Beleg Cúthalion

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Beleg Cúthalion
Anke Eißmann, Beleg Cúthalion, 1999
Anke Eißmann, Beleg Cúthalion, 1999
Titel
Hauptmann der Grenzwache in Doriath[1]
Eckdaten
Andere Namen Beleg Langbogen[1]
Gestorben 489 E. Z. (J. S.)
Taur-nu-Fuin[2]
Volk Elben
Zugehörigkeit Sindar
Ort Doriath[1]
Körperliche Beschreibung
Waffen Belthronding (Bogen)
Dailir (Pfeil)
Anglachel (Schwert)[2]

Beleg Cúthalion ist im Legendarium ein Elb aus Doriath und der Hauptmann von König Thingols Grenzwache.

Beschreibung

Von Beleg Cúthalion wurde gesagt, dass er der beste Bogenschütze und Jäger seiner Zeit gewesen war.[3] Beleg war stark und ausdauernd, weitsichtig in Geist und Auge und tapfer im Kampf.[4] Beleg war der Hauptmann der Grenzwache von Doriath.[1]

Beleg wurde zu einem engen Freund und Waffenbruder Túrins, bevor er schließlich dem Túrin anhaftenden Fluch zum Opfer fiel.[2]

Legendarium

Im Jahre 458 E. Z. half Beleg den Haladin gegen Orks, die aus dem Norden über den Pass des Sirion kamen. Er trug dazu bei, dass die Orks es viele Jahre nicht wagten, den Teiglin zu überqueren.[5]

Als Carcharoth Menegroth immer näherkam, gehörte Beleg zusammen mit König Thingol, Beren Erchamion, Mablung und Huan, dem Hund aus Valinor, zu dem gefährlichsten aller Jagdzüge, von denen je erzählt worden ist.[6]

Als Maedhros, einer der Söhne Feanors, zu seinem Bund aufrief, um gegen Morgoth zu kämpfen, wollte Beleg in den Kampf ziehen, um an großen Taten teilzuhaben. König Thingol verweigerte seine Hilfe, da er zuvor von Maedhros und seinen Brüdern eine drohende und anmaßende Botschaft erhalten hatte, in der sie die Rückgabe des Silmaril forderten. Er gab Beleg und Mablung jedoch die Erlaubnis zu gehen, sofern sie nicht den Söhnen Feanors dienten. Daraufhin kämpften Beleg und Mablung mit Fingons Schar in der fünften Schlacht von Beleriand, der Nirnaeth Arnoediad.[7]

Eines Tages fand Beleg, als er die Grenzen Doriaths bewachte, Túrin Turambar, den seine Mutter Morwen auf einen gefährlichen Weg geschickt hatte, um ihn in Sicherheit zu bringen. Beleg führte Túrin nach Menegroth. Zu Ehren seines Vaters Húrin wurde er von Thingol aufgenommen.

Während Túrins Zeit in Doriath wurde Beleg sein Lehrer und Freund. Als Túrin nach einer Auseinandersetzung mit Saeros, bei der dieser zu Tode kam, floh, machte sich Beleg auf die Suche nach ihm.

Ted Nasmith, Túrin Returns to Find Beleg Being Held Captive

Schließlich gelangte Beleg zu den Geächteten, denen sich Túrin angeschlossen hatte und deren Anführer er geworden war. Die Geächteten nahmen Beleg gefangen und fesselten ihn, da sie dem Elb nicht trauten. Erst als Túrin zurückkehrte, ließen sie ihn wieder frei. Beleg erklärte Túrin, dass er in Ehren nach Doriath zurückkehren könne, doch dieser lehnte aus Stolz ab. Beleg kehrte zurück zu Thingol und Melian und erstattete ihnen Bericht.[2]

Doch bald gab Beleg seiner Liebe zu Túrin gegen seine Vernunft nach und verließ Menegroth, um ihn erneut aufzusuchen. Beleg hatte vorsorglich viele Dinge mitgebracht, um den Geächteten zu helfen. Er half Túrins Gefährten und pflegte die Verletzten und Kranken.[8]

Zu dieser Zeit weilten die Geächteten in Mîms Hallen auf dem Amon Rûdh. Mîm hasste Beleg. Als Beleg Andróg heilte, den Mîm mit einem Fluch belegt hatte, wuchs sein Hass auf den Elben noch weiter.

Beleg hatte Túrin seinen Drachenhelm mitgebracht, und die beiden zogen wieder in den Kampf gegen die Orks. Sie sammelten weitere Männer um sich und bald verbreitete sich in weiten Teilen Beleriands das Gerücht, dass der „Bogen und der Helm“ wieder auferstanden seien. Viele Elben und Menschen fassten neuen Mut und machten sich auf die Suche nach ihnen. Túrin empfing alle, die zu ihm kamen. Auf Belegs Rat hin gab er jedoch niemandem ihren Zufluchtsort bekannt. Beleg war sich nicht nur der Gefahr bewusst, die eine Offenbarung ihres Aufenthalts mit sich bringen würde, sondern sah auch die Gefahr, dass dadurch Morgoth auf sie aufmerksam werden könnte.

Mîm wurde nun von dem Hass gegen Beleg, den er in sich trug, zu einem Entschluss getrieben. Er wollte die Diener Morgoths aufsuchen und ihnen Túrins Versteck verraten. Mîm forderte von den Orks, dass sie Beleg gefesselt zurücklassen sollten. Nachdem die Orks den Unterschlupf überfallen und Túrin Turambar verschleppt hatten, wurde der verletzte Beleg an Händen und Füßen an Eisenstifte gefesselt, die in den Felsen getrieben worden waren, und dem Zwerg überlassen. Mîm kehrte zurück, sah mit Schadenfreude auf Beleg herab und schärfte sein Messer. Er bemerkte nicht, dass Andróg, der unter den Toten lag, noch lebte. Erst als Andróg sein Schwert ergriff, wurde es Mîm gewahr und er flüchtete. Andróg sammelte seine letzten Kräfte, schnitt Belegs Fesseln durch und starb.[4]

Ted Nasmith, Beleg is Slain, 2000

Beleg suchte Túrin unter den Toten. Als er ihn nicht fand, wusste er, dass ihn die Orks nach Angband gebracht hatten. Sobald seine Wunden geheilt waren, nahm er dann die Verfolgung der Orks auf.

Während seiner Suche traf Beleg Gwindor, einen Elb aus Nargothrond, der aus den Bergwerken Angbands geflohen war. Gemeinsam fanden sie eines Nachts das Orklager, in dem Túrin an einem Baum gefesselt schlief. Nachdem Beleg die Wolfswachen lautlos mit seinem Bogen erschossen hatte, trugen sie Túrin heimlich fort. Als Beleg jedoch mit seinem Schwert Anglachel die Fesseln durchtrennen wollte, schnitt er Turín versehentlich in den Fuß. Dieser entriss ihm daraufhin das Schwert und tötete seinen Freund, da er glaubte, einen Feind vor sich zu haben.[9]

So starb Beleg Langbogen, der getreueste Freund und der Findigste unter allen, die in der Ältesten Zeit in den Wäldern von Beleriand lebten, von der Hand dessen, den er am meisten geliebt; und der Schmerz blieb in Túrins Antlitz eingegraben und verging nie.

— J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Übersetzt von Wolfgang Krege. 27. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2015. Quenta Silmarillion, Kapitel XXI: Von Túrin Turambar, S. 327, 328.

Als sich Túrin schließlich vom Schmerz lösen konnte, verfasste er ein Lied für Beleg. Er nannte es Laer Cú Beleg, „Das Lied vom Großen Bogen“.[2]

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XVIII: Vom Verderben Beleriands und von Fingolfings Ende.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XXI: Von Túrin Turambar.
  3. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Unfinished Tales. Narn I Chîn Húrin, The Tale of the Children of Húrin, Kapitel IV: Túrin in Doriath.
  4. 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The Children of Húrin. Narn I Chîn Húrin, The Tale of the Children of Húrin, Kapitel VIII: The Land of Bow and Helm.
  5. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part One: The Grey Annals, S. 56, 57.
  6. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: Von Beren und Lúthien.
  7. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XX: Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad.
  8. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The Children of Húrin. Narn I Chîn Húrin, The Tale of the Children of Húrin, Kapitel VII: Of Mîm the Dwarf.
  9. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The Children of Húrin. Narn I Chîn Húrin, The Tale of the Children of Húrin, Kapitel IX: The Death of Beleg.