Anairë
| Anairë | |
|---|---|
| Eckdaten | |
| Geboren | Jahre der Bäume |
| Volk | Elben |
| Zugehörigkeit | Noldor |
| Ort | Valinor[1] Tirion[2] |
| Familie | |
| Ehepartner | Fingolfin |
| Kinder | Fingon, Turgon, Aredhel, Argon[3] |
Anairë ist im Legendarium eine Elbin aus Valinor und die Frau von Fingolfin.
Beschreibung
Anairë war eine Noldor, die in Valinor lebte. Sie war die Frau von Fingolfin und sie hatten vier Kinder:
Anairë war mit Earwen, der Frau Finarfins, befreundet.[1]
Legendarium
Nachdem Fingolfins Halbbruder Feanor nach Formenos verbannt worden war und Anairës Schwiegervater Finwë mit ihm ging, regierte ihr Mann die Noldor in Tirion.[2]
Nachdem Feanor, der Halbbruder ihres Mannes, einen verhängnisvollen Eid geschworen hatte und die übrigen Elben drängte, Valinor mit ihm zu verlassen, entschied sich Anairës Mann Fingolfin, wider besseres Wissen seinem Halbbruder zu folgen. Auch Anairës Kinder folgten Feanor nach Mittelerde.[4] Anairë hingegen weigerte sich, ihrem Mann und ihren Söhnen zu folgen. Aufgrund ihrer engen Freundschaft mit Earwen blieb sie in Valinor.[1]
In Mittelerde wurde Anairës Mann Fingolfin der erste Hohe König der Noldor.[5] Nachdem er Morgoth im Kampf unterlag und gefallen war, wurde Anairës Sohn Fingon Hoher König der Noldor.[6] Ihr Sohn Turgon war der Herr von Gondolin.[7] Ihre Tochter Aredhel heiratete Eol, den Dunkelelben, nachdem dieser sie mit einem Zauber belegt hatte.[8] Anairës jüngster Sohn Argon starb kurz nach der Ankunft in Mittelerde in der Schlacht von Lammoth.[9]
Stammbaum
| Míriel Serinde | Finwë | Indis | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Fëanor | Findis | Fingolfin | Anairë | Írimë | Finarfin | Earwen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Fingon | Turgon | Elenwe | Aredhel | Eol | Argon | Finrod, Angrod, Aegnor, Galadriel | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Tuor | Idril | Maeglin | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Earendil | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Werkgeschichte
In frühen Fassungen der Erzählung hieß Turgons Gemahlin zunächst Alairë. Später änderte Tolkien den Namen Alairë in Anairë. Während ältere Fassungen noch Alairë enthalten, wurde der Name in späteren Korrekturen, vermutlich um 1970, zu Anairë geändert. In den elbischen Genealogien von 1959 erscheint Anairë zunächst ebenfalls als Vanya, die in Túna zurückblieb, wird dort aber später durch Elenwë ersetzt, die „im Eis umkam“. Gleichzeitig übertrug Tolkien den Namen Anairë auf Fingolfins Gemahlin und vermerkte ausdrücklich, dass sie in Aman blieb. Diese spätere Zuordnung spiegelt sich auch im veröffentlichten Silmarillion wider, in dem Turgons Frau Elenwë heißt und bei der Überquerung der Helcaraxë ums Leben kam. Eine spätere Anmerkung zu den Annalen von Aman bestätigt diese Fassung ausdrücklich. Turgons Frau ging im Eis verloren. Tolkien übertrug die ursprünglich für Turgons Gemahlin vorgesehene Figur Anairë schließlich auf Fingolfins Ehefrau, während die Rolle von Turgons Frau von Elenwë übernommen wurde.[10]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 1,2 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel XI: The Shibboleth of Fëanor, S. 344, 345.
- ↑ 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel VII: Von den Silmaril und der Unruhe der Noldor.
- ↑ 3,0 3,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel V: Von Eldamar und den Fürsten der Eldalië.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel IX: Von der Verbannung der Noldor.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIII: Von der Rückkehr der Noldor.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XVIII: Vom Verderben Beleriands und von Fingolfings Ende.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XXIII: Von Tuor und dem Fall von Gondolin.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XVI: Von Maeglin.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XII The Peoples of Middle-earth. Part Two: Late Writings, Kapitel XI: The Shibboleth of Fëanor, S. 362, note 38.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Three: The Wanderings of Húrin and other Writings not forming Part of the Quenta Silmarillion, Kapitel III: Maeglin, S. 323.
