Groß-Smials: Unterschied zwischen den Versionen
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In dem weitverzweigten Höhlenkomplex lebten mehrere Generationen der Familie Tuk gleichzeitig. Das jeweilige Familienoberhaupt war die höchste Autorität und regelte das Zusammenleben im Familiensitz. Da [[Hobbits]] friedlich waren und sich untereinander nie bekämpft hatten, herrschten in den Groß-Smials im Allgemeinen Frieden und weitgehende Eintracht.<ref name=“Prolog“></ref> | |||
Über die genaue Aufteilung der Räumlichkeiten ist nur wenig bekannt. Der Haupteingang wurde als „[[Große Tür]]“ bezeichnet; von dort führten Treppenstufen in den darunterliegenden Garten. Bekannt ist, dass der [[Alter Tuk|Alte Tuk]] im „Alten Saal“ in den Groß-Smials lebte, einem sehr großen Raum, dessen Einrichtung über Generationen hinweg unverändert geblieben war. [[Peregrin Tuk]] verglich später den [[Fangorn|Fangornwald]] mit diesem Saal.<ref name=“HdR2,4“></ref> Ferner ist bekannt, dass [[Ferumbras Tuk III.]] in den Groß-Smials ein eigenes „Junggesellen-Appartment“ bewohnte.<ref name=“Brief214“>[[J. R. R. Tolkien]], [[Humphrey Carpenter]] (ed.): ''[[Briefe]]''. [[Brief 214]]: ''An A. C. Nunn''</ref> | |||
In den Groß-Smials befand sich außerdem eine umfangreiche Bibliothek. Während seiner Zeit als Thain sammelte Peregrin Tuk zahlreiche Handschriften aus Gondor, insbesondere Abschriften oder Zusammenfassungen der Geschichte [[Elendil der Lange|Elendils]] und seiner Nachfahren, darunter die Geschichte [[Númenor]]s und den Aufstieg [[Sauron]]s. Das [[Buch des Thains]], die erste Abschrift des [[Rotes Buch der Westmark|Roten Buches der Westmark]], wurde hier aufbewahrt. Vermutlich wurden in den Groß-Smials auch die ''Erzählung der Jahre'' zusammengestellt<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Prolog: ''Vom Ringfund'', ''Anmerkungen zu den Aufzeichnungen vom Auenland''</ref> sowie das Jahrbuch von Tuckbergen, die sogenannte [[Gelbhülle]], aufbewahrt.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Anhang D: ''Die Kalender''</ref> | |||
== Legendarium == | |||
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Das Wort ''Smial'' ist eine von [[J. R. R. Tolkien]] auf der Grundlage des altenglischen Wortes ''smygel'' konstruierte Übersetzung des [[hobbitisch]]en ''trân'', das mit dem [[Sprache der Rohirrim|rohirrischen]] ''trahan'' verwandt ist. Alle diese Begriffe bezeichnen einen Höhlenbau.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]'', Anhang F. II: ''Zur Übersetzung''.</ref> | |||
== Sonstiges == | |||
Neben den Groß-Smials von Tuckbergen gab es nur einen weiteren hobbitischen Familiensitz in vergleichbarer Größe: das [[Brandygut]] in [[Bockland]].<ref name=“Prolog“></ref> | |||
==Quellen== | == Quellen == | ||
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Aktuelle Version vom 7. Februar 2026, 11:43 Uhr
| Groß-Smials | |
|---|---|
| Eckdaten | |
| Andere Namen | Große Behausung der Tuks[1] Großes Smial der Tuks[2] |
| Ort | Tuckbergen, Westviertel, Auenland[3][4] |
| Typ | Hobbithöhlen |
| Bewohner und Geschichte | |
| Bewohner | Tuks |
| Gründung | 2683 D. Z. (1083 A. Z.)[5] |
Die Groß-Smials (Original Great Smials) sind im Legendarium ein weitläufiger Hobbithöhlenkomplex und der Stammsitz der Familie Tuk im Auenland.
Geographie
Die Groß-Smials befanden sich in Tuckbergen, an den nordwestlichen Hängen der Grünberge im Westviertel des Auenlandes.[3][4]
Beschreibung
Die Groß-Smials wurden im 27. Jahrhundert des Dritten Zeitalters als Stammsitz der Familie Tuk, einer angesehenen, wohlhabenden und einflussreichen Familie des Auenlandes, gegründet. Thain Isegrim Tuk II. begann um 2683 D. Z. (1083 A. Z.) mit den Grabungen.[5][6][7]
In dem weitverzweigten Höhlenkomplex lebten mehrere Generationen der Familie Tuk gleichzeitig. Das jeweilige Familienoberhaupt war die höchste Autorität und regelte das Zusammenleben im Familiensitz. Da Hobbits friedlich waren und sich untereinander nie bekämpft hatten, herrschten in den Groß-Smials im Allgemeinen Frieden und weitgehende Eintracht.[6]
Über die genaue Aufteilung der Räumlichkeiten ist nur wenig bekannt. Der Haupteingang wurde als „Große Tür“ bezeichnet; von dort führten Treppenstufen in den darunterliegenden Garten. Bekannt ist, dass der Alte Tuk im „Alten Saal“ in den Groß-Smials lebte, einem sehr großen Raum, dessen Einrichtung über Generationen hinweg unverändert geblieben war. Peregrin Tuk verglich später den Fangornwald mit diesem Saal.[3] Ferner ist bekannt, dass Ferumbras Tuk III. in den Groß-Smials ein eigenes „Junggesellen-Appartment“ bewohnte.[8]
In den Groß-Smials befand sich außerdem eine umfangreiche Bibliothek. Während seiner Zeit als Thain sammelte Peregrin Tuk zahlreiche Handschriften aus Gondor, insbesondere Abschriften oder Zusammenfassungen der Geschichte Elendils und seiner Nachfahren, darunter die Geschichte Númenors und den Aufstieg Saurons. Das Buch des Thains, die erste Abschrift des Roten Buches der Westmark, wurde hier aufbewahrt. Vermutlich wurden in den Groß-Smials auch die Erzählung der Jahre zusammengestellt[9] sowie das Jahrbuch von Tuckbergen, die sogenannte Gelbhülle, aufbewahrt.[10]
Legendarium
Lalia Tuk, das damalige Oberhaupt der Familie Tuk, ließ sich häufig an schönen Tagen in ihrem Rollstuhl zur Großen Tür schieben, um dort die Morgenluft zu genießen. Im Frühling des Jahres 3002 D. Z. (1402 A. Z.) stürzte sie in Folge eines Unfalls und kam dabei ums Leben. Ihre tollpatschige Begleiterin hatte den Rollstuhl über die Schwelle gewuchtet, wodurch Lalia die Treppenstufen hinunter in den Garten stürzte. Obwohl die Familie Tuk bemüht war, keine Gerüchte aufkommen zu lassen, wurde weithin darüber gesprochen, dass Pippins Schwester Perle für das Missgeschick verantwortlich gewesen war.[8][11]
Während der Besetzung des Auenlandes wollte der amtierende Thain Paladin Tuk II. von Anfang an nichts mit dem Aufrührer Lotho Sackheim-Beutlin zu tun haben. Nachdem Lotho Strolche ins Tukland geschickt hatte, kamen drei von ihnen ums Leben, woraufhin sich die Tuks in den Groß-Smials verschanzten. Bis zum Ende des Ringkriegs standen die Smials nun unter ständiger Bewachung.[12]
Etymologie
Das Wort Smial ist eine von J. R. R. Tolkien auf der Grundlage des altenglischen Wortes smygel konstruierte Übersetzung des hobbitischen trân, das mit dem rohirrischen trahan verwandt ist. Alle diese Begriffe bezeichnen einen Höhlenbau.[13]
Sonstiges
Neben den Groß-Smials von Tuckbergen gab es nur einen weiteren hobbitischen Familiensitz in vergleichbarer Größe: das Brandygut in Bockland.[6]
Quellen
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux. 9. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2025. Buch III, Viertes Kapitel: Baumbart, S. 51
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Wolfgang Krege. Klett-Cotta, Stuttgart 2002. Buch III, Viertes Kapitel: Baumbart, S. 57
- ↑ 3,0 3,1 3,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch III, Viertes Kapitel: Baumbart
- ↑ 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Prolog: Ein Teil des Auenlands
- ↑ 5,0 5,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang B, Die Aufzählung der Jahre: Das Dritte Zeitalter
- ↑ 6,0 6,1 6,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Prolog: Über Hobbits
- ↑ J. R. R. Tolkien, Humphrey Carpenter (ed.): Briefe. Brief 25: An den Redakteur des Observers
- ↑ 8,0 8,1 J. R. R. Tolkien, Humphrey Carpenter (ed.): Briefe. Brief 214: An A. C. Nunn
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Prolog: Vom Ringfund, Anmerkungen zu den Aufzeichnungen vom Auenland
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang D: Die Kalender
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang C, Ahnentafeln: Tuk von Groß-Smials
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Buch VI, Achtes Kapitel: Die Befreiung des Auenlandes
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe, Anhang F. II: Zur Übersetzung.
