Rían (Mutter von Tuor)

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Rían
Bekannt für
Eckdaten
Geboren 450 E. Z. (J. S.)
Gestorben 472 E. Z. (J. S.)[1] Haudh-en-Ndengin[2]
Volk Menschen
Zugehörigkeit Edain[1]
Ort Ladros in Dorthonion,[3] Dor-lómin in Hithlum[4]
Familie
Haus Haus Beor[3]
Vater Belegund
Ehepartner Huor
Kinder Tuor[1]

Rían ist im Legendarium eine Frau aus dem Haus Beor und die Mutter von Tuor.

Beschreibung

Rían war eine Nachfahrin von Beor dem Alten aus dem Haus Beor, dem dritten Haus der Edain. Ihr Großvater Bregolas war Anführer des Hauses Beor sowie dritter und letzter Fürst von Ladros. Sie war die Tochter und das einzige Kind seines Sohnes Belegund.

Rían heiratete Huor aus dem Haus Hador. Sie hatten einen Sohn namens Tuor. Ihre Cousine war Morwen, damit war Rían die Tante von Túrin Turambar, Lalaith und Nienor.[1]

Rían war sanftmütig und mochte weder das Jagen noch den Krieg. Sie liebte Bäume und die Blumen der Wildnis. Zudem war sie eine Sängerin und Liederdichterin.[5]

Legendarium

Rían wuchs in Ladros auf. Im Jahr 455 E. Z. (J. S.) zogen die meisten Männer des Hauses Beor in den Krieg. Darunter waren ihr Vater, ihr Großvater und ihr Onkel Baragund. Sie kämpften in der vierten Schlacht von Beleriand, der Dagor Bragollach, gegen Morgoth.[6] Ihr Großvater Bregolas fiel in dieser Schlacht, wie die meisten Männer seines Hauses. Ihr Vater Belegund überlebte und schloss sich den letzten überlebenden Männern um Ríans Großonkel Barahir, dem neuen Oberhaupt des Hauses Beor, an. Diese Gruppe wurde als Barahirs Bande bekannt und setzte den Kampf gegen Morgoth fort.

Aber die Lage war aussichtslos. Barahirs Frau Emeldir führte die überlebenden Frauen und Kinder über gefährliche Pfade durch die Berge. So kam Rían im Alter von fünf Jahren gemeinsam mit ihrer Cousine Morwen nach Dor-lómin zum Volk des Hauses Hador.[4]

Ríans Vater Belegund verstarb fünf Jahre später. Im Jahr 460 E. Z. (J. S.) gelang es Morgoth, Barahirs Bande aufzuspüren und bis auf Beren alle zu töten.[7]

Im Jahr 472 E. Z. (J. S.) heiratete Rían Huor.[8] Bereits zwei Monate später zog Húrin in die Schlacht der Nirnaeth Arnoediad. Er fiel im Kampf, ein vergifteter Pfeil traf ihn ins Auge.[9][10] Als Rían keine Nachricht von ihm erhielt, war sie verzweifelt und floh alleine in die Wildnis. Dort wäre sie zugrunde gegangen, hätten ihr nicht die Grauelben von Mithrim geholfen. Am See Mithrim brachte Rían mit der Hilfe der Elben ihren Sohn Tuor zur Welt.[11] Sie sagte den Elben, dass sie ihren Sohn Tuor nennen sollen, den Namen, den ihr Mann Huor ausgesucht hatte, und bat die Elben, ihn aufzuziehen und verborgen zu halten, da sie ahnte, dass von ihm in Zukunft Großes für die Elben und Menschen kommen solle.

Rían beabsichtigte, sich auf die Suche nach Húrin zu begeben. Doch der Elb Annael, der ebenfalls in der Schlacht gewesen war, berichtete ihr von Huors Tod. Daraufhin verließ Rían ihren Sohn und begab sich zum Haudh-en-Ndengin, dem „Hügel der Erschlagenen“, in der Wüste Anfauglith. Dort legte sie sich nieder und starb.[2]

Ríans Sohn Tuor zählt zu den bedeutendsten Menschen des Ersten Zeitalters. Er war der Vater von Earendil. Zu weiteren bedeutenden Nachfahren Ríans gehören ihre Urenkel Elrond und Elros. Außerdem sind alle Könige von Númenor, die Fürsten von Andúnië, die Könige von Andor sowie die Stammesführer der Dúnedain Nachfahren von Rían.[12][13]

Stammbaum

Beor der Alte
Bregolas
Beleth
Baragund
Belegund
Húrin
Morwen
Rían
Huor
Túrin Turambar
Lalaith
Nienor
Tuor
Idril
Earendil
Elrond
Elros

Links

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part Two: The Later Quenta Silmarillion, Kapitel XIV: Of the Coming of Men into the West, S. 231
  2. 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The Fall of Gondolin. The Fall of Gondolin: The Last Version
  3. 3,0 3,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion: Kapitel XVII: Von den ersten Menschen im Westen
  4. 4,0 4,1 J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XVIII: Vom Verderben Beleriands und von Fingolfings Ende
  5. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The Children of Húrin. Narn I Chîn Húrin, The Tale of the Children of Húrin, Kapitel I: The Childhood of Túrin
  6. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part One: The Grey Annals, S. 52
  7. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XIX: Von Beren und Lúthien
  8. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The History of Middle-earth Vol. XI The War of the Jewels. Part One: The Grey Annals, S. 133, § 216
  9. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XX: Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad
  10. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): The Children of Húrin. Narn I Chîn Húrin, The Tale of the Children of Húrin, Kapitel II: The Battle of Unnumbered Tears
  11. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, Kapitel XXI: Von Túrin Turambar
  12. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge, Stammbäume II: Die Abkömmlinge von Olwe und Elwe
  13. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Das Silmarillion. Anhänge, Stammbäume III: Das Haus Beor