Náin (Sohn von Grór)

Aus Ardapedia
Náin
Bekannt für
Eckdaten
Geboren 2665 D. Z.
Gestorben 2799 D. Z.
Volk Zwerge, Durins Volk
Ort Moria
Eisenberge (Rhûn)[1]
Familie
Vater Grór
Kinder Dáin Eisenfuß[1]

Naín ist im Legendarium ein Zwerg aus Durins Volk.

Beschreibung

Náin war der Sohn von Grór. Er lebte lange Jahre mit der Sippe seines Vaters in den Eisenbergen.

Sein Onkel war Thrór (der Großvater von Thorin Eisenfuß), der sich einige Jahrzehnte nach der Vertreibung durch Smaug aus dem Erebor nach Moria begab und dort von Orks erschlagen wurde. Náins Vetter Thráin II., Sohn und Nachfolger Thrórs, versammelte daraufhin ein großes Heer, um diese Tat zu rächen. Nach einem langen Krieg zwischen Zwergen und Orks kam es 2799 D. Z. im Schattenbachtal, auch Azanulbizar genannt, beim Osttor der Zwergenbinge Khazad-dûm (Moria) zur Entscheidungsschlacht. Die Orks waren in der Überzahl und zudem dadurch begünstigt, dass es dunkler Wintertag war und sie nicht durch die Sonne geschwächt wurden. Erst als Náin mit seinen Kriegern aus den Eisenbergen eintraf und in den Kampf eingriff, gewannen die Zwerge unter weiteren schweren Verlusten die Oberhand.

Náin selbst forderte mit lauten Rufen Azog, den Anführer der Orks, direkt heraus. Im Zweikampf der beiden unterlag Náin, der bereits müde war, allerdings. Ein Schlag von Azog, der sich zuvor im Kampf zurückgehalten hatte, brach Náin trotz dessen Kettenkragen das Genick. Sein Sohn Dáin Eisenfuß rächte ihn kurze Zeit später und tötete Azog.[1]

Etymologie

Der Name Náin ist altnordisch und der Älteren Edda entlehnt. In der Völuspá wird er im 11. Vers genannt.[2] Die Bedeutung könnte ‚der Tote‘ oder ‚der Unterirdische‘ sein.[3]

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang A (III): Durins Volk.
  2. Karl Simrock, (Übersetzer u. Herausgeber): Die Edda – Nordische Götter- und Heldensagen I. Die ältere Edda. 1. Wöluspa, Vers 11.
  3. Rudolf Simek: Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie 3. Personennamen skandinavischer Herkunft: Zwerge in der Edda und bei Tolkien.