Thráin II.
| Thráin II, | |
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| Bekannt für | |
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| Titel | |
| König von Durins Volk König unter dem Berg im Exil | |
| Eckdaten | |
| Geboren | 2644 D. Z. |
| Gestorben | 2850 D. Z. in Dol Guldur[2] |
| Volk | Zwerge, Durins Volk |
| Ort | Erebor Thorins Hallen[1] |
| Familie | |
| Vater | Thrór |
| Kinder | Thorin, Frerin, Dís[1] |
Thráin II. ist im Legendarium ein König der Langbärte und ein Zwerg aus Durins Volk.
Beschreibung
Flucht aus dem Erebor

Thráin wurde als Sohn König Thrórs 2644 D. Z. am Einsamen Berg geboren. Er war 126 Jahre alt, als es im Jahr 2770 D. Z. zum Überfall Smaugs und dessen Eroberung des Erebors kam. Thráin und sein Vater konnten sich vor dem Drachen und seinen verheerenden Flammen durch einen geheimen Ausgang in Sicherheit bringen.
In der Folgezeit zogen Thráin und seine Verwandten, darunter auch sein Söhne Thorin Eichenschild und Frerin und seine Tochter Dis zunächst ziellos umher und ließen sich nach einigen Jahren im Dunland nieder.[1]
Krieg mit den Orks
Thráins Vater König Thrór hielt einige Jahre danach das Exil nicht mehr aus und begab sich um 2790 D. Z. mit seinem Knappen Nár nach Moria, wo die Zwerge aus Durins Volk ursprünglich beheimatet waren, bevor sie vor einem Balrog fliehen mussten. Vor seinem Aufbruch überließ er seinem Sohn seinen Zwergenring, einen der sieben Ringe der Macht, sagte ihm aber, der Ring benötige Gold, um wieder „Gold zu hecken“. Außerdem bekam Thráin von Thrór eine Karte des Einsamen Berges und den Schlüssel zu dessen geheimer Tür.[1][3]
Thrór wurde in Moria von Orks erschlagen und sein Körper geschändet. Sein Sohn wurde als Thráin II. der neue König von Durins Volk und war fest entschlossen, den Tod seines Vaters zu rächen. Die Musterung der Zwergenarmee hierfür dauerte drei Jahre, von 2790 bis 2793. Auch seine Söhne Thorin und Frerin schloss sich dem Heer an.[1]
Der Krieg zwischen den Zwergen unter Thráins Führung und den Orks wurde sechs Jahre lang erbittert geführt und gipfelte 2799 D. Z. im Schattenbachtal in der Schlacht von Azanulbizar beim Osttor der Zwergenbinge Khazad-dûm (Moria). Thráin wurde dabei verwundet und verlor ein Auge, sein Sohn Frerin fiel. Zuletzt gewannen die Zwerge unter weiteren schweren Verlusten die Oberhand, besiegten die Orks und töteten deren Anführer Azog. Nach der Schlacht wollte Thráin Khazad-dûm besetzen, wurde jedoch von Dáin davon abgehalten.[1]
Aufbruch zum Erebor, Gefangenschaft und Tod
Thráin zog nun gemeinsam mit seinem Sohn Thorin und seiner Tochter Dís in die Blauen Berge, wo sie zu einem gewissen Maß an Wohlstand kamen. Ihre neue Heimat trug später den Namen Thorins Hallen.[2]
Thráin kam hier aber nicht zur Ruhe und vielleicht weckte auch der Ring, der mit Saurons Hilfe geschmiedet war, in ihm das Verlangen nach Gold. So machte er sich im Jahre 2841 D. Z. zum Einsamen Berg auf, wo sich die Reichtümer seiner Vorfahren noch befinden mussten.[2] Seinem Sohn hatte er nichts von seinem Vorhaben erzählt, nur einigen Vertrauten, die ihn begleiten sollten, darunter auch Balin und dessen Bruder Dwalin. Je mehr er nach Norden zu gelangen suchte, desto mehr verfolgte ihn und seine wenigen Gefährten das Unglück. Sie wurden von Saurons Abgesandten und wilden Wölfen verfolgt, ihnen wurde von Orks aufgelauert und Spähervögel überschatteten ihren Weg.

Als sie eines Tages im Jahre 2845 D. Z. östlich des Anduin wanderten, zwang sie ein starker Regen in den Säumen des Düsterwalds Schutz zu suchen und ihr Lager dort aufzuschlagen. Am darauf folgenden Tag war Thráin verschwunden und einige Tage riefen und suchten seine Gefährten nach ihm, bis sie es aufgaben und zu den Blauen Bergen zurückkehrten.[1]
Thráin war jedoch lebend von Gesandten Dol Guldurs verschleppt worden.[2] Man folterte ihn in den Verliesen, nahm ihm seinen Ring ab und warf ihn schließlich in die Bergwerke der Feste. Den Schlüssel und die Karte von den Gebieten um den Erebor ließ man ihm wohl, weil das Interesse der dunklen Macht Dol Guldurs nur in dem Ring begründet lag. Dies stellte sich später als fatales Versehen heraus.
Denn nur fünf Jahre später drang Gandalf in Verkleidung in Dol Guldur ein und fand in den Bergwerken den fiebrigen, im Sterben liegenden Thráin, der ihm vor seinem Tod noch die Karte und den Schlüssel für seinen Sohn geben konnte, die diesem später bei der Fahrt zum Erebor halfen und ihn schließlich gegen Smaug triumphieren ließen.[2][4][3]
Etymologie
Der Name Thráin ist ein altnordischer Name und bedeutet ‚der Bedrohliche‘[5]
Er taucht in der Älteren Edda auf, wenn auch in geringfügig anderer Schreibweise, und zwar im selben Vers wie Thorin.[6]
Hobbit-Trilogie
In Peter Jacksons Interpretation vom Hobbit, wird Thráin im ersten Film von Mike Mizrahi und Thomas Robins sowie im zweiten Film (nur in der Extended Version) von Antony Sher verkörpert.[7]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Anhang A (III): Durins Volk.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhang B: Zeittafel: Die Jahre der Westlande. Das Dritte Zeitalter.
- ↑ 3,0 3,1 J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. Erstes Kapitel: Ein unerwartetes Fest.
- ↑ J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.): Nachrichten aus Mittelerde. Teil Drei: Das Dritte Zeitalter. III. Die Fahrt zum Erebor.
- ↑ Rudolf Simek: Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie. 3. Personennamen skandinavischer Herkunft: Zwerge in der Edda und bei Tolkien.
- ↑ Karl Simrock, (Übersetzer u. Herausgeber): Die Edda – Nordische Götter- und Heldensagen I. Die ältere Edda. 1. Wöluspa, Vers 12.
- ↑ Peter Jackson: Hobbit-Filmtrilogie. New Line Cinema, Metro-Goldwyn-Mayer, WingNut Films.
| Vorgänger | König von Durins Volk | Nachfolger |
| Thrór | 2790–2845 D. Z. | Thorin II. |
