Rhûn: Unterschied zwischen den Versionen
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Eine einheitliche Definition des Ostens von Mittelerde existiert nicht. Nach [[Robert Foster]] umfasste Rhûn nur die Länder östlich des [[Meer von Rhûn|Meers von Rhûn]].<ref>[[Robert Foster]]: ''[[Das große Mittelerde-Lexikon]]'', Artikel ''Rhûn''.</ref> Damit würden [[Rhovanion]], [[Dorwinion]] und [[Mordor]] sowie [[Khand]] nicht zu Rhûn zählen, die jedoch auch nicht eindeutig den [[Westlande]]n bzw. [[Harad]] zuzuordnen sind. | |||
In Rhûn erhoben sich im [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalter]] die [[Orocarni]], die ''Roten Berge'', an deren Fuß sich das Binnenmeer von [[Helcar]] mit der Bucht von [[Cuiviénen]] und der [[Wilder Wald|Wilde Wald]] befanden.<ref name="QS III">[[J. R. R. Tolkien]]: [[Das Silmarillion]]. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. ''[[Quenta Silmarillion]]'', III ''Vom Erwachen der Elben und von Melkors Gefangenschaft''</ref> Südlich von Cuiviénen lag [[Hildórien]], eventuell im heutigen [https://de.wikipedia.org/wiki/Mesopotamien Mesopotamien].<ref>J. R. R. Tolkien: ''[[Sauron Defeated]].'' (The History of Middle-earth, Band IX.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. Part Three: "The Drowning of Anadûnê"</ref> | In Rhûn erhoben sich im [[Erstes Zeitalter|Ersten Zeitalter]] die [[Orocarni]], die ''Roten Berge'', an deren Fuß sich das Binnenmeer von [[Helcar]] mit der Bucht von [[Cuiviénen]] und der [[Wilder Wald|Wilde Wald]] befanden.<ref name="QS III">[[J. R. R. Tolkien]]: [[Das Silmarillion]]. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. ''[[Quenta Silmarillion]]'', III ''Vom Erwachen der Elben und von Melkors Gefangenschaft''</ref> Südlich von Cuiviénen lag [[Hildórien]], eventuell im heutigen [https://de.wikipedia.org/wiki/Mesopotamien Mesopotamien].<ref>J. R. R. Tolkien: ''[[Sauron Defeated]].'' (The History of Middle-earth, Band IX.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. Part Three: "The Drowning of Anadûnê"</ref> | ||
Nördlich wurde Rhûn durch die [[Eisenberge (Rhûn)|Eisenberge]] von [[Forodwaith]] abgegrenzt. Weit im Osten soll die [[Letzte Wüste]] gelegen haben.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Hobbit]]''. Erstes Kapitel: ''[[Eine unvorhergesehene Gesellschaft]]''</ref> | |||
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Aktuelle Version vom 23. März 2026, 22:24 Uhr

Rhûn (Sindarin für ‚Osten‘) ist im Legendarium die gondorische Bezeichnung für die Länder im Osten Mittelerdes.
Geographie

Eine einheitliche Definition des Ostens von Mittelerde existiert nicht. Nach Robert Foster umfasste Rhûn nur die Länder östlich des Meers von Rhûn.[1] Damit würden Rhovanion, Dorwinion und Mordor sowie Khand nicht zu Rhûn zählen, die jedoch auch nicht eindeutig den Westlanden bzw. Harad zuzuordnen sind.
In Rhûn erhoben sich im Ersten Zeitalter die Orocarni, die Roten Berge, an deren Fuß sich das Binnenmeer von Helcar mit der Bucht von Cuiviénen und der Wilde Wald befanden.[2] Südlich von Cuiviénen lag Hildórien, eventuell im heutigen Mesopotamien.[3]
Nördlich wurde Rhûn durch die Eisenberge von Forodwaith abgegrenzt. Weit im Osten soll die Letzte Wüste gelegen haben.[4]
Hintergrund
Im Ersten Zeitalter jagte Orome im Osten von Mittelerde, wobei er die Eldar kurz nach ihrem Erwachen in Cuiviénen entdeckte.[2] Aus etwa dieser Zeit sollen auch die Rinder von Araw stammen. Später erwachten die Menschen in Hildórien.[5]
Um das Jahr 2000 D. Z. unternahm Vorondil, Truchsess von Gondor, dort Jagdzüge.[6]
Knapp ein Jahrtausend später bereiste Aragorn Rhûn.[7]
Bevölkerung
Rhûn war von den Ostlingen bewohnt, welche regen Handel mit Esgaroth, Thal und den Zwergen vom Erebor trieben.[8] Untereinander waren die Stämme der Ostlinge verfeindet und auch mit ihren Nachbarn in Khand lebten sie in stetigem Zwist. Zu Zeiten König Rómendacils II. reichte Gondors Einfluss bis weit nach Rhûn hinein. Die Ostlinge konnten sich jedoch befreien und unternahmen danach immer wieder Angriffe auf Gondor, darunter die Wagenfahrer.[9] 1636-1637 D. Z. wütete in Rhûn wie in vielen Gegenden Mittelerdes die Große Pest. Auch der Lange Winter (November 2758 bis März 2759 D. Z.) traf die Ostlinge.[10] Nach dem Ringkrieg, in welchem die Ostlinge Sauron dienten, wurden diejenigen, welche sich ergeben hatten, von König Elessar wieder in ihre Heimat entlassen.[11]
Andere Namen
- Ferner Osten
- Ostlande
Sonstiges
Nach der Ambarkanta wurde der Osten von Mittelerde ab dem Krieg der Mächte nach Süden durch das Ostmeer von Harad getrennt.[12]
Quellen
- ↑ Robert Foster: Das große Mittelerde-Lexikon, Artikel Rhûn.
- ↑ 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, III Vom Erwachen der Elben und von Melkors Gefangenschaft
- ↑ J. R. R. Tolkien: Sauron Defeated. (The History of Middle-earth, Band IX.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. Part Three: "The Drowning of Anadûnê"
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Erstes Kapitel: Eine unvorhergesehene Gesellschaft
- ↑ J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, XII Von den Menschen
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Fünftes Buch, Erstes Kapitel: Minas Tirith
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Zweites Buch, Zweites Kapitel: Der Rat von Elrond
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Hobbit. Kapitel X: Ein begeisteter Empfang
- ↑ J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Teil Drei, Das Dritte Zeitalter: II Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Gondor und Rohan, (1) Die Nordmenschen und die Wagenfahrer
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang A: Annalen der Könige und Herrscher 4. Gondor und die Erben von Anárion
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Sechstes Buch, Fünftes Kapitel: Der Truchsess und der König.
- ↑ J. R. R. Tolkien: The Shaping of Middle-earth. (The History of Middle-earth, Band IV.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. Map V
