Morgul: Unterschied zwischen den Versionen
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* Die Bezeichnung als ''Hexe'' oder ''Hexer'' bzw. ''Zauberer'' oder ''Zauberin'' hing nicht zuletzt vom persönlichen Standpunkt ab. So wurde die Herrin von [[Dor-lómin]], [[Morwen Eledhwen]] aus dem [[Haus Beor]], von den [[Ostlinge]]n, die ihre Heimat besetzt hatten, eine Hexe (original ''witch'') genannt, da Morwen in der Zauberkunst bewandert gewesen sein soll und Umgang mit den [[Eldar]] hatte.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Das Silmarillion]]''. [[Quenta Silmarillion]], XXI ''Von Túrin Turambar'</ref> [[Gríma Schlangenzunge]] bezeichnete [[Galadriel]] als ''Hexe des [[Lothlórien|Goldenen Waldes]]'' (''Sorceress of the Golden Wood'').<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Drittes Buch, Sechstes Kapitel: ''Der König der Goldenen Halle''.</ref> Andererseits wurde Sauron in [[Númenor]] ''Zauberer'' ([[adûnaïsch]] ''Zigûr'') genannt.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Sauron Defeated]]''. The Drowning of Anadûnê</ref> | * Die Bezeichnung als ''Hexe'' oder ''Hexer'' bzw. ''Zauberer'' oder ''Zauberin'' hing nicht zuletzt vom persönlichen Standpunkt ab. So wurde die Herrin von [[Dor-lómin]], [[Morwen Eledhwen]] aus dem [[Haus Beor]], von den [[Ostlinge]]n, die ihre Heimat besetzt hatten, eine Hexe (original ''witch'') genannt, da Morwen in der Zauberkunst bewandert gewesen sein soll und Umgang mit den [[Eldar]] hatte.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Das Silmarillion]]''. [[Quenta Silmarillion]], XXI ''Von Túrin Turambar''</ref> [[Gríma Schlangenzunge]] bezeichnete [[Galadriel]] als ''Hexe des [[Lothlórien|Goldenen Waldes]]'' (''Sorceress of the Golden Wood'').<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Der Herr der Ringe]]''. Drittes Buch, Sechstes Kapitel: ''Der König der Goldenen Halle''.</ref> Andererseits wurde Sauron in [[Númenor]] ''Zauberer'' ([[adûnaïsch]] ''Zigûr'') genannt.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Sauron Defeated]]''. The Drowning of Anadûnê</ref> | ||
* In [[Gondor]] wurde bis in das [[Viertes Zeitalter|Vierte Zeitalter]] kein Morgul praktiziert, was sich möglicherweise um 120 V. Z. änderte (siehe [[Der Neue Schatten]]). Allerdings versuchten sich greise [[Dúnedain]] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Alchemie Alchemie] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Astrologie Astrologie], was nach [[Faramir (Sohn von Denethor II.)|Faramir]] ein Zeichen kulturellen Niedergangs war, da es Angst vor dem [[Tod]] zeigte.<ref>J. R. R. Tolkien: ''[[Der Herr der Ringe]]'', Viertes Buch, Fünftes Kapitel: ''Das Fenster nach Westen''</ref> | * In [[Gondor]] wurde bis in das [[Viertes Zeitalter|Vierte Zeitalter]] kein Morgul praktiziert, was sich möglicherweise um 120 V. Z. änderte (siehe [[Der Neue Schatten]]). Allerdings versuchten sich greise [[Dúnedain]] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Alchemie Alchemie] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Astrologie Astrologie], was nach [[Faramir (Sohn von Denethor II.)|Faramir]] ein Zeichen kulturellen Niedergangs war, da es Angst vor dem [[Tod]] zeigte.<ref>J. R. R. Tolkien: ''[[Der Herr der Ringe]]'', Viertes Buch, Fünftes Kapitel: ''Das Fenster nach Westen''</ref> | ||
Version vom 12. März 2026, 21:39 Uhr

Morgul (Sindarin für Hexerei, original Sorcery) ist im Legendarium die Bezeichnung für schwarze Magie. Bekannte Hexenmeister (Original Sorcerers) sind die neun Nazgûl und Saurons Mund,[1] sowie Sauron selbst. Morgul ist daher abzugrenzen von Curu, der Magie der Elben und Istari.[2]
Beschreibung
Wie übernatürlich und real Morgul tatsächlich war, bleibt ungeklärt. Galadriel bezeichnet Saurons Kräfte als „Betrügereien“.[2] Ähnlich wie Curu scheint auch Morgul keine tatsächliche Änderung der natürlichen Ordnung verursachen zu können, da dies Wunder wären, die nur Eru wirken kann.[3] Zumindest die Nazgûl selbst aber scheinen durch ihre Ringe und Morgul-Klingen über durchaus wirksame Kräfte verfügt zu haben.[4] Selbst nach dem Ende der Nazgûl wurde ihre Stadt Minas Morgul als für Menschen unbewohnbar betrachtet, weshalb König Elessar beschloss, die Stadt dem Erdboden gleichmachen zu lassen.[5]
Weitere Morgul-Magie ist von den Grabunholden bekannt. Gandalf erwähnt zudem Zaubersprüche in den Sprachen der Orks, was vermuten lässt, dass es auch unter ihnen Hexer gab.[6]
Eine Sonderform der schwarzen Magie ist die Nekromantie (Totenbeschwörung), in der es die Schwarzen Númenórer zu einiger Meisterschaft gebracht haben sollen. Auch Sauron trat im Dritten Zeitalter zunächst in Dol Guldur als Nekromant in Erscheinung.[7]
Sonstiges
- Nach Morgul wurden Minas Morgul und die Morgul-Klingen benannt.
- Die Bezeichnung als Hexe oder Hexer bzw. Zauberer oder Zauberin hing nicht zuletzt vom persönlichen Standpunkt ab. So wurde die Herrin von Dor-lómin, Morwen Eledhwen aus dem Haus Beor, von den Ostlingen, die ihre Heimat besetzt hatten, eine Hexe (original witch) genannt, da Morwen in der Zauberkunst bewandert gewesen sein soll und Umgang mit den Eldar hatte.[8] Gríma Schlangenzunge bezeichnete Galadriel als Hexe des Goldenen Waldes (Sorceress of the Golden Wood).[9] Andererseits wurde Sauron in Númenor Zauberer (adûnaïsch Zigûr) genannt.[10]
- In Gondor wurde bis in das Vierte Zeitalter kein Morgul praktiziert, was sich möglicherweise um 120 V. Z. änderte (siehe Der Neue Schatten). Allerdings versuchten sich greise Dúnedain in Alchemie und Astrologie, was nach Faramir ein Zeichen kulturellen Niedergangs war, da es Angst vor dem Tod zeigte.[11]
Etymologie
Morgul bedeutet etwa schwarze Kunst. Es besteht aus den Elementen mor (dunkel) und gûl. Letzteres leitet sich vom gleichen Stamm *ngol- ab wie Noldor und ist verwandt mit Quenya nóle, was sich mit langes Mühen, Kunde oder Wissen übersetzen lässt. Allerdings erhielt durch die häufige Verwendung der Verbindung morgul auch der Bestandteil gûl die Bedeutung Hexerei, beispielsweise in Dol Guldur.[12]
Quellen
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Fünftes Buch, Zehntes Kapitel: Das Schwarze Tor öffnet sich
- ↑ 2,0 2,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Zweites Buch, Siebtes Kapitel: Galadriels Spiegel
- ↑ J. R. R. Tolkien: Late Notes on Verb Structure. in: Parma Eldalamberon, Ausgabe 22
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Fünftes Buch, Sechstes Kapitel: Die Schlacht auf dem Pelennor
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Sechstes Buch, Fünftes Kapitel: Der Truchsess und der König.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Zweites Buch, Viertes Kapitel: Eine Wanderung im Dunkeln
- ↑ J. R. R. Tolkien; Humphrey Carpenter, Christopher Tolkien (Hrsg.): J. R. R. Tolkien Briefe, Brief 151 (datiert 18. September 1954).
- ↑ J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Quenta Silmarillion, XXI Von Túrin Turambar
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Drittes Buch, Sechstes Kapitel: Der König der Goldenen Halle.
- ↑ J. R. R. Tolkien: Sauron Defeated. The Drowning of Anadûnê
- ↑ J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe, Viertes Buch, Fünftes Kapitel: Das Fenster nach Westen
- ↑ J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Elemente in den Quenya- und Sindarin-Namen
