Mathom-Haus: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 9. Februar 2026, 17:16 Uhr
| Mathom-Haus | |
|---|---|
| Das Mathom-Haus in Michelbinge (Bild: Miriam Ellis) | |
| Eckdaten | |
| Andere Namen | Mathomhaus[1] Museum von Michelbinge[2] |
| Ort | Michelbinge, Westviertel, Auenland[1] |
| Typ | Museum[1] |
Das Mathom-Haus (Original Mathom-house) ist im Legendarium das Museum von Michelbinge im Auenland.
Beschreibung
Das Mathom-Haus war ein Museum in Michelbinge. Der Name des Museums bezog sich auf den Begriff „Mathom“. Dieses Wort gebrauchten Hobbits für Gegenstände, die sie gerade nicht gebrauchen konnten, aber auch nicht wegwerfen wollten.
Das Museum beherbergte unter anderem eine große Anzahl an Waffen, was es zum einzigen größeren Waffenlager im Auenland zur Zeit des Ringkriegs machte.[1]
Legendarium
Bilbo Beutlin lieh dem Mathomhaus sein Mithril-Hemd, das er von den Zwergen als Geschenk auf seiner Reise zum Erebor erhalten hatte.[3] Als er das Auenland im Jahre 3001 D. Z. (1401 A. Z.) D. Z. verließ, nahm er das Mithril-Hemd wieder an sich, womit die Leihgabe beendet war.[4]
Als die Gemeinschaft des Ringes die Minen von Moria durchquerte und über Mithril sprach, erwähnte Gandalf, dass Bilbo einst einen Harnisch aus Mithril-Ringen besessen habe. Er meinte, dass er gerne wissen würde, wo dieser geblieben sei, und mutmaßte, dass es vermutlich noch im Museum von Michelbinge verstaube.[2]
Etymologie
- Mathom ist eine Ableitung des altenglischen Wortes máðm, das precious thing (wertvolles Ding) bzw. treasure (Schatz) bedeutet.[5]
- J. R. R. Tolkien wählte das Wort Máthum als Übersetzung für das Wort kastu der Rohirrim, das ebenfalls die Bedeutung treasure (Schatz) oder rich gift (wertvolles Geschenk) hatte. Das Horn, das Meriadoc Brandybock von Lady Éowyn als Abschiedsgeschenk erhielt, gilt als ein Beispiel für ein solches Máthum.[6]
- Das Rohirrische war mit der Sprache der nördlichen Hobbits verwandt. Das sprachverwandte Wort käst der Hobbits wurde von Tolkien mit Mathom übersetzt. Dabei unterschied sich jedoch die Bedeutung. Während die Rohirrim unter Máthum ein wertvolles Geschenk verstanden, bezeichneten die Hobbits mit Mathom eher brauchbare, aber gerade entbehrliche Gegenstände.[6][7]
- In seiner Nomenclature of The Lord of the Rings erklärte Tolkien, dass das Wort Mathom nicht übersetzt werden solle, da es sich um ein typisches hobbitisches Wort handle.[5]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Prolog: Über Hobbits
- ↑ 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch II, Viertes Kapitel: Eine Wanderung im Dunkeln
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Neunzehntes Kapitel: Das letzte Kapitel
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Prolog: Vom Ringfund
- ↑ 5,0 5,1 Wayne G. Hammond, Christina Scull: The Lord of the Rings: A Reader’s Companion. Nomenclature of the Lord of the Rings, S. 782
- ↑ 6,0 6,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part One: The Prologue and Appendices to The Lord of the Rings, Kapitel II The Appendix on Languages, S. 39
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang F, Sprachen und Völker des Dritten Zeitalters: Zur Übersetzung
