Sauron

Aus Ardapedia

Sauron, der Dunkle König

In Sindarin wurde er "Gorthaur" genannt.

Volk

Ainur, Maiar

Beschreibung

Sauron war der Statthalter von Morgoth und sollte, nach dessen Verbannung durch die Valar, als Vertreter bis zu Morgoths Rückkehr fungieren.

Um 1000 Z.Z. hatte Sauron genug Macht gewonnen, um sich Mordor als Bollwerk zu erwählen und mit dem Bau von Barad-dûr zu beginnen. Er legte sich eine schöne Gestalt zu, nannte sich "Annatar" (Herr der Geschenke) und gab sich bei den Elben als Gesandter der Valar aus.

Ähnlich wie später der Zauberer Saruman, bemühte sich Sauron um Zivilisation, Fortschritt und Aufklärung und als er sich bereit zeigte, die Geheimnisse seiner Schmiedekunst preiszugeben, durchschauten nur noch die Elbenfürsten Círdan und Galadriel seine wahren Absichten.

Mit Saurons Hilfe erschufen die Elbenschmiede von Ost-in-Edhil die Ringe der Macht, ohne zu ahnen, dass Sauron einen Meister-Ring für sich selbst anfertigte, der alle anderen kontrollieren sollte. Um den Einen Ring zu erschaffen, mußte Sauron einen Großteil seiner dämonischen Energie opfern, die nun in diesem Ring steckte und ihm an anderer Stelle fehlte. Als die Elben Saurons Verrat mit den Ringen entdeckten, griff Sauron zur Gewalt, zerstörte die Elbenschmiede und fiel in Eriador ein, wo er der vereinten Macht Gil-galads und der Númenorer erlag.

Danach gab Sauron sich offen zu erkennen, scharte Orks und andere Ungeheuer Morgoths in seinen Dienst und schwang sich durch Gewalt und Schrecken zum Herrscher über große Gebiete Mittelerdes auf. In seinem Stolz legte er sich den Titel "König der Menschen" zu, womit er den nicht minderen Stolz der Könige von Númenor weckte. Im Jahre 3262 Z.Z. landete Ar-Pharazôn mit einer großen Streitmacht in Mittelerde und nahm Sauron als Gefangenen mit nach Númenor, wo Sauron innerhalb von fünfzig Jahren Jahren die Furcht der Númenorer vor dem Tode für sich nutzbar machen konnte und schließlich Ar-Pharazôn überredete, sich die Unsterblichkeit mit Gewalt zu holen. Beim darauf folgendem Untergang von Númenor wurde Saurons Körper vernichtet, so dass er nie wieder imstande sein konnte, eine augenfällige Gestalt anzunehmen.

Saurons Geist floh nach Mordor zurück, wo er sich eine neue Gestalt zulegte: die eines abscheulichen, furchterregenden Kriegers in schwarzer Rüstung, mit glühenden Augen und brennender, schwarzer Haut. Er stülpte wieder seinen Meister-Ring über den Finger und sammelte seine Kräfte. Nachdem er im Jahre 3429 Z.Z. Gondor angriff, wurde er von Gil-galad und Elendil im Kampf bezwungen und mußte den Ring (mitsamt Finger) ebenso opfern wie seine Gestalt.

Nach dem Verlust des Meister-Ringes geisterte Sauron eine Zeitlang als körperloser Schatten durch die Wildnis des Ostens, bis er schließlich die Festung Dol Guldur errichtete und mit Hilfe der Ringgeister, die Suche nach dem Einen Ring aufnahm. Da er bei allen offenen Kämpfen zuvor unterlag, beschloss er lieber aus dem Dunkel heraus die Fäden zu ziehen. Nur sein Lidloses Auge, das ruhelos über die Lande schweifte, wurde manchmal sichtbar.

Von Gollum erfuhr Sauron, das der Ring sich bei einem gewissen Beutlin im Auenland befand. Doch die Nazgûl verfehlten ihre Aufgabe den Ring zu erbeuten, und so startete Sauron einen Krieg an allen Fronten, um seinen Feinden keine Zeit zu lassen den Ring gegen ihn zu verwenden. Auf den Gedanken, das sie versuchen könnten den Ring zu vernichten, kam er nicht.

Nach dem Sturz seiner Festung Barad-dûr am Ende des Ringkrieges, wurde Saurons Macht dermaßen geschmälert, dass in den Schatten verschwand und nie wieder in Mittelerde erschien.

Andere Namen

Diese Namen legte sich Sauron im Zweiten Zeitalter bei:

  • Annatar, "Herr der Geschenke"
  • Artano, "Hochschmied"
  • Aulendil, "Diener Aules"

Sonstiges

  • Ursprünglich war er einer der Maiar von Aule.
  • Die Silbe "gor" in Gorthaur, bedeutete übersetzt "Grauen, Entsetzen".

Quellen

Nachrichten aus Mittelerde, "Register", Klett-Cotta, 2002