Grabunholde: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Ted Nasmith – Under the Spell of the Barrow-wight.jpg|thumb|300px|Die Grabunholde halten die [[Die „Reisenden“|vier Hobbits]] gefangen. <small>(Bild: [[Ted Nasmith]])</small>]]
[[Datei:Ted Nasmith – Under the Spell of the Barrow-wight.jpg|thumb|300px|Die Grabunholde halten die [[Die „Reisenden“|vier Hobbits]] gefangen. <small>(Bild: [[Ted Nasmith]])</small>]]
'''Grabunholde''' (Original: ''Barrow-wights'') sind im [[Legendarium]] böse Geister der Hügelgräberhöhen.
'''Grabunholde''' (Original: ''Barrow-wights'') sind im [[Legendarium]] böse Geister der [[Hügelgräberhöhen]].


== Beschreibung ==
== Beschreibung ==
Nachdem die letzten der [[Dúnedain]] von [[Cardolan]] 1636 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] durch die [[Große Pest]] dahingerafft wurden, sandte 1638 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] der [[Fürst der Nazgûl|Hexenkönig]] böse Geister aus seinem Reich [[Angmar]] und aus dem Reich [[Rhudaur]], damit sie sich auf den [[Hügelgräberhöhen]] in den Hügelgräbern der Dúnedain und [[Edain]] einnisteten und mit bösem Willen beseelt, jene Reisenden aufhalten sollten, die sich auf dem Weg vom Westen in Richtung [[Bruchtal]] befanden. So wurden die Hügelgräber zu einem Ort des Schreckens für die Menschen [[Eriador]]s.
Eine vage gestaltliche Beschreibung wird nur gegeben, als Frodo von einem der Grabunholde gefangen wird. Offenbar schienen sie dunkel und schattenhaft gewesen zu sein, mit fahl leuchtenden Augen und einem Griff kälter und stärker als Stahl. Indes scheinen ihre Köpfe schädelhaft und knochig gewesen zu sein und wenn sie verschwanden, war es offenbar als vergingen Schatten vor der Sonne. Sie schienen einer Art von [[Morgul|Magie]] mächtig gewesen zu sein oder schafften es wenigstens mit ihren Worten und grausigen Liedern (siehe [[Lied des Grabunholds]]), jene, die sie hörten, zu ängstigen und zu fesseln.<ref name="HDR I 8">[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel ''The Lord of the Rings''.) Erstes Buch, Achtes Kapitel: ''Nebel auf den Hügelgräberhöhen''</ref>


Bis in den September des Jahres 3018 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] hinein, blieben die Geister anscheinend ungestört. Bis der Hexenkönig, ihr Meister einige Tage an ihrer Heimstatt weilte und sie aufschreckte und unter anderem in den [[Alter Wald|Alten Wald]] aussandte, dort und auf den Höhen sollten sie, voller Heimtücke, auf der Lauer liegen, um den [[Frodo Beutlin|Ringträger]] in die Irre zu führen und ihn zu fassen. Von seinem dortigen Lagerplatz bei [[Andrath]], hatte der Hexenmeister auch die Vorstöße von seinen, ihm untergebenen [[Nazgûl|Schwarzen Reiter]]n, ins [[Auenland]] und die östlichen Grenzländer befohlen und gelenkt.
Über die Herkunft der Grabunholde wird nichts berichtet. Es könnte sich um [[Úmaiar]], aber auch um [[Gespenster]] handeln, d. h. verdorbene [[Fear]] von [[Menschen]] oder [[Elben]]. Für letzteres spricht der [[Sindarin]]-Name der Hügelgräberhöhen, ''Tyrn Gorthad'', was etwa ''Hügel der Geister der Toten'' bedeutet.


Ende September 3018 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] überqueren die [[Hobbits]] um [[Frodo Beutlin]] die Hügelgräberhöhen. Doch nachdem die Halblinge von ihrem ungewolltem Mittagsschlaf erwachen, werden sie mit jähen Nebel konfrontiert und von den Grabunholden gefangen. Durch [[Tom Bombadil]] werden sie jedoch aus dem Grab befreit, der einen Bann über die Geister des Hügelgrabes spricht, die mit einem Schrei verschwinden. Damit sie nicht zu diesem Hügelgrab zurückkehren, legt Tom die Schätze des Grabes auf das Grab, wo sie von jedem freundlich gesinnten Geschöpf gefunden und behalten werden dürfen.
== Hintergrund ==
Nachdem die letzten der [[Dúnedain]] von [[Cardolan]] 1636 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] durch die [[Große Pest]] dahingerafft wurden, sandte 1638 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] der [[Fürst der Nazgûl|Hexenkönig]] böse Geister aus seinem Reich [[Angmar]] und aus dem Reich [[Rhudaur]], damit sie sich auf den [[Hügelgräberhöhen]] in den Hügelgräbern der Dúnedain und [[Edain]] einnisteten und mit bösem Willen beseelt, jene Reisenden aufhalten sollten, die sich auf dem Weg vom Westen in Richtung [[Bruchtal]] befanden. So wurden die Hügelgräber zu einem Ort des Schreckens für die Menschen [[Eriador]]s.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel ''The Lord of the Rings''.) Anhang A: ''Eriador, Arnor und Isildurs Erben''</ref>


Eine vage gestaltliche Beschreibung wird nur gegeben, als Frodo von einem der Grabunholde gefangen wird. Offenbar schienen sie dunkel und schattenhaft gewesen zu sein, mit fahl leuchtenden Augen und einem Griff kälter und stärker als Stahl. Indes scheinen ihre Köpfe schädelhaft und knochig gewesen zu sein und wenn sie verschwanden, war es offenbar als vergingen Schatten vor der Sonne. Sie schienen einer Art von Magie mächtig gewesen zu sein oder schafften es wenigstens mit ihren Worten und grausigen Liedern (siehe [[Lied des Grabunholds]]), jene, die sie hörten, zu ängstigen und zu fesseln.
Bis in den [[September]] des Jahres 3018 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] hinein blieben die Geister anscheinend ungestört, bis der Hexenkönig, ihr Meister, einige Tage an ihrer Heimstatt weilte und sie aufschreckte. Er sandte sie unter anderem in den [[Alter Wald|Alten Wald]] aus. Dort und auf den Höhen sollten sie, voller Heimtücke, auf der Lauer liegen, um den [[Frodo Beutlin|Ringträger]] in die Irre zu führen und ihn zu fassen. Von seinem dortigen Lagerplatz bei [[Andrath]], hatte der Hexenmeister auch die Vorstöße von seinen, ihm untergebenen [[Nazgûl|Schwarzen Reitern]], ins [[Auenland]] und die östlichen Grenzländer befohlen und gelenkt.<ref>J. R. R. Tolkien: ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel ''Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth''.) Teil 3: Das Dritte Zeitalter. IV. ''Die Jagd nach dem Ring''. 2. ''Andere Versionen der Geschichte''</ref>


== Sonstiges ==
Ende September 3018 [[Drittes Zeitalter|D. Z.]] überquerten die [[Reisende|vier Hobbits]] um [[Frodo Beutlin]] die Hügelgräberhöhen. Doch nachdem die Halblinge von ihrem ungewolltem Mittagsschlaf erwacht waren, wurden sie mit jähen Nebel konfrontiert und von einem Grabunhold gefangen. Durch [[Tom Bombadil]] wurden sie jedoch aus dem Grab befreit, der einen Bann über die Geister des Hügelgrabes sprach, die mit einem Schrei verschwanden. Damit sie nicht zu diesem Hügelgrab zurückkehren, legte Tom die Schätze des Grabes auf das Grab, wo sie von jedem freundlich gesinnten Geschöpf gefunden und behalten werden durften.<ref name="HDR I 8"/>
Über die Herkunft der Grabunholde wird nichts berichtet. Es könnte sich um Geisterwesen wie [[Maiar]] aber auch um [[Gespenster]] handeln, d. h. verdorbene [[Fear]] von [[Menschen]] oder [[Elben]]. Für letzteres spricht der [[Sindarin]]-Name der Hügelgräberhöhen, ''Tyrn Gorthad'', was etwa ''Hügel der Geister der Toten'' bedeutet.


== Namensübersetzungen ==
== Namensübersetzungen ==
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== Quellen ==
== Quellen ==
* J. R. R. Tolkien: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel ''The Lord of the Rings''.)
<references/>
** Erstes Buch,
*** Siebtes Kapitel: ''In Tom Bombadils Haus''
*** Achtes Kapitel: ''Nebel auf den Hügelgräberhöhen''
** [[Anhänge und Register]]
*** Anhang A: ''Eriador, Arnor und Isildurs Erben''
* J. R. R. Tolkien: ''[[Nachrichten aus Mittelerde]]''. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel ''Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth''.)
** Teil 3: Das dritte Zeitalter, ''Die Jagd nach dem Ring (Anmerkung 22)''
* J. R. R. Tolkien: ''[[Die Abenteuer des Tom Bombadil]]''. Übersetzt von Ebba-Margareta von Freymann und Thelma von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1984. (Im Original erschienen 1962 unter dem Titel ''The Adventures of Tom Bombadil and other verses from the Red Book''.)
** Gedicht 1: ''Die Abenteuer des Tom Bombadil''


[[Kategorie:Arten]]
[[Kategorie:Arten]]
[[en:Barrow-wights]]
[[en:Barrow-wights]]
[[fi:Haudanhaamut]]
[[fi:Haudanhaamut]]

Version vom 19. April 2026, 20:36 Uhr

Die Grabunholde halten die vier Hobbits gefangen. (Bild: Ted Nasmith)

Grabunholde (Original: Barrow-wights) sind im Legendarium böse Geister der Hügelgräberhöhen.

Beschreibung

Eine vage gestaltliche Beschreibung wird nur gegeben, als Frodo von einem der Grabunholde gefangen wird. Offenbar schienen sie dunkel und schattenhaft gewesen zu sein, mit fahl leuchtenden Augen und einem Griff kälter und stärker als Stahl. Indes scheinen ihre Köpfe schädelhaft und knochig gewesen zu sein und wenn sie verschwanden, war es offenbar als vergingen Schatten vor der Sonne. Sie schienen einer Art von Magie mächtig gewesen zu sein oder schafften es wenigstens mit ihren Worten und grausigen Liedern (siehe Lied des Grabunholds), jene, die sie hörten, zu ängstigen und zu fesseln.[1]

Über die Herkunft der Grabunholde wird nichts berichtet. Es könnte sich um Úmaiar, aber auch um Gespenster handeln, d. h. verdorbene Fear von Menschen oder Elben. Für letzteres spricht der Sindarin-Name der Hügelgräberhöhen, Tyrn Gorthad, was etwa Hügel der Geister der Toten bedeutet.

Hintergrund

Nachdem die letzten der Dúnedain von Cardolan 1636 D. Z. durch die Große Pest dahingerafft wurden, sandte 1638 D. Z. der Hexenkönig böse Geister aus seinem Reich Angmar und aus dem Reich Rhudaur, damit sie sich auf den Hügelgräberhöhen in den Hügelgräbern der Dúnedain und Edain einnisteten und mit bösem Willen beseelt, jene Reisenden aufhalten sollten, die sich auf dem Weg vom Westen in Richtung Bruchtal befanden. So wurden die Hügelgräber zu einem Ort des Schreckens für die Menschen Eriadors.[2]

Bis in den September des Jahres 3018 D. Z. hinein blieben die Geister anscheinend ungestört, bis der Hexenkönig, ihr Meister, einige Tage an ihrer Heimstatt weilte und sie aufschreckte. Er sandte sie unter anderem in den Alten Wald aus. Dort und auf den Höhen sollten sie, voller Heimtücke, auf der Lauer liegen, um den Ringträger in die Irre zu führen und ihn zu fassen. Von seinem dortigen Lagerplatz bei Andrath, hatte der Hexenmeister auch die Vorstöße von seinen, ihm untergebenen Schwarzen Reitern, ins Auenland und die östlichen Grenzländer befohlen und gelenkt.[3]

Ende September 3018 D. Z. überquerten die vier Hobbits um Frodo Beutlin die Hügelgräberhöhen. Doch nachdem die Halblinge von ihrem ungewolltem Mittagsschlaf erwacht waren, wurden sie mit jähen Nebel konfrontiert und von einem Grabunhold gefangen. Durch Tom Bombadil wurden sie jedoch aus dem Grab befreit, der einen Bann über die Geister des Hügelgrabes sprach, die mit einem Schrei verschwanden. Damit sie nicht zu diesem Hügelgrab zurückkehren, legte Tom die Schätze des Grabes auf das Grab, wo sie von jedem freundlich gesinnten Geschöpf gefunden und behalten werden durften.[1]

Namensübersetzungen

Quellen

  1. 1,0 1,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel The Lord of the Rings.) Erstes Buch, Achtes Kapitel: Nebel auf den Hügelgräberhöhen
  2. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Übersetzt von Margaret Carroux und Ebba-Margareta von Freymann. Klett-Cotta, Stuttgart 1969/1970. (Im Original erschienen 1954/55 unter dem Titel The Lord of the Rings.) Anhang A: Eriador, Arnor und Isildurs Erben
  3. J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Übersetzt von Hans J. Schütz. Klett-Cotta, Stuttgart 1983. (Im Original erschienen 1980 unter dem Titel Unfinished Tales of Númenor and Middle-earth.) Teil 3: Das Dritte Zeitalter. IV. Die Jagd nach dem Ring. 2. Andere Versionen der Geschichte