der ihn zu seiner Fahrt zum Einsamen Berg ermutigte.[1]

Im Jahr 2941 D. Z. zog er mit zwölf Begleitern, dem Hobbit Bilbo Beutlin und streckenweise mit dem Zauberer Gandalf zum Erebor, um den Drachen Smaug zu töten oder zumindest den Schatz seiner Vorväter zurückzuerlangen.[5] Bilbo nahm er dabei nur auf erhebliches Drängen von Gandalf mit.[1]

Gandalf warnte Thorin ganz zu Beginn der Reise fast prophetisch:

Und zügelt Euren Stolz und Eure Habgier, oder Ihr werdet am Ende fallen, welchen Weg Ihr auch geht, und wären Eure Hände auch mit Gold gefüllt.

— J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 2020. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter. III. Die Fahrt zum Erebor S. 511.

Auf seiner Fahrt wurde er von Orks gefangen genommen[6] und später sogar von den Waldelben eingesperrt, was Thorins Reserviertheit und Misstrauen gegenüber den Elben noch steigerte.[7]

Nach dem Tod Smaugs forderten die Menschen vom Langen See unter Bard - unterstützt durch die Waldelben unter ihrem König Thranduil - einen Anteil an Smaugs Hort. Denn Esgaroth war durch den aufgeschreckten Drache zerstört worden und der Hort enthielt auch viele Kostbarkeiten dieser Völker.[8]

Thorin dachte jedoch nicht daran, ihnen auch nur einen Teil des Schatzes zu überlassen, abgesehen vielleicht von einem minimalen Ausgleich. Diese habgierige und sture Einstellung des Zwergs hätte beinahe zu einem bewaffneten Konflikt zwischen den freien Völkern geführt, nicht zuletzt, weil Thorin bei seinem Vetter Dáin um kriegerische Unterstützung gebeten hatte. Durch die Ankunft der Heere der Orks und Warge wurde dies allerdings verhindert.[9]

Thorin starb kurz nach der Schlacht der Fünf Heere an den Verletzungen, die er erlitt, als er gegen Bolgs Leibwache vorging. Auch seine Neffen Fíli und Kíli fielen, als sie versuchten, ihn zu decken. Man begrub Thorin tief unter dem Einsamen Berg. Bard legte ihm den Arkenstein, den Schatz von Durins Haus, auf die Brust und Thranduil legte das Schwert Orcrist auf sein Grab, das er dem Zwerg in Gefangenschaft abgenommen hatte.[10]

Etymologie

Der Name Thorin ist altnordisch und bedeutet ‚der Tapfere‘.[11]

Richard Armitage als Thorin Eichenschild, Zeichnung: Ardapedia-Nutzerin LuthiensTochter

Hobbit-Trilogie

In Peter Jacksons Interpretation vom Hobbit wird Thorin von Richard Armitage verkörpert. Er wird erheblich jünger als Balin dargestellt, obgleich er 17 Jahre älter als dieser ist. Außerdem wird Thorin anstatt von Bolgs Leibwache von Azog getötet, während er diesen tötet.[12]

Sonstiges

  • Thorin war sehr stolz und galt zu seiner Zeit, auch unter den anderen Bewohnern Eriadors, als außerordentlich wichtige Persönlichkeit. Er besaß einen eher einschläfernden Redestil, spielte eine wundervolle goldene Harfe, konnte Rauchringe schicken, wohin er wollte und trug eine himmelblaue Kapuze mit einer langen silbernen Quaste.[5]
  • Thorin & Co. nannte sich die Gruppe der Zwerge, die mit Bilbo Beutlin zum Erebor reisten.[13]

Links

Thorin Eichenschild wird erwähnt im Podcast zu Brief 11b

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Das Dritte Zeitalter, Kapitel III: Die Fahrt zum Erebor.
  2. J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Zehntes Kapitel: Ein begeisterter Empfang.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang A (III): Durins Volk.
  4. J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Drittes Kapitel: Eine kurze Rast
  5. 5,0 5,1 J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Kapitel I: Eine unvorhergesehene Gesellschaft.
  6. J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Viertes Kapitel: Über den Berg und unter den Berg.
  7. J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Achtes Kapitel: Fliegen und Spinnen.
  8. J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Fünfzehntes Kapitel: Die Wolken sammeln sich.
  9. J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Siebzehntes Kapitel: Die Wolken bersten.
  10. J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Achtzehntes Kapitel: Der Weg zurück.
  11. Rudolf Simek: Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie 3. Personennamen skandinavischer Herkunft: Zwerge in der Edda und bei Tolkien.
  12. Peter Jackson: Hobbit-Filmtrilogie. New Line Cinema, Metro-Goldwyn-Mayer, WingNut Films.
  13. J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Zweites Kapitel: Hammelbraten.