Grabunholde

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Die Grabunholde halten die vier Hobbits gefangen. (Bild: Ted Nasmith)

Grabunholde (Original: Barrow-wights) sind im Legendarium böse Geister der Hügelgräberhöhen.

Beschreibung

Grabunholde waren dunkel und schattenhaft, mit fahl leuchtenden Augen und einem Griff kälter und stärker als Stahl. Indes waren ihre Köpfe schädelhaft und knochig. Wenn sie verschwanden, war es offenbar, als vergingen Schatten vor der Sonne. Ihre Stimmen klangen wie aus weiter Ferne und trostlos. Sie schienen einer Art von Magie mächtig gewesen zu sein oder schafften es wenigstens mit ihren Worten und grausigen Liedern (siehe Lied des Grabunholds), jene, die sie hörten, zu ängstigen und zu fesseln.[1]

Über die Herkunft der Grabunholde wird nichts berichtet. Es könnte sich um Úmaiar, aber auch um Gespenster handeln, d. h. verdorbene Fear verstorbener Menschen oder Elben. Für letzteres spricht der Sindarin-Name der Hügelgräberhöhen, Tyrn Gorthad, was etwa Hügel der Geister der Toten bedeutet.

Hintergrund

Nachdem die letzten der Dúnedain von Cardolan 1636 D. Z. durch die Große Pest dahingerafft wurden, sandte 1638 D. Z. der Hexenkönig böse Geister aus seinem Reich Angmar und aus dem Reich Rhudaur, damit sie sich auf den Hügelgräberhöhen in den Hügelgräbern der Dúnedain und Edain einnisteten und mit bösem Willen beseelt, jene Reisenden aufhalten sollten, die sich auf dem Weg vom Westen in Richtung Bruchtal befanden. So wurden die Hügelgräber zu einem Ort des Schreckens für die Menschen Eriadors.[2]

Bis in den September des Jahres 3018 D. Z. hinein blieben die Geister anscheinend ungestört, bis der Hexenkönig, ihr Meister, einige Tage an ihrer Heimstatt weilte und sie aufschreckte. Er sandte sie unter anderem in den Alten Wald aus. Dort und auf den Höhen sollten sie, voller Heimtücke, auf der Lauer liegen, um den Ringträger in die Irre zu führen und ihn zu fassen. Von seinem dortigen Lagerplatz bei Andrath, hatte der Hexenmeister auch die Vorstöße von seinen, ihm untergebenen Schwarzen Reitern, ins Auenland und die östlichen Grenzländer befohlen und gelenkt.[3]

Ende September 3018 D. Z. überquerten die vier Hobbits um Frodo Beutlin die Hügelgräberhöhen. Doch nachdem die Halblinge von ihrem ungewolltem Mittagsschlaf erwacht waren, wurden sie mit jähen Nebel konfrontiert und von einem Grabunhold gefangen. Durch Tom Bombadil wurden sie jedoch aus dem Grab befreit, der einen Bann über die Geister des Hügelgrabes sprach, die mit einem Schrei verschwanden. Damit sie nicht zu diesem Hügelgrab zurückkehren, legte Tom die Schätze des Grabes auf das Grab, wo sie von jedem freundlich gesinnten Geschöpf gefunden und behalten werden durften.[1]

Namensübersetzungen

Quellen

  1. 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel The Lord of the Rings.) Erstes Buch, Achtes Kapitel: Nebel auf den Hügelgräberhöhen
  2. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel The Lord of the Rings.) Anhang A: Eriador, Arnor und Isildurs Erben
  3. J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Teil 3: Das Dritte Zeitalter. IV. Die Jagd nach dem Ring. 2. Andere Versionen der Geschichte