Illuin und Ormal: Unterschied zwischen den Versionen

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== Beschreibung ==
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Illuin und Ormal wurden auf [[Yavanna]]s Bitten von [[Aule]] geschaffen, nachdem [[Tulkas]] [[Melkor]] aus [[Arda]] vertrieben hatte. Ihre Pfeiler [[Helcar]] und [[Ringol]] waren die höchsten Berge, die jemals waren und sein werden. Illuin stand im Norden von Mittelerde, Ormal im Süden. Dort, wo sich der Schein der beiden Leuchten traf, nahmen die Valar ihren ersten Wohnsitz; auf der Insel [[Almaren]].
Illuin und Ormal wurden auf [[Yavanna]]s Bitten von [[Aule]] geschaffen, nachdem [[Tulkas]] [[Melkor]] aus [[Arda]] vertrieben hatte. Ihre Pfeiler waren die höchsten Berge, die jemals waren und sein werden. Illuin stand im Norden von Mittelerde, Ormal im Süden. Dort, wo sich der Schein der beiden Leuchten traf, nahmen die Valar ihren ersten Wohnsitz: auf der Insel [[Almaren]].


== Hintergrund ==
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Während des [[Frühling von Arda|Frühlings von Arda]] dienten die Leuchten zur Beleuchtung von Mittelerde. Durch ihren Schein verschwand die Düsternis und die lebenden Wesen, die sich während des [[Erster Krieg|Ersten Kriegs]] versteckt hatten, kamen wieder zum Vorschein.
Während des [[Frühling von Arda|Frühlings von Arda]] dienten die Leuchten zur Beleuchtung von Mittelerde. Durch ihren Schein verschwand die Düsternis und die lebenden Wesen, die sich während des [[Erster Krieg|Ersten Kriegs]] versteckt hatten, kamen wieder zum Vorschein.


Melkor gelang es jedoch, in die Welt zurückzukehren und im Norden von Mittelerde seine Festung [[Utumno]] zu erbauen. Von dort aus zerstörte er die Leuchten, so dass die Welt kein Licht mehr hatte. Ihr Sturz war so gewaltig, dass die Länder und Meere Ardas verwüstet wurden. Als Illuin fiel, entstand bei seinen Wurzeln das [[Meer von Helcar|Binnenmeer von Helcar]]. Ormals Schmelzwasser bildete nach seinem Sturz das südlliche [[Meer von Ringol|Binnenmeer von Ringol]]. Almaren wurde beim Fall der Leuchten zerstört, so dass die Valar daraufhin ihren zweiten Wohnsitz in [[Valinor]] nahmen.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Das Silmarillion]]''. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. ''Quenta Silmarillion'', I ''Vom Anbeginn der Tage''</ref><ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Das Silmarillion]]''. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. ''Quenta Silmarillion'', III ''Vom Erwachen der Elben und von Melkors Gefangenschaft''</ref>
Melkor gelang es jedoch, in die Welt zurückzukehren und im Norden von Mittelerde seine Festung [[Utumno]] zu erbauen. Von dort aus zerstörte er die Leuchten, so dass die Welt kein Licht mehr hatte. Ihr Sturz war so gewaltig, dass die Länder und Meere Ardas verwüstet wurden. Als Illuin fiel, entstand bei seinen Wurzeln das Binnenmeer von [[Helcar]]. Aus Ormals Schmelzwasser soll nach seinem Sturz das südliche [[Ostmeer|Binnenmeer von Ringil]] entstanden sein.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[The Shaping of Middle-earth]]''. ([[The History of Middle-earth]], Band IV.) Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. HarperCollins, London 1992. Kapitel V: ''The Ambarkanta''</ref> Almaren wurde beim Fall der Leuchten zerstört, so dass die Valar daraufhin ihren zweiten Wohnsitz in [[Valinor]] nahmen.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Das Silmarillion]]''. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. ''Quenta Silmarillion'', I ''Vom Anbeginn der Tage''</ref><ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Das Silmarillion]]''. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. ''Quenta Silmarillion'', III ''Vom Erwachen der Elben und von Melkors Gefangenschaft''</ref>


== Sonstiges ==
== Sonstiges ==


* In einer früheren Fassung erschuf Melkor selbst die Pfeiler als Geschenk für die Valar. Allerdings bestanden sie aus Eis und wurden durch die Hitze der Leuchten zum Schmelzen gebracht. So entstanden demzufolge die Binnenmeere.
* In einer früheren Fassung erschuf Melkor selbst die Pfeiler als Geschenk für die Valar. Allerdings bestanden sie aus Eis und wurden durch die Hitze der Leuchten zum Schmelzen gebracht. So entstanden demzufolge die Binnenmeere.
* In einer späteren Fassung waren die Leuchten [[Dúnedain|númenórische]] Mythen wären, die es in Wirklichkeit nie gab. Stattdessen hätten [[Sonne]] und [[Mond]] geschienen (siehe ''[[Runde Welt]]''). Melkor verdarb deren Licht durch die Schändung [[Arien]]s und die Schaffung von Vulkanen.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]]: [[Morgoth’s Ring]]. (The History of Middle-earth, Band X), ''Myths transformed.'' </ref>
* In einer späteren Fassung waren die Leuchten [[Dúnedain|númenórische]] Mythen, die es in Wirklichkeit nie gab. Stattdessen hätten [[Sonne]] und [[Mond]] geschienen (siehe ''[[Runde Welt]]''). Melkor verdarb deren Licht durch die Schändung [[Arien]]s und die Schaffung von Vulkanen.<ref>[[J. R. R. Tolkien]], [[Christopher Tolkien]]: [[Morgoth’s Ring]]. (The History of Middle-earth, Band X), ''Myths transformed.''</ref>
* Die namenlose Insel, auf der [[Ulmo]] die [[Elben]] übers Meer nach [[Aman]] brachte und die später den Namen [[Tol Eressea]] bekam, stand seit dem Sturz Illuins einsam im Meer.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Das Silmarillion]]''. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. ''Quenta Silmarillion'', V ''Von Eldarmar und den Fürsten von Eldalië''.</ref>
* Die namenlose Insel, auf der [[Ulmo]] die [[Elben]] übers Meer nach [[Aman]] brachte und die später den Namen [[Tol Eressea]] bekam, stand seit dem Sturz Illuins einsam im Meer.<ref>[[J. R. R. Tolkien]]: ''[[Das Silmarillion]]''. Herausgegeben von [[Christopher Tolkien]]. ''Quenta Silmarillion'', V ''Von Eldarmar und den Fürsten von Eldalië''.</ref>



Aktuelle Version vom 16. März 2026, 16:51 Uhr

Illuin (Quenya, wohl von "luin" für blau) und Ormal (Quenya, Hoch-Gold) sind im Legendarium zwei von den Valar geschaffene Leuchtpfeiler, die in Mittelerde stehen.[1]

Zeitangabe

Beschreibung

Illuin und Ormal wurden auf Yavannas Bitten von Aule geschaffen, nachdem Tulkas Melkor aus Arda vertrieben hatte. Ihre Pfeiler waren die höchsten Berge, die jemals waren und sein werden. Illuin stand im Norden von Mittelerde, Ormal im Süden. Dort, wo sich der Schein der beiden Leuchten traf, nahmen die Valar ihren ersten Wohnsitz: auf der Insel Almaren.

Hintergrund

Während des Frühlings von Arda dienten die Leuchten zur Beleuchtung von Mittelerde. Durch ihren Schein verschwand die Düsternis und die lebenden Wesen, die sich während des Ersten Kriegs versteckt hatten, kamen wieder zum Vorschein.

Melkor gelang es jedoch, in die Welt zurückzukehren und im Norden von Mittelerde seine Festung Utumno zu erbauen. Von dort aus zerstörte er die Leuchten, so dass die Welt kein Licht mehr hatte. Ihr Sturz war so gewaltig, dass die Länder und Meere Ardas verwüstet wurden. Als Illuin fiel, entstand bei seinen Wurzeln das Binnenmeer von Helcar. Aus Ormals Schmelzwasser soll nach seinem Sturz das südliche Binnenmeer von Ringil entstanden sein.[2] Almaren wurde beim Fall der Leuchten zerstört, so dass die Valar daraufhin ihren zweiten Wohnsitz in Valinor nahmen.[3][4]

Sonstiges

  • In einer früheren Fassung erschuf Melkor selbst die Pfeiler als Geschenk für die Valar. Allerdings bestanden sie aus Eis und wurden durch die Hitze der Leuchten zum Schmelzen gebracht. So entstanden demzufolge die Binnenmeere.
  • In einer späteren Fassung waren die Leuchten númenórische Mythen, die es in Wirklichkeit nie gab. Stattdessen hätten Sonne und Mond geschienen (siehe Runde Welt). Melkor verdarb deren Licht durch die Schändung Ariens und die Schaffung von Vulkanen.[5]
  • Die namenlose Insel, auf der Ulmo die Elben übers Meer nach Aman brachte und die später den Namen Tol Eressea bekam, stand seit dem Sturz Illuins einsam im Meer.[6]

Quellen

  1. Robert Foster: Das große Mittelerde-Lexikon. Seite 434, Artikel Leuchten der Valar.
  2. J. R. R. Tolkien: The Shaping of Middle-earth. (The History of Middle-earth, Band IV.) Herausgegeben von Christopher Tolkien. HarperCollins, London 1992. Kapitel V: The Ambarkanta
  3. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, I Vom Anbeginn der Tage
  4. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, III Vom Erwachen der Elben und von Melkors Gefangenschaft
  5. J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien: Morgoth’s Ring. (The History of Middle-earth, Band X), Myths transformed.
  6. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgegeben von Christopher Tolkien. Quenta Silmarillion, V Von Eldarmar und den Fürsten von Eldalië.