Dáin II.: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Dáin II. Eisenfuß''' (Original: ''Ironfoot''; [[Altnordisch]]: ‚der Gestorbene‘ (?)) ist im [[Legendarium]] ein König der [[Durins Volk|Langbärte]].
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|Name          = Dáin II.
|Bild          = 
|Bildinfo      = 


==Zeitangaben==
|Bekannt für  =
|Bekannt für 2 =
|Bekannt für 3 =


* geboren 2767 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]]
|Titel        =  Herr der Eisenberge<br>[[König unter dem Berg]]<br>König von Durins Volk
* gestorben [[17. März]] 3019 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]]


==Volk==
|Aussprache    =
|Andere Namen  = Dáin Eisenfuß


[[Zwerge]], [[Durins Volk]]
|Geboren      =  2767 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]]
|Gestorben    =  [[17. März]] 3019 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]]
|Volk          =  [[Zwerge]], [[Durins Volk]]
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'''Dáin II. Eisenfuß''' (Original: ''Ironfoot'') ist im [[Legendarium]] ein König der [[Durins Volk|Langbärte]].


==Beschreibung==
==Beschreibung==
Dáin II., Sohn von [[Náin (Sohn von Grór)|Náin]] und Enkel von [[Grór]], lebte lange Jahre in den [[Eisenberge (Rhûn)|Eisenbergen]].


Dáin II., Sohn von [[Náin (Sohn von Grór)|Náin]] und Enkel von [[Grór]], lebte lange Jahre in den [[Eisenberge (Rhûn)|Eisenbergen]].  
===Schlacht von Azanulbizar===
In der [[Schlacht von Azanulbizar]] 2799 D. Z. rächte er seinen zuvor gefallenen Vater und tötete den Orkanführer [[Azog]]. Eine große Tat, zumal Dáin zu dieser Zeit erst 32 Jahre alt, und damit für einen Zwerg noch sehr jung war. Unmittelbar danach erblickte an den Toren [[Khazad-dûm]]s im Inneren der Mine [[Durins Fluch]], kehrte grau im Gesicht zurück ins Freie und riet [[Thráin II.]] trotz des Siegs über die [[Orks]] davon ab, die Zwergenbinge zu besetzen. Erst müsse die Welt anders werden, bevor Durins Volk wieder nach Moria hineingehen könne.<ref name="Anhang"></ref>
 
===Schlacht der Fünf Heere===
Im Jahre 2941 D. Z. erhielt Dáin mit Hilfe von [[Raben]] Nachricht von seinem Vetter [[Thorin Eichenschild]], der ihn um kriegerischen Beistand bei der Verteidigung von [[Smaug]]s Hort im Einsamen Berg bat.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit|Der Hobbit]]''. Fünfzehntes Kapitel: ''Die Wolken sammeln sich''.</ref> Sofort zog er mit einem gut gerüsteten Heer seines Volkes gen [[Erebor]].<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit|Der Hobbit]]''. Sechzehntes Kapitel: ''Ein Dieb in der Nacht''.</ref>Als er ankam fand er den Berg von [[Menschen am Langen See|Menschen]] und [[Waldelben|Elben]] belagert. Dáin war für einen anscheinend unvermeidlichen Kampf gegen sie bereit, doch die Ankunft der Heere der [[Orks]] und [[Warge]] verhinderte dies. Er und sein Volk kämpften in der [[Schlacht der Fünf Heere]], wo Thorin fiel.<ref name="Kapitel 17" >[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit|Der Hobbit]]''. Siebzehntes Kapitel: ''Die Wolken bersten''.</ref> Dáin wurde daraufhin sowohl König von Durins Volk, als auch [[König unter dem Berg]]. Er teilte den Schatz des [[Drachen]] gerecht auf, sorgte damit für Versöhnung mit den Menschen und Elben und machte das [[Königreich unter dem Berg]] erneut zu einem großen Zwergenreich.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der kleine Hobbit|Der Hobbit]]''. Achtzehntes Kapitel: ''Der Rückweg''.</ref>
 
===Ringkrieg===
3018 D. Z. war Dáin immer noch König unter Berg, märchenhaft reich und ein weiser Herrscher.<ref name=“HdR2,1“>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Zweites Buch, Erstes Kapitel: ''Viele Begegnungen''.</ref> Im selben Jahr kam ein von [[Sauron]] gesandter Bote, ein [[Nazgûl|Schwarzen Reiter]], in das Land um den Einsamen Berg, der sowohl mit dem Zwergenkönig, als auch mit König [[Brand]] von [[Thal]] zu verhandeln suchten. Sauron, so die Botschaft, bitte um Unterstützung bei der Suche nach einem [[Hobbits|Hobbit]], der einen unbedeutenden [[Der Eine Ring|Ring]] bei sich trüge. Beide Herrscher antworteten ausweichend und ablehnend, trotz verlockender Versprechungen: so wurden Dáin für den Fund des „Diebes“ drei der [[Sieben Ringe]] versprochen.<ref name=“HdR2,2“></ref>
 
Der Zwergenkönig sandte schließlich [[Glóin (Sohn von Gróin)|Glóin]] und seinen Sohn [[Gimli]] zum [[Rat von Elrond]] nach [[Bruchtal]], um [[Bilbo Beutlin]] zu warnen und um Rat zu bitten.<ref name=“HdR2,2“>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Zweites Buch, Zweites Kapitel: ''Der Rat von Elrond''.</ref>


In der [[Schlacht von Azanulbizar]] 2799 D. Z. rächte er seinen zuvor gefallenen Vater und tötete den Orkanführer [[Azog]]. Eine große Tat, zumal Dáin zu dieser Zeit erst 32 Jahre alt, und damit für einen Zwerg noch sehr jung war. Er erblickte an den Toren [[Khazad-dûm]]s [[Durins Fluch]] und riet [[Thráin II.]] davon ab, die Zwergenbinge zu besetzen.
Ein Jahr später, im März 3019 D. Z, wurde das Land um den Erebor von der Nordarmee des Dunklen Herrschers, [[Ostlinge]]n aus [[Rhûn]] angegriffen.


Im Jahre 2941 D. Z. erhielt Dáin Nachricht von seinem Vetter [[Thorin Eichenschild]], der ihn um kriegerischen Beistand bei der Verteidigung von [[Smaug]]s Hort bat. Sofort zog er mit einem gut gerüsteten Heer seines Volkes gen [[Erebor]]. Als er ankam fand er den Berg von [[Menschen am Langen See|Menschen]] und [[Waldelben|Elben]] belagert. Dáin war für einen anscheinend unvermeidlichen Kampf gegen sie bereit, doch die Ankunft der Heere der [[Orks]] und [[Warge]] verhinderte dies. Er und sein Volk kämpften in der [[Schlacht der Fünf Heere]], wo Thorin fiel. Dáin wurde daraufhin sowohl König von Durins Volk, als auch [[König unter dem Berg]]. Er teilte den Schatz des [[Drachen]] gerecht auf und machte das [[Königreich unter dem Berg]] erneut zu einem großen Zwergenreich.
Bei Thal trafen Saurons Truppen am [[15. März|15.]] 3019 auf die [[Durins Volk|Zwergen]]- und [[Menschen von Thal|Menschen]]-Heere unter König Dáin und König Brand. Während der dreitägigen Schlacht, gewannen die Ostlinge jedoch die Überhand und die Verteidiger mussten sich in nordwestlicher Richtung zum Erebor zurückziehen. Vor dem Tor des Erebor fiel schließlich König Brand. Dáin, der bei der [[Schlacht von Thal]] bereits 252 Jahre alt, verteidigte den Leichnam von Brand, bis er im Abendgrauen des [[17. März]] ebenfalls erschlagen wurde. Der Rest des Heeres, nun unter Befehl von Söhne der beiden gefallenen Herrscher, [[Thorin III.]] und [[Bard II.]], zog sich in den Berg zurück, wo sie belagert wurden. Erst durch Saurons Sturz am am 25. März wendete sich das Blatt wieder.<ref name=“Jahre“> [[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Anhang B: ''Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande)''. Das Dritte Zeitalter: Die Gr0ßen Jahre.</ref><ref name="Erebor">[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.): ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Das Dritte Zeitalter, Kapitel III: ''Die Fahrt zum Erebor''.</ref>
Dáins Sohn und Nachfolger war [[Thorin III.|Thorin III. Steinhelm]].<ref name="Anhang"></ref>


3018 D. Z. war Dáin immer noch König unter Berg, märchenhaft reich und ein weiser Herrscher. Im selben Jahr kamen von [[Sauron]] gesandte Boten in das Land um den Einsamen Berg, es waren [[Nazgûl]], die sowohl mit dem Zwergenkönig, als auch mit König [[Brand]] von [[Thal]] zu verhandeln suchten. Sie baten um Kooperation bei der Suche nach einem [[Hobbits|Hobbit]], der einen unbedeutenden [[Der Eine Ring|Ring]] bei sich trüge. Beide Herrscher lehnten jedoch, trotz verlockender Versprechungen, ab. Dáin, dem klar war, wen die Dunkle Macht suchte, schickte kurz darauf [[Glóin (Sohn von Gróin)|Glóin]] und dessen Sohn [[Gimli]] zu [[Elronds Rat]] nach [[Bruchtal]], wo sie um Rat bitten sollten.
Gandalf gedachte Dáins letzten Kampf mit den Worten


Ein Jahr später wurde das Land um den Erebor von einer Armee des Dunklen Herrschers angegriffen. Bei dieser Schlacht, der [[Schlacht von Thal]], fiel Dáin im hohen Alter von 252 Jahren, als er den Leichnam von König [[Brand]] verteidigte.
{{Zitat|Text=Es hätte wirklich alles ganz anders verlaufen können. Der Hauptangriff war nach Süden abgelenkt, das ist wahr, und doch hätte Sauron mit seiner weit ausgestreckten rechten Hand im Norden schreckliches Unheil anrichten können, während wir Gondor verteidigten, hätten ihm König Brand und König Dáin nicht im Wege gestanden. Wenn ihr an die große Schlacht von Pelennor denkt, vergesst nicht die Schlacht in Thal.|Autor=[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]] (ed.)|Quelle=''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Übersetzt von [[Hans J. Schütz]]. [[Klett-Cotta]], Stuttgart 2020. Teil Drei: ''Das Dritte Zeitalter''. III. ''Die Fahrt zum Erebor'' S. 512f.}}


Sein Sohn und Nachfolger war [[Thorin III.|Thorin III. Steinhelm]]. Können wir einer Anmerkung [[J. R. R. Tolkien]]s glauben, so hatte Dáin auch noch zwei Töchter<ref>Zwergenfrauen wurden in den Genealogien nur selten aufgeführt. Der Name der einzigen bekannten Zwergenfrau [[Dís]] wurde nur wegen des Todes ihrer beiden Söhne Fili und Kili in der Schlacht der Fünf Heere überliefert. Indirekt kann man aber manchmal erkennen, dass das älteste Kind eines Zwergs eine Tochter war. Ein Zwerg bekam in der Regel im Alter von 100 Jahren sein erstes Kind; weitere folgten dann im Abstand von etwa 10 Jahren. Ist nun der älteste im Stammbaum aufgeführte Sohn etwa 110 Jahre jünger als der Vater, deutet das auf eine ältere Tochter hin.</ref>.
==Stammbaum==
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{{Stammbaum/ende}}


==Der Hobbit-Trilogie==
==Der Hobbit-Trilogie==
In [[Peter Jackson]]s [[Der Hobbit (Filmtrilogie)|Hobbit-Verfilmung]] wird Dáin Eisenfuß von [[Billy Connolly]] gespielt.
In [[Peter Jackson]]s [[Der Hobbit (Filmtrilogie)|Hobbit-Verfilmung]] kommt Dáin Eisenfuß im letzten Teil der Trilogie vor. Er wird von [[Billy Connolly]] gespielt.
===Die Schlacht der fünf Heere===
Dáin nimmt an der [[Schlacht der fünf Heere]] teil. Er reitet auf einem riesigen Eber und ist mit einem Hammer bewaffnet.


==Anmerkungen==
Dáin nimmt dort an der [[Schlacht der fünf Heere]] teil, reitet dabei auf einem riesigen Eber und ist mit einem Hammer bewaffnet.<ref>[[Peter Jackson]]: ''[[Der Hobbit (Film)|Hobbit-Filmtrilogie]]''. [[New Line Cinema]], [[Metro-Goldwyn-Mayer]], [[WingNut Films]].</ref>


<references/>
==Etymologie==
Der Name ''Dáin'' ist [[Altnordisch|altnordisch]] und stammt aus der [[Edda|Älteren Edda]]. Er wird in der ''[[Völuspá]]'' genannt.<ref>Karl Simrock, (Übersetzer u. Herausgeber): ''Die Edda – Nordische Götter- und Heldensagen'' I. Die ältere Edda. 1. ''Wöluspa''.</ref>. Die Bedeutung des Namen ist vermutlich ‚der Gestorbene‘, da dā-inn gestorben bedeuten soll. <ref>Gerhard Köbler:  ''Grammatikalisches Wörterbuch des Altnordischen'' Online [https://www.koeblergerhard.de/germanistischewoerterbuecher/altnordischeswoerterbuch/gram-an.pdf]</ref>


==Sonstiges==
==Sonstiges==
 
* Dáins Volk war das einzige, das in der Lage war, [[Panzerhosen]] herzustellen.<ref name="Kapitel 17" ></ref>
* Dáins Volk war das einzige, das in der Lage war, [[Panzerhosen]] herzustellen.
* Dáin wird erwähnt im [https://www.tolkiens-briefe.de/23-tolkiens-brief-011b Podcast zu Brief 11b]
* Dáin wird erwähnt im [https://www.tolkiens-briefe.de/23-tolkiens-brief-011b Podcast zu Brief 11b]


==Quellen==
==Quellen==
<references/>


* J. R. R. Tolkien: ''[[Der kleine Hobbit|Der Hobbit]]''.
** Kapitel XV: ''Die Wolken sammeln sich''.
** Kapitel XVI: ''Ein Dieb in der Nacht''.
** Kapitel XVII: ''Die Wolken bersten''.
** Kapitel XVIII: ''Der Weg zurück''.
* J. R. R. Tolkien: ''[[Der Herr der Ringe]]''.
** Zweites Buch, Zweites Kapitel: ''Der Rat von Elrond''.
** Anhang A (III.): ''Durins Volk''.
** Anhang B: ''Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande)''.
* J. R. R. Tolkien: ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]].
** Teil III, III. ''Die Fahrt zum Erebor''.
* J. R. R. Tolkien: ''[[The Peoples of Middle-earth]]''. Herausgegeben von Christopher Tolkien.
** Part One, IX ''The Making of Appendix A'', (iv.) ''Durin's Folk''.
* [http://homepage.uibk.ac.at/~c30310/anwbhinw.html Altnordisches Wörterbuch] siehe unter '''D''' ''dainn''.


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Version vom 6. November 2026, 15:53 Uhr

Dáin II.
Titel
Herr der Eisenberge
König unter dem Berg
König von Durins Volk
Eckdaten
Andere Namen Dáin Eisenfuß
Geboren 2767 D. Z.
Gestorben 17. März 3019 D. Z.
Volk Zwerge, Durins Volk
Ort Eisenberge (Rhûn)
Erebor[1]
Familie
Vater Náin
Kinder Thorin III.[1]

Dáin II. Eisenfuß (Original: Ironfoot) ist im Legendarium ein König der Langbärte.

Beschreibung

Dáin II., Sohn von Náin und Enkel von Grór, lebte lange Jahre in den Eisenbergen.

Schlacht von Azanulbizar

In der Schlacht von Azanulbizar 2799 D. Z. rächte er seinen zuvor gefallenen Vater und tötete den Orkanführer Azog. Eine große Tat, zumal Dáin zu dieser Zeit erst 32 Jahre alt, und damit für einen Zwerg noch sehr jung war. Unmittelbar danach erblickte an den Toren Khazad-dûms im Inneren der Mine Durins Fluch, kehrte grau im Gesicht zurück ins Freie und riet Thráin II. trotz des Siegs über die Orks davon ab, die Zwergenbinge zu besetzen. Erst müsse die Welt anders werden, bevor Durins Volk wieder nach Moria hineingehen könne.[1]

Schlacht der Fünf Heere

Im Jahre 2941 D. Z. erhielt Dáin mit Hilfe von Raben Nachricht von seinem Vetter Thorin Eichenschild, der ihn um kriegerischen Beistand bei der Verteidigung von Smaugs Hort im Einsamen Berg bat.[2] Sofort zog er mit einem gut gerüsteten Heer seines Volkes gen Erebor.[3]Als er ankam fand er den Berg von Menschen und Elben belagert. Dáin war für einen anscheinend unvermeidlichen Kampf gegen sie bereit, doch die Ankunft der Heere der Orks und Warge verhinderte dies. Er und sein Volk kämpften in der Schlacht der Fünf Heere, wo Thorin fiel.[4] Dáin wurde daraufhin sowohl König von Durins Volk, als auch König unter dem Berg. Er teilte den Schatz des Drachen gerecht auf, sorgte damit für Versöhnung mit den Menschen und Elben und machte das Königreich unter dem Berg erneut zu einem großen Zwergenreich.[5]

Ringkrieg

3018 D. Z. war Dáin immer noch König unter Berg, märchenhaft reich und ein weiser Herrscher.[6] Im selben Jahr kam ein von Sauron gesandter Bote, ein Schwarzen Reiter, in das Land um den Einsamen Berg, der sowohl mit dem Zwergenkönig, als auch mit König Brand von Thal zu verhandeln suchten. Sauron, so die Botschaft, bitte um Unterstützung bei der Suche nach einem Hobbit, der einen unbedeutenden Ring bei sich trüge. Beide Herrscher antworteten ausweichend und ablehnend, trotz verlockender Versprechungen: so wurden Dáin für den Fund des „Diebes“ drei der Sieben Ringe versprochen.[7]

Der Zwergenkönig sandte schließlich Glóin und seinen Sohn Gimli zum Rat von Elrond nach Bruchtal, um Bilbo Beutlin zu warnen und um Rat zu bitten.[7]

Ein Jahr später, im März 3019 D. Z, wurde das Land um den Erebor von der Nordarmee des Dunklen Herrschers, Ostlingen aus Rhûn angegriffen.

Bei Thal trafen Saurons Truppen am 15. 3019 auf die Zwergen- und Menschen-Heere unter König Dáin und König Brand. Während der dreitägigen Schlacht, gewannen die Ostlinge jedoch die Überhand und die Verteidiger mussten sich in nordwestlicher Richtung zum Erebor zurückziehen. Vor dem Tor des Erebor fiel schließlich König Brand. Dáin, der bei der Schlacht von Thal bereits 252 Jahre alt, verteidigte den Leichnam von Brand, bis er im Abendgrauen des 17. März ebenfalls erschlagen wurde. Der Rest des Heeres, nun unter Befehl von Söhne der beiden gefallenen Herrscher, Thorin III. und Bard II., zog sich in den Berg zurück, wo sie belagert wurden. Erst durch Saurons Sturz am am 25. März wendete sich das Blatt wieder.[8][9] Dáins Sohn und Nachfolger war Thorin III. Steinhelm.[1]

Gandalf gedachte Dáins letzten Kampf mit den Worten

„ Es hätte wirklich alles ganz anders verlaufen können. Der Hauptangriff war nach Süden abgelenkt, das ist wahr, und doch hätte Sauron mit seiner weit ausgestreckten rechten Hand im Norden schreckliches Unheil anrichten können, während wir Gondor verteidigten, hätten ihm König Brand und König Dáin nicht im Wege gestanden. Wenn ihr an die große Schlacht von Pelennor denkt, vergesst nicht die Schlacht in Thal. “

— J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 2020. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter. III. Die Fahrt zum Erebor S. 512f.

Stammbaum

Náin II.
Dáin I.
Borin
Thrór
Frór
Grór
Farin
Thráin
Náin
Fundin
Gróin
Thorin II.
Frerin
Dís
Dáin II.
Balin
Dwalin
Óin
Glóin
Fíli
Kíli
Thorin III.
Gimli
Durin VII.

Der Hobbit-Trilogie

In Peter Jacksons Hobbit-Verfilmung kommt Dáin Eisenfuß im letzten Teil der Trilogie vor. Er wird von Billy Connolly gespielt.

Dáin nimmt dort an der Schlacht der fünf Heere teil, reitet dabei auf einem riesigen Eber und ist mit einem Hammer bewaffnet.[10]

Etymologie

Der Name Dáin ist altnordisch und stammt aus der Älteren Edda. Er wird in der Völuspá genannt.[11]. Die Bedeutung des Namen ist vermutlich ‚der Gestorbene‘, da dā-inn gestorben bedeuten soll. [12]

Sonstiges

Quellen

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang A (III): Durins Volk.
  2. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Fünfzehntes Kapitel: Die Wolken sammeln sich.
  3. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Sechzehntes Kapitel: Ein Dieb in der Nacht.
  4. ↑ 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Siebzehntes Kapitel: Die Wolken bersten.
  5. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Achtzehntes Kapitel: Der Rückweg.
  6. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Zweites Buch, Erstes Kapitel: Viele Begegnungen.
  7. ↑ 7,0 7,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Zweites Buch, Zweites Kapitel: Der Rat von Elrond.
  8. ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang B: Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande). Das Dritte Zeitalter: Die Gr0ßen Jahre.
  9. ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Das Dritte Zeitalter, Kapitel III: Die Fahrt zum Erebor.
  10. ↑ Peter Jackson: Hobbit-Filmtrilogie. New Line Cinema, Metro-Goldwyn-Mayer, WingNut Films.
  11. ↑ Karl Simrock, (Übersetzer u. Herausgeber): Die Edda – Nordische Götter- und Heldensagen I. Die ältere Edda. 1. Wöluspa.
  12. ↑ Gerhard Köbler: Grammatikalisches Wörterbuch des Altnordischen Online [1]


Vorgänger Herr der Eisenberge Nachfolger
Grór 2805 – 3019 D. Z. vielleicht Thorin III.
Vorgänger König von Durins Volk Nachfolger
Thorin II. 2941 – 3019 D. Z. Thorin III.
Vorgänger König unter dem Berg Nachfolger
Thorin II. 2941 – 3019 D. Z. Thorin III.