Uinen

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Uinen, eine Maia im Dienste Ulmos.

Volk

Ainur, Maiar

Beschreibung

Mit ihrem Gemahl Osse war Uinen die bekannteste der Maiar. Zusammen mit ihm hatte sie die Befehlsgewalt über die Wellen, Strömungen und die geringeren Meere inne. Dazu zählte auch das große Meer.[1] Sie war bei den Seeleuten, besonders bei den Númenórern, die sie genauso verehrten wie die Valar, sehr beliebt, denn sie besänftige ihren Gatten, der die wilden Winde liebte, und zähmte die Wellen.[2] Sie legte in der Bucht von Rómenna die nach ihr benannte Insel Tol Uinen an.[3]

Sie liebte alles Leben, ob Pflanzen oder Tiere, das sich in den salzigen Fluten bewegte.[2] Besonders bezaubert war sie von den Teleri. Nach dem Sippenmord von Alqualonde beweinte sie die Teleri, woraufhin sich die See aufbäumte und viele Schiffe der Noldor verschlang.[4]

Sonstiges

  • Im Leithian-Lied besang Lúthien Uinens Haar als das Längste, was auf der Welt zu finden sei, da es sich durch alle Wasser zog.[5]
  • Valandil nannte Erendis Uinéniel, Tochter Uinens. Erendis bezeichnete sich daraufhin als „Freundin Uinens“.[6]
  • Die Mitglieder der Gilde der Wagemutigen wurden Uinendili genannt, die „Geliebten Uinens“.[3]

Andere Namen

  • Herrin der Meere
  • Gebieterin der See

Werkgeschichte

Eine Seejungfrau

Im Buch der Verschollenen Geschichten ist ihr Name Ónen (ursprünglich Ówen). Ihr Gefolge sind die Oarni oder Seejungfrauen, die zu Earendil kommen, nachdem er sich an den Ufern des Sirion niedergelassen hatte und ihm, während er mit ihnen am Ufer spielt, das Schwimmen und den Bootbau lehren. Auch schenken sie ihm einen wunderbar leuchtenden Mantel aus Silber. Nachdem Earendil schließlich bei seinem zweiten Versuch, nach Mandos zu fahren, Schiffbruch erleidet, retten die Oarni ihn und bringen ihn zum Sirion zurück. Schließlich halfen sie ihm beim Bau seines neuen Schiffes Vingilot. Die ganze Zeit über scheint Ulmo die Liebe zwischen den Oarni und Earendil missbilligt zu haben.[7] Ónen spann die Fäden, an denen die Segel des Mondschiffes befestig waren, aus weißen Nebeln und Gischt. Wer die Zauberinseln betrat, wurde in Netze aus ihrem Haar eingesponnen.[8]

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, I Vom Anbeginn der Tage.
  2. 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (Hrsg.): Das Silmarillion. Valaquenta. Von den Maiar
  3. 3,0 3,1 J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Teil 2: Das Zweite Zeitalter. I Eine Beschreibung der Insel Númenor
  4. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, XIII Von der Rückkehr der Noldor.
  5. J. R. R. Tolkien: The Lays of Beleriand. (The History of Middle-earth, Band III.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. George Allen & Unwin, London 1985. The Lay of Leithian. Canto V, Vers 1499
  6. J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Teil 2: Das Zweite Zeitalter. II Aldarion und Erendis
  7. J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 2. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1999. (Im Original erschienen 1984 unter dem Titel The Book Of Lost Tales. Part Two.) Kapitel V: Die Geschichte von Earendel
  8. J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten Teil 1. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1999. (Im Original erschienen 1984 unter dem Titel The Book Of Lost Tales. Part One.) Kapitel IV: IX. Die Verhüllung von Valinor